Rechtsprechung
   BGH, 10.12.1951 - GSZ 3/51   

Unfallrentenansprüche

§ 400 BGB, teleologische Reduktion des Abtretungsverbots bei vorheriger Erlangung des Gegenwerts;

§§ 679, 683, 684 BGB;

bedingte Abtretung, Einzugsermächtigung

Volltextveröffentlichungen

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 4, 153
  • NJW 1952, 337
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Wird zitiert von ... (33)  

  • BAG, 21.11.2000 - 9 AZR 692/99  

    Vorausabtretung von Arbeitseinkommen

    Deshalb ist die Vorschrift zwingend und nicht abdingbar; entgegenstehende Vereinbarungen sind nach § 134 BGB nichtig (BAG 23. November 1988 - 5 AZR 723/87 - AP BGB § 400 Nr. 1 = EzA BGB § 400 Nr. 1; BGH 10. Dezember 1951 - GSZ 3/51 - BGHZ 4, 153, 155; Soergel/Zeiss BGB 12. Aufl. § 400 Rn. 1).

    Die Vorschrift dient zugleich dem Schutz Dritter, denen der Schuldner gegenüber unterhaltspflichtig ist oder die ihm gegenüber unterhaltspflichtig werden können, sowie der Entlastung der staatlichen Sozialhilfe (BGH 10. Dezember 1951- GSZ 3/51 - aaO; Staudinger/von Busche BGB 13. Aufl. § 400 Rn. 1).

    Sie ist durch die für den jeweiligen Monat erfolgende tatsächliche Leistung des Abtretungsempfängers aufschiebend bedingt (vgl. BGH 10. Dezember 1951 - GSZ 3/51 - aaO; 19. Juni 1952 - III ZR 295/51 - BGHZ 7, 30, 52, zu 3 f der Gründe; 31. Mai 1954 - GSZ 2/54 - BGHZ 13, 360, 367 f., zu IV der Gründe; 4. Juli 1972 - VI ZR 114/71 - BGHZ 59, 109, 115, zu 4 der Gründe; 9. November 1994 - IV ZR 66/94 - BGHZ 127, 354, 356, zu I 2 b der Gründe).

  • BGH, 03.07.1980 - IVa ZR 38/80  

    Verfahrensrecht -Verjährungsunterbrechung trotz fehlenden Rechtsschutzinteresses

    Es hat unterstellt, daß der Kl. zu 1 die Zustimmung aller Miterben zur Klageerhebung eingeholt hatte, vermißt aber das für die Prozeßstandschaft erforderliche (vgl. BGHZ 4, BGHZ 4 Seite 153 [BGHZ 4 Seite 164] = NJW 1952, NJW Jahr 1952 Seite 337; BGHZ 70, BGHZ 70 Seite 389 [BGHZ 70 Seite 394] = NJW 1978, NJW Jahr 1978 Seite 1375) rechtliche Interesse des Prozeßstandschafters an der Erhebung der Klage im eigenen Namen.
  • BAG, 15.01.1992 - 7 ABR 23/90  

    Schulung durch Gewerkschaft; steuerliche Pauschbeträge

    § 400 BGB ist jedoch entsprechend seinem Schutzzweck dahin auszulegen, daß die Unpfändbarkeit dann nicht einer Forderungsabtretung entgegensteht, wenn der Zessionar dem bisherigen Forderungsinhaber für die abgetretene Forderung einen Barbetrag in Höhe der abgetretenen Forderung gewährt (BAGE 11, 12 f. = AP Nr. 22 zu § 63 HGB, zu I der Gründe; Urteil vom 24. Januar 1964 - 5 AZR 258/63 - AP Nr. 1 zu § 30 KO, zu I 1 der Gründe; Beschluß vom 30. Januar 1973 - 1 ABR 1/73 - a.a.O.; BGHZ 4, 153 f.; BGHZ 13, 360 f.).
mehr
  • BGH, 10.11.1999 - VIII ZR 78/98  

    Erlöschen der gewillkürten Prozeßstandschaft

    Deshalb erlöschen mit Konkurseröffnung entsprechend § 23 KO das der Ermächtigung zugrundeliegende Rechtsverhältnis (vgl. auch BGHZ 4, 153, 164) und entsprechend § 168 Satz 1 BGB die Ermächtigung zur Prozeßführung (Musielak/Weth, aaO; MünchKomm/Schramm aaO § 168 Rdnr. 14 f; aber auch: BGH, Urteil vom 4. Dezember 1957 - V ZR 254/56, WM 1958, 430 unter II 1).
  • BGH, 04.12.2009 - V ZR 9/09  

    Immobilien - Abgetretener Wertausgleichsanspruch für Naturalien und Wohnrecht

    Dieser Zweck lässt die an sich ausgeschlossene Abtretung einer unpfändbaren Forderung ausnahmsweise dann zu, wenn der Abtretungsempfänger dem Abtretenden ohne Rechtspflicht laufend Bezüge zu dem jeweiligen Fälligkeitstermin in Höhe der jeweiligen fällig gewordenen abgetretenen Ansprüche gewährt, wenn der Abtretende vor der Abtretung den vollen Gegenwert erhalten hat und auch behält, oder wenn die Abtretung durch die jeweils termingerecht zu leistende Zahlung bedingt ist (BGHZ 4, 153, 156 ff.; BGH, Urt. v. 24. September 1987 - III ZR 49/86, NJW 1988, 819, 820).

    Auf den wirtschaftlichen Wert der gegen Abtretung der unpfändbaren Forderung übernommenen Zahlungsverpflichtung und die Zahlungsfähigkeit der Klägerin kommt es - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - nicht an; eine Ausnahme von der Anwendung des § 400 BGB lässt sich nicht einmal dann rechtfertigen, wenn die von der Klägerin gegen Abtretung der Forderung angebotene Verpflichtung zur Weiterleitung des eingezogenen Geldes für die Mutter wirtschaftlich wertvoller als die Zahlungspflicht des Beklagten wäre (vgl. BGHZ 4, 153, 155 f.).

  • BGH, 24.09.1987 - III ZR 49/86  

    Anrechnung von Schadensersatzleistungen auf das Blindengeld

    Dabei handelt es sich, da die Unabtretbarkeit durch eine zwingende gesetzliche Vorschrift bestimmt ist, um ein gesetzliches Verbot der Abtretung im Sinne des § 134 BGB mit der Folge, daß eine dem Verbot zuwiderlaufende Abtretung absolut nichtig ist (BGHZ 4, 153, 155; BGB RGRK/Weber § 399 Rn. 9).

    Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt (vgl. BGHZ 4, 153 ff; 7, 30, 52; 13, 360 ff; 59, 109, 115; BGH LM Nr. 5 a zu § 400 BGB ), daß auch an sich unabtretbare Unfallrentenansprüche abgetreten werden können, wenn der Abtretungsempfänger dem Rentenberechtigten ohne Rechtspflicht laufend Bezüge zum jeweiligen Fälligkeitstermin in Höhe der jeweilig fällig gewordenen abgetretenen Ansprüche gewährt, wenn der Rentenberechtigte vorher den vollen Gegenwert erhalten hat und auch behält oder wenn die Abtretung durch die jeweils termingemäß zu leistenden Zahlungen bedingt ist.

  • OLG Oldenburg, 23.06.1993 - 2 U 84/93  

    Abtretung, Wirksamkeit, Pfändbarkeit, Pfändungsschutz, Unpfändbarkeit,

    Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt (BGHZ 4, 153 ff. = NJW 1952, 337; BGHZ 7, 30, 52 = NJW 1952, 1249; BGHZ 13, 360 ff = NJW 1954, 1153; BGHZ 59, 109, 115 = NJW 1972, 1703; BGH LM § 400 BGB Nr. 8; BGH NJW 1988, 819, 820), daß auch an sich unabtretbare Unfallrentenansprüche abgetreten werden können, wenn der Abtretungsempfänger dem Rentenberechtigten ohne Rechtspflicht laufend Bezüge zum jeweiligen Fälligkeitstermin in Höhe der jeweiligen fällig gewordenen abgetretenen Ansprüche gewährt, wenn der Rentenberechtigte vorher den vollen Gegenwert erhalten hat und auch behält oder wenn die Abtretung durch die jeweiligen termingemäß zu leistenden Zahlungen bedingt ist.

    § 400 BGB dient nicht nur dem Interesse des Schuldners, sondern will ihm auch im Allgemeininteresse die zur Aufrechterhaltung seiner Existenz erforderlichen Mittel erhalten (vgl. BGHZ 4, 153, 154 f).

  • BGH, 23.02.1978 - VII ZR 11/76  

    Mängelbeseitigung durch Bauträger trotz Abtretung an Erwerber

    c) Eine solche Ermächtigung ist zulässig (vgl. BGHZ 4, 153, 164; Senatsurteil vom 17. Januar 1974 - VII ZR 119/73 - Schäfer/Finnern Z 2.10 Bl. 35; Weber in BGB-RGRK, 12. Aufl. § 398 Rdn. 153 ff mit weiteren Nachweisen).
  • BGH, 11.11.1981 - VIII ZR 269/80  

    Nochmalige Abtretung nach globaler Vorausabtretung

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  • BGH, 22.10.1997 - XII ZR 278/95  

    Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen durch einen Dritten in gewillkürter

    Die Vorschrift des § 400 BGB beruht auf der sozialpolitischen Erwägung, daß dem Unterhalts- oder Rentenberechtigten der nötige Lebensunterhalt gesichert werden soll, um eine Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen zu vermeiden (BGHZ GSZ 4, 153, 154) .
  • OLG Celle, 15.03.2006 - 15 UF 54/05  

    Ehegattenunterhalt: Arbeitslosengeld II als Einkommen; Wirksamkeit der Abtretung

  • KG, 28.06.2007 - 2 U 37/05  

    Zwangsvollstreckung: Schiedsfähigkeit eines Anspruchs auf Klauselerteilung;

  • BGH, 10.02.1994 - IX ZR 55/93  

    Rechtsfolgen des Vollstreckungsverbots; Abtretung von Gehaltsansprüchen

  • BGH, 12.02.1998 - I ZR 5/96  

    Recht des gewillkürten Prozeßstandschafters zur Übertragung des

  • BGH, 19.06.1952 - III ZR 295/51  

    Erwerbsschaden eines Arbeitnehmers bei gesetzlicher Verpflichtung zur

  • OLG Düsseldorf, 10.02.2006 - 22 U 149/05  

    Voraussetzungen für einen Rücktritt vom Kauf eines "Montagsautos"

  • KG, 21.03.2006 - 13 U 46/05  

    Prätendentenstreit im Hinterlegungsverfahren: Schuldbefreiende Hinterlegung bei

  • BGH, 04.07.1972 - VI ZR 114/71  

    Abtretung des Anspruchs eines Angestellten auf bezahlten Urlaub

  • BVerwG, 11.02.1981 - 6 P 20.80  
  • BGH, 20.10.1988 - IX ZR 47/87  

    Auslegung einer Prozeßbürgschaft zur Abwendung der Zwangsvollstreckung

  • OLG Köln, 16.08.1994 - 25 WF 172/94  
  • BVerwG, 22.03.1984 - 6 P 5.82  
  • BGH, 04.06.1959 - VII ZR 217/58  

    Erstattung von Versorgungsrenten

  • BGH, 22.01.1964 - Ib ZR 92/62  

    Erschöpfung des Zeichenrechts und Territorialitätsgrundsatz

  • BAG, 23.11.1988 - 5 AZR 723/87  

    Gehaltsabtretung: Umfang, Unpfändbarer Gehaltsanteil

  • OLG Düsseldorf, 17.03.1994 - 7 WF 7/94  

    Rückabtretung von Unterhaltsansprüchen

  • LAG Köln, 09.03.2010 - 12 Sa 1387/09  

    Unwirksame Abtretung des Urlaubsabgeltungsanspruchs

  • LG Hagen, 22.07.1988 - 13 T 76/88  
  • BGH, 17.04.1952 - III ZR 109/50  

    Voraussetzungen einer Klage auf künftige Leistung

  • OVG Niedersachsen, 17.03.1997 - 9 L 5445/95  

    Pfändungsfreibetrag: Zugriff auf Wohnraumkostenanteile;; Existenzminimum;

  • BGH, 15.11.1984 - III ZR 115/83  
  • BVerwG, 08.09.1986 - 6 P 4.84  
  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.01.2003 - 12 A 11617/02  
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