Rechtsprechung
   BVerwG, 01.02.1980 - IV C 40.77   

Rathaus

Vertrag über Bebauungsplan, Grundstückstausch, Rückabwicklung, § 40 VwGO, §§ 812, 818 Abs. 2 BGB

Volltextveröffentlichungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Rechtsweg bei Ansprüchen aus ungerechtfertigter Bereicherung; Rechtsnatur von Verträgen; Anspruch auf Bebauungsplan; Bereicherungsanspruch bei einem zunächst unbebauten dann aber bebauten Grundstück; Herausgabeansprüche Privater bei Sachen des Verwaltungsvermögens; Vollstreckbarkeit einer Leistungsverurteilung Zug um Zug

Verfahrensgang

  • VG Schleswig, 22.03.1972 - 8 A 171/71
  • BVerwG, 01.02.1980 - IV C 40.77

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1980, 2538
  • BauR 1980, 333
  • DVBl 1980, 686
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Wird zitiert von ... (49)  

  • BVerwG, 29.05.1981 - 4 C 72.78  

    Keine Verpflichtung zur Bauleitplanung durch Vertrag

    Ein Anspruch auf Erlaß eines Bauleitplans mit einem bestimmten Inhalt kann durch Vertrag nicht begründet werden (Bestätigung des Urteils vom 1. Februar 1980 - BVerwG 4 C 40.77 - Buchholz 406.11 § 2 BBauG Nr. 19).

    Dieser Teil des Vertrages bezieht sich "auf einen von der gesetzlichen Ordnung öffentlich-rechtlich ... geregelten Sachverhalt" (Urteil vom 6. Juli 1973 - BVerwG IV C 22.72 - BVerwGE 42, 331 [332]; Urteil vom 1. Februar 1980 - BVerwG 4 C 40.77 - Buchholz 406.11 § 2 BBauG Nr. 19 S. 17 [21] - Rathaus Altenholz -).

    Für Streitigkeiten aus einem derartigen gemischt bürgerlich- und öffentlich-rechtlichen Vertrag ist der Verwaltungsrechtsweg für den öffentlich-rechtlichen Teil anzunehmen (Urteil vom 5. Oktober 1965 - BVerwG IV C 26.65 - BVerwGE 22, 138 [140]; Urteil vom 1. Februar 1980 a.a.O.).

    Hieran ist der erkennende Senat gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden (vgl. Urteil vom 1. Februar 1980 a.a.O.).

    Der erkennende Senat hat bereits entschieden, daß §§ 1 ff. BBauG, insbesondere § 2 Abs. 9 BBauG 1960, jetzt § 2 Abs. 7 BBauG 1976/1979, vertragliche Ansprüche auf Bebauungsplanung ausschließen (Urteil vom 11. März 1977 - BVerwG IV C 45.75 - Buchholz 406.11 § 2 BBauG Nr. 16 5.9 [13]; Urteil vom 1. Februar 1980 a.a.O. S. 22).

  • BGH, 07.07.1995 - V ZR 46/94  

    Ansprüche des Eigentümers eines durch das MfS bebauten Grundstücks

    Für eine Ausschlußwirkung durch Widmung als Sache des Verwaltungsvermögens bedürfte es einer gesetzlichen Grundlage (Art. 20 Abs. 3 GG ), die zudem noch im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 2 GG qualifiziert sein müßte (BVerwG, Urt. v. 1. Februar 1980, NJW 1980, 2538, 2540; Beschl. v. 12. August 1993, NJW 1994, 144, 145).

    Denn lediglich bei einer entsprechenden gesetzlichen Regelung über die Privatrechte verdrängende Wirkung einer Widmung, könnte diese eine weitreichende, Eigentümerrechte ausschließende Wirkung entfalten (BVerwG NJW 1980, 2538, 2540).

  • OVG Saarland, 02.02.2004 - 3 Q 3/03  

    Rechtsinstitut der Verwirkung; Anfechtung der Widmung einer Kanalleitung durch

    BVerwG, Urteil vom 1.2.1980 - 4 C 40/77 -, NJW 1980, 2538, 2540, betreffend die Herausgabe eines Grundstücks mit Rathaus an einen Privaten; ebenso BVerwG, Beschluss vom 12.8.1993 - 7 B 86/93 -, NJW 1994, 144, 145, betreffend einen Siegelstempel.

    BVerwG, Urteil vom 1.2.1980 - 4 C 40/77 -, NJW 1980, 2538 - 2540.

    Vgl. BVerwG, Urteil vom 1.2.1980 - 4 C 40/77 -, NJW 1980, 25 38, 25 40, wonach der stillschweigende Verwaltungsakt der Widmung auf die Indienststellung bezogen wird; ebenso Lehné/Weirich, Saarländisches Kommunalrecht, 3. Auflage, Stand 2002, § 19 KSVG Anmerkung 1, wonach die Eröffnung der Einrichtung zur Widmung ausreicht.

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