Rechtsprechung
| BGH, 29.02.2000 - VI ZR 47/99 |
Rohrgraben
§ 812 BGB, bei Rückforderung einer Vorschußzahlung hat der Empfänger die Beweislast für das Bestehen des Zahlungsanspruchs;
Leistungsbeziehung bei Zahlung durch eine Versicherung: Leistender i.S.v. § 812 BGB ist die Versicherung
Volltextveröffentlichungen (8)
mehr- Prof. Dr. Lorenz
Bereicherungsrechtliche Dreipersonenverhältnisse: Bereicherungsausgleich bei Drittleistung i.S.v. § 267 BGB (Rechtsgrundlose Zahlung des Versicherers an den Geschädigten), Beweislast für das Fehlen des Rechtsgrundes
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rückforderungsanspruch des Haftpflichtversicherers
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Versicherungsrecht - Rückforderungsanspruch des Haftpflichtversicherers
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Verteilung der Darlegungs- und Beweislast bei Rückforderung einer Vorschussleistung
Kurzfassungen/Presse
- RIS Bundeskanzleramt Österreich (Leitsatz)
Besprechungen u.ä. (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Wer kann den Vorschuss auf einen tatsächlich nicht bestehenden Schadensersatzanspruch zurückfordern? (IBR 2000, 343)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Wer trägt bei Rückforderung eines Vorschusses die Beweislast? (IBR 2000, 317)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 2000, 1718
- MDR 2000, 699
- BB 2000, 951
- IBR 2000, 343
- VersR 2000, 905
- IBR 2000, 317
Wird zitiert von ... (8)
- BGH, 17.10.2002 - III ZR 58/02
Krankenhausrecht: Rückforderung von Wahlleistungsentgelten
Es kann daher offenbleiben, ob der Klägerin ungeachtet dessen, daß mit ihrer Zahlung (auch) eine (vermeintliche) Verbindlichkeit des Patienten gegenüber dem behandelnden Arzt aus § 612 Abs. 2 BGB getilgt werden sollte, ein Kondiktionsanspruch nicht aus fremdem, sondern aus eigenem Recht zusteht, sei es, weil für die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung von einer Drittzahlung des Krankenversicherers nach § 267 BGB auszugehen ist (wie die Rechtsprechung für den Fall der Zahlung des Haftpflichtversicherers an den Gläubiger des bei ihm versicherten Haftpflichtschuldners annimmt, vgl. BGHZ 113, 62, 68 ff; BGH, Urteil vom 29. Februar 2000 - VI ZR 47/99 - NJW 2000, 1718, 1719), sei es, weil unter dem Gesichtspunkt des "Doppelmangels in der Bereicherungskette" ausnahmsweise ein Durchgriff der Klägerin gegen den Beklagten zulässig ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2001 - VI ZR 36/00 - NJW 2001, 2880, 2881). - BGH, 08.07.2004 - III ZR 435/02
Darlegungs- und Beweislast bei Rückforderung einer Vorauszahlung
Eine Ausnahme gilt jedoch dann, wenn die Leistung des Schuldners lediglich als Abschlag oder Vorauszahlung in Erwartung einer Feststellung der Forderung erfolgt (BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 51/87, NJW 1989, 161, 162; Urteil vom 9. März 1989 - IX ZR 64/88, NJW 1989, 1606, 1607;… Baumgärtel/Strieder, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, 2. Aufl., § 812 Rn. 12; siehe auch BGH, Urteil vom 29. Februar 2000 - VI ZR 47/99, NJW 2000, 1718, 1719). - OLG Saarbrücken, 03.08.2004 - 4 U 627/03
Tilgung der durch Grundschuld gesicherten Forderung durch die …
- OLG Stuttgart, 30.01.2003 - 2 U 49/00
Bauvertrag - Bauherr trägt Kontaminationsrisiko
d) Da dieser Abzugsposten als Bereicherungsanspruch des Beklagten, für welchen vorliegend wegen des vorläufigen Zahlungscharakters die Beweislast bei der Klägerin liegt (BGH NJW 00, 1718, 1719, vgl. auch Senatsbeschluss Bl. 412), vorliegend in Höhe von 28.541,61 DM. - OLG Dresden, 21.08.2001 - 2 U 673/01
Nebenintervention; Amortisationsbeschluss; Ladungsmangel
Alt. BGB, § 267 BGB vor (vgl. dazu: BGH NJW 2000, 1718 [1719]; BGH ZIP 1998, 601 [602]). - KG, 25.03.2004 - 8 U 331/03
Rechtsanwaltskosten: Rückforderung eines aufgrund einer unwirksamen …
Dies geht zu seinen Lasten, weil er als Empfänger des Vorschusses, darzulegen hat, dass er das Geleistete endgültig behalten darf (vgl. dazu BGH, Urteil vom 8. Juni 1988, IVb ZR 51/87, NJW 1989, 161, 162; Urteil vom 9. März 1989, IX ZR 64/88, NJW 1989, 1606; Urteil vom 29. Februar 2000, VI ZR 47/99, NJW 2000, 1718 = BB 2000, 951). - OLG Köln, 30.05.2000 - 22 U 246/99
Mündliche Anhörung des Sachverständigen)
In einem solchen Fall muß der Anspruchsgegner des späteren Bereicherungsanspruchs beweisen, daß ihm in Höhe der Vorschußleistung eine Forderung zugestanden hat (vgl. BGH NJW 89, 161, 162 - in Abschn. 3 -; NJW 89, 1616, 1617 l.Sp.; BGH, Urteil vom 29.02.2000 - VI ZR 47/99, Leitsatz abgedruckt in NJW 2000, Heft 18, S. VIII;… Palandt-Thomas a.a.O., Rn. 104 m.N.). - LG Bonn, 05.09.2007 - 5 S 193/06
Mengelvermutung, Rückforderungsprozess
Gleiches gilt bei Leistung als Vorschuss oder Sicherheit (BGH, Urteil vom 29.02.2000, NJW 2000, 1718-1719) oder bei der Geltendmachung eines Anspruchs aus Eingriffskondiktion.
