Rechtsprechung
   BGH, 06.07.1989 - III ZR 79/88   

Truppenärzte

§ 839 BGB, Art. 34 GG, Überleitung, Vertragsärzte

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Voraussetzung der Amtshaftung bei ärztlicher Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte

Kurzfassungen/Presse (2)

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
  • REHADAT Informationssystem (Leitsatz/Kurzinformation)

    Ärztliche Behandlung des Soldaten durch Truppenarzt als hoheitliche Tätigkeit

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 108, 230
  • NJW 1990, 760
  • MDR 1989, 1085
  • NJW-RR 1990, 414
  • NVwZ 1990, 403
  • VersR 1989, 1050



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Wird zitiert von ... (19)  

  • BGH, 26.10.2010 - VI ZR 307/09  

    Schadensrecht - Behandlung eines Zivis nicht in Ausübung öffentlichen Amtes

    So ist anerkannt, dass die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe ist und damit in Ausübung eines öffentlichen Amtes erfolgt (BGH, Urteile vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, BGHZ 108, 230, 233 und vom 12. November 1992 - III ZR 19/92, BGHZ 120, 176, 178).

    Während der Soldat nicht das Recht der freien Arztwahl hat (BGH, Urteil vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, aaO, S. 235), ist diese beim Zivildienstleistenden zwar nicht rechtlich, wohl aber faktisch gegeben (Brecht, Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst, 5. Aufl., § 35 ZDG Anm. 3).

    Während die ärztliche Heilbehandlung von Soldaten vorrangig durch öffentlich bedienstete Ärzte und deren Hilfspersonen sowie Sanitätsbereiche und eigene Krankenanstalten der Bundeswehr erfolgt und andere Ärzte oder zivile Kliniken regelmäßig nur im Bedarfsfall zur Ersatzversorgung herangezogen werden (BGH, Urteil vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, aaO, S. 235 f.), erfolgt die Heilbehandlung von Zivildienstleistenden primär durch niedergelassene Ärzte und zivile Kliniken.

  • BGH, 25.04.1991 - III ZR 175/90  

    Wehrdienstbeschädigung durch ärztlichen Behandlungsfehler

    Zwar konnte die ärztliche Behandlung des Klägers im Bundeswehrkrankenhaus Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes i.S. des Art. 34 GG gewesen sein (vgl. Senatsurteil BGHZ 108, 230 ).

    Sie findet ihr Korrelat in dem Anspruch des Soldaten auf Heilfürsorge, insbesondere auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (§ 30 SG i.V.m. § 69 Abs. 2 Satz 1 BBesG ; Senatsurteil BGHZ 108, 230, 233).

    Die in den Senatsurteilen vom 13. Mai 1968 (III ZR 207/67 = VersR 1968, 773, 774) und BGHZ 108, 230, 236 offengebliebene Frage, ob Amtshaftungsansprüche, die ausschließlich auf einen truppenärztlichen Kunstfehler gestützt werden, nach Maßgabe des § 91 a SVG beschränkt sein können, ist also zumindest für Fälle der vorliegenden Art in bejahendem Sinne zu beantworten.

  • BGH, 21.03.1991 - III ZR 77/90  

    Amtshaftungsanspruch bei Führen eines Rettungswagens

    Ob ein bestimmtes Verhalten einer Person als Ausübung eines öffentlichen Amtes anzusehen ist, bestimmt sich nach der ständigen Rechtsprechung des Senats danach, ob die eigentliche Zielsetzung, in deren Sinn die Person tätig wurde, hoheitlicher Tätigkeit zuzurechnen ist, und ob bejahendenfalls zwischen dieser Zielsetzung und der schädigenden Handlung ein so enger äußerer und innerer Zusammenhang besteht, daß die Handlung ebenfalls noch als dem Bereich hoheitlicher Betätigung angehörend angesehen werden muß (BGHZ 42, 176, 179; 68, 217, 218; 69, 128, 130 f; 108, 230 232).

    In Fällen, in denen es um die Amtshaftung für eingeschaltete Hilfspersonen geht, ist darauf abzustellen, ob die Tätigkeit der Hilfsperson unmittelbar in den hoheitlichen Aufgabenbereich der haftenden Körperschaft fällt (vgl dazu die Senatsurteile BGHZ 39, 358; 49, 108; 108, 230; vom 19. Dezember 1960 - III ZR 194/59 - NJW 1961, 969; vom 13. Mai 1968 - III ZR 182/67 - NJW 1968, 2293; vom 11. Januar 1973 - III ZR 32/71 - NJW 1973, 458 ; vom 24. Mai 1973 III ZR 178/70 - NJW 1973, 1650; ferner Senatsbeschluß vom 26. Oktober 1989 - III ZR 99/88 - insoweit in BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 - Notarzt 1 und BGHR NRW RettG § 10 Notarzt 1 nicht abgedruckt).

mehr
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.07.2007 - 1 A 5162/05  
    BGH, Urteil vom 6.7.1989 - III ZR 79/88 -, BGHZ 108, 230.

    BGH, Urteil vom 6.7.1989 - III ZR 79/88 -, a. a. O.

  • BGH, 27.06.2002 - III ZR 234/01  

    Amtshaftung - Voraussetzungen für Haftungsprivilegierung des § 106 Abs. 3

    Der Einsatz in einem Sanitätszentrum oder -bereich der Bundeswehr ist grundsätzlich Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes im Sinne des Art. 34 GG (BGHZ 108, 230; 120, 176, 178).
  • OLG Brandenburg, 12.01.2000 - 1 U 18/99  

    Hoheitlicher Charakter als Amtshaftungsgrundlage in Fällen truppenärztlicher

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  • BGH, 11.03.2004 - III ZR 90/03  

    Vermögensrecht - Öffentlich-rechtliche Amtspflichten der Treuhandanstalt

    a) Ob ein bestimmtes Handeln einer Person als Ausübung eines öffentlichen Amtes anzusehen ist, bestimmt sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Senat BGHZ 42, 176, 179; 68, 217, 218; 69, 128, 130 f; 108, 230, 232) danach, ob die eigentliche Zielsetzung, in deren Sinn die Person tätig wurde, hoheitlicher Tätigkeit zuzurechnen ist, und ob bejahendenfalls zwischen dieser Zielsetzung und der schädigenden Handlung ein so enger äußerer und innerer Zusammenhang besteht, daß die Handlung ebenfalls noch als dem Bereich hoheitlicher Betätigung angehörend angesehen werden muß.
  • BGH, 09.12.2008 - VI ZR 277/07  

    Einleitung von berufsgenossenschaftlicher Heilbehandlung

    So ist etwa die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge Wahrnehmung einer dem Dienstherrn obliegenden hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes (BGHZ 108, 230).
  • BGH, 26.10.1989 - III ZR 99/88  
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  • OLG Köln, 15.12.1993 - 27 U 88/92  
    Die Charakterisierung als Amtsausübung im Sinne des Haftungsrechts hängt davon ab, ob die eigentliche Zielsetzung, in deren Sinn der Bedienstete gehandelt hat, hoheitlicher Tätigkeit zuzurechnen ist und ob zwischen dieser Zielsetzung und der schädigenden Handlung ein so enger äußerer und innerer Zusammenhang besteht, daß die Handlung gleichfalls noch als dem Bereich der hoheitlichen Betätigung angehörend angesehen werden muß (BGH NJW 1990, 760).

    So ist etwa die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge als Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe und folglich als Ausübung eines öffent-lichen Amtes anzusehen (BGH NJW 1990, 760).

  • BVerwG, 18.05.1994 - 11 A 1.92  
  • BGH, 23.11.1995 - IX ZR 213/94  

    Haftung des Notars für das Verschulden von Hilfspersonen bei der

  • BGH, 12.11.1992 - III ZR 19/92  

    Beschränkung von Amtshaftungsansprüchen bei Gesundheitsschäden nach

  • BGH, 12.12.1991 - III ZR 10/91  

    Haftung des Dienstherrn für Schäden an einem Kraftfahrzeug des Beamten

  • BGH, 23.09.1993 - III ZR 107/92  

    Sorgfaltspflichten gegenüber suizidgefährdeten Patienten in psychiatrischem

  • OLG Celle, 05.06.2007 - 16 U 103/06  

    Ausschluss von Schadensersatzansprüchen der Eltern eines bei einem

  • BGH, 29.02.1996 - III ZR 238/94  

    Amtspflichten bei ärztlicher Behandlung eines Soldaten

  • LG Bochum, 26.10.2007 - 5 O 37/07  
  • OLG Naumburg, 09.08.2010 - 10 W 4/10  

    Persönliche Haftung von Mitgliedern der Berufsfeuerwehr wegen Schäden bei einer

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