Rechtsprechung
   BGH, 19.11.1998 - IX ZR 152/98   

Prozeßpartei im Stau

§ 513 Abs. 2 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 514 ZPO <Fassung seit 1.1.02>), § 345 ZPO, Versäumnisurteil, unverschuldete Versäumnis

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verschulden des Rechtsanwalts an der Wahrnehmung eines Termins mit der Folge eines zweiten Versäumnisurteils

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Straßenverkehrsbedingte Terminversäumnis

Kurzfassungen/Presse (3)

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof zu den Folgen einer Säumnis infolge Verkehrsstaus

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
  • Der Betrieb (Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Unzulässigkeit eines zweiten Versäumnisurteils 20 Minuten nach Terminsbeginn bei Mitteilung des Anwalts über staubedingte Verzögerung

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1999, 724
  • MDR 1999, 178
  • AnwBl 1999, 119
  • VersR 2000, 121
  • BB 1999, 928
  • FamRZ 1999, 645



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Wird zitiert von ... (18)  

  • OLG Düsseldorf, 02.06.2008 - 24 U 256/07  

    Verfahrensrecht - Versäumnisurteil bei Nichtverhandeln einer Partei!

    Der Rechtsmittelkläger, den die Beweislast für die Voraussetzungen einer unverschuldeten Säumnis trifft, muss bereits in der Berufungsbegründung schlüssige, konkrete Tatsachen dafür behaupten, dass die Voraussetzungen für die Säumnis im Einspruchstermin nicht vorgelegen haben (BGHZ 141, 351, 355; BGH NJW 1999, 724; 1991, 42; OLG Düsseldorf, 10. Zivilsenat, U. v. 22.12.2005 - I-10 U 76/05 - bei JURIS).

    Da für die Frage einer unverschuldeten Säumnis die gleichen Maßstäbe wie bei der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gelten (BGH NJW 1999, 724),ist daher auch der Einspruchstermin bei Vorliegen eines Wiedereinsetzungsgrundes gemäß § 337 ZPO von Amts wegen zu vertagen mit der Folge, dass ein Fall der Säumnis nicht in Betracht kommt.

    In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass in Fällen einer plötzlich auftretenden Verhinderung des Rechtsanwalts durch Krankheit oder aus anderen Gründen mangelndes Verschulden vorliegen kann, aber auch nur dann, wenn der Anwalt nicht mehr für eine Vertretung sorgen oder die Prozessbeteiligten (Gegner und Gericht) nicht mehr rechtzeitig über seine Verhinderung unterrichten kann (vgl. BGH NJW 2006, 448; NJW 1999, 724; OLG Düsseldorf, 10. Zivilsenat aaO.).

  • BGH, 03.11.2005 - I ZR 53/05  

    Begriff der schuldhaften Säumnis; Mitteilung der Verhinderung durch den

    Eine schuldhafte Säumnis liegt aber auch dann vor, wenn der Prozessbevollmächtigte, der kurzfristig und nicht vorhersehbar an der Wahrnehmung des Termins gehindert ist, nicht das ihm Mögliche und Zumutbare getan hat, um dem Gericht rechtzeitig seine Verhinderung mitzuteilen (vgl. - zu § 513 ZPO a.F. - BAG AP Nr. 5 zu § 513 ZPO; BAG NJW 1972, 790 f.; BGH, Urt. v. 19.11.1998 - IX ZR 152/98, NJW 1999, 724; vgl. weiter Musielak/Stadler, ZPO, 4. Aufl., § 337 Rdn. 6; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 27. Aufl., § 337 Rdn. 3, jeweils m.w.N.).

    Das Gericht hat die - auch zur Wahrung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) - gebotene Rücksichtnahme auf die Verfahrensbeteiligten nicht verletzt (vgl. dazu auch BGH NJW 1999, 724 f.).

  • BGH, 25.11.2008 - VI ZR 317/07  

    Unterrichtungspflichten eines Prozessbevollmächtigten bei Verhinderung zur

    Das trifft unter anderem zu, wenn der Termin zur mündlichen Verhandlung, auf die das zweite Versäumnisurteil erging, von der betroffenen Partei unverschuldet versäumt wurde (vgl. BGH, Urteile vom 19. November 1981 - III ZR 85/80 - VersR 1982, 268; vom 27. September 1990 - VII ZR 135/90 - NJW 1991, 42, 43 und vom 19. November 1998 - IX ZR 152/98 - VersR 2000, 121 f.; Beschluss vom 24. Januar 1985 - I ZR 113/84 - VersR 1985, 542, 543).

    Eine schuldhafte Säumnis im Sinne von § 514 Abs. 2 Satz 1 ZPO liegt aber auch dann vor, wenn der Prozessbevollmächtigte, der kurzfristig und nicht vorhersehbar an der Wahrnehmung des Termins gehindert ist, nicht das ihm Mögliche und Zumutbare getan hat, um dem Gericht rechtzeitig seine Verhinderung mitzuteilen (BGH, Urteile vom 3. November 2005 - I ZR 53/05 - NJW 2006, 448, 449 und vom 22. März 2007 - IX ZR 100/06 - aaO; vgl. zu § 513 ZPO a.F. BAG, AP Nr. 5 zu § 513 ZPO; BAG, NJW 1972, 790 f.; BGH, Urteil vom 19. November 1998 - IX ZR 152/98 - VersR 2000, 121, 122 ; vgl. auch Musielak/Stadler, aaO, § 337, Rn. 6; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 29. Aufl., § 337, Rn. 3, jeweils m.w.N.).

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  • BGH, 22.03.2007 - IX ZR 100/06  

    Erstattungsfähigkeit von Reisekosten des Prozessbevollmächtigten bei einem

    cc) Eine schuldhafte Säumnis liegt auch dann vor, wenn der Prozessbevollmächtigte, der kurzfristig und nicht vorhersehbar an der Wahrnehmung des Termins gehindert ist, nicht das ihm Mögliche und Zumutbare unternimmt, um dem Gericht rechtzeitig seine Verhinderung mitzuteilen (BGH, Urt. v. 19. November 1998 - IX ZR 152/98, NJW 1999, 724; v. 3. November 2005 - I ZR 53/05, NJW 2006, 448, 449).
  • LAG Hamm, 27.02.2003 - 4 Sa 1108/02  

    Prüfungsumfang vor Erlaß eines Zweiten Versäumnisurteils

    Anders als nach § 337 Satz 1 ZPO a.F. wird kein unabwendbarer Zufall verlangt, es reicht die übliche, von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde Sorgfalt aus (BGH, Urt. v. 19.11.1998 - IX ZR 152/98, MDR 1999, 178 [E. Schneider] = NJW 1999, 724 = VersR 2000, 121, m.w.N.).

    Bei straßenverkehrsbedingter Säumnis ist anerkannt, daß dann kein Versäumnisurteil ergehen darf, wenn der Rechtsanwalt mit dem in seinem Fahrzeug mitgeführten "Handy" das Arbeitsgericht innerhalb der Wartefrist über den plötzlichen Eintritt der Verkehrsbehinderung und/oder von der - behobenen - Behinderung und seinem unverzüglichen Erscheinen benachrichtigt (BGH, Urt. v. 19.11.1998 - IX ZR 152/98, MDR 1999, 178 [Schneider] = NJW 1999, 724 = VersR 2000, 121).

  • BGH, 30.03.2006 - IX ZB 171/04  

    Insolvenzrecht - Rechtsbeschwerde gegen zweifach begründete Entscheidung?

    Wenn die Revisionsinstanz alten Rechts nicht von vornherein nur wegen der Frage der Zulässigkeit der Berufung eröffnet war (§ 547 ZPO a.F.; vgl. zu früheren Fassungen des § 547 ZPO auch RGZ 96, 74, 75; 133, 301, 302), hatte das Revisionsgericht sich nach der Feststellung eines entscheidungserheblichen Fehlers mit der Frage zu befassen, ob die Feststellungen des Berufungsgerichts eine ersetzende (Sach-) Entscheidung über die Berufung ermöglichte (§§ 563, 565 Abs. 3 Nr. 1 ZPO a.F.; vgl. etwa RGZ 110, 96, 98; BGHZ 4, 58, 60; 46, 281, 284 f; 102, 332, 337; BGH, Urt. v. 7. Juni 1990 - III ZR 216/89, NJW 1990, 2125, 2126; Urt. v. 13. März 1998 - V ZR 190/97, NJW 1998, 2058, 2059; Urt. v. 23. Oktober 1998 - LwZR 3/98, NJW 1999, 794, 795; Urt. v. 19. November 1998 - IX ZR 152/98, NJW 1999, 724, 725).
  • OLG Rostock, 28.04.2006 - 3 U 163/05  

    Zulässigkeit einer Berufung nach § 514 Abs. 2 ZPO - Beurteilung einer

    Eine auf § 514 Abs. 2 ZPO gestützte Berufung ist jedoch nur statthaft, wenn der Berufungskläger die maßgeblichen Tatsachen für den Ausschluss des Verschuldens der Säumnis vollständig schlüssig vorträgt (BGH NJW 1991, 42; BGH NJW 1999, 2120; BGH NJW 1999, 724; OLG Naumburg MDR 1999, 186; KG Beschluss vom 10.03.2006 - 7 U 20/06 - zitiert nach Juris; OLG Karlsruhe Beschluss vom 04.10.2005 - 1 U 112/05 - zitiert nach Juris).

    Dafür reicht die übliche, von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde Sorgfalt aus (BGH NJW 1999, 724 m.w.N.).

  • VerfGH Berlin, 08.03.2000 - VerfGH 121/98  

    Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Versagung der Wiedereinsetzung gegen

    1 St 130/84|BGH; 04.12.1984; 5 StR 746/84">StV 85, 6 f.; 89, 94 f.; NJW 95, 3134; OLG Stuttgart, MDR 85, 871 f.; OLG Düsseldorf, StV 95, 454 f.; OLG Hamm, NZV 97, 408 f.; ebenso zu den Anforderungen an den Erlass eines Versäumnisurteils wegen Nichterscheinens vor Gericht: OLG Dresden, Beschluss vom 11. Januar 1995, NJW-RR 96, 246 und BGH, Urteil vom 19. November 1998, NJW 1999, 724 f.).

    Auf unvorhersehbare Verkehrsunfälle und damit verbundene Staus mussten sich die Beschwerdeführerin und ihr Verteidiger aber nicht einstellen (vgl. BGH, NJW 1989, 2393 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1996, 246; BGH, NJW 1999, 724 f.).

  • BGH, 23.11.1999 - XI ZR 20/99  

    Analoge Anwendung des § 401 BGB auf Schuldmitübernahme mit

    Diese war gemäß § 565 Abs. 3 Nr. 1 ZPO durch den erkennenden Senat nachzuholen (vgl. BGHZ 101, 134, 141 f.; BGH, Urteile vom 27.Juni 1991 - IX ZR 222/90, WM 1991, 1817, 1818, vom 13. Oktober 1993 - XII ZR 120/92, WM 1994, 225, 227, vom 12. Januar 1994 - XII ZR 167/92, WM 1994, 865, 868 und vom 19. November 1998 - IX ZR 152/98, NJW 1999, 724, 725).
  • BGH, 22.04.1999 - IX ZR 364/98  

    Zulässigkeit der Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil; Verschulden an der

    Das trifft unter anderem zu, wenn der Termin zur mündlichen Verhandlung, auf die das zweite Versäumnisurteil erging, von der betroffenen Partei unverschuldet versäumt wurde (vgl. BGH, Urt. v. 19. November 1981 - III ZR 85/80, WM 1982, 601; v. 27. September 1990 - VII ZR 135/90, NJW 1991, 42, 43; v. 19. November 1998 - IX ZR 152/98, NJW 1999, 724).
  • BGH, 06.10.2011 - IX ZB 148/11  

    Verfahrensrecht - Wann ist Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil zulässig?

  • BSG, 31.03.2004 - B 4 RA 126/03 B  

    Eröffnung der mündlichen Verhandlung - angemessene Wartefrist bei angekündigtem

  • BGH, 06.10.2011 - IX ZB 149/11  

    Verfahrensrecht - Erfolglose Rechtsbeschwerde

  • OLG Brandenburg, 03.04.2008 - 12 U 162/07  

    Verfahrensrecht - Bestreiten mit Nichtwissen im Bauprozess zulässig?

  • BGH, 28.10.2004 - III ZB 32/04  

    Anforderungen an die Begründung der Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil

  • OLG Düsseldorf, 12.11.2008 - 15 U 55/08  

    Umfang der erforderlichen und zumutbaren Maßnahmen zur Unterrichtung des Gerichts

  • BGH, 23.02.2005 - XII ZB 32/04  

    Zurückweisung eines Wiedereinsetzungsantrags wegen Versäumung der Berufungsfrist

  • OLG Düsseldorf, 06.01.2011 - 24 U 89/10  

    Verfahrensrecht - Für Säumnisverfahren reicht eine allg. Säumnisbelehrung aus

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