Rechtsprechung
| BGH, 05.06.1996 - VIII ZR 151/95 |
Schuldbeitritt der Geschäftsführerin
§§ 1, 3 VerbrKrG, Anwendbarkeit des VerbrKrG (jetzt §§ 491 ff BGB <Fassung seit 1.1.02>) auf Schuldbeitritt
Volltextveröffentlichungen (7)
- Alpmann Schmidt
VerbrKrG § 1
- Prof. Dr. Lorenz
Schuldbeitritt zum Verbraucherkreditvertrag: Anwendbarkeit des VerbrKrG
- Universität des Saarlandes
VerbrKrG § 1
Voraussetzungen und analoge Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes auf den Schuldbeitritt zu einem Kreditvertrag
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
VerbrKrG § 1
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf den Schuldbeitritt zu einem Kreditvertrag - Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Schuldbeitritt zu einem Finanzierungsleasingvertrag eines gewerblichen Kreditnehmers
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Schuldbeitritt des GmbH-Geschäftsführers zum Kreditvertrag
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Ein "Kaufmann" als "Verbraucher"? - Zur Verbrauchereigenschaft des Personengesellschafters" von Prof. u. RiOLG Dr. Barbara Dauner-Lieb u. Wolfgang Dötsch, original erschienen in: DB 2003, 1666 - 1669.
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 133, 71
- NJW 1996, 2156
- ZIP 1996, 1209
- MDR 1996, 890
- BB 1996, 1522
- NJW-RR 1996, 1142
- WM 1996, 1258
- VersR 1996, 1033
- VersR 1996, 1023
- DB 1996, 2069
- DB 1996, 2068
Wird zitiert von ... (62)
- OLG Düsseldorf, 08.05.2006 - 1 U 176/05
Verbrauchereigenschaft bei Schuldbeitritt zu einem Geschäftsdarlehen einer GmbH
Unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 133, 71, 77, 78; ZIP 2004, 1647 ff. d.A.) haben sie geltend gemacht, der Geschäftsführer einer GmbH sei auch dann Verbraucher, wenn er die persönliche Haftung für eine Schuld der Gesellschaft mit übernehme.Er ist aber nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs einem Kreditvertrag gleichzustellen, wenn es sich bei der Vereinbarung, zu welcher der Beitritt erklärt wird, um einen Kreditvertrag handelt (BGH NJW 2000, 3496 mit Hinweis auf BGHZ 133, 71, 74; BGHZ 133, 220, 222 f.; BGHZ 134, 94, 97; BGHZ 138, 321, 325; BGH NJW 1997, 1442; BGH NJW 1997, 1443; BGH NJW 1997, 3169; zuletzt BGH Urteil vom 08.11.2005, NJW 2006, 431, 432).
Im Falle des Schuldbeitritts zu einem Kreditvertrag ist das Schutzbedürfnis des Beitretenden nicht geringer, sondern eher größer als das des Kreditnehmers, weil der Beitretende trotz voller Mitverpflichtung keine Rechte gegen den Kreditgeber erlangt, insbesondere keinen Anspruch auf Auszahlung des Kredits hat (BGHZ 133, 71, 74, 75).
Ebenfalls aus der Sicht des Kreditgebers ist die entsprechende Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes gerechtfertigt, weil er durch den Schuldbeitritt einen weiteren Schuldner für den Kreditvertrag erhält (BGHZ 133, 71, 75;… Ulmer in Münchener Kommentar zum BGB, 3. Auflage, § 1 VerbrKrG, Rdnr. 34).
Maßgebend kommt es jedoch allein auf die Verbrauchereigenschaft des Beitretenden an (BGHZ 133, 220, 223 mit Hinweis auf BGHZ 133, 71).
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist im Falle des Schuldbeitritts des geschäftsführenden Allein- oder Mehrheitsgesellschafters einer GmbH zu einem Kredit- oder Finanzierungsleasingvertrag, welcher für die Tätigkeit der Gesellschaft bestimmt ist, der Beitretende als Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 VerbrKrG zu behandeln (BGHZ 133, 71, 77, 78; BGHZ 133, 220, 223; BGH NJW 2000, 3133; BGH NJW 2000, 3496, zuletzt BGH NJW 2006, 431).
Diese Betrachtungsweise hat der Bundesgerichtshof auch für einen Fall gelten lassen, in welchem die Beitretende in ihrer Eigenschaft als Mehrheitsgesellschafterin und Alleingeschäftsführerin einer GmbH den Beitritt zu einem Finanzierungsleasingvertrages erklärt hat, welchen die Gesellschaft zur Anschaffung von Investitionsgütern für ihren Gewerbebetrieb abgeschlossen hatte (BGHZ 133, 71 ff. d. A.).
Zwar ist der Geschäftsführer einer GmbH nicht Kaufmann im Sinne der §§ 1 ff. HGB (BGH NJW 1996, 2156, 2158, BGH NJW 2006, 431, 432).
Zwar soll nach dem Willen des Gesetzgebers das Verbraucherkreditgesetz in Zweifelsfällen Anwendung finden und seine Schutzwirkung uneingeschränkt entfalten (BGH NJW 2006, 431, 433 mit Hinweis auf BGHZ 133, 71, 78).
- BGH, 08.11.2005 - XI ZR 34/05
Gesellschaftsrecht - Zur Mithaftungsübernahme nach Verbraucherkreditgesetz
An der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 133, 71, 77, 78; 133, 220, 223; 144, 370, 380 und Senatsurteil vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, WM 1997, 710 jeweils m.w.Nachw.) zur entsprechenden Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes auf die Mithaftungsübernahme des geschäftsführenden Allein- oder Mehrheitsgesellschafters einer GmbH wird festgehalten.Er ist aber nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 133, 71, 74 f.; 133, 220, 222 f.; 155, 240, 243; Senatsurteile vom 28. Januar 1997 - XI ZR 251/95, WM 1997, 663, 664 und vom 27. Juni 2000 - XI ZR 322/98, WM 2000, 1799 m.w.Nachw.) einem Kreditvertrag bei wertender Betrachtung gleichzustellen, wenn es sich bei dem Vertrag, zu dem der Beitritt erklärt wird, wie hier um einen Kreditvertrag handelt.
Dies gilt nicht nur dann, wenn der Beitretende Mehrheitsgesellschafter und Alleingeschäftsführer (vgl. BGHZ 133, 71, 77, 78) oder Hauptgesellschafter und Mitgeschäftsführer der kreditnehmenden Hauptschuldnerin ist (vgl. BGHZ 133, 220, 223), sondern auch dann, wenn es sich bei ihm um den geschäftsführenden Alleingesellschafter handelt (vgl. BGHZ 144, 370, 380 und Senatsurteil vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, WM 1997, 710 jeweils m.w.Nachw.).
Vielmehr soll nach seinem eindeutigen Willen das Verbraucherkreditgesetz in Zweifelsfällen Anwendung finden und seine Schutzwirkung uneingeschränkt entfalten (BGHZ 133, 71, 78).
Dies hat die Klägerin hier versäumt, obwohl ihr bei Hereinnahme der Schuldbeitrittserklärung vom 27. September 1997 bekannt sein musste, dass eine solche Erklärung eines geschäftsführenden GmbH-Gesellschafters nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 5. Juni 1996 (BGHZ 133, 71, 76 ff. = NJW 1996, 2156), vom 10. Juli 1996 (BGHZ 133, 220, 224 = NJW 1996, 2865) und vom 25. Februar 1997 (XI ZR 49/96, NJW 1997, 1443, 1444) dem § 4 Abs. 1 VerbrKrG unterliegt.
- BGH, 24.07.2007 - XI ZR 208/06
Gesellschaftsrecht - Anwendung des VerbrKrG bei Anschubfinanzierung?
Er ist aber nach der gefestigten, auch vom Berufungsgericht und der Revision nicht in Zweifel gezogenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 133, 71, 74 f.; 133, 220, 222 f.; 155, 240, 243; 165, 43, 46 f.; Senatsurteile vom 28. Januar 1997 - XI ZR 251/95, WM 1997, 663, 664 und vom 27. Juni 2000 - XI ZR 322/98, WM 2000, 1799 m.w.Nachw.) einem Kreditvertrag bei wertender Betrachtung gleichzustellen, wenn es sich bei dem Vertrag, zu dem der Beitritt erklärt wird, wie hier, um einen Kreditvertrag handelt.Entscheidend ist vielmehr allein die Verbrauchereigenschaft des Beitretenden zum Zeitpunkt der Mithaftungserklärung (BGHZ 133, 71, 76 f.; 134, 94, 97; Senatsurteile vom 28. Januar 1997 - XI ZR 251/95, WM 1997, 663, 664, vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, WM 1997, 710 und vom 27. Juni 2000 - XI ZR 322/98, WM 2000, 1799).
Die Geschäftführung einer GmbH ist nach ständiger Rechtsprechung keine gewerbliche oder selbständige Tätigkeit (BGHZ 133, 71, 77 f.; 133, 220, 223; 144, 370, 380; BGH, Urteil vom 15. Juli 2004 - III ZR 315/03, ZIP 2004, 1647, 1648 f.).
Nach seinem eindeutigen Willen soll das Verbraucherkreditgesetz vielmehr in Zweifelsfällen Anwendung finden und seine Schutzwirkung uneingeschränkt entfalten (BGHZ 133, 71, 78; 165, 43, 50 f.).
Dies hat die Zedentin unter nicht schutzwürdiger Außerachtlassung der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 133, 71, 76 ff.; 133, 220, 224; Senatsurteil vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, WM 1997, 710), die ihr bei Hereinnahme der Schuldbeitrittserklärungen im Jahre 2000 bekannt sein musste, versäumt.
- BGH, 24.01.2006 - XI ZR 384/03
Bankrecht - Schadensersatz wegen Interviewäußerungen des Bankvorstandssprechers?
Das Halten von GmbH-Anteilen ist keine gewerbliche Tätigkeit, sondern reine Vermögensverwaltung und die Geschäftsführung einer GmbH keine selbständige, sondern eine angestellte berufliche Tätigkeit (BGHZ 133, 71, 78; 133, 220, 223; Senatsurteile vom 27. Juni 2000 - XI ZR 322/98, WM 2000, 1799 und vom 8. November 2005 - XI ZR 34/05, ZIP 2006, 68, 69, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen). - BGH, 28.06.2000 - VIII ZR 240/99
Widerrufsrecht beim Finanzierungsleasingvertrag; Wirksamkeit einer Kündigung
Ist an einem Kreditvertrag (Finanzierungsleasingvertrag), nach dessen Inhalt der Kredit (das Leasingobjekt) für eine gewerbliche Tätigkeit einer GmbH bestimmt ist, als Kreditnehmer (Leasingnehmer) neben der GmbH deren Gesellschafter/Geschäftsführer beteiligt, so ist letzterer Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 VerbrKrG (Fortführung von BGHZ 133, 71, 77 f.; 133, 220, 223; BGH, Urteil vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, ZIP 1997, 642).Für den Fall des Schuldbeitritts entspricht dies gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 133, 71, 77 f; 133, 220, 223; Urteil vom 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, ZIP 1997, 642 unter 2 a).
Zweckbestimmungen im Hinblick auf andere Kreditnehmer haben insoweit - ebenso wie im Falle des Schuldbeitritts eines Verbrauchers zu einem Kreditvertrag (Senat BGHZ 133, 71, 76 f) - außer Betracht zu bleiben.
- BGH, 30.07.1997 - VIII ZR 244/96
Wahrung der Schriftform bei Schuldbeitritt zu einem Finanzierungsleasingvertrag; …
Auf den Schuldbeitritt der Beklagten findet das Verbraucherkreditgesetz entsprechende Anwendung (Senatsurteile vom 5. Juni 1996 - VIII ZR 151/95 = BGHZ 133, 71 = WM 1996, 1258 unter II 1 a und vom 10. Juli 1996 - VIII ZR 213/95 = BGHZ 133, 220 = WM 1996, 1781 unter II 2; BGH, Urteil vom 12. November 1996 - XI ZR 202/95 = WM 1997, 158 unter II 2 a).Die Beklagten sind Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 VerbrKrG (dazu Senatsurteil vom 5. Juni 1996 a.a.O. unter II 1 c).
Die Finanzierungsleasingverträge, zu denen der Schuldbeitritt erklärt worden ist, sind Kreditverträge im Sinne des § 1 Abs. 2 VerbrKrG (Senatsurteile vom 5. Juni 1996 a.a.O. unter II 1 a und vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 = WM 1996, 1146 unter II 1).
Daß der Leasingnehmerin (Kreditnehmerin) als GmbH die Verbrauchereigenschaft fehlt, steht der entsprechenden Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf den Schuldbeitritt der Beklagten nicht entgegen (Senatsurteil vom 5. Juni 1996 a.a.O. unter II 1 c aa).
- LG Karlsruhe, 08.12.2004 - 9 O 188/03
Wirksamkeit einer Gerichtsstandvereinbarung unter dem Gesichtspunkt des Art …
Nachdem der EuGH im Zusammenhang mit den europarechtlichen Zuständigkeitsnormen ausdrücklich entschieden hat, dass der Verbraucherbegriff eng auszulegen ist, kann die Rechtsprechung des BGH zum Verbraucherbegriff im Rahmen der Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes auf die Schuldmitübernahme (BGH NJW 1996, 2156; 2000, 3133) aus den unter 3a aufgeführten Gründen nicht herangezogen werden.Dies setzt nicht voraus, dass neben dem Beitretenden auch der Kreditnehmer Verbraucher ist (BGH NJW 1996, 2156; 2000, 3133).
Insbesondere ist das Halten eines Gesellschaftsanteils keine gewerbliche Tätigkeit, sondern Vermögensverwaltung und die Geschäftsführung oder Tätigkeit als Verkäufer für eine Gesellschaft keine selbständige, sondern eine angestellte berufliche Tätigkeit (BGH NJW 1996, 2156, 2158; Graf v. Westphalen, BB 1993, Beil. 8, 19 (20); a.A. ohne Begründung Godefroid, BB 1994, Beil.
Eine analoge Gleichbehandlung mit einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit, die zur Nichtanwendung des Verbraucherkreditgesetzes führen würde, kommt nicht in Betracht (BGH NJW 1996, 2156, 2158).
- BGH, 12.09.2001 - VIII ZR 109/00
Verbraucherrecht - Verbraucherkreditgesetz
bb) Handelt es sich bei der dreiseitigen Vereinbarung vom 28. Dezember 1994/23. Januar 1995 dagegen um einen neuen Mietkaufvertrag zwischen der Klägerin und der EB-GmbH sowie einen Schuldbeitritt des Beklagten, findet auf letzteren nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Verbraucherkreditgesetz entsprechende Anwendung, weil der Mietkaufvertrag gemäß den vorstehenden Ausführungen eine sonstige Finanzierungshilfe im Sinne des § 1 Abs. 2 VerbrKrG darstellt, die dem Beklagten als Verbraucher gewährt wurde (vgl. BGHZ 133, 71, 74 ff; 133, 220, 222 ff; 134, 94, 97).Zwar steht einem Verbraucher im Falle des Schuldbeitritts zu einem Kreditvertrag ein eigenes Widerrufsrecht zu (BGHZ 133, 71, 78; 133, 220, 224).
Denn das Schutzbedürfnis des Mithaftenden ist nicht geringer, sondern eher größer als das eines Kreditnehmers, weil der Mithaftende trotz voller Mitverpflichtung keine Rechte (hier: mehr) gegen den Kreditgeber hat (BGHZ 133, 71, 75 für den Schuldbeitritt).
- BGH, 27.06.2000 - XI ZR 322/98
Schriftform des Beitritts zu einem Kreditvertrag
Er ist aber nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 133, 71, 74 f.; 133, 220, 222 f.; 134, 94, 97; 138, 321, 325; Senatsurteile vom 28. Januar 1997 - XI ZR 251/95, WM 1997, 663, 664 und 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, WM 1997, 710; BGH, Urteil vom 30. Juli 1997 - VIII ZR 244/96, WM 1997, 2000, 2001), der die Revision ausdrücklich zustimmt, einem Kreditvertrag gleichzustellen, wenn es sich - wie hier - bei dem Vertrag, zu dem der Beitritt erklärt wird, um einen Kreditvertrag handelt.Maßgebend sind insoweit aber allein die persönlichen Verhältnisse des Beitretenden zum Zeitpunkt der Mithaftungserklärung (BGHZ 133, 71, 76 f.; 134, 94, 97;… Senatsurteile vom 28. Januar 1997 - XI ZR 251/95 und 25. Februar 1997 - XI ZR 49/96, jeweils aaO; BGH…, Urteil vom 30. Juli 1997 - VIII ZR 244/96, aaO).
Der Beklagte war - wie das Berufungsgericht zutreffend dargelegt hat - auch Verbraucher, da das Halten eines GmbH-Anteils keine gewerbliche Tätigkeit, sondern reine Vermögensverwaltung darstellt (vgl. BGHZ 133, 71, 78; 133, 220, 223).
- OLG Dresden, 19.01.2001 - 8 U 1341/00
Bürgschaft und sonstige Sicherheiten
Im Übrigen fände, selbst wenn - wie nicht (vgl. oben 1.a)bb) - es sich bei den Verträgen vom 02.01.1995 im Verhältnis zwischen den Parteien des Rechtsstreits um Schuldbeitrittsvereinbarungen zu Kreditverträgen mit der A I handelte, das Verbraucherkreditgesetz (entsprechende) Anwendung (vgl. BGHZ 133, 71 = BGH, NJW 1996, 2156; BGHZ 133, 220 = NJW 1996, 2865; NJW 1997, 654; NJW 1997, 1442; NJW 1997, 1443; NJW 1997, 3169).Denn das Halten eines Geschäftsanteiles an einer GmbH ist nicht gewerbliche Tätigkeit, sondern Vermögensverwaltung, und die Geschäftsführung einer GmbH keine selbstständige, sondern eine angestellte berufliche Tätigkeit (vgl. BGHZ 133, 71 [77 f.] = NJW 1996, 2156; BGHZ 133, 220 [223] = NJW 1996, 2865).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bewirkt die Auszahlung des Darlehens an den Kreditnehmer keine Heilung der gem. §§ 4 Abs. 1, 6 Abs. 1 VerbrKrG formunwirksamen Schuldbeitrittsvereinbarung (vgl. BGHZ 133, 71 = NJW 1996, 2156; BGHZ 133, 220 = NJW 1996, 2865; NJW 1997, 654).
- BGH, 21.04.1998 - IX ZR 258/97
Keine Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes auf Bürgschaften für …
- OLG Dresden, 06.11.2001 - 2 U 1566/01
- BGH, 22.11.2006 - VIII ZR 72/06
Gewährleistungsrecht - "fahrbereit" als Garantieübernahme?
- BGH, 19.07.2001 - IX ZR 411/00
AGB - Fehlende räumliche Trennung zwischen Hauptvertrag und Zusatzbestimmung
- BGH, 26.10.2005 - VIII ZR 48/05
Gesellschaftsrecht - AGB: Haften GmbH-Gesellschafter aus Franchisevertrag mit?
- OLG Karlsruhe, 25.02.1997 - 8 U 32/96
- LG Detmold, 12.08.1999 - 9 O 68/99
Mithaftungserklärung, Haftung der Gründungsgesellschafter einer GmbH
- BGH, 04.09.2002 - VIII ZR 251/01
Bauvertrag - Gesonderte Erklärung im Sinne des § 11 Nr. 14a AGB-Gesetz
- OLG Köln, 01.10.1999 - 19 U 14/99
Schutz des VerbrKrG für GmbH-Gesellschafter
- BGH, 24.06.2003 - XI ZR 100/02
Kreditrecht - Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Darlehen der öffentlichen Hand
- OLG Hamm, 18.07.2007 - 8 Sch 2/07
Aufhebung eines Schiedsspruchs wegen Dissens und formeller Mängel der …
- BGH, 16.10.2007 - XI ZR 132/06
Bürgschaft - Unwirksamer Schuldbeitritt kann in Bürgschaft umgedeutet werden!
- BGH, 15.07.2004 - III ZR 315/03
Gesellschaftsrecht - Haftet GmbH-Geschäftsführer nach § 661a BGB …
- OLG Stuttgart, 17.03.2010 - 3 U 160/09
Bauvertrag - Private Vermögensverwaltung führt nicht zur Unternehmereigenschaft
- BAG, 19.05.2010 - 5 AZR 253/09
Geschäftsführer-Anstellungsvertrag als Verbrauchervertrag - zweistufige …
- BGH, 12.11.1996 - XI ZR 202/95
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf den Schuldbeitritt zu einem Kreditvertrag
- BGH, 14.02.2001 - VIII ZR 277/99
Leasing - Berechnung der Rückstandsquote bei Kündigung des Leasingvertrages
- OLG Köln, 04.09.2002 - 19 U 14/99
Schutz des VerbrKrG für GmbH-Gesellschafter
- OLG Nürnberg, 20.07.2004 - 1 U 991/04
Verbraucherrecht - Was sind Verbraucher im Sinne der Art. 15 ff. EuGVVO?
- BGH, 10.07.1996 - VIII ZR 213/95
Maßgeblicher Zeitpunkt für den Beginn der Widerrufsfrist bei Schuldbeitritt zu …
- OLG Stuttgart, 09.10.2007 - 10 U 267/06
Verbraucherdarlehensvertrag: Gewährung eines Darlehens durch einen Unternehmer
- OLG Hamburg, 08.09.1998 - 14 U 246/97
- OLG Naumburg, 04.12.1998 - 6 U 2087/97
- BGH, 25.02.1997 - XI ZR 49/96
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf die Mithaftung eines GmbH-Gesellschafters für …
- BGH, 28.01.1997 - XI ZR 251/95
Anwendung des VerbrKrG auf den Schuldbeitritt zu einem Existenzgründungskredit …
- OLG Dresden, 08.12.1999 - 8 U 2462/99
Leasing - Sittenwidrigkeit eines Leasingvertrages
- OLG Düsseldorf, 12.03.2002 - 23 U 113/01
Zu den Voraussetzungen der Verjährungsfrist des § 196
- OLG Hamm, 03.08.2007 - 12 U 158/06
Unangemessene Benachteiligung durch weitreichende Rücktrittsklausel zu Gunsten …
- OLG Düsseldorf, 21.08.2003 - 23 U 113/02
Handels- und Gesellschaftsrecht - Vermietung als Handelsgewerbe?
- OLG Düsseldorf, 12.09.2007 - 3 U 31/07
Bürgschaftsforderung gegen GmbH-Geschäftsführer: Zur Sittenwidrigkeit und …
- OLG Düsseldorf, 08.09.2008 - 24 U 40/08
Wirksamkeit einer nach Stellung des Insolvenzantrags erklärten Kündigung eines …
- OLG Dresden, 29.01.1999 - 8 W 1964/98
Auslegung der Rücksendung einer Bürgschaftsurkunde
- OLG Bamberg, 25.02.2002 - 4 U 194/01
Bauvertrag - Bürgschaft a.e.A. außerhalb des Bankverkehrs
- OLG Schleswig, 20.06.2002 - 5 U 86/01
Verbraucherkredit: Verzinsung für Altverträge nach neuem Recht
- KG, 31.08.2004 - 4 U 202/03
Haftung der Gesellschafter eines Immobilienfonds auf Rückzahlung des der …
- OLG Celle, 22.09.2010 - 3 U 75/10
Eigenkapitalhilfedarlehen: Abgrenzung zwischen Verbraucher- und …
- OLG Köln, 23.11.1998 - 16 U 24/98
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Schuldbeitritt nicht im Falle von Verpflichtungen …
- OLG Düsseldorf, 20.03.2001 - 24 U 178/00
Zustandekommen eines Leasingvertrages
- OLG Brandenburg, 03.07.2002 - 3 U 101/01
Mietrecht - Auslegung eines Mietvertrages: Gesamtschuldnerische Mithaftung
- OLG Brandenburg, 01.09.2004 - 3 U 105/03
Anwendbarkeit der Verbraucherschutzgesetzes bei Darlehen eines Gesellschafters
- OLG Stuttgart, 17.07.2009 - 6 U 79/09
(Verbraucher-)Darlehen: zuständiges Gericht unter Berücksichtigung der Abgrenzung …
- OLG München, 09.09.2003 - 23 U 1945/03
- BGH, 21.03.1983 - II ZR 113/82
Umfang des Gutglaubenschutzes bei Unterbleiben einer Voreintragung
- OLG Nürnberg, 23.03.2000 - 13 U 3948/99
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Schuldbeitritt
- OLG Oldenburg, 11.04.2000 - 12 U 54/99
Verbraucherkreditgeschäft: Anwendbarkeit der Rechtsgrundsätze auf einen …
- OLG Frankfurt, 30.08.2000 - 9 U 129/99
Ausgleichsanspruch eines Versicherungsvertreters; Formularmäßige Vereinbarung …
- OLG München, 22.03.2002 - 21 U 3049/01
Bürgschaft im Bereich gewerblicher Tätigkeit
- OLG Dresden, 16.06.1999 - 8 U 443/99
Kürzung des Anspruchs auf Restamortisation nach Diebstahl des Leasingfahrzeugs
- OLG Brandenburg, 11.10.2006 - 4 U 63/06
- OLG Düsseldorf, 20.02.1997 - 24 U 54/96
Unwirksame Mahnung nach Verbraucherkreditgesetz
- OLG Stuttgart, 22.07.1997 - 6 U 31/97
Verbraucherkreditgesetz gilt nicht bei Bürgschaft
- BGH, 11.02.1998 - VIII ZR 38/97
Aufhebung und Zurückverweisung wegen Übergehens nicht entscheidungserheblichen …
Sie betreiben juristische Internetseiten?