Rechtsprechung
| BGH, 16.01.1996 - XI ZR 57/95 |
Telefonwerbung
Telefonwerbung fällt nicht in den Anwendungsbereich von § 1 HWiG;
Anforderungen an eine (konkuldente) Verweigerung nach § 415 Abs. 2 BGB
Volltextveröffentlichungen (7)
- Alpmann Schmidt
- werbung-schenken.de
HWiG § 1
Haustürwiderrufsgesetz - Haustürgeschäft - jur-abc.de
Telefonwerbung kein Haustürgeschäft
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Widerrufsrecht bei Telefonwerbung
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Telefonwerbung und Haustürwiderrufsgesetz
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Kein Haustürgeschäft bei Telefonwerbung
Kurzfassungen/Presse
- finanztip.de (Auszüge)
Widerruf eines Darlehensvertrages nach Haustürwiderrufsgesetz - Telefonwerbung fällt nicht unter das HWiG
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 132, 1
- NJW 1996, 929
- ZIP 1996, 373
- MDR 1996, 456
- BB 1996, 553
- GRUR 1996, 375
- WM 1996, 390
- VersR 1996, 505
- DB 1996, 1671
Wird zitiert von ... (6)
- OLG Stuttgart, 29.06.1999 - 6 U 169/98 Für das Eingreifen des HWiG genügt es, wenn die im Rahmen einer Haustürsituation vorangegangenen Verhandlungen für den späteren Vertragsschluß zumindest mitursächlich waren (BGH v. 26.10.1993 - XI ZR 42/93, NJW 1994, 262; BGH v. 16.1.1996 - XI ZR 116/95, MDR 1996, 456 = BB 1996, 551;… Fischer/Machunsky, HWiG, 2. Aufl., § 1 Rz. 51).
Nach dem weitreichenden Zweck des HWiG, den Verbraucher gegen die mit dem sog. Direktvertrieb verbundenen Gefahren zu schützen, ist allein entscheidend, daß der Kunde ohne die vorherige anbieterinitiierte Kontaktaufnahme i.S.v. § 1 Abs. 1 HWiG seine Vertragserklärungen nicht, oder nicht so wie geschehen abgegeben hätte (BGH v. 16.1.1996 - XI ZR 116/95, MDR 1996, 456 = NJW 1996, 926; BGH v. 17.9.1996 - XI ZR 197/95, MDR 1997, 25 = NJW 1996, 3416).
Daher ist auch ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen den Vertragsverhandlungen unter den Umständen des § 1 HWiG und der späteren Abgabe der Vertragserklärungen - unabhängig davon, ob dieser im vorliegenden Fall noch anzunehmen wäre - nicht erforderlich (OLG Stuttgart v. 4.3.1997 - 6 U 161/96, MDR 1998, 145; BGH v. 26.10.1993 - XI ZR 42/93, MDR 1994, 249; BGH v. 16.1.1996 - XI ZR 57/95, MDR 1996, 456).
War dies ein Dritter, wie vorliegend der Vermittler M., so sind nach der im Schrifttum überwiegend vertretenen Meinung die zu § 123 Abs. 2 BGB entwickelten Grundsätze entsprechend anwendbar (…vgl. Fischer/Machunsky, HWiG, 2. Aufl., § 1 Rz. 57;… Palandt/Putzo, BGB, 58. Aufl., § 1 HWiG Rz. 5;… MünchKomm, 3. Aufl. HWiG, § 1 Rz. 15; die Rechtsprechung hat hierzu differenzierte Auffassungen vertreten, vgl. OLG Hamm v. 29.6.1995 - 5 U 45/95, WM 1995, 1872; BGH v. 17.9.1996 - XI ZR 164/95, MDR 1997, 24 = NJW 1996, 3414; BGH v. 16.1.1996 - XI ZR 116/95, MDR 1996, 456 = NJW 1996, 926; einschränkend KG v. 19.1.1996 - 4 U 364/94, KGR 1996, 85 = MDR 1996, 570 = NJW 1996, 1480 und BGH v. 12.6.1991 - VIII ZR 178/90, MDR 1991, 837 = NJW-RR 1991, 1524 zur vergleichbaren Situation im Rahmen des § 1 Abs. 1 Nr. 2 HWiG sowie OLG Stuttgart v. 30.3.1999 - 6 U 141/98, OLGR Stuttgart 1999, 231).
- BGH, 16.01.1996 - XI ZR 116/95
Haustürwiderrufsgesetz - Haustürgeschäft
Eine telefonische Kontaktaufnahme erfüllt nicht den Tatbestand der "mündlichen Verhandlungen" im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 HWiG; das hat der erkennende Senat in der Parallelsache XI ZR 57/95 entschieden (Urteil vom 16. Januar 1996, zur Veröffentlichung bestimmt). - BGH, 08.06.2004 - XI ZR 167/02
Immobilienanlagen - Widerrufsbelehrung nach HWiG und VebrKrG nötig!
Daraus folgt aber nicht, daß eine telefonische Kontaktaufnahme auch ohne nachfolgenden Hausbesuch genügt, um die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 HWiG a.F. zu erfüllen (Senat BGHZ 132, 1, 4 f.).
- AG Hamburg-Altona, 16.12.2004 - 316 C 369/04
Widerrufsrecht bei R-Gespräch im Festnetz
Zwar hat der Bundesgerichtshof (Urt. v. 16.1.1996, NJW 1996, S. 929f) entschieden, der Anwendungsbereich des damaligen HWiG sei nicht auf telefonische Kontaktaufnahmen auszudehnen. - BGH, 11.10.2004 - II ZR 322/03
Immobilienanlagen - Kreditvertrag unwirksam: Nur Übertragung der Fondsanteile
Ein Telefonanruf des Anlage- und Kreditvermittlers am Arbeitsplatz des Beklagten zur Vereinbarung eines Beratungsgesprächs in den Räumen des Vermittlers erfüllt die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 HaustürWG nicht (vgl. BGH, Urt. v. 16. Januar 1996 - XI ZR 57/95, ZIP 1996, 373, 374 f.). - OLG Stuttgart, 04.09.2002 - 9 U 75/02
Vermittlung eines fremdfinanzierten Wohnungskaufs als Kapitalanlage: Haftung des …
