Rechtsprechung
   BGH, 10.01.1989 - VI ZR 25/88   

Speiseröhrenprothese

§ 823 Abs. 1 BGB, Vorschädigung, Mitursächlichkeit des Behandlungsfehlers genügt;

§ 411 Abs. 3 ZPO, im Einzelfall Pflicht des Berufungsgerichts zur Anhörung des erstinstanzlichen Gutachters von Amts wegen

Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 411 Abs. 3
    Pflicht des Gerichts zur Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung des Gutachtens

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Antrag auf Anhörung eines Sachverständigen in der Berufungsinstanz

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 1989, 535
  • BB 1989, 1373
  • NJW-RR 1989, 1275
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Wird zitiert von ... (14)  

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.07.2001 - 6 A 2078/96  
    vgl. BVerfG, Beschluss vom 3. Februar 1998 - 1 BvR 909/94 -, NJW 1998, Sei-te 2273; BGH, Urteile vom 20. September 1961 - V ZR 46/60 -, BGHZ 35, Seite 370, vom 3. Juli 1964 - V ZR 2/63 -, LM § 411 ZPO Nr. 6, vom 12. Dezember 1968 - IX ZR 42/67 -, RzW 1969, Seite 213, vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 -, LM § 397 ZPO Nr. 10 = NJW-RR 1989, Sei-te 1275, vom 24. Oktober 1995 - VI ZR 13/95 -, NJW 1996, Seite 788; vom 18. Juni 1997 - XII ZR 96/95 -, NJW-RR 1997, Seite 1487; BVerwG, Urteil vom 1. Dezember 1989 - 8 C 44.89 -, Buchholz 310 § 98 VwGO Nr. 34; Beschluss vom 21. September 1994 - 1 B 131.93 -, Buchholz, a.a.O., Nr. 46; BFH, Entscheidung vom 27. Mai 1998 - V B 21/98 -; BSG, Entscheidung vom 31. Mai 1989 - 9 Bvs 14/88 -; vgl. auch Rudisile in Schoch/Schmidt- Aßmann/Pietzner, VwGO, § 98 Rn. 173; Redeker/von Oertzen, VwGO, 13. Aufl., § 98 Rn. 11; Kopp/Schenke, VwGO, 12. Aufl., § 98 Rn. 16; Lang in Sodan/Ziekow, VwGO, § 98 Rn. 197; Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 59. Aufl., § 411 Rn. 11 ff. und 19; Zöller/Greger, ZPO, 22. Aufl., § 411 Rn. 4a ff.; Thomas/Putzo, ZPO, 23. Aufl., § 411 Rn. 5.

    vgl. etwa BGH, Urteil vom 20. September 1961 - V 46/60 -, a.a.O; Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 -, a.a.O; Urteil vom 18. Juni 1997 - XII ZR 96/95 -, a.a.O.; Rudisile, a.a.O.; Hartmann, a.a.O.

    Im Rahmen des Ermessens, das dem Gericht bei der von Amts wegen durchzuführenden Aufklärung des Sachverhalts zusteht, vgl. zur Pflicht des Gerichts, auch bei einem verspäteten Antrag von Amts wegen nach seinem Ermessen über die Ladung eines Sachverständigen nach § 411 Abs. 3 ZPO zu befinden, etwa BGH, Urteile vom 18. Juni 1997 - XII ZR 96/95 -, a.a.O., vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 -, a.a.O., und vom 12. Dezember 1968 - IX ZR 42/67 -, a.a.O, sieht der Senat keinen Anlass, den vom Verwaltungsgericht beauftragten Sachverständigen zur mündlichen Erläuterung seines Gutachtens zu laden.

  • KG, 05.05.2003 - 8 U 108/02  

    Anspruch auf Nutzungsentgelt bei einem Mietvorvertrag und dessen Verjährung;

    Nach der Rechtsprechung des BGH verliert eine Partei seinen Anspruch darauf, dass das Erscheinen des Sachverständigen angeordnet wird, wenn er einen solchen Antrag im ersten Rechtszug nicht rechtzeitig stellt (BGHZ 35, 370; BGH NJW 1982, 2874; BGH NJW-RR 1989, 1275, OLG Koblenz NJW-RR 1993, 1215).

    Zwar darf das Berufungsgericht einen solchen erstmals in zweiter Instanz gestellten Antrag nicht ablehnen, wenn die Ladung des Sachverständigen gemäß § 411 Abs. 3 ZPO schon von Amts wegen geboten ist, weil das Gutachten zur Behebung von Zweifeln oder Beseitigung von Unklarheiten und widersprüchen der mündlichen Erörterung bedurfte ( BGH NJW 1982, 2874; BHG NJW-RR 1989, 1275, NJW 1992, 1275).

  • BayObLG, 15.11.1999 - 1Z RR 187/98  

    Immobilien - Grundstücksvertiefung: Nachbargrundstück ohne Stütze!

    unumgänglich ist (BGH NJW 1981, 2009/2010 und NJW 1982, 2874/2875), und zwar auch in der Berufungsinstanz (BGH NJW-RR 1989, 1275).

    achtens (vgl. BGH NJW-RR 1989, 1275), sei es hinsichtlich der Einholung des beantragten Gutachtens eines Bodensachverständigen (vgl. Stein/Jonas/Leipold § 412 Rn. 8), rechtsfehlerfrei ausgeübt hat.

mehr
  • BGH, 26.10.1993 - VI ZR 155/92  

    Vornahme der Beweisaufnahme durch den Einzelrichter im Berufungsverfahren;

    Dabei kann es dahinstehen, ob der vom Berufungsgericht zutreffend angeführte Grundsatz, daß der Antrag einer Partei auf mündliche Erläuterung eines Gutachtens durch den Sachverständigen mit dem Ablauf des Termins endet, in dem über das Gutachten verhandelt wird (vgl. Senatsurteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 - VersR 1989, 378 ), wegen der hier gegebenen Besonderheiten (Verhandlung über das Gutachten im letzten Termin vor dem Landgericht, auf den nach ausführlicher Erörterung das den Beklagten günstige Urteil ergangen ist; Ladung und Anhörung des Sachverständigen vor dem Berufungsgericht zu weiteren Fragen) im Streitfall etwaigen Einschränkungen unterliegen könnte.
  • BGH, 10.12.1991 - VI ZR 234/90  

    Aufklärungspflicht des Gerichts beim Sachverständigenbeweis trotz verspäteter

    Ebensowenig steht der Anordnung nach § 411 Abs. 3 ZPO entgegen, daß die Partei ihr Antragsrecht wegen Verspätung verloren hat (Senatsurteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 - VersR 1989, 378 ).
  • BGH, 24.10.1995 - VI ZR 13/95  

    Ladung des Sachverständigen zur mündlichen Erläuterung seines Gutachtens in der

    b) In Anbetracht der in erster Instanz rechtzeitig gestellten, aber erfolglos gebliebenen Anträge hatte die Klägerin ihr Antragsrecht auch im Berufungsrechtszug noch nicht verloren (s. dazu Senatsurteile vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 - VersR 1989, 378 und vom 10. Dezember 1991 - VI ZR 234/90 - VersR 1992, 722).
  • OLG Brandenburg, 08.04.2005 - 1 W 3/05  

    Zum Vergütungsanspruch des Sachverständigen bei Verweigerung einer mündlichen

    Bei Unklarheiten oder Unvollständigkeiten im Gutachten ist eine ergänzende Anhörung des Sachverständigen auch von Amts wegen - also ohne dahingehenden ausdrücklichen Antrag einer Partei - erforderlich (s. BGH NJW-RR 1989, S. 1275; NJW 2001, S. 1787, 1788; NJW 2001, S. 2791; Steffen/Dressler, Arzthaftungsrecht, 9. Aufl. 2002, Rdn. 592 f.; Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 4. Aufl. 2001, S. 252 f. m.w.Nw.).
  • BGH, 07.04.1992 - VI ZR 216/91  

    Aufklärungspflicht bei operativer Brustkrebsbehandlung

    Dabei wird das Berufungsgericht auch zu klären haben, ob die Unterlassung der Schnellschnittuntersuchung einen groben Behandlungsfehler mit der Folge darstellt, daß der Klägerin Beweiserleichterungen zugute kommen (Senatsurteile vom 28. Juni 1988 - VI ZR 217/87 - VersR 1989, 80 und vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 - VersR 1989, 389), da es nach den Ausführungen des Sachverständigen Prof. Dr. L. in Betracht kommt, die unterlassene Schnellschnittuntersuchung als einen schwerwiegenden und kaum noch verständlichen Mangel bei der Befunderhebung und -sicherung zu beurteilen.
  • BGH, 18.06.1997 - XII ZR 96/95  

    Pflicht des Gerichts zur Ladung des Sachverständigen

    Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Ladung des Sachverständigen gemäß § 411 Abs. 3 ZPO schon von Amts wegen geboten war, weil sein Gutachten zur Behebung von Zweifeln oder zur Beseitigung von Unklarheiten und Widersprüchen der mündlichen Erläuterung bedurfte (BGH, Urteile vom 27. Mai 1982 - III ZR 201/80 - NJW 1982, 2874, 2875 und vom 10. Januar 1989 - VI ZR 25/88 - BGHR ZPO § 411 Abs. 3 Ermessen 1).
  • OLG Köln, 10.04.2002 - 13 U 72/01  

    "Legere" Polsterung als warentypische Beschaffenheit; Sachverständigenanhörung in

    Die Ladung des Sachverständigen war auch nicht gemäß § 411 Abs. 3 ZPO von Amts wegen geboten, weil das Gutachten etwa zur Behebung von Zweifeln oder zur Beseitigung von Unklarheiten oder Widersprüchen ohnehin der mündlichen Erläuterung bedürfte (BGH, NJW-RR 1989, 1275).
  • OLG Düsseldorf, 19.07.2007 - 1 U 1/04  
  • OLG Köln, 30.10.2002 - 13 U 98/01  
  • OLG Düsseldorf, 19.07.2004 - 1 U 1/04  
  • BGH, 28.11.1990 - IV ZR 281/89  
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