Rechtsprechung
   BGH, 17.02.1977 - III ZR 115/74   

Lavaberg

Art. 14 GG, Inhaltsbestimmung

Sonstiges

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1977, 945
  • WM 1977, 561



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BGH, 16.07.1993 - III ZR 60/92  

    Flugsanddünen als geschützter Landschaftsteil

    Eine besondere, die Sozialbindung aktualisierende Situation kann sich daraus ergeben, daß das Grundstück eine nach dem jeweils geltenden Landschaftsschutzrecht erhaltenswerte Beschaffenheit hat, die entweder seine schützenswerte Substanz als solche betrifft (vgl. Senatsurteile vom 25. März 1957 - III ZR 253/55 = DVBl 1957, 861 - "Buchendom" - und vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = WM 1977, 561 - "Lavaberg") oder auf seiner prägenden Wirkung für die Landschaft (vgl. Senatsurteil BGHZ 77, 351) beruht.

    Der Eigentümer durfte sich nicht darauf verlassen, die Behörde werde ihn zur Stellung eines beschränkten Antrags auf Genehmigung auffordern, wenn sie nur einen solchen für erfolgreich ansehe (vgl. Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 aaO).

    Daß dem beteiligten Eigentümer unter diesen Umständen der Abbau der in seinen Grundstücken enthaltenen Sandmengen nicht gestattet worden ist, stellt angesichts der beschriebenen Situationsbindung dieser Grundstücke keine unzumutbare Belastung dar, die durch eine Entschädigung nach § 50 Nds NatSchG ausgeglichen werden müßte (zur Ablehnung von Entschädigungsansprüchen bei sonst drohender Verunstaltung eines Naturdenkmals - "Lavaberg" - vgl. auch das bereits erwähnte Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 aaO).

  • BGH, 26.01.1984 - III ZR 216/82  

    Anwendbarkeit von § 254 BGB auf Enteignung

    Daher richtet sich ein Anspruch auf Entschädigung, der durch eine Maßnahme des Natur- oder Landschaftsschutzes begründet wird, auch dann gegen das Land, wenn die Maßnahme von einer Kreisverwaltung als unterer Naturschutzbehörde ergriffen worden ist (vgl. BGH Urteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = WM 1977, 561).

    Eine situationsbedingte Belastung des Grundstücks kann angenommen werden, wenn ein -als Leitbild gedachter - vernünftiger und einsichtiger Eigentümer, der auch das Gemeinwohl nicht aus dem Auge verliert, von sich aus im Blick auf die Lage und die Umweltverhältnisse seines Geländes von bestimmten Formen der Nutzung absehen würde (vgl. zum ganzen Senatsurteile BGHZ 23, 30, 33; 30, 338, 343; 60, 126, 130 f.; 72, 211, 216 f.; 77, 351, 354; 80, 111, 115 ff.; 87, 66; Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = NJW 1977, 945; BVerwGE 49, 365, 368).

  • BGH, 03.03.1983 - III ZR 93/81  

    Entschädigung für eine Teilenteignung wegen Verlustes der Kiesabbaumöglichkeit

    Eine situationsbedingte Belastung des Grundstücks kann angenommen werden, wenn ein - als Leitbild gedachter - vernünftiger und einsichtiger Eigentümer, der auch das Gemeinwohl nicht aus dem Auge verliert, von sich aus im Blick auf die Lage und die Umweltverhältnisse seines Geländes von bestimmten Formen der Nutzung absehen würde (vgl. zum Ganzen Senatsurteile BGHZ 23, 30, 33; 30, 338, 343; 60, 126, 130/1; 72, 211, 216/7; 77, 351, 354; 80, 111, 115 ff.; Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74, NJW 1977, 945 = LM Nr. 41 z. Art. 14 [Ba] GG und dazu BVerwGE 49, 365, 368; vgl. auch BVerfGE 25, 112, 119; BGB -RGRK, 12. Aufl., Rdn. 58 vor § 839 Krohn, Enteignung und Enteignungsentschädigung, 2. Aufl., Rdn. 187 ff., 197, jeweils m.w.N.).

    Grundsätzlich wird durch Maßnahmen des Natur- und Landschaftsschutzes allein das jeweils beteiligte Land begünstigt (Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74, WM 1977, 561/2).

mehr
  • BGH, 26.01.1984 - III ZR 179/82  

    Rechtsfolgen der Versagung einer wasserrechtlichen Planfeststellung;

    Dieses Gesetz hatte nach dem Zusammenbruch seine Geltung behalten (BayBS ErgB S. 1. - NatSchG -; BGH Urteile vom 9. Dezember 1957 - III ZR 150/56 = LM Nr. 70 zu Art. 14 GG und vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = WM 1977, 561; BayVerfG in VGH nF 12 II 1, 4; BVerwG, DVBl. 1966, 825) und war erst durch das Gesetz über den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur ( Bayerisches Naturschutzgesetz - BayNatSchG ) vom 27. Juli 1973 (GVBl. S. 437) mit Wirkung vom 1. August 1973 aufgehoben worden (Art. 59 und 60).

    Allerdings wäre der Abbau von Kies dann nicht mehr als wirtschaftlich vernünftig anzusehen, wenn diese Nutzung ein auf dem Grundstück befindliches Naturdenkmal zerstörte (vgl. dazu BGH Urteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = WM 1977, 561) oder aber ein in der Nähe befindliches Naturdenkmal oder erhaltenswertes Landschaftsbild, die ihrer Umwelt das Gepräge geben, auf Dauer beeinträchtigte (vgl. BGHZ 77, 351).

  • BGH, 28.06.1984 - III ZR 35/83  

    Drittbezogenheit von Amtspflichten einer Gemeinde im Planaufstellungsverfahren;

    Wenn die Kläger ihr Vorhaben nicht in eingeschränktem Umfange verwirklichen wollten, steht ihnen aus dem Gesichtspunkt des enteignungsgleichen Eingriffs keinerlei Entschädigung zu (vgl. Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = NJW 1977, 945, 946 = LM Art, 14 [Ba] GG Nr. 41 unter II 8).
  • BGH, 20.09.1984 - III ZR 198/82  

    Entschädigung für eine enteignende Maßnahmen im Gebiet des Naturschutzes

    Daher richtet sich ein Anspruch auf Entschädigung, der durch eine Maßnahme des Natur- oder Landschaftsschutzes begründet wird, auch dann gegen das "begünstigte" Land, wenn die Maßnahme von einer Kreisverwaltung als unterer Naturschutzbehörde ergriffen worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = WM 1977, 561 = NJW 1977, 945).

    Dieses Gesetz hatte nach dem Zusammenbruch seine Geltung behalten (BGH Urteile vom 9. Dezember 1957 - III ZR 150/56 = LM Nr. 70 zu Art. 14 GG und 17. Februar 1977 - III ZP, 115/74 = WM 1977, 561; BayVerfG in VGH nF 12 II 1, 4; BVerwG DVBl. 1966, 825) und war erst durch das Gesetz zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Baden-Württembergisches Naturschutzgesetz) vom 21. Oktober 1975 (GesBl. S. 654) mit Wirkung vom 1. Januar 1976 aufgehoben worden (§ 71).

  • BGH, 22.05.1980 - III ZR 175/78  

    Sand- und Kiesabbau - Art. 14 GG, Ausgleichsanspruch

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  • BGH, 15.02.1996 - III ZR 49/95  

    Entschädigung des Eigentümers zum Bimsabbau geeigneter Flächen wegen Versagung

    Geht es dabei um die Erhaltung eines einzigartigen Denkmals, so kann das Allgemeininteresse daran den Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen Privater geniessen (vgl. Senatsurteile vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 - NJW 1977, 945, 946 und vom 2. Februar 1978 - III ZR 15/76 - WM 1978, 585, 588).
  • BGH, 25.09.1980 - III ZR 18/79  

    Enteignungsentschädigung bei Veränderungssperre; Rechtswidrigkeit einer

    Die Revision verkennt hierbei, dass es auf eine "Prognoseentscheidung" nicht ankommt, weil eben ein "faktischer Eingriff" überhaupt nur in Betracht kommt, wenn wegen des eindeutigen Verhaltens der Behörde bestimmte (d.h. bereits entwickelte) Nutzungsvorstellungen nicht zur Durchführung gekommen sind (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74, NJW 1977, 945 = WM 1977, 561).
  • BGH, 03.06.1982 - III ZR 28/76  

    Kiesabbau im Grundwasser abgelehnt: Art. 14 GG verletzt?

    Dessen Schutz reicht nämlich nicht weiter als der Schutz, den seine wirtschaftliche Grundlage genießt (BVerfG aaO S. 753; Senatsurteil vom 17. Februar 1977 - III ZR 115/74 = NJW 1977, 945 = WM 1977, 561; BVerwG Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 60).
  • BGH, 26.01.1984 - III ZR 178/82  

    Entschädigungslosigkeit eines Auskiesungsverbots

  • BGH, 03.03.1983 - III ZR 94/81  

    Entschädigung für eine Teilenteignung wegen Verlustes der Kiesabbaumöglichkeit

  • BVerwG, 08.11.1982 - 4 CB 70.82  
  • OVG Rheinland-Pfalz, 17.03.1988 - 1 A 126/84  
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