Rechtsprechung
   BGH, 08.06.1989 - IX ZR 234/87   

Perserteppiche

§ 262 AO, § 771 ZPO;

§ 868 BGB, elterliche Sorge als Besitzmittlungsverhältnis

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Alpmann Schmidt

    BGB § 930, § 1626

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Übereignung von Vermögensgegenständen durch die Eltern

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Pfändung und Drittwiderspruchsklage: Elterliche Vermögenssorge und Besitzkonstitut

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1989, 2542
  • MDR 1989, 1097
  • FamRZ 1989, 945
  • BB 1989, 2216
  • NJW-RR 1989, 1283
  • WM 1989, 1393



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Wird zitiert von ... (11)  

  • OLG Düsseldorf, 25.02.1998 - 11 U 49/97  
    Zwar können auch gesetzliche Besitzmittlungsverhältnisse ein ?ähnliches Verhältnis" im Sinne des § 868 BGB darstellen (BGHZ 73, 253, 254, 258 = NJW 1979, 976, 977 = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163), zu denen insbesondere das durch die elterliche Vermögenssorge (§ 1626 Abs. 1 BGB) geprägte Eltern-Kind-Verhältnis gehört (BGH NJW 1989, 2542, 2544 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Staudinger/Bund, § 868 BGB, Rn. 32 m.w.N.; Palandt/Bassenge, § 868 BGB, Rn. 16).

    Die bloße Existenz einer den Anforderungen des § 868 BGB genügenden gesetzlichen Sonderrechtsbeziehung genügt jedoch zur Begründung mittelbaren Besitzes nicht; erforderlich ist darüber hinaus der übereinstimmende Wille beider Beteiligten, dieses Verhältnis auf die in Frage stehenden Gegenstände zu erstrecken und auf diese Weise den bisherigen Eigenbesitz des unmittelbaren Besitzers in Fremdbesitz umzuwandeln (BGH NJW 1989, 2542, 2543; ferner BGHZ 73, 253, 254, 257 ff. = NJW 1979, 976, 977 m.w.N. = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163).

    Zwar ist die Verschaffung mittelbaren Besitzes auch durch Insichgeschäft des gesetzlichen Vertreters möglich (BGH NJW 1989, 2542, 2543 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Palandt/Bassenge, § 868 BGB, Rn. 20).

    Seine Begründung setzt daher voraus, daß der Wille des Vertreters, seinen bisherigen Eigenbesitz in Fremdbesitz umzuwandeln, nach außen erkennbar hervorgetreten ist (BGH NJW 1989, 2542, 2543 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Palandt/Bassenge, § 868 BGB, Rn. 20).

    Eine Übereignung nach § 929 BGB scheidet von vorneherein aus, weil die Mutter des Klägers wie bisher Besitzerin des Fahrzeugs geblieben ist und diese Vorschrift voraussetzt, daß der Veräußerer jeden Besitz verliert (BGH NJW 1989, 2542, 2543; Palandt/Bassenge, § 930 BGB, Rn. 9 und 15).

    Rechtsverhältnisse in diesem Sinne sind zwar auch gesetzliche Besitzmittlungsverhältnisse (BGHZ 73, 253, 254, 258 = NJW 1979, 976, 977 = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163; Senat, OLGR Düsseldorf 1996, 198, 199; Staudinger/Wiegand, § 930 BGB, Rn. 26 m.w.N.; Palandt/Bassenge, § 930 BGB, Rn. 6), zu denen auch das Eltern-Kind-Verhältnis gehört (BGH NJW 1989, 2542, 2544 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Staudinger/Wiegand, a.a.O., Rn. 29; MünchKomm./Quack, § 930 BGB, Rn. 41; oben 1. a) bb) m.w.N.).

    Soll die Eigentumsübertragung - wie hier - durch Insichgeschäft des oder der gesetzlichen Vertreter bewirkt werden, muß der einverständliche Wille, den bisherigen Eigenbesitz des Veräußerers in Fremdbesitz umzuwandeln, nach außen hinreichend erkennbar sein (BGH NJW 1989, 2542, 2543 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Palandt/Bassenge, § 868 BGB, Rn. 20; MünchKomm./Quack, § 930 BGB, Rn. 40).

  • BFH, 19.07.1994 - VIII R 58/92  

    Ausschüttungen aus dem EK 04 auch bei wesentlicher Beteiligung keine

    § 181 BGB ist nicht anzuwenden, wenn das Insichgeschäft dem Vertretenen lediglich einen rechtlichen Vorteil bringt; hier fehlt der die Beschränkungen rechtfertigende Interessengegensatz zwischen den Vertragsparteien (ständige Rechtsprechung, vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 25. April 1985 IX ZR 141/84, BGHZ 94, 232f., und vom 8. Juni 1989 IX ZR 234/87, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1989, 2542; Schramm in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 3. Aufl. 1993, § 181 Rdnr. 15f. m. w. N.).
  • OLG Düsseldorf, 12.06.2003 - 10 U 176/01  

    Gutgläubiger Erwerb einer Brecheranlage durch Vereinbarung eines Besitzkonstituts

    Damit haben die Klägerin und der Zeuge K... die Umwandlung des Eigenbesitzwillens der Firma K... in Fremdbesitzwillen nach außen dokumentiert (BGH NJW 1989, 2542 ff), wobei es vor dem Hintergrund, dass die Brecheranlagen unstreitig und zudem durch die Zeugenaussagen bestätigt zunächst weiterhin auf dem Betriebsgelände der Firma K... Nutzfahrzeuge verbleiben sollten, dahinstehen mag, ob es sich insoweit um ein einfaches Besitzmittlungsverhältnis oder wie das Landgericht erörtert hat, um ein doppeltes (abgestuftes) Besitzmittlungsverhältnis gehandelt hat.

    Da die Maschinen weiterhin auf dem umzäunten Betriebsgelände der Firma K... verblieben sind, mag die Beklagte zwar mittelbaren oder Mitbesitz an den Maschinen begründet haben, nicht aber unmittelbaren Besitz, der voraussetzt, dass der Veräußerer seinen Besitz und damit jede Einwirkungsmöglichkeit restlos aufgeben muss (BGH NJW 1989, 2542, 2543; JR 1978, 154, 156 zu § 933 BGB).

mehr
  • BGH, 22.02.2010 - II ZR 286/07  

    Eigentumsübertragung bei internationaler Besitzmittlung

    Da nach den Feststellungen des Berufungsgerichts ein Übergabesurrogat in Form der Abtretung des Herausgabeanspruchs (§ 931 BGB) ausscheidet, die Beklagte zu 2 aber weiterhin unmittelbare Besitzerin der Zylinder blieb, konnte es zu einer Übergabe des Besitzes an die NEAG nach § 929 Satz 1, § 868 BGB nur kommen, wenn die Beklagte zu 1 jeden mittelbaren Besitz verlor (BGHZ 92, 280, 288; BGH, Urt. v. 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87, WM 1989, 1393, 1395; v. 17. Mai 1971 - VIII ZR 15/70, WM 1971, 742, 743; v. 14. Juli 1960 - VIII ZR 174/59, WM 1960, 1035, 1038; v. 21. April 1959 - VIII ZR 148/58, WM 1959, 813, 815; RGZ 137, 23, 25; Soergel/Henssler, BGB 13. Aufl. § 929 Rdn. 55 und 59; Tiedtke, WM 1978, 446, 447 ff.).
  • BGH, 25.09.1996 - VIII ZR 76/95  

    Anwendung des Rechts des Lagerortes im Internationalen Sachenrecht; Übernahme von

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 39, 173, 174; 45, 95, 97; 100, 321, 324; Urteil vom 15. November 1961 - VIII ZR 119/60 = WM 1962, 185 unter 1; Urteil vom 20. September 1967 - VIII ZR 201/66 = WM 1967, 1198 unter 1; Urteil vom 30. Januar 1980 - VIII ZR 197/78 = WM 1980, 410 unter II 2 a; Urteil vom 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87 = WM 1989, 1393 = NJW 1989, 2542 unter II 2; Urteil vom 11. März 1991 - II ZR 88/90 = WM 1991, 811 = NJW 1991, 1415 unter 1 a; Urteil vom 13. April 1994 - II ZR 196/93 = WM 1994, 1296 = NJW 1994, 2022 unter 2) gilt im deutschen internationalen Sachenrecht für alle Übereignungstatbestände der Grundsatz des Rechts des Lageortes.
  • BGH, 25.10.1990 - IX ZR 13/90  

    Wirkung eines Duldungsbescheides

    Auf seine Revision hob der erkennende Senat das Berufungsurteil auf und verwies die Sache an das Berufungsgericht zurück (Urt. v. 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87, NJW 1989, 2542 ).
  • BGH, 09.01.1992 - IX ZR 277/90  

    Geltung der Eigentumsvermutung aufgrund Besitzes im Zugewinnausgleich

    Für eine nach § 930 BGB erforderliche Vereinbarung genügt der übereinstimmende Parteiwille, daß der Veräußerer aus diesem Grunde Besitzmittler sein soll (BGHZ 73, 253, 257 f; Senatsurt. v. 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87, NJW 1989, 2542, 2544).
  • OLG Jena, 30.07.2008 - 4 U 726/06  

    Nachlassauseinandersetzung; hier Klage auf Zustimmung zu eiunem Teilungsplan

    Diesen Anforderungen entsprechend genügt es zwar, auf das Inventar eines bestimmten Hauses oder Raumes abzustellen (BGH LM Nr. 9; NJW 1989, 2542; 2000, 2898).
  • BGH, 22.02.2010 - II ZR 287/07  

    Pfandrecht als Darlehenssicherung, Herausgabeanspruch

    Da nach den Feststellungen des Berufungsgerichts ein Übergabesurrogat in Form der Abtretung des Herausgabeanspruchs (§ 931 BGB) ausscheidet, die Beklagte zu 2 aber weiterhin unmittelbare Besitzerin der Zylinder blieb, konnte es zu einer Übergabe des Besitzes an die NEAG nach § 929 Satz 1, § 868 BGB nur kommen, wenn die Beklagte zu 1 jeden mittelbaren Besitz verlor (BGHZ 92, 280, 288; BGH, Urt. v. 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87, WM 1989, 1393, 1395; v. 17. Mai 1971 -VIII ZR 15/70, WM 1971, 742, 743; v. 14. Juli 1960 -VIII ZR 174/59, WM 1960, 1035, 1038; v. 21. April 1959-VIII ZR 148/58, WM 1959, 813, 815; RGZ 137, 23, 25; Soergel/Henssler, BGB 13. Aufl. § 929 Rdn. 55 und 59; Tiedtke, WM 1978, 446, 447 ff.).
  • BGH, 09.01.1992 - IX ZR 227/90  

    Besitz des Ehegatten schon vor der Ehe

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  • LG Lübeck, 19.08.1993 - 10 O 137/93  
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