Rechtsprechung
   BGH, 22.12.1999 - VIII ZR 111/99   

Sondermünzen

§ 138 BGB, Sittenwidrigkeit der Preisgestaltung;

cic (nunmehr § 311 Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>) beim Kaufvertrag wegen Irrtumserregung über eine zu erwartende Wertsteigerung

Volltextveröffentlichungen (4)

  • lexetius.com

    BGB § 138 (B b)

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit nach § 138 I BGB bei überhöhten Preisen (Vergleichspreis beim "wucherähnlichen Geschäft"); (keine) Aufklärungspflicht des Verkäufers über den Wert der Kaufsache; Vertragsaufhebung aus c.i.c. bei schuldhaften positiven Falschangaben über den Wert der Kaufsache (Sammlermünzen)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Sittenwidrigkeit der Preisgestaltung von Sondermünzen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof zur Wirksamkeit von Geschäften im Münzhandel

  • finanztip.de (Kurzinformation)

    Keine Sittenwidrigkeit trotz hoher Gewinnspannen im Münzhandel

  • finanztip.de (Kurzinformation)

    Münzhandel: Kein Markt wie jeder andere

Besprechungen u.ä. (2)

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit nach § 138 I BGB bei überhöhten Preisen (Vergleichspreis beim "wucherähnlichen Geschäft"); (keine) Aufklärungspflicht des Verkäufers über den Wert der Kaufsache; Vertragsaufhebung aus c.i.c. bei schuldhaften positiven Falschangaben über den Wert der Kaufsache (Sammlermünzen)

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Kein sittenwidrig überhöhter Kaufpreis bei einheitlich verlangtem Entgelt im Münzhandel

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2000, 1254
  • MDR 2000, 382
  • WM 2000, 431



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BGH, 12.03.2003 - IV ZR 278/01  

    Arztrecht - Übermaßbehandlung

    b) Als Maßstab für die Beurteilung der Gegenleistung hat das Berufungsgericht zutreffend den objektiven Wert herangezogen (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1996 - V ZR 289/94 - NJW 1996, 1204 unter II a; vom 22. Dezember 1999 - VIII ZR 111/99 - NJW 2000, 1254 unter II 2 a; vom 19. Januar 2001 aaO unter II 2 a; jeweils m.w.N.).

    Dabei ist das vereinbarte Entgelt dem marktüblichen Preis, den die Mehrzahl der übrigen Anbieter für vergleichbare Leistungen fordert, gegenüberzustellen (vgl. BGHZ 104, 102, 105; 125, 135, 137; BGH, Urteile vom 22. Dezember 1999 aaO; vom 30. Mai 2000 aaO; jeweils m.w.N.).

  • BGH, 19.01.2001 - V ZR 437/99  

    Immobilien - Rückschluß auf verwerfliche Gesinnung aus grobem Missverhältnis

    Von einem solchermaßen groben Mißverhältnis, das den Schluß auf eine verwerfliche Gesinnung zuläßt, ist bei Grundstücksgeschäften bereits dann auszugehen, wenn der Wert der Leistung knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung (Senatsurt. v. 8. November 1991, aaO; v. 23. Juni 1995, V ZR 265/93, NJW 1995, 2635, 2636, insoweit in BGHZ 130, 101 nicht abgedruckt; v. 4. Februar 2000, aaO, v. 8. Dezember 2000, aaO; vgl. für den Kauf beweglicher Sachen auch BGH, Urt. v. 26. November 1997, VIII ZR 322/96, NJW-RR 1998, 1065, 1066; Urt. v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254, 1255).
  • OLG Düsseldorf, 03.07.2009 - 24 U 34/09  

    Sittenwidrigkeit eines Partnervermittlungsvertrages

    Ein besonders auffälliges, grobes Missverhältnis ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung knapp bzw. annähernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH WM 1980, 597 f.; NJW 1994, 1344 (1377); WM 1997, 230 (232); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (302); ZIP 2003, 23; Staudinger/Sack, BGB - Neubearbeitung 2003, § 138 Rn. 179 m.w.N.).

    Maßgeblich sind immer nur die objektiven Werte von Leistung und Gegenleistung (st. Rpsr. BGH WM 1969, 1255 (1257); WM 1984, 874 (875); NJW 1996, 1204; NJW 1999, 3187 (3190); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (303); Staudinger/Sack, a.a.O., § 138 Rn. 177 m.w.N.).

    Entscheidend ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (BGHZ 20, 71 (73); BGH WM 1966, 585 (589); BGHZ 107, 92 (96 f.); NJW 2000, 1254 (1255)).

mehr
  • BGH, 05.10.2001 - V ZR 237/00  

    Immobilien - Sittenwidriges Grundstücksgeschäft

    Sollte sich nach einer Beweisaufnahme zeigen, daß der Wert der Leistung des Zedenten mindestens knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Leistung des Beklagten, so ist nach ständiger Rechtsprechung des Senats nicht nur ein besonders grobes Mißverhältnis gegeben, sondern auch der Schluß auf eine verwerfliche Gesinnung zulässig (vgl. Senat, Urt. v. 8. November 1991, V ZR 260/90, NJW 1992, 899, 900; Urt. v. 23. Juni 1995, V ZR 265/93, NJW 1995, 2635, 2636, insoweit in BGHZ 130, 101 nicht abgedruckt; Urt. v. 4. Februar 2000, V ZR 146/98, NJW 2000, 1487, 1488; vgl. für den Kauf beweglicher Sachen auch BGH, Urt. v. 26. November 1997, VIII ZR 322/96, NJW-RR 1998, 1065, 1066; Urt. v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254, 1255).
  • BGH, 30.03.2007 - V ZR 89/06  

    Immobilien - Wohnungskauf: Wirtschaftliche Erwartungen als Geschäftsgrundlage?

    Der Umstand, dass er bei vollständiger Information über die erforderlichen Aufwendung den Vertrag nicht geschlossen hätte, begründet einen allein von § 123 BGB sanktionierten Angriff auf die Entschließungsfreiheit, belegt aber nicht die Entstehung eines für einen Schadensersatzanspruch erforderlichen Vermögensschadens (Senat, Urt. v. 26. September 1997, V ZR 29/96, NJW 1998, 302; v. 6. April 2001, V ZR 402/99, NJW 2001, 2021; v. 19. Dezember 1997, V ZR 112/96, NJW 1998, 898; v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254; Krüger, Festschrift Kohlhosser, 2004, S. 239 ff.).
  • OLG Düsseldorf, 17.05.2010 - 24 U 188/09  

    Wann ist Partnerschaftsvermittlungsvertrag sittenwidrig?

    Ein besonders auffälliges, grobes Missverhältnis ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung knapp bzw. annähernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH WM 1980, 597 f.; NJW 1994, 1344 (1377); WM 1997, 230 (232); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (302); ZIP 2003, 23; Senat, NJW-RR 2009, 1645, 1646; Staudinger/Sack, BGB - Neubearbeitung 2003, § 138 Rn. 179 m.w.N.).

    Maßgeblich sind immer die objektiven Werte von Leistung und Gegenleistung (st. Rpsr. BGH WM 1969, 1255 (1257); WM 1984, 874 (875); NJW 1996, 1204; NJW 1999, 3187 (3190); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (303); Staudinger/Sack, a.a.O., § 138 Rn. 177 m.w.N.).

  • OLG Stuttgart, 13.07.2001 - 2 U 223/00  
    a) Eine Sittenwidrigkeit von Franchiseverträgen nach § 138 BGB kann sich neben der Erfüllung des Wuchertatbestandes seines Abs. 2 nach Abs. 1 der genannten Vorschrift ergeben, wenn objektiv ein auffälliges Missverhältnis besteht und außerdem ein weiterer Umstand hinzutritt, der den Vertrag bei Zusammenfassung der subjektiven und objektiven Merkmale als sittenwidrig erscheinen lässt (BGH NJW 01, 1127, 1128; 00, 1254, 1255).

    Der Schadensersatzanspruch ist dabei auf Ersatz des Vertrauensschadens gerichtet; hiernach kann auch die Rückgängigmachung des Vertrages verlangt werden, wenn der Vertragsschluss für den nicht ausreichend Aufgeklärten wirtschaftlich nachteilig war (BGH NJW 00, 1254, 1256; durch den Vorprozess zu OLG München NJW 94, 667 war dies in diesem Sinne bereits verbindlich festgelegt; vgl. hierzu Haager a.a.O. 2086).

  • BGH, 25.09.2003 - VII ZR 13/02  

    Architekten & Ingenieure - Grenze für Nebenkostenpauschale?

    Liegt ein grobes, besonders krasses Mißverhältnis vor, rechtfertigt dieser Umstand regelmäßig den Schluß auf eine verwerfliche Gesinnung und damit auf einen sittenwidrigen Charakter der Vereinbarung (vgl. BGH, Urteile vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 301 und vom 22. Dezember 1999 - VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254).
  • OLG Saarbrücken, 07.02.2001 - 1 U 526/00  

    Bindung an einen Kaufvertrag bei fehlender Echtheit eines Gemäldes

    Der Bundesgerichtshof hat in einer neueren Entscheidung (BGH, Urt. v. 22.12.J999; VIII ZR 111/99; besprochen in EWiR 2000, 371 f.; veröffentlicht in NJW 2000, 1254 ), festgestellt, dass ein Kaufpreis auch bei erheblicher Überschreitung des "Marktwertes" dann nicht sittenwidrig überhöht ist, wenn es einen sog. gespaltenen Markt (Händler/Sammler) gibt und sich das Entgelt in dem Markt, in dem es vereinbart worden ist - hier also beim Verkauf vom Kunsthändler an den Privatkunden - unter Berücksichtigung handelsüblicher Gewinnspannen im Bereich des noch Tolerabelen bewegt.
  • OLG Brandenburg, 14.12.2006 - 5 U 13/06  

    Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrages; Rücktritt vom Kaufvertrag

    Ein derartiges Missverhältnis ist nach der ständigen obergerichtlichen Rechtsprechung, die auch stets vom Senat vertreten wird, bei Grundstückskaufverträgen dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung annähernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH NJW 2000, 1254, 1255 m.w.N.).
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