Rechtsprechung
| BVerfG, 30.10.1962 - 2 BvF 2/60; 2 BvF 1/61; 2 BvF 2/61; 2 BvF 3/61 |
Seewasserstraßen
Art. 87 GG
Volltextveröffentlichungen (2)
- DFR
Seewasserstraßen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GG Art. 70; WStRG § 1 § 2 § 3 § 5 § 27 § 36
Verfassungswidrigkeit des WStRG
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 15, 1
- NJW 1962, 2243
- MDR 1963, 25
- DVBl 1963, 60
- BB 1962, 1224
- DÖV 1962, 863
Wird zitiert von ... (42)
- BVerfG, 24.10.2002 - 2 BvF 1/01
Altenpflege
Die hier allein in Betracht kommende Kompetenz kraft Sachzusammenhangs stützt und ergänzt eine zugewiesene Zuständigkeit nur dann, wenn die entsprechende Materie verständigerweise nicht geregelt werden kann, ohne dass zugleich eine nicht ausdrücklich zugewiesene andere Materie mitgeregelt wird, wenn also das Übergreifen unerlässliche Voraussetzung für die Regelung der zugewiesenen Materie ist (vgl. BVerfGE 3, 407 ; 8, 143 ; 12, 205 ; 15, 1 ; 26, 246 ; 26, 281 ; 97, 228 ; 98, 265 ; stRspr).Dies setzte voraus, dass der Bund die Zulassung zu den Altenpflegeberufen verständigerweise nicht regeln könnte, ohne zugleich auch die Zulassung zu den Berufen der Altenpflegehilfe zu regeln; diese Regelung müsste unerlässliche Voraussetzung für jene sein (vgl. BVerfGE 3, 407 ; 8, 143 ; 12, 205 ; 15, 1 ; 26, 246 ; 26, 281 ; 97, 228 ; 98, 265 ; stRspr).
- BVerwG, 30.11.1990 - 7 C 4.90
Umfang der schiffahrtspolizeilicher Aufgaben des Bundes auf Bundeswasserstraßen
Die Verwaltungskompetenz des Bundes kann nicht weitergehen als die Gesetzgebungskompetenz; die Gesetzgebungskompetenz ist vielmehr die äußerste Grenze der Verwaltungskompetenz des Bundes (BVerfGE 15, 1 [16]).Zur Regelung auf dem Gebiete der Binnenschifffahrt, der Seewasserstraßen und der dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen, für die dem Bund die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz zusteht (Art. 74 Nr. 21 GG), und auf die das Binnenschifffahrtsaufgabengesetz und das Seeaufgabengesetz gestützt sind, gehören jedoch nicht solche Regelungen, die die allgemeine wasserwirtschaftliche Ordnung, wie insbesondere die Reinhaltung der Gewässer von Verunreinigungen, betreffen (BVerfGE 15, 1).
Als "besondere Gegenstände der Gesetzgebungskompetenz nach Art. 74 Nr. 21 GG" kommen "die Erhaltung der Wasserstraßen als Verkehrsträger in einem für den Schiffsverkehr erforderlichen Zustand und die damit zusammenhängenden Gegenstände in Betracht" (BVerfGE 15, 1 [10]).
Umso wichtiger ist es deshalb jedoch, die Erweiterung der schifffahrtspolizeilichen Aufgaben des Bundes auf die "Verhütung von der Schifffahrt ausgehender Gefahren" in den genannten Gesetzen von der dem Bund gemäß Art. 74 Nr. 21 GG zustehenden Gesetzgebungskompetenzen im Lichte der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Oktober 1962 (BVerfGE 15, 1) her auszulegen.
- BVerwG, 28.10.1999 - 7 A 1.98
Umweltrecht - Ölentsorgung auf Bundeswasserstraßen als Abfallentsorgung?
Die genannten Regelungen korrespondieren mit der Gesetzgebungskompetenz des Bundes für die Seewasserstraßen und die dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen in Art. 74 Abs. 1 Nr. 21 GG; diese Gesetzgebungskompetenz ist jedoch beschränkt auf die Wasserstraßen als Verkehrswege (BVerfG, Urteil vom 30. Oktober 1962, BVerfGE 15, 1 ; Beschluß vom 11. April 1967, BVerfGE 21, 312 ; BVerwG, Urteil vom 30. November 1990 BVerwG 7 C 4.90 BVerwGE 87, 181 ).Sie erfaßt also nicht solche Vorschriften, die die allgemeine wasserwirtschaftliche Ordnung, wie insbesondere die Reinhaltung der Gewässer von Verunreinigungen, betreffen (BVerfGE 15, 1; BVerwGE 87, 181 ).
Da die Verwaltungskompetenzen des Bundes nicht weiter reichen als seine Gesetzgebungskompetenzen, müssen Verwaltungsmaßnahmen des Bundes im Bereich der Bundeswasserstraßen ihrer Zweckbestimmung nach auch dann auf dem Gebiet des Verkehrs liegen, wenn sie zwangsläufig die wasserwirtschaftliche Ordnung berühren (BVerfGE 15, 1 ).
Wie aber der erkennende Senat im Anschluß an das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 15, 1) bereits entschieden hat, ist die Vorschrift des § 1 Abs. 1 Nr. 2 BinSchAufgG mit Rücksicht auf den Umfang der Gesetzgebungskompetenz des Bundes einschränkend auszulegen (Urteil vom 30. November 1990 BVerwG 7 C 4.90 BVerwGE 87, 181 ).
- OVG Brandenburg, 25.05.2004 - 4 B 253/03
Wasserstraßenrecht, Beschwerde, Einrichtung einer Wasserskistrecke, Begriff der …
So hat das Bundesverfassungsgericht (Urteil vom 30. Oktober 1962 - 2 BvF 2/60 u.a. -, E 15, 1 ff.) betont, dass sich der Kompetenztitel der dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen nicht auf alle Bundeswasserstraßen, die Binnenwasserstraßen sind, beziehe.Nicht zu entscheiden ist hier deshalb die Frage, inwieweit die Bundesgesetzgebungskompetenz "Binnenschifffahrt" insbesondere schiffsbezogene und verkehrsrechtliche Regelungen unter Ansehung eines bundeseinheitlichen Regelungsbedürfnisses gemäß Art. 72 Abs. 2 GG gestattet (vgl. hierzu BVerfGE 15, 1, 9 ff; BVerwGE 87, 181, 186).
Die Gesetzgebungskompetenz des Bundes stellt gerade die Grenze der Verwaltungskompetenz dar (BVerfGE 15, 1, 16; E 21, 321, 325).
Es handelt sich nach wie vor um eine Bundeswasserstraße i.S.d. Art. 89 GG, denn Bundeswasserstraßen sind auch solche Gewässer, die wegen der konstitutiv wirkenden Regelung des Verzeichnisses nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 WaStrG nicht zu den dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen gehören (vgl. hierzu auch Schulze, NVwZ 1999, 1289, 1290), zumal Bundeswasserstraßen in diesem Sinne sogar nicht schiffbare Gewässer sein können (BVerfGE 15, 1, 8 f.).
- BVerwG, 17.04.2002 - 9 A 24.01
Bundeswasserstraße; Ausbau; Fachplanung des Bundes; Planfeststellung; …
Das Bundesverfassungsgericht geht davon aus, "dass der im Grundgesetz verwendete Begriff Wasserhaushalt dem sonst verwendeten Begriff Wasserwirtschaft entspricht" (so BVerfG, Urteil vom 30. Oktober 1962 - 2 BvF 2/60 u.a. - BVerfGE 15, 1 ).Das Bundesverfassungsgericht nimmt nämlich an, dass der Wasserhaushalt als solcher ein Naturvorgang ist, der einer rechtlichen Regelung nicht zugänglich ist (vgl. BVerfGE 15, 1 ).
Wasserwirtschaft ist demnach die rechtliche Ordnung des Wasserhaushalts nach den Regeln einer "haushälterischen" Bewirtschaftung und dient dazu, den Wasserhaushalt vor schädlichen Einwirkungen zu schützen (vgl. BVerfGE 15, 1 ; 58, 300 ).
- BGH, 22.06.1989 - III ZR 266/87
Eigentum des Bundes an der Hohwachter Bucht
Nach Art. 89 GG ist der Bund Eigentümer der bisherigen Reichswasserstraßen , die er als Bundeswasserstraßen durch eigene Behörden verwaltet (vgl. BVerfGE 15, 1, 7).Es war auch sonst ein Anliegen des Staatsvertrages zu vermeiden, daß zusammenhängende Gewässerteile auseinandergerissen werden und die Verwaltung von Reststücken durch die Länder unwirtschaftlich wird (…vgl. Begründung aaO S. 22; BVerfGE 15, 1, 8; BGHZ 47, 117, 127; Senatsurteil BGHZ 93, 113, 123).
Gerade für den Staatsvertrag 1921 ist zudem anerkannt, daß er dem Reich auch Aufgaben und Rechtszuständigkeiten zuweist, die über Art. 97 Abs. 1 WRV hinausgehen (vgl. BVerfGE 15, 1, 8; Senatsurteil BGHZ 67, 152, 157/158).
- BVerfG, 15.10.1997 - 2 BvN 1/95
Landesverfassungsgerichte
Dabei ist die Reichweite der Kompetenz aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GG von vornherein durch die Berechtigung der Länder zur Regelung einer Verfassungsbeschwerde begrenzt (vgl. hierzu auch BVerfGE 4, 74 ; 7, 29 ; 15, 1 ). - BVerfG, 09.10.1984 - 2 BvL 10/82
Laternengarage
Art. 30, 701 GG ausschließlich Sache des Landes (vgl. BVerfGE 34, 9 [28] = NJW 1972, 1943 L; BVerfGE 15, 1 [12 ff.] = NJW 1963, 2243).Im Sinne der Unterscheidung von "Verkehrsarten" und "Verkehrswegen" (BVerfGE 15, 1 [12] = NJW 1962, 2243) handelt es sich mithin beim Gemeingebrauch um die - dem Bund außerhalb des Bereichs der "Landstraßen für den Fernverkehr" nicht zustehende - Regelung der Straße als Verkehrsweg.
- BGH, 28.05.1976 - III ZR 186/72
Eigentum an aufgeschütteten Teilen einer Bundeswasserstraße
a) Das zum Strombett selbst gehörende Grundstück Gemarkung W. Flur 5 Flurstück 24/7 ist nach Art. 97 1, 171 I WRV, § 1 I 1 lit. a StV 1921 am 1.4.1921 auflas Deutsche Reich übergegangen (BVerfGE 15, 1 [7] = NJW 1962, 2243; BGHZ 26, 384 [385f.] = NJW 1958, 785; BGHZ 28, 34 [37] = NJW 1958, 1538L; BGHZ 47, 117 [118f.] = NJW 1967, 1367; BGHZ 49, 68 [70 f.] = NJW 1968, 598; BVerwGE 9, 50 [53 f.]).b) Als Teile der bisherigen, d. h. im Zeitpunkt des Zusammenbruchs 1945 (BVerwGE 9, 50 [53 f.]) im Eigentum des Deutschen Reichs stehenden Reichswasserstraße Weser sind die streitigen Flächen mit Inkrafttreten des Grundgesetzes am 24.5.1949 nach Art. 89 I GG, § 1 I 1 des Gesetzes über die vermögensrechtlichen Verhältnisse der Bundeswasserstraßen vom 21.5.1951 (BGBl 1, 352) -WaStrVermG - Eigentum der Kl. geworden (BVerfGE 15, 1 [7] = NJW 1962, 2243).
Gerade für den Staatsvertrag 1921 ist zudem anerkannt, daß er dem Reich auch Aufgaben und Rechtszuständigkeiten zuweist, die über Art. 97 I WRV hinausgehen (vgl. BVerfGE 15, 1 [8] = NJW 1962, 2243).
- OLG Köln, 26.11.1985 - Ss 307/85 Wenngleich des WStrRG vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt worden ist, weil der Bund keine Gesetzgebungskompetenz für eine Vollregelung im Bereich der Wassergütewirtschaft habe (BVerfGE 15, 1, 7), lässt die damals getroffene gesetzliche Regelung erkennen, was nach Auffassung des Gesetzgebers unter den Gemeingebrauch fällt.
Der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit des WStrRG (vgl. BVerfGE 15, 1) kann nicht entnommen werden, dass die Befugnis zur Einleitung von Schiffsabwässern nicht nach Schifffahrtsrecht zu beurteilen ist.
Es erkennt die Regelungsbefugnis des Bundes für Schifffahrt, insbesondere hinsichtlich der technischen Beschaffenheit und der Ausrüstung der Schiffe, ausdrücklich an (BVerfGE 15, 1,12).
- BVerfG, 10.03.1976 - 1 BvR 355/67
Öffentliches Wegeeigentum
- BGH, 20.06.1996 - III ZR 116/94
Zulässigkeit einer Klage auf künftige Leistung; Übertragung der …
- BGH, 14.03.1990 - KVR 4/88
Sportübertragungen
- BVerfG, 11.04.1967 - 2 BvG 1/62
Wasser- und Schiffahrtsverwaltung
- BVerwG, 25.09.2008 - 7 A 4.07
Eingetragenes Kulturdenkmal; vorläufige Unterschutzstellung; denkmalrechtliche …
- BayObLG, 22.06.1982 - RReg. 4 St 224/81
- BVerfG, 03.07.2000 - 2 BvG 1/96
Bundesstrasse B 75
- BVerfG, 13.10.1970 - 2 BvR 618/68
Verstoß gegen den Grundsatz des gesetzlichen Richters durch Nichtvorlage an den …
- BVerfG, 06.09.2005 - 1 BvR 1161/03
Rechtmäßigkeit einer Wasserschutzgebietsverordnung
- VerfGH Berlin, 06.10.2009 - VerfGH 63/08
Keine umfassende Vorabkontrolle von Volksbegehren nach Berliner Landesrecht
- BVerwG, 05.12.2001 - 9 A 13.01
Unterhaltung/Ausbau einer Bundeswasserstraße
- BVerfG, 04.12.1979 - 2 BvR 64/78
Schulbücher
- BGH, 07.05.2009 - III ZR 48/08
Öffentliches Recht - Entgelterhebungsverbot für Gewässer gilt auch für den Bund
- BGH, 25.02.1999 - III ZR 155/97
Kosten der Unterbringung von Asylbewerbern auf Flughafengelände
- BVerwG, 23.07.2003 - 4 BN 40.03
Nationalpark; Besiedlung in; Gaststätte in; Beschränkung der Öffnungszeiten; …
- BVerfG, 11.10.1966 - 2 BvL 15/64
VwGO-Ausführungsgesetz I
- BVerfG, 25.06.1969 - 2 BvR 128/66
Ingenieur
- BVerfG, 09.07.1969 - 2 BvL 25/64
Gebührenpflicht von Bundesbahn und Bundespost
- BVerfG, 23.06.1981 - 2 BvL 14/79
Wasserbeschaffungsverbände
- BVerwG, 10.12.1996 - 1 C 33.94
Zuständigkeit der Stadt Pforzheim für Brandschutz an Bundeswehrdepot
- OVG Niedersachsen, 14.02.2007 - 12 LB 433/06
Anordnung des Ruhens einer Fahrerlaubnis für Sportboote auf …
- BVerfG, 05.07.1967 - 2 BvL 29/63
EWG-Recht
- BGH, 14.12.1989 - III ZR 288/88
Eigentum an überfluteten Landflächen an einer Bundeswasserstraße
- BVerwG, 27.08.1990 - 9 B 38.90
Führung eines in der Sowjetunion erworbenen akademischen Grades in Deutschland
- StGH Hessen, 15.01.1982 - P.St. 947
- BVerwG, 04.03.1993 - 7 B 110.92
- OVG Berlin-Brandenburg, 17.05.2006 - 2 B 2.06
Grundwasserentnahmeentgelt; Neubau einer Schleuse; Bundeswasserstraße; Begriff …
- BGH, 24.11.1967 - V ZR 172/64
Werftanlage in Bundeswasserstraße
- OVG Nordrhein-Westfalen, 17.12.1985 - 20 A 831/83
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.04.1985 - 20 A 1331/82
- OVG Hamburg, 14.01.1998 - Bf V 38/96
Sicherheitsanforderungen an Wasserfahrzeuge: schwimmende Bunkerstation ohne …
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 25.06.1987 - 3 A 87/84
