Rechtsprechung
   BVerfG, 11.07.1989 - 2 BvL 11/88   

Totalverweigerung

§ 3 Abs. 1 WPflG, Wehrpflicht als Oberbegriff des Zivildienstes, Art. 12a Abs. 2 Satz 3, Abs. 3 Satz 1 GG, Art. 4 Abs. 3 GG

Volltextveröffentlichungen (2)

  • DFR

    Totalverweigerung II

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verfassungsmäßigkeit des § 3 Abs. 1 Satz 1 Wehrpflichtgesetz

Verfahrensgang

  • LG Ravensburg, 29.08.1988 - 2 Ns 233/86
  • BVerfG, 11.07.1989 - 2 BvL 11/88

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 80, 354
  • NJW 1989, 3008
  • NVwZ 1989, 952
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Wird zitiert von ... (10)  

  • BVerfG, 09.01.1991 - 1 BvR 207/87  

    Pensionistenprivileg

    Der Versorgungsausgleich zwischen geschiedenen Ehegatten ist als Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums i. S. des Art. 14 I 2 GG durch Art. 6 I GG und Art. 3 II GG gerechtfertigt (vgl. BVerfGE 53, 257 [295 f.] = NJW 1989, 666; BVerfGE 80, 297 [310 ff.] = NJW NVwZ 1989, 952).

    Nach Durchführung des Versorgungsausgleichs bestehen zwei selbständige Vorsorgeverhältnisse, so dass die versorgungs- oder rentenrechtlichen Schicksale der geschiedenen Ehegatten grundsätzlich unabhängig voneinander zu sehen sind (vgl. BVerfGE 80, 297 [312] = NVwZ 1989, 952).

  • BVerfG, 20.02.2002 - 2 BvL 5/99  

    Vorlage des LG Potsdam zur Wehrpflicht unzulässig

    Soweit § 3 Abs. 1 WPflG und § 53 ZDG zur verfassungsrechtlichen Prüfung gestellt werden, ist die Vorlage auf die als entscheidungserheblich in Betracht kommenden Teile der Normen zu beschränken (vgl. BVerfGE 18, 52 ; 69, 373 ; 80, 354 ).

    Das Bundesverfassungsgericht hat die Vereinbarkeit beider Normen mit dem Grundgesetz bereits bejaht (vgl. BVerfGE 80, 354 zu § 3 Abs. 1 Satz 1 WPflG; BVerfGE 23, 127 zu § 53 Abs. 1 ErsDiG in der Fassung vom 16. Juli 1965 (BGBl I S. 984), dem § 53 Abs. 1 ZDG entspricht).

  • BVerfG, 09.03.2000 - 2 BvL 9/97  
    Zwar habe das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsmäßigkeit von § 3 Abs. 1 Satz 1 WPflG bejaht (BVerfGE 80, 354).

    Dementsprechend hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 11. Juli 1989 festgestellt, dass § 3 Abs. 1 Satz 1 WPflG keine normative Aussage enthält, die Gegenstand, inhaltliche Ausgestaltung oder organisatorische Einbindung des Zivildienstes in einer die Gewissensentscheidung nach Art. 4 Abs. 3 Satz 1 GG berührenden Weise beeinflussen könnte (vgl. BVerfGE 80, 354 ).

    Der Senat hat im Tenor seiner Entscheidung ausdrücklich die Vereinbarkeit von § 3 Abs. 1 Satz 1 WPflG in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Juni 1986 (BGBl I S. 879) mit dem Grundgesetz festgestellt (vgl. BVerfGE 80, 354).

mehr
  • BVerfG, 10.04.1997 - 2 BvL 45/92  

    Senatsentscheidung zur räumlichen Beschränkung der Aufenthaltsgestattung für

    Ob die Vorlage, soweit sie §§ 20 Abs. 1 Satz 1, 34 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a) AsylVfG a. F. zur verfassungsrechtlichen Prüfung stellt, zulässig ist, kann gemäß § 24 Satz 1 BVerfGG offen bleiben (vgl. BVerfGE 78, 232 [244]; 80, 354 [358]).
  • BVerfG, 27.03.2002 - 2 BvL 2/02  

    Weitere Richtervorlage zur Wehrpflicht unzulässig

    Soweit § 3 Abs. 1 WPflG zur verfassungsrechtlichen Prüfung gestellt wird, ist die Vorlage auf den als entscheidungserheblich in Betracht kommenden Teile der Norm zu beschränken (vgl. BVerfGE 18, 52 ; 69, 373 ; 80, 354 ).

    Die Vereinbarkeit des § 3 Abs. 1 Satz 1 WPflG mit dem Grundgesetz hat das Bundesverfassungsgericht bereits festgestellt (vgl. BVerfGE 80, 354).

  • VG Bremen, 18.01.2005 - 6 K 1634/02  

    Rückforderung von Ausbildungskosten

    Eine Ausgestaltung des Gesetzes, die den Kriegsdienstverweigerer von der Ausübung seines Grundrechtes abschreckt, ist aber nicht zulässig (BVerfG, Urt. v. 24.04.1985 - 2 BvF 2, 3, 4/83 und 2/84 = BVerfGE 69, 1 ; Beschl. v. 11.07.1988 -2 BvL 11/88 = 80, 354 ; BayVGH, Beschl. v. 13.03.1996, a.a.O., a.a.O., S. 110; Jarass, in: Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 12a Rdnr. 7).

    Die Beklagte konnte nicht prüfen, ob Höhe der Rückforderung unter Verstoß gegen Art. 4 Abs. 3 Satz 1 GG ein Ausmaß erreicht hatte, das geeignet war von der Ausübung des Grundrechts auf Kriegsdienstverweigerung abzuschrecken (BVerfG, Urt. v. 24.04.1985 - 2 BvF 2, 3, 4/83 und 2/84 = BVerfGE 69, 1 ; Beschl. v. 11.07.1988 -2 BvL 11/88 = 80, 354 ; BayVGH, Beschl. v. 13.03.1996, a.a.O., a.a.O., S. 110; Jarass, in: Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 12a Rdnr. 7).

  • LG Hamburg, 18.05.2001 - 711 Ns 10/01  
    Das Bundesverfassungsgericht hat in mehreren Entscheidungen, in denen bereits die vom Angeklagten für sich in Anspruch genommene Argumentation Eingang gefunden hatte, ausgeführt, daß die Pflicht, einen Ersatz- bzw. Zivildienst zu leisten, und die Strafbarkeit der Verweigerung von Zivildienst auch dann mit dem Grundgesetz übereinstimme, wenn der Zivildienstverweigerer sich auf Gewissensgründe berufe (vgl. zu allem BVerfGE 12, 45ff.; 19, 135 ff.; 23, 127 ff.; 23, 191 ff.; 34, 261 ff.; 78, 391 f.; 80, 354 ff.; NJW 2000, 3269 f.).

    Ein Recht auf Verweigerung des Ersatzdienstes aus Gewissensgründen hat das Bundesverfassungsgericht im Gegensatz zum Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe abgelehnt (vgl. BVerfGE 80, 354 (360)).

  • BVerwG, 02.07.1996 - 2 B 49.96  

    Recht der Soldaten: Verfassungsmäßigkeit der Rückzahlung von Ausbildungskosten

    Der Kerngehalt dieses Grundrechts besteht darin, den Kriegsdienstverweigerer vor dem Zwang zu bewahren, in einer Kriegshandlung einen anderen töten zu müssen, wenn ihm sein Gewissen eine Tötung grundsätzlich und ausnahmslos zwingend verbietet (BVerfGE 48, 127 [128, 163 f.]; BVerfGE 69, 1 [ 54]; BVerfGE 80, 354 [ 358]).
  • OLG Bremen, 28.08.1995 - Ss 120/94  
    Wie in den Gründen des angefochtenen Urteils ausgeführt, gewährt das Grundgesetz in Art. 4 Abs. 3 ein Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe aus Gewissensgründen; ein Recht auf Verweigerung des anstelle des Wehrdienstes gemäß Art. 12 a GG abzuleistenden Zivildienstes sieht die Verfassung nicht vor (vgl. BVerfGE 19, 135, 138; 23, 127, 132; 80, 354, 360; BVerfG NStZ 1989, 123 ; Harrer/Haberland, ZDG , § 53 Anm. 3).
  • BVerwG, 19.07.2010 - 6 B 3.10  

    Begehren auf Zurückstellung vom Zivildienst und Aufhebung der Einberufung wegen

    Denn er setzt sich dabei in keiner Weise mit dem Umstand auseinander, dass das Bundesverfassungsgericht (Beschlüsse vom 11. Juli 1989 - 2 BvL 11/88 - BVerfGE 80, 354 und vom 20. Februar 2002 - 2 BvL 5/99 - BVerfGE 105, 61 = Buchholz 448.0 § 21 WPflG Nr. 49 S. 7 ff.) die Verfassungsgemäßheit der allgemeinen Wehrpflicht und damit des Wehr- und Ersatzdienstes - insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Wehrgerechtigkeit - bejaht und den auf diesem Feld bestehenden Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers betont haben.
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