Rechtsprechung
| BVerfG, 18.02.1970 - 1 BvR 226/69 |
Robenstreit
Art. 12 GG, Robenpflicht vor baden-württembergischen Gerichten als Gewohnheitsrecht (Hinweis: vgl. jetzt § 21 AGGVG)
Volltextveröffentlichungen (2)
- DFR
Robenstreit
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Pflicht des Rechtsanwalts zum Tragen einer Robe vor Gericht
Verfahrensgang
- LG Freiburg, 18.03.1969 - 7 O 213/68
- LG Freiburg, 01.04.1969 - 2 R 27/68
- BVerfG, 13.05.1969 - 1 BvR 226/69
- BVerfG, 18.02.1970 - 1 BvR 226/69
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 28, 21
- NJW 1970, 851
- MDR 1970, 484
- DVBl 1970, 352
- DÖV 1970, 574
- AnwBl 1970, 170
Wird zitiert von ... (48)
- BGH, 27.02.2007 - XI ZR 195/05
Bankrecht - Verstoß gegen Bankgeheimnis bei Abtretung von Darlehensforderungen?
Es fehlt bereits an der für eine gewohnheitsrechtliche Ausprägung erforderlichen lang dauernden Übung, die durch die Rechtsüberzeugung der beteiligten Verkehrskreise getragen werden muss (vgl. hierzu nur BVerfGE 28, 21, 28; BGHZ 37, 219, 222), dass ein Verstoß gegen das Bankgeheimnis auch die Unwirksamkeit der Abtretung nach sich zieht. - BVerfG, 15.01.2009 - 2 BvR 2044/07
Rügeverkümmerung
Gewohnheitsrecht entsteht durch längere tatsächliche Übung, die eine dauernde und ständige, gleichmäßige und allgemeine ist und von den Beteiligten als verbindliche Rechtsnorm anerkannt wird (vgl. BVerfGE 22, 114, 121; 28, 21, 28 f.).Gewohnheitsrecht entsteht durch längere tatsächliche Übung, die eine dauernde und ständige, gleichmäßige und allgemeine ist und von den Beteiligten als verbindliche Rechtsnorm anerkannt wird (vgl. BVerfGE 22, 114 ; 28, 21 ).
- BVerfG, 24.10.2002 - 2 BvF 1/01
Altenpflege
Bei der Bestimmung der einzelnen Materien, die Art. 74 GG aufzählt, verdienen der Grundsatz des Art. 30 GG und der historische Zusammenhang in der deutschen Gesetzgebung besondere Aufmerksamkeit; dem Merkmal des "Traditionellen" oder "Herkömmlichen" kommt dabei wesentliche Bedeutung zu (BVerfGE 7, 29 ; 28, 21 ; 33, 125 ).
- LG Mannheim, 27.01.2009 - 4 Qs 52/08
Sitzungspolizei: Krawattenzwang in der Hauptverhandlung; Zurückweisung eines …
Die Kammer folgte darin dem OLG Karlsruhe, welches in seiner Entscheidung vom 25.08.1976 (NJW 1977, 309, 310) im Anschluss an das BVerfG (NJW 1970, 851 ff.) zu dem Ergebnis kam, dass Gegenstand dieser Regelung ein Normenkomplex im Bereich der "Gerichtsverfassung" und des "gerichtlichen Verfahrens" i.S. von Art. 74 Nr. 1 GG sei, hinsichtlich dessen der Bundesgesetzgeber von seiner Gesetzgebungskompetenz keinen Gebrauch gemacht habe, so dass dem Landesgesetzgeber das Gesetzgebungsrecht zugekommen sei.aa) Nach der h.M. in der Literatur hat der Bundesgesetzgeber durch § 59b Abs. 2 Nr. 6 c) BRAO die Frage der Amtstracht der Rechtsanwälte in abschließender Weise aus dem Regelungskomplex "Gerichtsverfassung und gerichtliches Verfahren", in welchem das BVerfG sie 1970 (NJW 1970, 851 ff.) verankert hatte, und damit auch aus der entsprechenden Länder-Zuständigkeit herausgelöst und sie allein den berufsrechtlichen Regelungen der Anwaltschaft überantwortet.
e) § 176 GVG gibt in diesem Zusammenhang - um zu der Ausgangsfrage nach der Rechtsgrundlage des angefochtenen Beschlusses zurückzukehren - dem Vorsitzenden als Sitzungspolizei grundsätzlich die Befugnis, einen (aus prinzipiellen Erwägungen) ohne Robe auftretenden Rechtsanwalt in der betreffenden Sitzung zurückzuweisen (BVerfG NJW 1970, 851 ff. ohne Nennung einer Ermächtigungsgrundlage; BGH NJW 1977, 399 ff.; BayVerfG AnwBl 72, 228 f.; KG NJW 1970, 482 ff.; OLG Karlsruhe, NJW 1977, 309 ff.; OLG Braunschweig, NJW 1995, 2113 ff.; Karlsruher Kommentar, StPO, 6. Aufl., 2008, Rn 4 zu § 176 GVG; Meyer-Goßner, a.a.O. Rn 11 zu § 176 GVG; Malmendier NJW 1997, 232 ff.; a.A.: LAG Hannover, a.a.O.; Kissel, a.a.O., Rn 20 zu § 176; LR Wickern, StPO.
- BVerfG, 28.04.2005 - 1 BvR 2231/02
Notarrecht - Grenzen der Landeskinderklausel
Vor allem aber obliegt es den Ländern, aufgrund der ihnen insoweit zustehenden Justizhoheit (vgl. dazu BVerfGE 28, 21 ) für eine den Erfordernissen einer geordneten Rechtspflege entsprechende Zahl von Notaren Sorge zu tragen (vgl. § 4 BNotO) und die hohe Qualität des hauptberuflichen Notariats zu sichern (…vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats, NJW-RR 2003, S. 203). - BVerfG, 26.03.1987 - 2 BvR 589/79
Unschuldsvermutung
Weder Art. 19 Abs. 4 GG noch das Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes gewährleisten einen Instanzenzug (BVerfGE 28, 21 [36]; st. Rspr.). - BVerfG, 14.02.1973 - 2 BvR 667/72
Ensslin-Kassiber
Zwar hat das Bundesverfassungsgericht wiederholt anerkannt, daß auch eine solche Rechtsnorm geeignet ist, die anwaltliche Berufsausübung wirksam zu regeln (BVerfGE 15, 226 [233]; 16, 214 [218]; 22, 114 [121]; 28, 21 [28]).Gewohnheitsrecht entsteht durch längere tatsächliche Übung, die eine dauernde und ständige, gleichmäßige und allgemeine ist und von den Beteiligten als verbindliche Rechtsnorm anerkannt wird (BVerfGE 22, 114 [121]; 28, 21 [28 f.]).
- BVerfG, 12.03.2008 - 2 BvF 4/03
Parteibeteilung an Rundunkunternehmen
bb) Die Zuordnung einer bestimmten Regelung zu einer Kompetenznorm geschieht anhand von unmittelbarem Regelungsgegenstand, Normzweck, Wirkung und Adressat der zuzuordnenden Norm sowie der Verfassungstradition (vgl. BVerfGE 7, 29 [44]; - 28, 21 [32]; - 33, 125 [152 f.]; - 106, 62 [105]). - BVerwG, 09.06.1983 - 2 C 34.80 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- VGH Baden-Württemberg, 05.12.1988 - 9 S 2730/86
Werbeverbot für Apotheken
Berufsausübungsregelungen, die einem Eingriff in die Freiheit der Berufswahl nahekommen, sind von Verfassungs wegen nur unter strengen Voraussetzungen unbedenklich, während eine nur geringfügige Beeinträchtigung der freien Berufsausübung als freiheitsbeschränkende Maßnahme eher hingenommen werden kann (vgl. BVerfGE 61, 291, 311 -- Tierpräparator -- und BVerfGE 28, 21, 32 -- Bagatelleingriff --).Dann muß aber angesichts des Rechtsgestaltungsspielraums des Normgebers, dem als öffentlich-rechtlichem Berufsverband die größte Sachkunde zur Regelung der eigenen Berufsangelegenheiten zukommt, die getroffene restriktive Regelung auch als im Rechtssinne erforderlich angesehen werden, wenn ihr nicht offensichtlich fehlsame und unvertretbare Wertungen zugrundeliegen, was vorliegend nicht ersichtlich ist (vgl. zur Berücksichtigung von Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten bei Berufsausübungsregelungen BVerfGE 23, 50, 56; 28, 21, 31; vgl. auch die Prognoserechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, BVerfGE 30, 250, 262 ff.; 39, 210, 226; 50, 290, 332 ff.; siehe auch BVerwGE 70, 318 zum Kontrollmaßstab bei Kapazitätsnormen; die Erforderlichkeit von restriktiven Werbebeschränkungen wird hingegen aufgrund der von den Gerichten vorgenommenen Wertung und Prognose der Entwicklungsabläufe verneint von OVG Koblenz, Urteil vom 24.6.1987; BGH, Urteil vom 30.1.1983, NJW 1983, 2085, 2086; Kammergericht…, Beschluß vom 12.3.1986, a.a.O.).
- BVerfG, 11.06.1980 - 1 PBvU 1/79
Ablehnung der Revision
- BVerfG, 30.06.1976 - 2 BvR 164/76
Hinweispflicht
- BVerwG, 06.02.1979 - 4 B 12.79
- BVerfG, 09.05.1972 - 1 BvR 518/62
Facharzt
- BVerfG, 19.06.1973 - 1 BvL 39/69
Behördliches Beschwerderecht
- BVerfG, 29.10.1975 - 2 BvR 630/73
Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Verwerfung einer Revision vor dem …
- BVerfG, 16.12.1975 - 2 BvR 854/75
Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Gewährung von Wiedereinsetzung in den …
- BVerfG, 23.05.1980 - 2 BvR 854/79
Taubenfütterungsverbot
- BSG, 27.01.1999 - B 4 RA 131/98 B
Divergenz im sozialgerichtlichen Verfahren
- OVG Nordrhein-Westfalen, 15.10.2001 - 19 A 571/00
- KG, 08.06.2004 - 1 W 685/03
Abfindungsversicherung bei Kommanditistenwechsel: Vorlage an den BGH bezüglich …
- BVerfG, 13.05.1981 - 1 BvR 610/77
Verfassungsmäßigkeit der Versagung der Befugnis zur Führung einer nicht …
- OLG Oldenburg, 11.02.2008 - 15 U 55/07
Immobilien - Notwegerecht aufgrund Gewohnheitsrechts
- LAG Niedersachsen, 29.09.2008 - 16 Ta 333/08
Ausschluss eines Rechtsanwalts wegen Nichttragens einer Robe vor dem …
- OLG München, 14.07.2006 - 2 Ws 679/06
Zurückweisung eines Verteidigers wegen Nichttragens der Amtstracht
- BGH, 27.09.1976 - RiZ(R) 3/75
Dienstaufsicht gegenüber fehlerhaften richterlichen Maßnahmen?
- BVerfG, 01.03.2006 - 1 BvR 2662/05
- BGH, 13.06.1978 - 1 BJs 93/77
- BGH, 04.12.2001 - VI ZB 49/01
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Versagung von Prozeßkostenhilfe
- BVerfG, 19.09.2007 - 2 BvF 4/03
- BVerwG, 26.04.1974 - VII C 42.71
- BFH, 01.12.1982 - II R 179/79
- BVerwG, 05.05.1972 - I WB 100.71
- BVerwG, 17.05.1972 - I WB 125.71
- BFH, 22.01.1976 - V B 91/75
- BGH, 14.07.1983 - III ZB 8/83
Anfechtung von Entscheidungen der Oberlandesgerichte über die Wahlanfechtung
- OLG Frankfurt, 05.01.1995 - 3 Ws 34/95
- OVG Schleswig-Holstein, 26.06.2002 - 2 L 158/01
- BVerfG, 07.11.1972 - 1 BvR 280/71
Pflicht des Rechtsanwalts zur Tragung der Robe vor Gericht
- BVerwG, 29.11.1974 - II B 15.74
Unanfechtbarkeit der Berufungsverwerfung durch Beschluß
- BGH, 25.10.1976 - AnwSt (R) 5/76
Robenpflicht für Anwälte - Standesgerichtsverfahren, vorkonstitutionelles …
- BGH, 05.05.1983 - I ZR 47/81
Feingoldgehalt
- OLG Köln, 23.08.1985 - Ss 465/85
- BGH, 26.05.1988 - III ZB 2/88
- AG Mannheim, 27.10.2008 - 29 Ds 408 Js 15343 AK 1005/07
Nichtzulassung eines Rechtsanwalts zur Verhandlung wegen Verstoßes gegen die …
- VG Berlin, 11.06.2009 - 35 L 240.09
Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen im einstweiligen Rechtsschutzverfahren; Schutz …
- BVerwG, 23.06.1970 - II WDB 19.70
- BVerwG, 17.11.1988 - 2 WDB 12.88
