Rechtsprechung
   BGH, 31.01.1979 - VIII ZR 93/78   

Übertragung von Hausrat an Ehefrau

§ 929 BGB, Bestimmtheitsgrundsatz, Übergabe bei Mitbesitz, § 930 BGB

Volltextveröffentlichungen (3)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 73, 253
  • NJW 1979, 976
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Wird zitiert von ... (23)  

  • BGH, 11.05.1995 - IX ZR 170/94  

    Feststellung des Zeitwerts aufgrund eines Formularvertrags

    Die Sicherungsübereignung einer Sachgesamtheit ist nur wirksam, wenn die zu übereignenden Gegenstände im Zeitpunkt der Einigung so bestimmt bezeichnet sind, daß jeder, der den Inhalt des Vertrages kennt, das Sicherungsgut von allen anderen gleichartigen Sachen des Sicherungsgebers oder eines Dritten deutlich unterscheiden kann (vgl. BGHZ 73, 253, 254 f; BGH, Urt. v. 21. November 1983 - VIII ZR 191/82, NJW 1984, 803, 804; v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, WM 1992, 398 ; v. 4. Oktober 1993 - II ZR 156/92, WM 1993, 2161 ; v. 13. Januar 1994 - IX ZR 79/93, WM 1994, 414, 415, insofern in BGHZ 124, 380 nicht abgedruckt).

    Müssen außerhalb des Vertrages liegende Umstände zur Klarstellung herangezogen werden, fehlt es - entgegen der Meinung des Berufungsgerichts - an der Bestimmtheit der zu übereignenden Sachen (vgl. BGHZ 73, 253, 254; BGH, Urt. v. 20. März 1986 - IX ZR 88/85, NJW 1986, 1985, 1986; v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, WM 1992, 398 ; v. 4. Oktober 1993 - II ZR 156/92, WM 1993, 2161 ; v. 13. Januar 1994 - IX ZR 79/93, ZIP 1994, 305 , insoweit in BGHZ 124, 380 ff nicht abgedruckt).

  • OLG Düsseldorf, 25.02.1998 - 11 U 49/97  
    Zwar können auch gesetzliche Besitzmittlungsverhältnisse ein ?ähnliches Verhältnis" im Sinne des § 868 BGB darstellen (BGHZ 73, 253, 254, 258 = NJW 1979, 976, 977 = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163), zu denen insbesondere das durch die elterliche Vermögenssorge (§ 1626 Abs. 1 BGB) geprägte Eltern-Kind-Verhältnis gehört (BGH NJW 1989, 2542, 2544 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Staudinger/Bund, § 868 BGB, Rn. 32 m.w.N.; Palandt/Bassenge, § 868 BGB, Rn. 16).

    Die bloße Existenz einer den Anforderungen des § 868 BGB genügenden gesetzlichen Sonderrechtsbeziehung genügt jedoch zur Begründung mittelbaren Besitzes nicht; erforderlich ist darüber hinaus der übereinstimmende Wille beider Beteiligten, dieses Verhältnis auf die in Frage stehenden Gegenstände zu erstrecken und auf diese Weise den bisherigen Eigenbesitz des unmittelbaren Besitzers in Fremdbesitz umzuwandeln (BGH NJW 1989, 2542, 2543; ferner BGHZ 73, 253, 254, 257 ff. = NJW 1979, 976, 977 m.w.N. = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163).

    Rechtsverhältnisse in diesem Sinne sind zwar auch gesetzliche Besitzmittlungsverhältnisse (BGHZ 73, 253, 254, 258 = NJW 1979, 976, 977 = MDR 1979, 575; BGH NJW 1992, 1162, 1163; Senat, OLGR Düsseldorf 1996, 198, 199; Staudinger/Wiegand, § 930 BGB, Rn. 26 m.w.N.; Palandt/Bassenge, § 930 BGB, Rn. 6), zu denen auch das Eltern-Kind-Verhältnis gehört (BGH NJW 1989, 2542, 2544 m.w.N.; Senat, Urt. v. 12.12.1990 - 11 U 31/91; Staudinger/Wiegand, a.a.O., Rn. 29; MünchKomm./Quack, § 930 BGB, Rn. 41; oben 1. a) bb) m.w.N.).

  • BGH, 26.09.2006 - XI ZR 156/05  

    Immobilien - Sicherungseigentum ohne Nutzungsrecht

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sind die übereigneten Sachen hinreichend bestimmt, wenn für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGHZ 73, 253, 254; BGH, Urteile vom 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, WM 1992, 398 und vom 3. Juli 2000 - II ZR 314/98, WM 2000, 1704, 1705).
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  • BGH, 26.06.2008 - IX ZR 47/05  

    Insolvenzrecht - Verrechnung von Zahlungseingängen auf Geschäftskonto zulässig?

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt hinreichende Bestimmtheit dann vor, wenn es infolge der Wahl einfacher äußerer Abgrenzungskriterien für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne Weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGHZ 73, 253, 254; BGH, Urt. v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, NJW 1992, 1161).
  • BGH, 09.01.1992 - IX ZR 277/90  

    Geltung der Eigentumsvermutung aufgrund Besitzes im Zugewinnausgleich

    Die in der Urkunde erklärte Einigung über den Eigentumsübergang ist ihrem Wortlaut nach hinreichend bestimmt; denn durch die konkrete Bezeichnung der Grundstücke, auf die sie sich bezieht, den Begriff "sämtliches bewegliches Mobiliar" und dessen Erläuterung im zweiten Absatz ermöglicht sie es jedem, der am 28. Februar 1987 die vertraglichen Abreden kannte, exakt die davon erfaßten Gegenstände zu ermitteln (vgl. BGHZ 73, 253, 254 f).

    Für eine nach § 930 BGB erforderliche Vereinbarung genügt der übereinstimmende Parteiwille, daß der Veräußerer aus diesem Grunde Besitzmittler sein soll (BGHZ 73, 253, 257 f; Senatsurt. v. 8. Juni 1989 - IX ZR 234/87, NJW 1989, 2542, 2544).

  • BGH, 13.01.1994 - IX ZR 79/93  

    Anforderungen an die formularmäßige Sicherungsübereignung einer Sachgesamtheit

    Dem für die Einigung nach §§ 930, 929 BGB geltenden Bestimmtheitsgrundsatz ist bereits dann Rechnung getragen, wenn die Gegenstände so benannt sind, daß für denjenigen, der die Parteiabreden kennt, in dem für den Eigentumsübergang maßgeblichen Zeitpunkt ohne weiteres ersichtlich ist, welche Stücke davon erfaßt sein sollen (BGHZ 73, 253, 254 f; BGH, Urt. v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, NJW 1992, 1161 ).
  • OLG München, 28.04.1992 - 5 U 2392/91  

    Voraussetzungen für den Eigentumserwerb bei Inhaberschuldverschreibungen in einem

    Räumt nämlich ein Veräußerer, der Alleineigentum übertragen will, dem Erwerber nur Mitbesitz ein, so erlangt der Erwerber weder Allein- noch Miteigentum (BGH LM § 932 BGB Nr. 19; BGHZ 73, 253/256 f; BGH NJW 1979, 714 f).

    Da der Erblasser der Beklagten nach ihrem eigenen Vortrag allenfalls Mitbesitz eingeräumt hat, wurde sie am 26.5.1990 (Tag der behaupteten Schenkung) weder Allein- noch Miteigentümerin der drei Inhaberschuldverschreibungen (BGH LM § 932 BGB Nr. 19; BGHZ 73, 253/256 f; BGH NJW 1979, 714 f).

  • BGH, 08.06.1989 - IX ZR 234/87  

    Übereignung von Vermögensgegenständen durch die Eltern

    Der Vereinbarung eines besonderen Besitzmittlungsverhältnisses bedarf es jedoch dann nicht, wenn bereits ein gesetzliches Besitzmittlungsverhältnis zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber besteht und es dem Willen der Beteiligten entspricht, daß dieses Verhältnis sich auf die übereigneten Gegenstände erstreckt ( vgl. RGZ 108, 122, 124; BGHZ 73, 253, 258; Palandt/Bassenge, § 930 BGB Anm. 3 b; Erman/Schmidt, § 930 BGB Rdnr. 5; weitergehend - bloße Einigung über den Eigentumsübergang genügt Staudinger/Wiegnad, § 930 BGB Rdnrn. 26 - 29; Soergel/Mühl, § 930 BGB Rdnr. 13; MK-BGB/Quack, § 930 Rdnr. 40 ).
  • BGH, 13.01.1992 - II ZR 11/91  

    Handbibliothek Kunst - §§ 929, 930 BGB, Sicherungsübereignung,

    Nach der Rechtspr. des BGH liegt hinreichende Bestimmtheit dann vor, wenn es infolge der Wahl einfacher äußerer Abgrenzungskriterien für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGHZ 73, 253; BGH, DRsp I (150) 290 c = WM 1988, 346; BGH, NJW 1991, 2144 ...).
  • BGH, 20.03.1986 - IX ZR 88/85  

    Sicherungsübereignung als Gesamtvermögensübernahme

    Bei der Übereignung einer Sachgesamtheit mit wechselndem Bestand gilt: Für die nicht im Ursprungsbestand enthaltenen, sondern später hinzutretenden einzelnen Sachen muß infolge eines einfachen, nach außen erkennbaren Geschehens in dem für den Eigentumsübergang maßgeblichen Zeitpunkt für jeden Dritten, der die Parteiabreden kennt, ohne weiteres ersichtlich sein, welche individuell bestimmten Sachen übereignet werden sollen (BGHZ 21, 52, 56; BGH, Urt. v. 29. April 1958 - VIII ZR 211/57, LM § 929 BGB Nr. 8 = WM 1958, 673, 674; v. 8. Februar 1961 - VIII ZR 20/60, WM 1961, 431, 433 = MER 1961, 596; v. 24. November 1965 - VIII ZR 222/63, WM 1965, 1248; vgl. BGHZ 73, 253, 254).
  • BGH, 04.10.1993 - II ZR 156/92  

    Bestimmtheit einer Einigungserklärung

  • BGH, 03.06.1996 - II ZR 166/95  

    Begriff der Übergabe

  • OLG Frankfurt, 29.04.2008 - 11 U 18/07  

    Insolvenzanfechtung: Anfechtbarkeit des Pfandrechtserwerbs an einer

  • BGH, 25.01.1984 - VIII ZR 270/82  

    Reichweite und Widerlegung der Eigentumsvermutung

  • BGH, 03.12.1987 - IX ZR 228/86  

    Bestimmtheit der Übereignung von Hausratsgegenständen

  • OLG Brandenburg, 09.11.2005 - 4 U 30/04  

    Bürgschaftsgesicherter Kreditvertrag: Verpflichtungen des Gläubigers gegenüber

  • OLG Saarbrücken, 07.12.2010 - 4 U 602/09  

    Begriff der grob fahrlässigen Unkenntnis i.S. von § 932 Abs. 2 BGB; Anforderungen

  • OLG Brandenburg, 16.01.2008 - 7 U 25/07  

    Bestimmtheitsanforderungen an die Sicherungsübereignung einer Sachgesamtheit

  • OLG Frankfurt, 21.06.1994 - 24 W 22/94  

    Bestimmtheit des Sicherungsgutes bei Sicherungsübereignung eines Warenlagers

  • OLG Düsseldorf, 16.12.1998 - 11 U 33/98  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.07.2009 - 12 A 2690/07  
  • BGH, 09.01.1992 - IX ZR 227/90  

    Besitz des Ehegatten schon vor der Ehe

  • OLG Frankfurt, 29.04.2008 - 11 U 18/07(Kart)  
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