Rechtsprechung
| BVerfG, 08.06.1982 - 2 BvE 2/82 |
Rüge durch den Bundestagspräsidenten
Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG, Redefreiheit des Bundestagabgeordneten
Volltextveröffentlichungen (2)
- saarheim.de
Verwendung einer nicht parlamentarischen Ausdrucksform im Parlament
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anfechtung einer durch den Präsidenten des Bundestages erteilten Rüge
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 60, 374
- NJW 1982, 2233
- DVBl 1982, 780
Wird zitiert von ... (39)
- VerfGH Sachsen, 03.12.2010 - 16-I-10 Zwar ist der Landtag Träger der Ordnungsgewalt, die einen Bestandteil der dem Plenum des Parlaments durch Art. 46 Abs. 1 SächsVerf eingeräumten Geschäftsordnungsautonomie darstellt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379]).
Ihr Handeln wird folglich dem Antragsgegner zugerechnet (vgl. BbgVerfG, Urteil vom 17. September 2009 45/08; BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [378]).
Zu den unentbehrlichen Rechten gehört insoweit das Rederecht (vgl. BVerfG, Urteil vom 14. Juli 1959, BVerfGE 10, 4 [12]; Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]; Urteil vom 13. Juni 1989, BVerfGE 80, 188 [218]; BayVerfGH, Entscheidung vom 17. Februar 1998, NVwZ-RR 1998, 409).
Das Rederecht ist insoweit nicht Ausdruck der Meinungsfreiheit des Abgeordneten, sondern allein Teil des Art. 39 Abs. 3 SächsVerf. Seine Reichweite muss daher mit der der Meinungsfreiheit nicht übereinstimmen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [380]).
- BVerfG, 16.02.1983 - 2 BvE 1/83
Bundestagsauflösung
a) Zwischen dem Bundespräsidenten als oberstem Bundesorgan und den Antragstellern als durch das Grundgesetz (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG) mit eigenen Rechten ausgestatteten anderen Beteiligten im Sinne des Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 GG (vgl. BVerfGE 60, 374 [378] m. w. N.) besteht Streit über den Umfang der Rechte und Pflichten des Bundespräsidenten aus Art. 68 Abs. 1 GG einerseits und aus dem Abgeordnetenstatus der Antragsteller (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Art. 39 Abs. 1 Satz 1 GG) andererseits.Der einzelne Abgeordnete des Bundestages ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Organstreitverfahren parteifähig im Sinne von § 63 BVerfGG, soweit er - wie hier - mit seinem verfassungsrechtlichen Status verbundene Rechte geltend macht (vgl. BVerfGE 43, 142 [148] ; 60, 374 [379]).
a) Im Organstreit kann der einzelne Abgeordnete die behauptete Verletzung jedes Rechts, das mit seinem Status verfassungsrechtlich verbunden ist, im eigenen Namen geltend machen (vgl. BVerfGE 2, 143 [166]; 4, 144 [151] ; 10, 4 [10 f.]; 43, 142 [149]; 60, 374 [379]).
- VerfGH Sachsen, 03.12.2010 - 17-I-10 Zwar ist der Landtag Träger der Ordnungsgewalt, die einen Bestandteil der dem Plenum des Parlaments durch Art. 46 Abs. 1 SächsVerf eingeräumten Geschäftsordnungsautonomie darstellt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379]).
Ihr Handeln wird folglich dem Antragsgegner zugerechnet (vgl. BbgVerfG, Urteil vom 17. September 2009 45/08; BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [378]).
Zu den unentbehrlichen Rechten gehört insoweit das Rederecht (vgl. BVerfG, Urteil vom 14. Juli 1959, BVerfGE 10, 4 [12]; Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]; Urteil vom 13. Juni 1989, BVerfGE 80, 188 [218]; BayVerfGH, Entscheidung vom 17. Februar 1998, NVwZ-RR 1998, 409).
nicht übereinstimmen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [380]).
- VerfGH Sachsen, 03.12.2010 - 12-I-10 Zwar ist der Landtag Träger der Ordnungsgewalt, die einen Bestandteil der dem Plenum des Parlaments durch Art. 46 Abs. 1 SächsVerf eingeräumten Geschäftsordnungsautonomie darstellt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379]).
Ihr Handeln wird folglich dem Antragsgegner zugerechnet (vgl. BbgVerfG, Urteil vom 17. September 2009 45/08; BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [378]).
Zu den unentbehrlichen Rechten gehört insoweit das Rederecht (vgl. BVerfG, Urteil vom 14. Juli 1959, BVerfGE 10, 4 [12]; Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]; Urteil.
Das Rederecht ist insoweit nicht Ausdruck der Meinungsfreiheit des Abgeordneten, sondern allein Teil des Art. 39 Abs. 3 SächsVerf. Seine Reichweite muss daher mit der der Meinungsfreiheit nicht übereinstimmen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [380]).
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 29.01.2009 - LVerfG 5/08
Sitzungsausschluss
Der Ordnungsruf gemäß § 97 GO LT stellt im Gegensatz zu einer nicht förmlich geregelten parlamentarischen Rüge oder gar einer bloßen Unterbrechung der Rede durch Bemerkungen des amtierenden Präsidenten (BVerfGE 60, 374, 380 ff.; BbgVerfG, Beschl. v. 28.03.2001 - VfGBbg 46/00 -, LVerfGE 12, 92, 100) regelmäßig einen Eingriff in das Rederecht des Abgeordneten dar.Während die Indemnität, aufgrund derer ein Abgeordneter wegen seiner Abstimmung oder wegen seiner 11 Äußerungen im Landtag oder einem seiner Ausschüsse durch keine Instanz außerhalb des Parlamentes zur Verantwortung gezogen werden darf, kein Äquivalent im Recht der freien Meinungsäußerung nach Art. 5 Abs. 3 LV i.V.m. Art. 5 GG hat, ist es danach umgekehrt ebenso vorstellbar, dass Äußerungen eines Abgeordneten die Ordnung des Parlamentes verletzen und eine Sanktion des Präsidenten nach sich ziehen, obschon sie sich in den Grenzen der Meinungsfreiheit des Art. 5 Abs. 3 LV i.V.m. Art. 5 GG gehalten haben (vgl. BVerfGE 60, 374, 380).
Dem steht auch nicht entgegen, dass ein erster Ordnungsruf 14 im Falle seiner mehrfachen Wiederholung in derselben Sitzung bis zu einer Wortentziehung führen kann und für den Antragsteller in der Landtagssitzung vom 13. Mai 2009 auch geführt hat; denn diese Erwägung betrifft nicht mehr eine Verfassungswidrigkeit des ersten Ordnungsrufes selbst (vgl. BVerfGE 60, 374, 383).
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 27.01.2011 - LVerfG 4/09
1. Die Frage der zu wahrenden parlamentarischen Höflichkeitsformen betrifft das …
Der Ordnungsruf gemäß § 97 GO LT stellt - im Gegensatz zu einer nicht förmlich geregelten parlamentarischen Rüge oder gar einer bloßen Unterbrechung der Rede durch Bemerkungen des amtierenden Präsidenten (BVerfGE 60, 374, 380 ff.; BbgVerfG, Beschl. v. 28.03.2001 - VfGBbg 46/00 -, LVerfGE 12, 92, 100) - regelmäßig einen Eingriff in das Rederecht des Abgeordneten dar.Während die Indemnität, aufgrund derer ein Abgeordneter wegen seiner Abstimmung oder wegen seiner Äußerungen im Landtag oder einem seiner Ausschüsse durch keine Instanz außerhalb des Parlamentes zur Verantwortung gezogen werden darf, kein Äquivalent im Recht der freien Meinungsäußerung nach Art. 5 Abs. 3 LV i.V.m. Art. 5 GG hat, ist es danach umgekehrt ebenso vorstellbar, dass Äußerungen eines Abgeordneten die Ordnung des Parlamentes verletzen und eine Sanktion des Präsidenten nach sich ziehen, obschon sie sich in den Grenzen der Meinungsfreiheit des Art. 5 Abs. 3 LV i.V.m. Art. 5 GG gehalten haben (vgl. BVerfGE 60, 374, 380).
Dem steht auch nicht entgegen, dass ein erster Ordnungsruf im Falle seiner mehrfachen Wiederholung in derselben Sitzung bis zu einer Wortentziehung führen kann und für den Antragsteller in der Landtagssitzung vom 13. Mai 2009 auch geführt hat; denn diese Erwägung betrifft nicht mehr eine Verfassungswidrigkeit des ersten Ordnungsrufes selbst (vgl. BVerfGE 60, 374, 383).
- VerfGH Sachsen, 03.12.2010 - 77-I-10 Zwar ist der Landtag Träger der Ordnungsgewalt, die einen Bestandteil der dem Plenum des Parlaments durch Art. 46 Abs. 1 SächsVerf eingeräumten Geschäftsordnungsautonomie darstellt (vgl. BVerfG, Urteil vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379]).
Zu den unentbehrlichen Rechten gehört insoweit nicht nur das Rederecht (vgl. BVerfG, Urteil vom 14. Juli 1959, BVerfGE 10, 4 [12]; Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]; Urteil vom 13. Juni 1989, BVerfGE 80, 188 [218]; BayVerfGH, Entscheidung vom 17. Februar 1998, NVwZ-RR 1998, 409), sondern auch das Antrags- und Stimmrecht.
Das Rederecht ist insoweit nicht Ausdruck der Meinungsfreiheit des Abgeordneten, sondern allein Teil des Art. 39 Abs. 3 SächsVerf. Seine Reichweite muss daher mit der der Meinungsfreiheit nicht übereinstimmen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]).
- VerfGH Sachsen, 03.11.2011 - 35-I-11 Zwar ist der Landtag Träger der Ordnungsgewalt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379]).
Sein Handeln wird folglich dem Antragsgegner zugerechnet (vgl. SächsVerfGH, Urteile vom 3. Dezember 2010 Vf. 12-I-10, Vf. 16-I-10 und Vf. 17-I-10; BbgVerfG, Urteil vom 17. September 2009 45/08; BVerfG, Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [378]).
Zu den unentbehrlichen Rechten gehört insoweit das Rederecht (ausführlich zu den Einzelheiten dazu vgl. Sächs- VerfGH, Urteile vom 3. Dezember 2010 Vf. 12-I-10, Vf. 16-I-10, Vf. 17-I-10 und Vf. 77-I-10; vgl. auch BVerfG, Urteil vom 14. Juli 1959, BVerfGE 10, 4 [12]; Beschluss vom 8. Juni 1982, BVerfGE 60, 374 [379 f.]; Urteil vom 13. Juni 1989, BVerf- GE 80, 188 [218]; BayVerfGH, Entscheidung vom 17. Februar 1998, NVwZ-RR 1998, 409).
- BVerfG, 13.06.1989 - 2 BvE 1/88
Wüppesahl
Zu den sich so ergebenden Befugnissen des Abgeordneten rechnen vor allem das Rederecht (vgl. BVerfGE 10, 4 [12]; 60, 374 [379]) und das Stimmrecht, die Beteiligung an der Ausübung des Frage- und Informationsrechts des Parlaments (vgl. BVerfGE 13, 123 [125]; 57, 1 [5]; 67, 100 [129]; 70, 324 [355], das Recht, sich an den vom Parlament vorzunehmenden Wahlen zu beteiligen und parlamentarische Initiativen zu ergreifen, und schließlich das Recht, sich mit anderen Abgeordneten zu einer Fraktion zusammenzuschließen [vgl. BVerfGE 43, 142 [149]; 70, 324 [354]]. - BVerfG, 04.07.2007 - 2 BvE 1/06
Abgeordnetengesetz
- BVerfG, 13.02.2008 - 2 BvK 1/07
Sperrklausel Kommunalwahlen
- BVerfG, 14.01.1986 - 2 BvE 14/83
Haushaltskontrolle der Nachrichtendienste
- BSG, 11.03.2009 - B 12 R 11/07 R
Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV - keine …
- BVerfG, 17.10.2006 - 2 BvG 1/04
Bund-Länder-Haftung für EU-Anlastungen
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 25.03.2010 - LVerfG 3/09
- VerfGH Sachsen, 03.11.2011 - 30-I-11
- BVerfG, 30.07.2003 - 2 BvR 508/01
Zeugnisverweigerungsrecht und Beschlagnahmeprivileg bei Abgeordneten
- BVerfG, 25.08.2005 - 2 BvE 4/05
Bundestagsauflösung III
- VerfGH Sachsen, 03.11.2011 - 31-I-11
- BVerfG, 17.09.1997 - 2 BvE 4/95
Senatsentscheidung zum Fraktions- und Gruppenstatus von Bundestagsabgeordneten
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.06.1999 - VerfGH 6/97
- VerfG Brandenburg, 20.02.2003 - VfGBbg 112/02
Mangels Antragsbefugnis im Organstreitverfahren unzulässiger Antrag der …
- BSG, 04.06.2009 - B 12 KR 31/07 R
Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren - Entscheidung der DRV Bund auch …
- VerfGH Sachsen, 16.05.2007 - 77-I-06
- BSG, 04.06.2009 - B 12 R 6/08 R
Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV - hinreichende …
- LVerfG Nordrhein-Westfalen, 15.06.1999 - VerfGH 6/97
- VG Frankfurt/Main, 21.07.2011 - 8 L 1521/11
Widerruf einer Pressemitteilung
- BVerfG, 01.04.1998 - 2 BvE 1/98
Erfolglose Klage des Abgeordneten Dr. Gysi
- VerfGH Berlin, 21.09.1995 - VerfGH 12/95
Keine Verletzung des Rechts auf Chancengleichheit politischer Parteien durch …
- VerfGH Sachsen, 30.05.2006 - 50-I-06
Verfassungsgerichtshof lässt NPD-Abgeordneten vorläufig zu Landtagssitzungen zu
- BVerfG, 03.11.1982 - 2 BvH 3/80
Gewährleistung des freien Mandats und Anspruch auf Fraktionszuschüsse
- LVerfG Sachsen-Anhalt, 17.01.2000 - LVG 6/99
- VerfG Brandenburg, 28.03.2001 - VfGBbg 46/00
Zur Frage der Verletzung des Rederechts der Landtagsabgeordneten und des …
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 28.10.2010 - LVerfG 5/10
1. Eine generelle Verfassungsaufsicht ist auch im Landesverfassungsrecht …
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 16.05.1995 - VerfGH 20/93
- VerfG Brandenburg, 17.09.2009 - VfGBbg 45/08
Organstreitverfahren
- OVG Rheinland-Pfalz, 29.11.1994 - 7 A 10194/94
Hinweis auf "blumenreiche Worte" rechtfertigt keinen Ordnungsruf
- VerfGH Berlin, 21.10.1999 - VerfGH 71/99
- VerfGH Berlin, 15.03.1995 - VerfGH 12 A/95
Ablehnung des Erlasses einer eA gegen werbende Öffentlichkeitsarbeit des Senats …
Sie publizieren im Internet?