Rechtsprechung
   BGH, 11.05.1982 - VI ZR 171/80   

Oberschenkelbruch

§ 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, zur Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen (hier: Aufklärungspflicht verneint)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1982, 2121
  • MDR 1982, 1009
  • VersR 1982, 771



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Wird zitiert von ... (25)  

  • BGH, 22.09.1987 - VI ZR 238/86  

    Ärztliche Aufklärung über nicht angebotene neue Behandlungsverfahren

    Die Wahl der Behandlungsmethode ist, wie der Senat bereits ausgesprochen hat, primär Sache des Arztes (Senatsurteil vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - NJW 1982, 2121, 2122 = VersR 1982, 771 = AHRS Kza 5000/5).

    Stehen für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere Behandlungsmethoden zur Verfügung, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten, muß der Patient - selbst verständlich nach sachverständiger und verständnisvoller Beratung des Arztes - selbst prüfen können, was er an Belastungen und Gefahren im Hinblick auf möglicherweise unterschiedliche Erfolgschancen der verschiedenen Behandlungsmethoden auf sich nehmen will (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1974 - VI ZR 141/72- NJW 1974, 1422, 1423 = VersR 1974, 752 = AHRS Kza 4230/1, vom 11. Mai 1982 a.a.O. und vom 19. November 1985 - VI ZR 134/84 - NJW 1986, 780 = VersR 1986, 342 ).

    Das ist etwa dann nicht der Fall, wenn diese anderen, theoretisch in Betracht kommenden ärztlichen Maßnahmen keine besonders ins Gewicht fallenden Vorteile hinsichtlich der Heilungschancen und möglicher Komplikationen derselben Risikogruppe haben und nach medizinischer Erfahrung jedenfalls nicht besser indiziert sind, schließlich wenn die ärztliche Versorgung des Patienten mit den vorhandenen persönlichen und operativen Möglichkeiten im Vordergrund steht (vgl. dazu das Senatsurteil vom 11. Mai 1982 a.a.O.).

  • BGH, 13.06.2006 - VI ZR 323/04  

    Arztrecht - Aufklärungspflicht bei Anwendung von neuer medizinischer Methode

    Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Wahl der Behandlungsmethode zwar primär Sache des Arztes (Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - VersR 1982, 771, 772; vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191 und vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03 - VersR 2005, 836; OLG Zweibrücken, OLGR 2001, 79, 81 mit NA-Beschluss des Senats vom 19. Dezember 2000 - VI ZR 171/00 -; OLG Karlsruhe, MedR 2003, 229, 230).
  • OLG Naumburg, 23.08.2004 - 1 U 18/04  

    Arzthaftung - Zur Frage der Verpflichtung zur Aufklärung über angewandte und

    Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. BGH, NJW 1982, 2121, 2122).

    Solange also die eingeschlagene Therapie dem medizinischen Standard genügt, ist eine Aufklärung des Patienten über mehrere gleich Erfolg versprechende Behandlungsmöglichkeiten ohne nennenswert unterschiedliches Risiko nicht erforderlich (vgl. BGH NJW 1982, 2121; BGHZ 102, 17 bis 27; Palandt-Thomas, 62. Auflage 2003, § 823, Rdn.).

mehr
  • OLG Naumburg, 21.07.2003 - 1 U 14/03  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld nach Schilddrüsenentfernung

    Denn die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. BGH, NJW 1982, 2121, 2122).

    Der Arzt darf in der Regel davon ausgehen, dass der Patient insoweit seiner ärztlichen Entscheidung vertraut (vgl. BGH NJW 1982, 2121; BGHZ 102, 17 bis 27; Palandt-Thomas, 62. Auflage 2003, § 823, Rdn. 47 ff).

  • OLG Naumburg, 10.05.2010 - 1 U 97/09  

    Anforderungen an die ärztliche Risikoaufklärung bei mehreren Behandlungsmethoden

    Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. BGH, NJW 1982, 2121, 2122; vgl. Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, 3. Auflage 2010, Rdn. A 1220).

    Solange also die eingeschlagene Therapie dem medizinischen Standard genügt, ist eine Aufklärung des Patienten über mehrere gleich Erfolg versprechende Behandlungsmöglichkeiten ohne nennenswert unterschiedliches Risiko nicht erforderlich (vgl. BGH NJW 1982, 2121; BGHZ 102, 17 bis 27; Palandt-Sprau, 69. Auflage 2010, § 823, Rdn. 154, 154c).

  • OLG Bamberg, 11.11.2002 - 4 U 99/02  

    Aufklärungspflicht des Chirurgen über die Schnittführung beim Übergang von der

    (vgl. z.B. BGH NJW 1982, 2121; BGH NJW 1988, 1515).

    Ihm muss dann die Entscheidung überlassen bleiben, auf welches er sich einlassen will (BGH NJW 1982, 2121).

  • OLG Saarbrücken, 25.02.2004 - 1 U 422/03  

    Sachverständige - Anhörung des Sachverständigen auch nach Ergänzungsgutachten?

    Da die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes ist, besteht eine Aufklärungspflicht nur, wenn mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl stehen und wenn diese wiederum mit unterschiedlichen Chancen und Risiken verbunden sind (BGH NJW 82, 2121).
  • BGH, 24.11.1987 - VI ZR 65/87  

    Umfang der ärztlichen Aufklärung bei Heileingriff

    Gibt es indessen mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen haben, besteht mithin eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, dann muß diesem durch entsprechende vollständige ärztliche Belehrung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (BGH, Urteil vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - NJW 1982, 2121 = VersR 1982, 771; neuerdings zusammenfassend Senatsurteil vom 22. September 1987 - VI ZR 238/86 -, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; vgl. auch Senatsurteile vom 23. September 1980 - VI ZR 189/79 - NJW 1981, 633 = VersR 1980, 1145 und vom 24. Februar 1981 - VI ZR 168/79 - NJW 1981, 1319 = VersR 1981, 532, das Risiko eines Fehlschlags der Operation betreffend).
  • OLG Frankfurt, 07.12.2004 - 8 U 194/03  

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Anforderungen an die Auswahl der Behandlungsmethode

    Stehen jedoch mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte Behandlungsmethoden zur Verfügung, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht also eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, muss diesem durch entsprechende vollständige ärztliche Belehrung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (BGH NJW 1988, 765 f.= VersR 1988, 190 f.; NJW 1982, 2121 ff.= VersR 1982, 771 f.).
  • OLG Karlsruhe, 10.07.2002 - 7 U 159/01  

    Arzthaftung: Ärztliche Pflicht zur Aufklärung über Materialkombinationen bei der

    Über verschiedene zur Wahl stehende Operationsverfahren muss der Arzt nicht von sich aus aufklären (BGH VersR 1982, 771, 772; OLG Oldenburg OLGR 1998, 129, 130 = VersR 1998, 1285, 1286; OLG Hamm VersR 1992, 834).
  • OLG Karlsruhe, 08.12.2004 - 7 U 163/03  

    Verfahrensrecht - Klagen gegen mehrere einfache Streitgenossen

  • BGH, 29.06.1995 - 4 StR 760/94  

    Surgibone - § 16 StGB analog bei Erlaubnistatbestandsirrtum (hier: Irrtum

  • BGH, 23.02.1988 - VI ZR 56/87  

    Umfang der Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen

  • BGH, 22.12.1987 - VI ZR 32/87  

    Aufklärungspflicht des Arztes bei erhöhtem Risiko einer Komplikation

  • OLG Saarbrücken, 21.04.1999 - 1 U 615/98  

    Honoraranspruch des Arztes bei Behandlungsfehlern oder Verletzung der

  • OLG Saarbrücken, 17.04.2002 - 1 U 612/01  

    Schmerzensgeldanspruch wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers

  • OLG Bamberg, 15.09.2003 - 4 U 75/03  

    Frage des Schadensersatzes wegen unzureichender Aufklärung vor einer

  • BGH, 05.07.2005 - VI ZR 221/04  

    Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht

  • BGH, 28.02.1984 - VI ZR 106/82  

    Aufklärungspflicht des Arztes über in der Erprobung befindliche diagnostische

  • BGH, 29.06.1995 - 4 StR 700/94  
  • OLG Oldenburg, 17.10.1995 - 5 U 134/92  

    Kaiserschnitt, Spontanentbindung, Entbindung, Hirnschaden, Behandlung,

  • OLG Köln, 04.12.1996 - 5 U 68/96  

    Verzicht auf Ruhigstellung des Beins - § 823 BGB, BGB, Verzicht auf

  • OLG Karlsruhe, 02.03.1987 - 7 U 2/84  
  • OLG Köln, 05.12.2001 - 5 U 51/01  
  • OLG Oldenburg, 08.10.1991 - 5 U 39/91  

    Aufklärungspflicht, Behandlungsalternativen, Osteosynthese, Knochenmarkentzündung

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