Rechtsprechung
   BGH, 05.10.1999 - X ARZ 247/99   

Verweisung durch die Berufungskammer

§ 36 Abs. 3 ZPO, Divergenzvorlage nur zulässig, wenn das OLG zutreffend von der Anwendbarkeit des § 36 Abs. 1 ZPO ausgegangen ist (Hinweis: nach der späteren Grundsatzentscheidung «Hausratsverteilung - türkisches Ehepaar» wäre der BGH hier von vornherein nicht zuständig gewesen);

Unanwendbarkeit von § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO auf Kompetenzkonflikt zwischen Berufungs- und erstinstanzlicher Kammern des gleichen Gerichts: dieser ist im Wege der Geschäftsverteilung (§ 21e GVG) und ggf. im Rechtsmittelweg zu lösen;

zur (vom BGH verneinten) Frage der analogen Anwendung von § 506 ZPO in der Berufungsinstanz

Volltextveröffentlichungen (4)

  • lexetius.com

    ZPO § 36 Abs. 3, § 36 Abs. 1 Nr. 6

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Kompetenzkonflikt zwischen Berufungszivilkammer und erstinstanzlicher Kammer desselben Gerichts

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Kompetenzkonflikt zwischen Berufungskammer und allgemeiner Zivilkammer des LG

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2000, 80
  • MDR 2000, 536
  • VersR 2001, 126
  • BB 1999, 2638
nach Datum
nach Relevanz

Kontextvorschau:
beim Überfahren mit der Maus
immer
nur bei Klick auf

auch für künftige Seiten

Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (18)  

  • VG Düsseldorf, 30.03.2007 - 13 K 3238/06  
    BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 - NJW 2000, 80; Beschluss vom 16. September 2003 - X ARZ 175/03 -, NJW 2003, 3636; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e, Rn. 106, 117; Thomas/Putzo, ZPO, 27. Aufl., § 21e GVG, Rn. 40; Zöller, ZPO, 25. Aufl., § 21e GVG, Rn. 38; Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, § 4 Rn. 32; Wieczorek/Schütze, ZPO, 3. Aufl., § 21 GVG, Rn. 9; zum Streitstand BFH, Beschluss vom 18. Februar 1986 - VII S 39/85 -, BStBl. II 1986, 357; a.A. Münchner Kommentar, ZPO, 2. Aufl. § 21e GVG, Rn. 47.

    Der Bundesgerichtshof hat bereits mehrfach entschieden, BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 - NJW 2000, 80, für einen Zuständigkeitskonflikt zwischen einer Berufungskammer und einer allgemeinen Zivilkammer eines Landgerichts; Beschluss vom 16. September 2003 - X ARZ 175/03 -, NJW 2003, 3636, für einen Zuständigkeitskonflikt zwischen dem Einzelrichter und dem Senat (für Handelssachen); ebenfalls Bay ObLG, Urteil vom 18. April 2002 - 1 Z AR 27/02 -, veröffentlicht in juris, vgl. auch Zöller, ZPO, 25. Aufl., § 21e GVG, Rn. 38; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e, Rn. 117, dass eine unmittelbare Anwendung des § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO nur in Betracht kommt, wenn ein Kompetenzkonflikt zwischen verschiedenen Gerichten vorliegt.

    BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 - NJW 2000, 80; in diesem Sinne auch OLG Hamm, Beschluss vom 12. September 1977 - 2 UF Sbd 7/777 -, DriZ 1977, 374; BFH, Beschluss vom 18. Februar 1986 - VII S 39/85 -, BStBl. II 1986, 357; Bay ObLG, Urteil vom 18. April 2002 - 1 Z AR 27/02 -, veröffentlicht in juris.

    Ebenso in entsprechenden Fällen BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 -, NJW 2000, 80; Bay ObLG, Urteil vom 18. April 2002 - 1 Z AR 27/02 -, veröffentlicht in juris.

  • BGH, 16.09.2003 - X ARZ 175/03  

    Verfahrensrecht - Divergenzvorlage gemäß § 36 Abs. 3 ZPO

    Eine Vorlage nach § 36 Abs. 3 ZPO kommt nämlich nur dann in Betracht, wenn ein Oberlandesgericht im Anwendungsbereich des § 36 Abs. 1 ZPO von der Auffassung eines anderen Oberlandesgerichts abweichen will (Sen.Beschl. v. 5.10.1999 - X ARZ 247/99, NJW 2000, 80, 81).

    Denn eine solche Auseinandersetzung betrifft die Verteilung der Geschäfte unter den Mitgliedern des Gerichts durch den Geschäftsverteilungsplan, der in die Zuständigkeit des Präsidiums fällt (Senat, NJW 2000, 80, 81; Kissel, GVG 3. Aufl. 2001, § 21 e Rdn. 117 m.w.N.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.04.2008 - 1 A 1703/07  
    vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2003 - X ARZ 175/03 -, NJW 2003, 3636, und vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 , NJW 2000, 80, 81.

    vgl. BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999, a.a.O.; Kissel/Mayer, a.a.O. § 21e Rn. 117; Gummer, in: Zöller, a.a.O. Rn. 37 f.

mehr
  • BayObLG, 18.04.2002 - 1Z AR 27/02  

    Bestimmung des zuständigen Spruchkörpers - Verfahren gegen Streitgenossen vor

    Des weiteren fallen Zuständigkeitskonflikte zwischen Spruchkörpern desselben Gerichts grundsätzlich nicht unter die Regelung des § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO (BGH NJW 2000, 80/81; Zöller/Vollkommer ZPO 23. Aufl. § 36 Rn. 29); solche Zuständigkeitskonflikte betreffen die interne Verteilung der Geschäfte unter den Mitgliedern des Gerichts und sind nach § 21e GVG durch das Präsidium des Gerichts zu regeln.

    Soweit die Rechtsprechung bei Zuständigkeitskonflikten unter den Spruchkörpern desselben Gerichts die Vorschrift des § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO entsprechend herangezogen hat (vgl. BayObLG 1992, 5/7; 1994, 119/121; BGH NJW 2000, 80/81 m.w.N.), handelte es sich um Fälle, in denen die Zuständigkeit zumindest eines der miteinander streitenden Spruchkörper nicht allein auf dem Geschäftsverteilungsplan, sondern auf einer ausdrücklichen Zuweisungsregelung auf gesetzlicher Grundlage beruhte.

  • BGH, 21.06.2000 - XII ARZ 6/00  

    Divergenzvorlage an den BGH in Zuständigkeitsbestimmungsverfahren

    Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, der mit einer ähnlichen Fallkonstellation befaßt war, brauchte die Frage nicht zu vertiefen, weil sich in dem von ihm entschiedenen Fall die Unzulässigkeit der Vorlage an den Bundesgerichtshof jedenfalls aus anderen Gründen ergab und er seine Entscheidung auf diese anderen Gründe gestützt hat (BGH, Beschluß vom 5. Oktober 1999 - X ARZ 247/99 - NJW 2000, 80 f.).
  • OLG Stuttgart, 27.11.2003 - 8 AR 16/03  

    Insolvenzverfahren: Verweisungsantrag wegen Verlegung der Abwicklungstätigkeit

    Die Vorlagepflicht des § 36 Abs. 3 ZPO erfasst nicht alle Fälle, in denen bei gleichartigem Sachverhalt unterschiedliche Entscheidungen über die Zuständigkeit ergehen, sondern nur solche, in den entscheidungserhebliche "Rechtsfragen" unterschiedlich beantwortet werden (vgl. BGH NJW 2000, 80(81)).
  • OLG Köln, 25.02.2008 - 2 Wx 48/07  

    Zuständigkeitsstreit in Nachlasssachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit -

    Eine Vorlage nach § 36 Abs. 3 ZPO kommt nur in Betracht, wenn ein Oberlandesgericht im Anwendungsbereich des § 36 Abs. 1 ZPO von der Auffassung eines anderen Oberlandesgerichts oder des Bundesgerichtshofs abweichen will (Sen.Beschl. v. 05.10.1999 - X ARZ 247/99, NJW 2000, 80, 81; vgl. auch BT-Drucks. 13/9124, S. 45 f.).
  • OLG Stuttgart, 08.08.2002 - 1 W 28/02  

    Zuständigkeitsbestimmung bei Kompetenzkonflikt zwischen Zivilkammer und Kammer

    Die Entscheidung des BGH vom 5.10.1999 ( NJW 2000, 80 f. ) betraf mit dem Zuständigkeitskonflikt zwischen Berufungskammer und erstinstanzlich zuständiger Zivilkammer desselben Landgerichts einen - wie der BGH in dieser Entscheidung ausdrücklich hervorhob - anderen Sachverhalt.
  • OLG Celle, 04.10.2006 - 4 AR 74/06  

    Sachliche Zuständigkeit: Wegfall der originären Einzelrichterzuständigkeit bei

    Über den negativen Kompetenzkonflikt zwischen der 1. Zivilkammer und der 7. Kammer für Handelssachen - des Landgerichts Hannover ist auf den Vorlagebeschluss der 7. Kammer für Handelssachen vom 25. September 2006 in analoger Anwendung der §§ 36 Abs. 1 Nr. 6, 37 ZPO durch den Senat als das nächsthöhere Gericht zu entscheiden, nachdem sich beide Spruchkörper zuvor rechtskräftig (§ 102 Satz 1 GVG) mit den Beschlüssen vom 31. Juli und 25. September 2006 für (funktionell) unzuständig erklärt haben (vgl. Senat OLGR Celle, 2004, 370; OLG Stuttgart OLGR 2002, 455; OLG Düsseldorf NJW-RR 2001, 1220; OLG Braunschweig NJW-RR 1995, 1535; BGH - obiter dictum - NJW 2000, 80, 81).
  • BGH, 30.04.2002 - X ARZ 59/02  

    Verfahrensrecht - Unzulässige Anrufung des BGH zur Zuständigkeitsbestimmung?

    Nach systematischer Stellung, Entstehungsgeschichte und Funktion kommt eine Vorlage nach § 36 Abs. 3 ZPO nur in Betracht, wenn ein Oberlandesgericht im Anwendungsbereich des § 36 Abs. 1 ZPO von der Auffassung eines anderen Oberlandesgerichts oder des Bundesgerichtshofs abweichen will (Sen.Beschl. v. 05.10.1999 - X ARZ 247/99, NJW 2000, 80, 81; vgl. auch amtl. Begr., BT-Drucks. 13/9124, S. 45 f.).
  • BGH, 17.02.2004 - X ARZ 26/04  

    Zulässigkeit einer Vorlage an den BGH zur Bestimmung des zuständigen Gerichts

  • BGH, 21.07.2005 - IX ZR 105/04  

    Anfechtung der Veräußerung von Geschäftsanteilen

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 12.04.2010 - L 17 SF 51/10  

    SonstigeAngelegenheiten

  • LSG Baden-Württemberg, 12.07.2011 - L 11 KR 1429/11  

    Sozialgerichtliches Verfahren - fiktive Klagerücknahme - Betreibensaufforderung -

  • OLG Köln, 11.01.2007 - 21 WF 14/07  
  • OLG Celle, 15.01.2004 - 4 AR 4/04  

    Verweisung von der Zivilkammer an die Kammer für Handelssachen: Verneinung einer

  • OLG Celle, 14.01.2008 - 4 AR 3/08  
  • LG Freiburg, 25.06.2002 - 4 AR 8/02  

    Keine Zuständigkeit des Landgerichts für Entscheidung eines negativen

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht