Rechtsprechung
   BGH, 23.02.1988 - VI ZR 56/87   

Magenoperationen

§ 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, zur Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen (hier: Aufklärungspflicht verneint);

§ 852 BGB <Fassung bis 31.12.01> (vgl. nunmehr § 199 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Verjährung beginnt bei ausreichender Kenntnis des Patienten von den Tatsachen, die ein Fehlverhalten des Arztes nahelegen

Volltextveröffentlichungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823
    Umfang der Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1988, 1516
  • NJW-RR 1988, 790
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Wird zitiert von ... (14)  

  • BGH, 31.10.2000 - VI ZR 198/99  

    Verfahrensrecht - Ladungsfähige Anschrift des Beklagten im Arzthaftungsprozess

    Dazu muß der Patient nicht nur die wesentlichen Umstände des Behandlungsverlaufs kennen, sondern auch Kenntnis von solchen Tatsachen erlangen, aus denen sich für ihn als medizinischen Laien ergibt, daß der behandelnde Arzt von dem üblichen medizinischen Vorgehen abgewichen ist oder Maßnahmen nicht getroffen hat, die nach dem ärztlichen Standard zur Vermeidung oder Beherrschung von Komplikationen erforderlich waren (ständige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteile vom 23. Februar 1988 - VI ZR 56/87 - NJW 1988, 1516, 1517; vom 23. April 1991 - VI ZR 161/90 - VersR 1991, 815, 816; vom 29. November 1994 - VI ZR 189/93 - VersR 1995, 659, 660 und vom 3. Februar 1998 - VI ZR 356/96 - VersR 1998, 634, 636; auch BGH, Urteil vom 24. Juni 1999 - IX ZR 363/97 - VersR 1999, 1149, 1150).
  • BGH, 10.11.2009 - VI ZR 247/08  

    Verjährung von Schadensersatzsansprüchen wegen eines ärztlichen

    Deshalb begann die Verjährungsfrist gemäß § 852 BGB a.F. nicht zu laufen, bevor nicht der Patient als medizinischer Laie Kenntnis von Tatsachen erlangt hatte, aus denen sich ergab, dass der Arzt von dem üblichen ärztlichen Vorgehen abgewichen war oder Maßnahmen nicht getroffen hatte, die nach ärztlichem Standard zur Vermeidung oder Beherrschung von Komplikationen erforderlich gewesen wären (st. Rspr., vgl. Senatsurteile vom 23. April 1985 - VI ZR 207/83 - a.a.O.; vom 23. Februar 1988 - VI ZR 56/87 - NJW 1988, 1516, 1517 - insoweit in VersR 1988, 495 nicht abgedruckt; vom 23. April 1991- VI ZR 161/90 - a.a.O.; vom 29. November 1994 - VI ZR 189/93 - a.a.O.; vom 3. Februar 1998 - VI ZR 356/96 - a.a.O. und vom 31. Oktober 2000 - VI ZR 198/99 - VersR 2001, 108, 109 - insoweit in BGHZ 145, 358 nicht abgedruckt; BGH, Urteil vom 24. Juni 1999 - IX ZR 363/97 - VersR 1999, 1149, 1150).

    Die-se Kenntnis ist erst vorhanden, wenn die dem Anspruchsteller bekannten Tatsachen ausreichen, um den Schluss auf ein schuldhaftes Fehlverhalten des Anspruchsgegners und auf die Ursache dieses Verhaltens für den Schaden bzw. die erforderliche Folgeoperation als naheliegend erscheinen zu lassen (Senatsurteile vom 27. Oktober 1970 - VI ZR 66/69 - VersR 1971, 154, 155; vom 3. Juni 1986 - VI ZR 210/85 - VersR 1986, 1080, 1081 und vom 23. Februar 1988 - VI ZR 56/87 - a.a.O.).

  • BGH, 23.04.1991 - VI ZR 161/90  

    Beginn der Verjährung im Arzthaftungsprozeß

    Deshalb beginnt die Verjährungsfrist nicht zu laufen, bevor nicht der Patient als medizinischer Laie Kenntnis von Tatsachen erlangt hat, aus denen sich ergibt, daß der Arzt von dem üblichen ärztlichen Vorgehen abgewichen ist oder Maßnahmen nicht getroffen hat, die nach ärztlichem Standard zur Vermeidung oder Beherrschung von Komplikationen erforderlich waren (vgl. Senatsurteile vom 23. April 1985 - VI ZR 207/83 - VersR 1985, 740, 741 und vom 23. Februar 1988 - VI ZR 56/87 - NJW 1988, 1516, 1517).
mehr
  • OLG Koblenz, 17.04.2001 - 3 U 1158/96  

    Schmerzensgeldansprüche bei vaginaler Risikogeburt und unterbliebener Aufklärung

    Dazu gehört das Wissen, dass der Arzt von dem üblichen ärztlichen Vorgehen abgewichen ist oder Maßnahmen nicht getroffen hat, die zur Vermeidung oder Beherrschung von Komplikationen erforderlich waren (BGH NJW 1988, S. 1516, 1517).
  • OLG Oldenburg, 17.06.1997 - 5 U 21/97  

    Aufklärung, Eingriff, Operationsmethode, Hallux valgus, Versteifung, Risiko,

    Denn die Wahl der richtigen Behandlungsmethode ist grundsätzlich allein Sache des Arztes (BGH NJW 1988, 1516).
  • OLG Köln, 22.12.1999 - 5 U 68/99  
    Dann aber stellt die Teilversteifung keine echte Alternative dar, über die die Klägerin aufzuklären gewesen wäre (vgl. BGH, NJW 1988, 1516).
  • OLG Köln, 03.05.2006 - 5 U 216/02  

    Arzthaftung - Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten eines Speichenbruchs

    Die Wahl der richtigen Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. nur BGH, NJW 1988, 1516).
  • OLG München, 29.09.1994 - 24 U 116/94  
    Allerdings setzt nur positive Kenntnis, nicht Kennenmüssen, die Frist in Gang (vgl. BGH NJW 1988, 1516 ).
  • OLG Köln, 28.06.2000 - 5 U 182/97  
    Eine solche ist nur dann gegeben, wenn auch die alternative Methode bereits eine Standardmethode darstellt, also keine Behandlungsmethode ist, bei der noch keine hinreichenden Erfahrungswerte vorliegen (vgl. BGH, NJW 1988, 1516).
  • OLG Köln, 05.12.2001 - 5 U 51/01  
    Dem Grundsatz, dass die Wahl der Therapie nach ärztlichem Beurteilungsermessen aufgrund der Gegebenheiten des konkreten Behandlungsfalles und der Erfahrung des Arztes und der Geschicklichkeit in der Behandlungsmethode zu erfolgen hat (BGH NJW 1982, 2121; NJW 1988, 763; NJW 1988, 1516), mithin ein Entscheidungsspielraum des Arztes besteht, kommt besondere Bedeutung zu bei einer Erkrankung, die als unheilbar gilt und bei der die Forschungsansätze für die Behandlung der Erkrankung weit auseinander laufen, wie dies bei AIDS zumindest damals der Fall war.
  • LG Landau/Pfalz, 14.01.2010 - 2 O 203/09  
  • OLG Koblenz, 25.03.2010 - 5 U 1514/07  
  • OLG Oldenburg, 22.01.1991 - 5 U 86/90  

    Behandlungsfehler, Aufklärungspflicht, Magenresektion, Behandlungsalternativen,

  • LG Dortmund, 04.11.2010 - 4 O 202/08  
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