Rechtsprechung
   BVerwG, 16.05.1983 - 1 C 56.79   

Verurteilung zur Einbürgerung

§ 65 Abs. 2 VwGO, notwendige Beiladung des Bundesinnenministers im Einbürgerungsrechtsstreit;

Art. 84 Abs. 5 Satz 1, 128 GG

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)

    VwGO § 65 Abs. 2

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 67, 173
  • NJW 1984, 72
  • NVwZ 1984, 111
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Wird zitiert von ... (12)  

  • VGH Baden-Württemberg, 20.12.1996 - 13 S 1206/94  

    Wiedereinsetzung von Amts wegen - außergewöhnliche lange Postlaufzeit;

    Ferner ist nach § 3 S. 1 der Verordnung zur Regelung von Staatsangehörigkeitsfragen vom 20.1.1942 (a.a.O.) die Zustimmung des Bundesministers des Innern, der insoweit an Stelle des Reichsministers des Innern getreten ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 16.5.1983, BVerwGE 67, 173 (174ff.)), erforderlich.

    Denn dieses Zustimmungserfordernis bezieht sich mit Ausnahme der Fälle des Art. 116 Abs. 2 S. 1 GG (vgl. BVerwG, Urt. v. 6.12.1983, BVerwGE 68, 220 (232f.)) seinem klaren Wortlaut nach auf alle Einbürgerungen, also nicht nur solche nach § 8 RuStAG (vgl. BVerwG, Urt. v. 16.5.1983, a.a.O., 175).

    Eine die Verpflichtung zur Einbürgerung aussprechende gerichtliche Entscheidung schaltet das Zustimmungserfordernis aus, wenn die Bundesrepublik Deutschland - wie hier geschehen - zum Rechtsstreit (notwendig) beigeladen worden ist (BVerwG, Urt. v. 16.5.1983, a.a.O.).

  • BVerwG, 07.02.1986 - 4 C 30.84  

    Entbehrlichkeit der Beiladung der höheren Verwaltungsbehörde; Bindungswirkung

    In den Entscheidungen des 1. Senats vom 16. Mai 1983 - BVerwG 1 C 56.79 - (Buchholz 130 § 9 RuStAG Nr. 2, BVerwGE 67, 173 ) und vom 10. Juli 1984 - BVerwG 1 C 30.81 - (Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 24) handelte es sich um Fälle, in denen der zur Mitwirkung an der Entscheidung berufene Bundesminister des Innern im Verwaltungsverfahren seine Zustimmung versagt hatte und der Einbürgerungsantrag deswegen abgelehnt worden war.
  • BSG, 21.03.2006 - B 5 RJ 54/04 R  

    Fremdrentenrecht - Vertriebeneneigenschaft - Überprüfung der Feststellung der

    Zudem wird das LSG das Land Baden-Württemberg als Rechtsträger der für die Feststellung nach § 100 Abs. 2 Satz 3 BVFG zuständigen unteren Eingliederungsbehörde (Eingliederungsgesetz Baden-Württemberg vom 14. Dezember 1995, GBl 853, hier: § 2 Abs. 2 Nr. 3) beiladen müssen (vgl BVerwGE 67, 173 = Buchholz 130 § 9 RuStAG Nr. 2 = NJW 1984, 72 mwN).
mehr
  • BVerwG, 31.03.1987 - 1 C 29.84  
    Eine Verurteilung des Beklagten zur Vornahme der Einbürgerung "ersetzt" ihre Zustimmung (BVerwGE 67, 173 [174]).
  • BVerwG, 17.10.1985 - 2 C 25.82  
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  • BVerwG, 09.01.1999 - 11 C 8.97  

    Notwendige Beiladung; atomrechtliche Anlagenaufsicht; Auftragsverwaltung der

    Dieser ist dadurch gekennzeichnet, daß kraft Gesetzes die Zustimmung oder das Einvernehmen eines anderen Rechtsträgers zum Bestandteil des streitigen Rechtsverhältnisses gemacht worden ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Februar 1973 BVerwG 4 C 61.70 - BVerwGE 42, 8 ; Urteil vom 16. Mai 1983 - BVerwG 1 C 56.79 - BVerwGE 67, 173 ).
  • BVerwG, 15.03.1988 - 1 C 69.86  
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  • BSG, 06.09.2000 - B 6 KA 41/99 R  
    Zu Recht hat das LSG insoweit auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) hingewiesen, nach der bei mitwirkungsbedürftigen bzw mehrstufigen Verwaltungsakten die Verurteilung der nach außen zum Handeln verpflichteten Behörde zur Vornahme der begehrten Verwaltungshandlung regelmäßig die Mitwirkungshandlung einer zu beteiligenden anderen Behörde ersetzt (so zB BVerwGE 77, 164, 180 = Buchholz 130 § 9 RuStAG Nr. 2; BVerwGE 67, 173, 174 = Buchholz § 9 RuStAG Nr. 5; vgl Kopp/Ramsauer, VwVfG, 7. Aufl 2000, § 35 RdNr 77 mwN).
  • BVerwG, 15.04.1991 - 1 B 175.90  
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  • BVerwG, 30.10.2002 - 1 C 14.02  
    Der im Tenor bezeichnete Beschluss, mit dem die Bundesrepublik Deutschland beigeladen worden ist, wird aufgehoben im Hinblick auf das Außerkrafttreten der Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit vom 5. Februar 1934 gemäß Art. 4 Nr. 1 des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom 15. Juli 1999 (BGBl I S. 1618; vgl. zum früheren Erfordernis einer Beiladung der Bundesrepublik Deutschland aufgrund von § 3 Satz 1 der erwähnten Verordnung Urteil vom 16. Mai 1983 - BVerwG 1 C 56.79 - BVerwGE 67, 173 ).
  • VGH Baden-Württemberg, 17.09.1993 - 8 S 1589/92  

    Rechtsschutzbedürfnis bei Klage des Nachbarn gegen eine Baugenehmigung

  • VGH Baden-Württemberg, 29.03.2000 - 13 S 858/98  

    Verfassungstreue eines Einbürgerungsbewerbers

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