Rechtsprechung
| BVerwG, 26.11.1992 - 7 C 20.92 |
Opus pistorum
Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, Kunstfreiheit, § 1 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 2, Abs. 3 Satz 2 GjS, § 6 GjS, § 10 GjS, Entscheidungsvorrang der Bundesprüfstelle bei der Abwägung
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
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Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 91, 211
- NJW 1993, 1491
- afp 1993, 601
- NVwZ 1993, 675
Wird zitiert von ... (40)
- VG Köln, 11.02.2003 - 7 K 10137/00 Nach der den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts folgenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts haben sich die Fachgerichte auf Seite des Kinder- und Jugendschutzes im Rahmen des verfahrensrechtlich Möglichen Gewissheit darüber zu verschaffen, welchen schädigenden Einfluss die konkrete Schrift ausüben könnte, vgl. BVerwG, Urteil vom 26.11.1992 - 7 C 20/02 -, BVerwGE 91, S. 211 (215); Niehues, NJW 1997, S. 557 (559).
Allerdings hat das Gericht die wertende Einschätzung der Bundesprüfstelle, auch soweit es um die Beurteilung eines schädigenden Einflusses des indizierten Mediums auf Jugendliche geht, als sachverständige Äußerung zu beachten, vgl. BVerwG, Urteil vom 26.11.1992- 7C 20/02 -, BVerwGE 91, S. 211 (216).
vgl. BVerwG, Urteile vom 26.11.1992 - 7 C 20.92 - und - 7 C 22.92 -, a. a. O. und vom 28.08.1996 - 6 C 15/94 -, NJW 1997, 602.
vgl. BVerwG, Urteile vom 26.11.1992 - 7 C 20.92 - und 7 C 22.92 - , a. a. O.
vgl. BVerwG, Urteil vom 26.11.1992 - 7 C 20/92 - , BVerwGE 91, 211.
- VG München, 17.06.2009 - M 17 K 05.599
MTV - I want a famous face
Diese Auffassung hat das BVerwG inzwischen aufgegeben und hat die der Entscheidung der Bundesprüfstelle, soweit es um die wertende Einschätzung des Kunstwerks und um die Beurteilung des von ihm ausgehenden schädigenden Einflusses für Jugendliche geht, als sachverständige Aussagen begriffen, die im Verwaltungsprozess in Frage zu stellen denselben Aufwand erfordern, der notwendig ist, um die Tragfähigkeit fachgutachterlicher Äußerungen zu erschüttern (BVerwG v. 26.11.1992, BVerwGE 91, 211/215).Die Zusammensetzung allein rechtfertigt nicht einen gerichtlich nicht überprüfbaren Beurteilungsspielraum, denn sie gewährleistet nicht, dass die Entscheidungen der KJM möglichst in einer gewissen Staatsferne und aufgrund einer pluralistischen Meinungsbildung ergehen (zu dieser Voraussetzung vgl. BVerwGE 91, 211/217).
Vielmehr müssen die der Entscheidung der KJM zugrunde liegenden Erwägungen, die hier in die Bescheidsbegründung eingeflossen sind, als sachverständige Aussagen begriffen werden, die im Verwaltungsprozess wirksam in Frage zu stellen denselben Aufwand erfordert, der notwendig ist, um die Tragfähigkeit fachgutachterlicher Äußerungen zu erschüttern (BVerwG v. v. 26.11.1992, BVerwGE 91, 211/216 zur BPjM;… zur KJM: ebenso VG Berlin v. 28.1.2009, a.a.O.; a.A. VG Augsburg ;v. 31.7.2008 Au 7 S 08.659, ZUM 2008, 884; offengelassen im Beschluss des BayVGH v. 2.2.2009 7 Cs 08.2310 RdNr. 22, MMR 2009, 351).
- BPatG, 09.01.2007 - 24 W (pat) 121/05
Papaya
BVerwGE 99, 74; 91, 211, 215 f.).
- BVerwG, 28.08.1996 - 6 C 15.94
Jugendschutzrecht - Jugendgefährdende Schriften, Indizierung schwer …
»Die Aufnahme jugendgefährdender Schriften in eine Liste nach § 1 GjS setzt voraus, daß im Einzelfall die widerstreitenden Belange der Freiheit der Kunst und des Jugendschutzes ermittelt und daraufhin abgewogen werden, welchem Belang der Vorrang gebührt (wie BVerwGE 91, 211).Der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat in den Urteilen vom 26. November 1992 (- BVerwG 7 C 20.92 - BVerwGE 91, 211 = Buchholz 436.52 § 1 GjS Nr. 18 und - BVerwG 7 C 22.92 - BVerwGE 91, 223 = Buchholz 436.52 § 1 GjS Nr. 19) die vom Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 27. November 1990 (- 1 BvR 402/87 - BVerfGE 83, 130) dargelegten Maßgaben für das Indizierungsverfahren nach dem GjS umgesetzt und konkretisiert.
Aufgrund der besonderen Qualifikation der BPS durch die personelle Zusammensetzung des zuständigen Gremiums ist für die eigentliche Abwägung zwischen Jugendgefährdung und Kunstfreiheit, die der Gewichtung nachfolgt, ein Entscheidungsvorrang der BPS anzunehmen, der es ausschließt, daß die Gerichte diese Entscheidung selbst treffen (vgl. BVerwGE 91, 211).
- BVerfG, 16.12.1992 - 1 BvR 167/87
Private Grundschule
Welche Substantiierungsanforderungen dabei an die Einwände des rechtsuchenden Bürgers zu stellen sind, bestimmt sich auch nach dem Maß der in der Behördenentscheidung zum Ausdruck kommenden Fachkunde (vgl. BVerwG NJW 1993, 1491). - BVerwG, 16.05.2007 - 3 C 8.06
Wein; Weinprüfung; Sinnenprüfung; organoleptische Prüfung; Prüfungskommission; …
Das Bundesverwaltungsgericht hat Gesetzen unter anderem dann eine Beurteilungsermächtigung für die Verwaltung entnommen, wenn der zu treffenden Entscheidung in hohem Maße wertende Elemente anhaften und das Gesetz für sie deshalb ein besonderes Verwaltungsorgan für zuständig erklärt, das weisungsfrei, mit besonderer fachlicher Legitimation und in einem besonderen Verfahren entscheidet; dies zumal dann, wenn es sich um ein Kollegialorgan handelt, das mögliche Auffassungsunterschiede bereits in sich zum Ausgleich bringt und die zu treffende Entscheidung damit zugleich versachlicht (BVerwG, Urteile vom 16. Dezember 1971 - BVerwG 1 C 31.68 - BVerwGE 39, 197 , vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 5 C 1.79 - BVerwGE 59, 213 , vom 7. November 1985 - BVerwG 5 C 29.82 - BVerwGE 72, 195 und vom 26. November 1992 - BVerwG 7 C 20.92 - BVerwGE 91, 211 ). - BSG, 25.10.1995 - 3 RK 24/94
Künstlersozialabgabe bei Unterhaltungsshows, Variete
Angesichts der Unmöglichkeit, Kunst generell zu definieren (BVerwGE 91, 211) hat der Senat bereits die von der Rechtsprechung zur Abgrenzung des Lebensbereichs "Kunst" (BVerfGE 30, 173, 188 f) in verschiedenen Rechtsbereichen entwickelten Maßstäbe aufgezeigt (…vgl. BSG SozR 3-5425 § 2 Nr. 1).Zum Kunstbegriff in anderen Rechtsgebieten werden zwar materielle Kriterien gefordert, wie etwa die freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache zur unmittelbaren Anschauung gebracht werden (vgl. zu dieser Unterscheidung auch BVerfGE 67, 213, 226 f; 75, 369, 377 und 83, 130, 138 ff.; zum Kunstbegriff im Jugendschutz: BVerwGE 91, 211, 223; zum Kunstbegriff im Einkommensteuerrecht vgl. BFHE 136, 474; 160, 253, 513; 175, 40).
- SG Osnabrück, 01.12.2009 - S 16 AL 200/07
Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft - Leistungen zur Teilhabe am …
Auch das Gericht kann und muss sich die erforderliche Sachkunde verschaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.01.1992, Az.: 7 C 20/92, juris Rn. 16 unter Bezugnahme auf: BVerfGE, Urteil vom 27.11.1990, Az.: 1 BvR 419/81).Noch vor der Fachkunde des Gremiums ist zur Annahme eines Beurteilungsspielraums danach notwendig, dass die Zusammensetzung des Gremiums dem Ziel verpflichtet ist, die Entscheidungen aufgrund einer pluralistischen Meinungsbildung zu treffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.01.1992, Az.: 7 C 20/92, juris Rn. 16).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.1996 - 20 A 298/94 Dabei hat der Senat vor dem Hintergrund der vom Bundesverfassungsgericht in dessen Beschluß vom 27. November 1990 - 1 BvR 402/87 -, BVerfGE 83, 130 ff. - "Josefine Mutzenbacher", ebenso BVerwG, Urteil vom 26. November 1992 - 7 C 20.92 -, Buchholz 436.52 § 1 GjS Nr. 18 (S. 42), geforderten Abwägung eigenständig zu prüfen, d.h. ohne auf eine Randkontrolle beschränkt zu sein, ob diese Merkmale - allein oder zusammen - den indizierten Film kennzeichnen.
BVerwG, Urteil vom 26. November 1992 - 7 C 20.92 -, a.a.O., S. 44. Die Klägerin hat die einschlägigen Ausführungen in der Indizierungsentscheidung nicht substantiiert angegriffen.
- VG Köln, 17.02.2006 - 27 K 6557/05
Indizierung eines Tonträgers wegen drogenverherrlichender Rap-Texte
vgl. BVerwG, Urteil vom 28. August 1996 - 6 C 15.94 -, NJW 1997, 602; BVerwG, Urteil vom 26. November 1992 - 7 C 20.92 -, BVerwGE 91, 211 (216).vgl. BVerwG, Urteile vom 26. November 1992 - 7 C 20.92 und 7 C 22.92 -, BVerwGE 91, 211.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 15.02.2001 - 20 A 3635/98
- BPatG, 18.10.2006 - 29 W (pat) 13/06
SCHWABENPOST
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.09.2001 - 20 A 1161/99
Indizierung der Musikkassette "Sehnsucht nach Deutschland"
- VGH Bayern, 23.03.2011 - 7 BV 09.2512
Anwendbarkeit des § 20 Abs. 3 S. 1 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) im …
- BVerwG, 26.11.2009 - 7 C 20.08
Abhol- und Bereitstellungspflicht; Verursacherprinzip; Herstellerverantwortung; …
- BSG, 16.04.1998 - B 3 KR 7/97 R
Künstlersozialversicherung - Künstlersozialabgabe - Bemessungsgrundlage - …
- VG Berlin, 28.01.2009 - 27 A 61.07
Verstoß gegen die JMStV-Bestimmungen durch Ausstrahlung einer Folge der …
- VG München, 04.11.2004 - M 17 K 02.5297
Sendezeitbeschränkung wegen Ausstrahlung des Fernsehformates "Freakshow"
- BSG, 23.06.2010 - B 6 KA 22/09 R
Vertragspsychotherapeutische Versorgung - Sonderbedarfszulassung - …
- OLG Köln, 16.09.1993 - 7 U 72/92
Computerspiel U-Boot-Krieg - § 7 RBHaftG
- VG Münster, 12.02.2010 - 1 K 1608/09
- VGH Bayern, 23.03.2011 - 7 BV 09.2517
Kein Beurteilungsspielraum der KJM
- BVerwG, 26.11.1992 - 7 C 22.92
Indizierung eines "schlicht" jugendgefährdenden Kunstwerks; kein genereller …
- BVerwG, 25.11.1993 - 3 C 38.91
- VG Berlin, 27.06.2002 - 27 A 398.01
Ausstrahlung von "Der Soldat James Ryan" vor 22.00 Uhr
- BGH, 26.01.1995 - III ZR 71/93
Amtspflichten des Vorsitzenden der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende …
- VG Köln, 16.11.2007 - 27 K 1764/07
Indizierung des Internetangebotes "www.babycaust.de"
- VG Köln, 28.04.1998 - 17 K 1394/95
- VG Köln, 16.11.2007 - 27 K 3012/06
Aufhebung einer Indizierungsentscheidung der Bundesprüfstelle aufgrund eines …
- VG Köln, 23.03.2010 - 22 K 181/08
NPD-Jugendblatt darf in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen werden
- VG Köln, 28.04.1998 - 17 K 11178/96
- VGH Baden-Württemberg, 24.08.2000 - 11 S 789/00
Aufenthaltserlaubnis für eine Tätigkeit als Show-Tänzerin
- OVG Sachsen, 13.04.1994 - 2 S 13/94
- OVG Nordrhein-Westfalen, 05.12.2003 - 20 A 5599/98
Indizierung von CDs mit sexuellen Darstellungen als "unsittliche Medien"
- BVerwG, 04.03.2004 - 6 B 14.04
- BVerwG, 04.03.2004 - 6 B 15.04
- VGH Baden-Württemberg, 27.10.1999 - 11 S 1419/99
Aufenthaltserlaubnis für unselbständige Erwerbstätigkeit als Show-Tänzerin in …
- VG Köln, 08.10.2002 - 21 K 3389/02
- BPatG, 13.12.2006 - 29 W (pat) 5/06
- VG Köln, 30.11.2007 - 27 K 4437/06
