Rechtsprechung
   BGH, 12.07.1977 - VI ZR 136/76   

Stromkabel II

Vermögensschaden, Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte (vgl. § 328 BGB)

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion
  • archive.org
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Ansprüche des Inhabers eines Gewerbebetriebes wegen Beschädigung eines Stromkabels

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Ansprüche eines Gewerbebetriebes bei Beschädigung von Stromkabel

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1977, 2208
  • BauR 1977, 435
  • VersR 1977, 1006
  • BB 1977, 1419



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BAG, 28.07.1988 - 6 AZR 349/87  

    Wegfall der bezahlten Mittagspause bei der Deutschen Bundespost

    Dritte erwerben zwar nicht wie beim echten Vertrag zugunsten Dritter gemäß § 328 Abs. 1 BGB einen eigenen Leistungsanspruch, ihnen erwächst aber ein vertraglicher Schadenersatzanspruch, falls der Schuldner durch schuldhaftes vertragswidriges Handeln ihnen einen Schaden zufügt (vgl. u.a. BGHZ 49, 350, 353; BGHZ 51, 91, 96; BGH Urteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 136/76 - AP Nr. 8 zu § 328 BGB m.w.N.).

    Die Einbeziehung Dritter muß sich aus Sinn und Zweck des jeweiligen Vertrages und einer nach den Grundsätzen von Treu und Glauben erfolgten Auslegung ableiten lassen (BGH Urteil vom 12. Juli 1977, aaO).

  • OLG Hamm, 30.03.2011 - 11 U 221/10  

    Bauhaftung - Haftung bei Verfüllung eines Tagesbruchs

    b) Ein Einbeziehungsinteresse des Gläubigers im vorgenannten Sinn ist in der Rechtsprechung des BGH (vgl. etwa BGH NJW 1977, 2208 ff, 2209) bejaht worden, wenn sich die Einbeziehung eines am Vertragsschluss selbst nicht beteiligten Dritten in den vertraglichen Schutzbereich aus Sinn und Zweck des jeweiligen Vertrages und dessen nach den Grundsätzen von Treu und Glauben erfolgter Auslegung (§ 157 BGB) ableiten ließ, wobei allein das Innenverhältnis zwischen Gläubiger und einbezogenem Dritten, nicht dagegen das Verhältnis der Vertragsparteien als ausschlaggebend angesehen wurde (BGH aaO. m.w.N.).

    Um eine uferlose Ausdehnung des Kreises der in den Schutzbereich des Vertrages einbezogenen Personen zu vermeiden, wird eine Erstreckung der Sorgfalts- und Obhutspflichten auf nicht am Vertrag beteiligte Dritte dabei nur unter eingeschränkten Voraussetzungen zugelassen, so etwa dann, wenn der berechtigte Gläubiger für Wohl und Wehe des Dritten mitverantwortlich ist (BGH NJW 1977, 2208 ff, 2209) oder Obhutspflichten für fremde Sachen hat, die von der vertragsgemäßen Leistung betroffen werden (Palandt-Grüneberg, aaO. § 328 Rn. 17a, 29 m.w.N.).

  • BGH, 11.01.2005 - VI ZR 34/04  

    Umfang der Haftung durch die Beschädigung einer Eisenbahnstrecke

    Für solche Fallgestaltungen ist ein betriebsbezogener Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb verneint worden (vgl. zu den Stromkabelfällen: Senat BGHZ 29, 65, 74 f.; 66, 388, 393 f., Urteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 136/76 - VersR 1977, 1006, 1007; zur Straßenbenutzung vgl. Senatsurteile vom 21. Juni 1977 - VI ZR 58/76 - und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - beide aaO; zum Fleetfall: BGHZ 55, 153, 161).
mehr
  • OLG Nürnberg, 09.01.2002 - 4 U 281/00  

    Amtshaftung - Aufgabenerfüllung mit Hilfe Privater: Amtshaftung?

    Er ist in den Schutzbereich der zwischen der Beklagten zu 1) einerseits und den Beklagten zu 2) und 3) andererseits bestehenden Werkverträge nicht einbezogen, da es an der erforderlichen Leistungsnähe fehlt (BGH NJW 1977, 2208; VersR 1962, 86; Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 328 BGB Rdnrn. 16, 31).
  • BGH, 27.06.1985 - VII ZR 23/84  

    Vorleistender Unternehmer als Erfüllungsgehilfe des Auftraggebers?

    In allen Fällen, in denen diese Gefahr besteht, hat der Bundesgerichtshof denn bisher auch immer die Schadensliquidation im Drittinteresse versagt (vgl. BGHZ 40, 91, 107; BGH Urteil vom 12. Juli 1968 - V ZR 14/67 = Betrieb 1968, 2168, 2169; vgl. auch BGH NJW 1977, 2208, 2209).
  • OLG Hamm, 04.07.2005 - 17 U 94/04  

    Immobilien - Tiefbau: Nachbarschaden und merkantiler Minderwert

    Die allgemeine Verpflichtung, den Anwohnern deliktisch zum Schadensersatz verpflichtet zu sein, genügt zur Begründung des besonderen Interesses nicht, sondern stellt nur ein allgemeines Interesse dar (vgl. speziell für Kabel- und Rohrverlegungsarbeiten: BGH, VersR 1962, 86 ff; NJW 1977, 2208 ff; OLG Köln, VersR 1984, 340).
  • OLG Nürnberg, 17.12.2003 - 4 U 2129/03  

    Haftung für Unterbrechung der Stromzufuhr Oberlandesgericht Nürnberg

    Aus diesen Gründen hat es die Rechtsprechung bisher abgelehnt, einem in Folge Beschädigung eines Stromkabels betroffenen Gewerbebetrieb Ersatzansprüche aufgrund des Werkvertrages- zuzubilligen, bei dessen Ausführung es zu der Beschädigung gekommen war (BGH NJW 1977, 2208; VersR 1962, 86; OLG Köln VersR 1984, 340; Palandt/Heinrichs, a.a.O. Rdnr. 31 je m.w.N.).
  • BGH, 19.06.1990 - VI ZR 197/89  

    Voraussetzungen einer Gebäudeunterhaltungspflicht

    Die Erstreckung vertraglicher Schutzpflichten auf Dritte muß hier auf solche Personen beschränkt bleiben, denen der Vertragspartner, für den anderen Teil erkennbar, Schutz und Fürsorge zu gewähren hat (vgl. etwa Senatsurteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 136/76.- VersR 1977, 1006, 1007 m.w.N.).
  • BGH, 25.01.1983 - VI ZR 24/82  
    Zu diesen Personen gehören, wovon ersichtlich auch das Berufungsgericht ausgeht, vor allem die Familienmitglieder des Mieters (BGHZ 51, 91, 96; 61, 227, 233; Senatsurteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 136/76 -, VersR 1977, 1006, 1007).
  • OLG Oldenburg, 27.08.1996 - 5 U 16/96  

    Mietvertrag, Drittschutz, Vertrag zugunsten dritter, Werkvertrag, Ursache,

    Es ist insbesondere anerkannt, daß auch bei Werkverträgen Dritten Ersatzansprüche zuzusprechen sein können, die mit der Schlechtleistung des Unternehmers in Berührung kommen (vgl. BGH VersR 1994, 1202 f. - Bauvertrag; BGHR BGB § 328 "Drittschutz 11" und "Drittschutz 8" - Bauvertrag, Erschließungsvertrag; Versicherungsrecht 1993, 239 f. - Kfz-Reparaturvertrag; VersR 1990, 540 f. - Bauvertrag; NJW 1977, 2208 Bauvertrag, Erdarbeiten; VersR 1959, 1009 f. - Bauvertrag, Mietgrundstück).
  • BGH, 20.04.2004 - VI ZR 253/03  

    Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb durch Beschädigung

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