Rechtsprechung
   BVerwG, 22.10.1993 - 6 C 10.92   

Schulbeförderungskosten

Art. 20 Abs. 3 GG, zur Vereinbarkeit von materiell-rechtliche Ausschlußfristen mit dem Rechtstaatsprinzip

Volltextveröffentlichungen (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1994, 2779
  • NVwZ 1994, 575
  • DVBl 1994, 170



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Wird zitiert von ... (38)  

  • BVerwG, 18.04.1997 - 8 C 38.95  

    Wohngeldrecht - Auf rückwirkende Wohngeldbewilligung gerichteter

    Sie stehen nicht zur Disposition der Verwaltung oder der Gerichte (vgl. BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 6 S. 6 [7];BVerwG, Zeitschrift für den Lastenausgleich [ZLA] 1980, 122; BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 9 S. 5 [7];BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 11 S. 11 [13] = NVwZ 1987, 499 L; BVerwG, Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 111 S. 58 [60] = NVwZ 1994, 575 m. w. Nachw.).

    Nach Ablauf der Frist kann der Anspruch - ohne daß es auf die Ursache der Fristversäumnis ankommt - nicht mehr geltend gemacht werden, sofern und soweit das einschlägige Recht keine Wiedereinsetzung, Nachsichtgewährung oder sonstige Ausnahme gestattet (vgl. BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 6 S. 7 m. w. Nachw.; BVerwGE 60, 297 [309] = NJW 1981, 359; BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 9 S. 6 f.; BVerwG, Buchholz 427.2 § 28 FG Nr. 11 S. 12 f. = NVwZ 1987, 499 L; BVerwG, Buchholz 448.7 Art. 4 KDVNG Nr. 2 S. 1 f. m. w. Nachw. = NVwZ 1988, 1128; BVerwG, Buchholz 421 Kultur- u. Schulwesen Nr. 111 S. 60 = NVwZ 1994, 575; BGH, NVwZ 1985, 938 = LM § 190 a BGB Nr. 36 m. w. Nachw:; st. Rspr.).

  • VG Berlin, 18.03.2011 - 4 K 49.10  
    Nach Ablauf der Frist kann der Anspruch nicht mehr geltend gemacht werden, sofern das einschlägige Recht keine Ausnahme vorsieht (BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 10/92 -, NVwZ 1994, 575 m.w.N.).

    Materiellrechtliche Ausschlussfristen bedürfen im Hinblick auf das Bestimmtheitsgebot nicht zwingend einer formalgesetzlichen Grundlage (BVerwG, Beschluss vom 27. April 2010 - 1 WB 14/09 - juris; BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 1993, a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 4. Mai 1972 - BVerwG II C 2.72 -, Buchholz 238.90 Nr. 39, mit Verweis auf BVerfG, Beschluss vom 12. November 1958 - BVerfGE 8, 274, 307).

    Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist bei Fehlen einer entsprechenden ausdrücklichen normativen Anordnung ausgeschlossen (BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 1993, - BVerwG 6 C 10/92 -, NVwZ 1994, 575).

  • VGH Bayern, 24.10.2005 - 3 B 03.3367  

    Beamtenrecht; Familienbezogene amtsangemessene Alimentation von Beamten mit mehr

    Dieses Fairnessgebot ist auch auf das behördliche Verfahren zu übertragen und bei behördlichen Fehlern im Zusammenhang mit Fristen zu berücksichtigen (vgl. BVerwG NVwZ 1994, 575), wobei Unklarheiten im Verhalten der Behörde (unbeschadet der Frage, ob solche vorliegend nach dem maßgeblichen Empfängerhorizont überhaupt bestanden haben) zu Lasten der Verwaltung gehen (vgl. zutreffend OVG Münster vom 30.6.2004, NVwZ-RR 2005, 451).

    Ein Verschulden des Klägers wäre jedenfalls durch Umstände aus der Sphäre der beklagten Behörde in einem solchen Maß beeinflusst, dass hier die gebotene Fairness schon zu einer Wiedereinsetzung durch den Beklagten selbst hätte führen müssen (vgl. zu einer insofern vergleichbaren Situation zutreffend OVG Münster vom 29.9.2004, a.a.O., unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts NVwZ 1994, 575).

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