Rechtsprechung
| BVerwG, 17.10.1986 - 7 C 86.85 |
Wahlwerbesendungen II
Art. 21 GG, Chancengleichheit der Parteien
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 75, 79
- NJW 1987, 272
- afp 1986, 355
- NVwZ 1987, 127
Wird zitiert von ... (2)
- VGH Baden-Württemberg, 31.03.1992 - 10 S 3166/90
Normenkontrollverfahren: Nutzungsplanverordnung der Landesanstalt für …
Dieser allein bundesrechtliche Auftrag war bisher nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts so zu verstehen, daß die Sendungen sich in erster Linie an die Deutschen in der DDR und an das europäische Ausland richteten (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.10.1986, BVerwGE 75, 79, 81).Dem Sendeauftrag des Antragstellers und damit der Kompetenz des Bundes steht auch nicht entgegen, daß die von ihm ausgestrahlten Programme zusätzlich, was technisch unvermeidbar ist, in der Bundesrepublik Deutschland, also im Inland, gehört werden können (sog. "Overspill-Problematik"; vgl. BVerwG, Urt. v. 17.10.1986, a.a.O.;… Lerche, Zum Kompetenzbereich des Deutschlandfunks, 1963, S. 12 ff., 18 ff.;… noch offengelassen bei BVerfG, Urt. v. 28.2.1961, BVerfGE 12, 205 ff., 241 ff., 250).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.08.1988 - 15 A 924/86
Grenzen der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit in Wahlkampfzeiten
Geschehen kann dies nicht nur durch die einseitige Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Wahlbewerber bei der Gewährung öffentlicher Leistungen - vgl. z.B. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 16. Mai 1983 - 1 S 965/83 -, NVwZ 1985, 671; Urteil des Senats vom 4. Oktober 1985 - 15 A 1215/84 -, bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1986 - 7 C 86.85 -, BVerwGE 75, 79 - und in hoheitlicher Funktion abgegebene wahlbezogene Erklärungen von Amtswaltern - vgl. z.B. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 7. November 1983 - 1 S 1311/83 -, DVBl. 1985, 170, und vom 2. Dezember 1985 - 1 S 2428/85 -, ESVGH 36, 109 -, sondern auch durch der Öffentlichkeitsarbeit zuzurechnende Maßnahmen eines Hoheitsträgers, vgl. BVerfG, Urteil vom 2. März 1977, a.a.O., 147 ff., wie sie im vorliegenden Fall Gegenstand der Anträge zu 1. bis 3. sind.
