Rechtsprechung
   BGH, 01.02.1989 - IVa ZR 354/87   

Partnerschaftsvermittlungsvertrag

Rechtsnatur, Abgrenzung Dienstvertrag - Werkvertrag, § 627 BGB, § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Prof. Dr. Lorenz

    Rechtsnatur des Partnerschaftsvermittlungsvertrags, Abgrenzung Dienst- und Werkvertrag, Kündigungsausschluß des § 627 BGB und AGB-Gesetz

  • zimmermann-notar-rostock.de

    Ausschluss des Kündigungsrechts in AGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Formularmäßige Abbedingung des Kündigungsrechts bei einem Ehe- oder Partnerschaftsanbahnungsvertrag

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein formularmäßiger Ausschluß des fristlosen Kündigungsrechts bei Vertrag über Partnerschaftsvermittlung

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 106, 341
  • NJW 1989, 1479
  • ZIP 1989, 308
  • MDR 1989, 523
  • FamRZ 1989, 597
  • NJW-RR 1989, 759
  • JR 1990, 150
  • WM 1989, 757
  • DB 1989, 2118



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 04.03.2004 - III ZR 124/03  

    Mäklervertrag - Partnerschaftsvermittlungsdienstverträg: § 656 BGB

    Auf den festgestellten Partnervermittlungsvertrag (richtiger: Partnerschaftsvermittlungsdienstvertrag; vgl. zur Rechtsnatur BGHZ 106, 341, 343 ff; 112, 122, 123) ist § 656 Abs. 1 Satz 1 BGB analog anwendbar, der für den Ehemaklervertrag - wie auch sinngemäß für den Eheanbahnungsdienstvertrag (vgl. BGHZ 87, 309, 313; BGH, Urteil vom 9. Mai 1984 - IVa ZR 113/82 - NJW 1984, 2407; BGHZ 112, 122, 125 ff) - die Klagbarkeit des Vergütungsanspruchs ausschließt (BGHZ 87, 309, 314 f).

    Er hat den Standpunkt vertreten, es bestehe kein Anlaß, § 656 BGB von Sinn und Zweck her als obsolet zu betrachten; im Einklang damit behandelten das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 20, 31) und der Bundesgerichtshof (BGHZ 25, 124; 87, 309; 106, 341) die Vorschrift als nach wie vor geltendes Recht.

    Daß aber § 656 BGB nach wie vor geltendes Recht ist, entspricht ständiger Rechtsprechung (BGHZ 25, 124; 87, 309; 106, 341; 112, 122, 125; BVerfGE 20, 31).

  • BGH, 19.05.2005 - III ZR 437/04  

    AGB - Wann ist Zusatzvereinbarung ausgehandelt?

    Ein Partnerschaftsanbahnungsinstitut kann aber anerkanntermaßen das seinem Vertragspartner nach § 627 BGB zustehende Kündigungsrecht in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Formularverträgen nicht wirksam ausschließen (BGHZ 106, 341, 346 f; Senatsurteil vom 5. November 1998 - III ZR 226/97 - NJW 1999, 276, 277).

    1.Ausgangspunkt ist - das sieht auch das Berufungsgericht nicht anders -, daß es sich bei dem zwischen den Parteien abgeschlossenen Partnerschaftsvermittlungsvertrag um einen Dienstvertrag handelt, der, da "Dienste höherer Art" zu leisten sind, ohne daß der zur Dienstleistung Verpflichtete in einem Dienstverhältnis mit festen Bezügen steht, nach dem Gesetz jederzeit gekündigt werden kann (§ 627 Abs. 1 BGB; BGHZ 106, 341, 343 ff; Senatsurteil vom 5. November 1998 aaO).

  • BGH, 05.11.1998 - III ZR 226/97  

    Untersagung der Verwendung einer vorformulierten Laufzeitverlängerungsklausel in

    Diese Verträge sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gemäß § 627 BGB jederzeit kündbar, weil sie Leistungen höherer Dienste zum Gegenstand haben (vgl. BGHZ 106, 341, 345 f; BGH, Urteile vom 24. Juni 1987 - IVa ZR 99/86 - NJW 1987, 2808; vom 29. Mai 1991 - IV ZR 187/90 - NJW 1991, 2763).

    Wird dieses besondere Kündigungsrecht nach § 627 BGB in den AGB eines Eheanbahnungs- oder Partnerschaftsvermittlungsinstituts ausgeschlossen, so ist eine solche Klausel nach § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG unwirksam, weil sich die Rechtsstellung der Vertragspartner des Verwenders in nicht mehr hinnehmbarer Weise verschlechtern würde, wenn sie auf das Kündigungsrecht aus § 626 BGB angewiesen wären (BGHZ 106, 341, 347).

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