Rechtsprechung
| BGH, 10.07.1991 - VIII ZR 296/90 |
Zahnärztliche Verrechnungsstelle
§ 134 BGB, § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 402 BGB
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Wirksamkeit der Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung an eine Verrechnungsstelle
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Nichtige Abtretung ärztlicher Honorarforderungen an gewerbliche Verrechnungsstellen
Kurzfassungen/Presse (2)
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
- Der Betrieb (Leitsatz)
Wirksamkeitsvoraussetzungen der Abtretung ärztlicher Honorarforderungen an eine gewerbliche Verrechnungsstelle
Besprechungen u.ä.
- WEKA Datenschutz (Entscheidungsbesprechung)
Factoring von Arztforderungen
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 115, 123
- NJW 1991, 2955
- MDR 1991, 1035
- DB 1991, 2033
- BB 1991, 1737
- VersR 1992, 234
Wird zitiert von ... (81)
- BGH, 11.12.1991 - VIII ZR 4/91
Verpflichtung zur Übergabe der Patienten- und Beratungskartei bei Veräußerung …
a) Wie der Senat erst kürzlich entschieden hat, ist § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB ein Verbotsgesetz im Sinne des § 134 BGB (Urteil vom 10. Juli 1991 - VIII ZR 296/90 unter II 2 a = WM 1991, 1724 - zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).Obwohl § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB als echtes Sonderdelikt nur den zur Wahrung des fremden Geheimnisses Verpflichteten betrifft und damit im Rahmen des § 134 BGB nur ein einseitiges Verbotsgesetz darstellt, führt auch der Verstoß gegen ein solches einseitiges Verbot ausnahmsweise dann zur Nichtigkeit eines gleichwohl abgeschlossenen Rechtsgeschäfts, wenn es mit dem Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (zuletzt Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b m.w.Nachw.).
Unerheblich ist für diese Beurteilung ebenso wie für die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB, daß die Weitergabe an eine Person erfolgt, die gleichfalls der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt (BGH, Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b dd a.E. m.w.Nachw.).
Es obliegt grundsätzlich dem Arzt, die Zustimmung des Patienten zu einer solchen Weitergabe in eindeutiger und unmißverständlicher Weise einzuholen (BGH, Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b dd).
Für Praxisübernahmen gilt nichts anderes als für die Einschaltung ärztlicher Verrechnungsstellen, deren Existenz ebenfalls allgemein bekannt ist (Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b dd).
Obliegt es dem Arzt, die Zustimmung des Betroffenen zur Weitergabe seiner Unterlagen einzuholen, so ist es grundsätzlich nicht Sache des Patienten, dieser Weitergabe zu widersprechen, um den Eindruck eines stillschweigenden Einverständnisses zu vermeiden (Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b dd).
Bereits der objektive Verstoß gegen den Tatbestand des § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB hat die zivilrechtliche Sanktion der Nichtigkeit des betreffenden Rechtsgeschäfts zur Folge (Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b ff.).
Eine wirksame Vereinbarung würde vielmehr voraussetzen, daß die Verpflichtung zur Übergabe auf zustimmende Patienten beschränkt wird (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1991 aaO. unter II 2 b bb).
- BGH, 23.06.1993 - VIII ZR 226/92
Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung
Das Berufungsgericht knüpft an die Rechtsprechung des erkennenden Senats an, wonach die Abtretung einer ärztlichen oder zahnärztlichen Honorarforderung an eine gewerbliche Verrechnungsstelle, die zum Zwecke der Rechnungserstellung und Einziehung erfolgt, die ärztliche Schweigepflicht (§ 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB ) verletzt und deswegen nach § 134 BGB nichtig ist, wenn der Patient der damit verbundenen Weitergabe der Behandlungsdaten nicht zugestimmt hat (BGHZ 115, 123 und Urteil vom 20. Mai 1992 - VIII ZR 240/91 = NJW 1992, 2348 = LM BGB § 134 Nr. 140; vgl. auch BGHZ 116, 268, 272; für die Nichtigkeit der Abtretung von Honorarforderungen eines Rechtsanwalts vgl. ferner BGH, Urteile vom 25. März 1993 - IX ZR 192/92 - WM 1993, 1009 - zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen - und Urteil vom 13. Mai 1993 - IX ZR 234/92 - zur Veröffentlichung vorgesehen).Sie macht aber geltend, der hier zu entscheidende Fall weiche von den den Senatsurteilen BGHZ 115, 123 und vom 20. Mai 1992 aaO zugrundeliegenden Sachverhalten in zweierlei Hinsicht ab: Zum einen sei die Abtretung nicht an eine gewerbliche Abrechnungsstelle, sondern an eine berufsständische Organisation (zum Unterschied vgl. z.B. Taupitz, VersR 1991, 1213, 1214 f m.w.Nachw.) erfolgt, deren Hilfe sich der Arzt bei der Abwicklung seiner Honorarforderungen bedienen dürfe.
Zum anderen sei die Abtretung der Honorarforderungen nicht global und aus wirtschaftlichen Erwägungen zum Zwecke der Entlastung seines Praxispersonals erfolgt (vgl. BGHZ 115, 123, 129).
Daß die ohne Zustimmung des Patienten erfolgende Weitergabe von Behandlungsdaten an eine berufsständische Organisation nicht schon deswegen gerechtfertigt ist, weil auch die Standesorganisation nach § 203 Abs. 1 Nr. 6 StGB einer strafbewehrten Schweigepflicht unterliegt, ergibt sich bereits aus dem Senatsurteil BGHZ 115, 123, 128 f. 2. Auch der weitere Umstand, daß die Abtretung mit Übergabe der spezifizierten Rechnungen an den Kläger erst nach erfolgloser Rechnungsübersendung und Mahnung durch den behandelnden Zahnarzt selbst zum Zwecke der Beitreibung der Honorarforderung erfolgte, führt hier nicht zur Wirksamkeit der Abtretung.
Zwar ist dem Arzt unter dem Gesichtspunkt der berechtigten Wahrnehmung eigener Interessen die gerichtliche Geltendmachung einer Honorarforderung gegen einen säumigen Patienten zweifellos erlaubt (BGHZ 115, 123, 129; vgl. auch BGH…, Urteil vom 25. März 1993 aaO unter II 2 c).
Die zusätzliche Einschaltung eines Dritten, hier des Klägers, ist dabei regelmäßig nicht erforderlich (vgl. BGHZ 115, 123, 129).
- OLG Düsseldorf, 17.08.2007 - 16 U 209/05
Nichtigkeit der Abtretung von Ansprüchen des Apothekers gegen gesetzliche …
Strafvorschriften sind nach allgemeiner Meinung zwar nicht ausnahmslos, aber im Zweifel Verbotsgesetze i. S. des § 134 BGB (vgl. BGHZ 53, 152, 174 = NJW 1970, 609; BGHZ 115, 123, 124 ff. = NJW 1991, 2955).Für § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB steht danach die Eigenschaft als Verbotsgesetz außer Frage; denn sie dient - wenn nicht ausschließlich, so doch jedenfalls in erster Linie - dem Schutz der Individualsphäre des Patienten, indem sie das unbefugte Offenbaren eines unter die ärztliche Schweigepflicht fallenden Geheimnisses mit Strafe bedroht (BGHZ 115, 123, 124 ff. = NJW 1991, 2955).
cc) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Abtretung der Honorarforderung eines Arztes ohne Zustimmung des Patienten wegen der damit nach § 402 BGB verbundenen umfassenden Pflicht, dem Zessionar die zur Geltendmachung der abgetretenen Forderung nötigen Auskünfte zu erteilen, in der Regel wegen Verstoßes gegen § 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB nach § 134 BGB nichtig (vgl. BGHZ 115, 123, 124 ff. = NJW 1991, 2955; BGHZ 116, 268, 272 = NJW 1992, 737; BGH, NJW 1996, 775; vgl. a. BGH, NJW 2005, 1506).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist selbst die Abtretung einer ärztlichen oder zahnärztlichen Honorarforderung gegen privat Versicherte an eine gewerbliche Verrechnungsstelle, die zum Zwecke der Rechnungserstellung und Einziehung unter Übergabe der Abrechnungsunterlagen erfolgt, wegen Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht (§ 203 Abs. 1 Nr. 1 StGB) gemäß § 134 BGB nichtig, wenn der Patient ihr nicht zugestimmt hat (BGHZ 115, 123 = BGH, NJW 1991, 2955; vgl. a. OLG Karlsruhe, NJW 1998, 831).
Jedes Überschreiten der Grenzen dieses Bereichs stelle - so der Bundesgerichtshof - ein Offenbaren des dem Arzt anvertrauten Patientengeheimnisses dar, wobei es ohne Bedeutung sei, ob der Mitteilungsempfänger seinerseits - etwa als Arzt oder privatärztliche Verrechnungsstelle (§ 203 Abs. 1 Nrn. 1, 6 StGB) - der Schweigepflicht unterliege (BGHZ 115, 123 = BGH, NJW 1991, 2955, 2957).
- OLG Schleswig, 18.10.2007 - 5 U 19/07
Wirksamkeit der Abtretung von Darlehensforderungen einer Sparkasse
Es kommt hinzu, dass der Verstoss gegen ein Verbotsgesetz regelmäßig die Nichtigkeit eines Rechtsgeschäfts nur dann zur Folge hat, wenn sich das Verbot gegen beide Seiten richtet (BGHZ 115, 123, 125).Einseitige Verbote führen aber nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit des Rechtsgeschäftes, wenn es mit dem Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (BGHZ 115, 123 a.a.O; NJW 2000, 1186;… Palandt/Heinrichs, 66. Aufl., § 134 Rn. 9;… Münchener-Kommentar/Armbrüster, 5. Aufl., § 134 Rn. 52).
An einer mutmaßlichen Einwilligung fehlt es, weil die aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht fließende Befugnis des Einzelnen, über Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten selbst zu bestimmen (BVerfGE 65, 1, 43), eine solche Annahme verbietet (BGHZ 115, 123, Rn. 29 bei juris;… 122, 115, Rn. 17 bei juris;… Schönke/Schröder-Lenckner, StGB, 26. Aufl., § 203 Rn. 28 m.w.Nw).
Deshalb ist bislang die Offenlegung anvertrauter Daten nur im Rahmen der gerichtlichen Geltendmachung akzeptiert worden (BGHZ 115, 123, 129;… 122, 115, Rn. 18 bei juris).
- BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 1611/96
Mithörvorrichtung
Eine konkludente Einwilligung darf nach Auffassung der Fachgerichte angenommen werden, wenn ein bestimmtes Verhalten in einem solchen Maße üblich und geradezu selbstverständlich ist, dass entsprechend dem Grundgedanken des § 157 BGB nach Treu und Glauben und mit Rücksicht auf die Verkehrssitte vernünftigerweise nur von einer Zustimmung des Betroffenen ausgegangen werden kann, sofern er dem Verhalten nicht widerspricht (vgl. die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu den Voraussetzungen einer konkludenten Einwilligung des Patienten in die Weitergabe seiner personalen Daten durch seinen Arzt, BGHZ 115, 123 ; 116, 268 ;… BGH, NJW 1992, S. 2348 ). - BGH, 27.02.2007 - XI ZR 195/05
Bankrecht - Verstoß gegen Bankgeheimnis bei Abtretung von Darlehensforderungen?
aa) Entgegen der Ansicht der Revision, die sich insoweit ebenfalls nur auf die Entscheidung des OLG Frankfurt/Main (WM 2004, 1386, 1387 f.) stützen kann, lässt sich ein gesetzliches Abtretungsverbot nicht mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit der Abtretung von Honorarforderungen von Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern und Vertretern ähnlicher Berufe (vgl. BGHZ 115, 123, 124 ff. betr. Arzt/Zahnarzt; BGHZ 122, 115, 117 betr. Rechtsanwalt; BGH, Urteil vom 22. Mai 1996 - VIII ZR 194/95, WM 1996, 1815, 1816 betr. Steuerberater; ebenso OLG Dresden NJW 2004, 1464 betr. - BGH, 01.03.2007 - IX ZR 189/05
Rechtsanwälte und Notare
Für die Zeit vor Inkrafttreten des § 49b Abs. 4 BRAO hat der Bundesgerichtshof im Anschluss an die Rechtsprechung zur Abtretung ärztlicher Honorarforderungen (BGHZ 115, 123, 130) und zur Weitergabe einer ärztlichen Patienten- und Berufskartei (BGHZ 116, 268, 272 f) entschieden, dass die Abtretung von Honorarforderungen eines Rechtsanwalts (§§ 398, 675 BGB) ohne Zustimmung des Mandanten in der Regel den objektiven Tatbestand der Strafvorschrift des § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB erfüllt, weil mit der Abtretung die umfassende Informationspflicht des § 402 BGB gegenüber dem neuen Gläubiger verbunden ist.Sie verstößt insbesondere nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG, obwohl der Gesetzgeber für die Abtretung ärztlicher Honorarforderungen (vgl. dazu BGHZ 115, 123, 125; 116, 268, 272;… BGH, Urt. v. 20. Mai 1992 - VIII ZR 240/91, NJW 1992, 2348, 2350) keine entsprechenden Erleichterungen vorgesehen hat.
- BGH, 17.02.2005 - IX ZB 62/04
Insolvenzrecht - Bestimmtheit des Haftbefehls
Wegen der aus § 402 BGB folgenden umfassenden Informationspflicht gegenüber dem neuen Gläubiger hat die Abtretung von Honorarforderungen von Ärzten gleichermaßen wie die von Rechtsanwälten in aller Regel die Preisgabe von anvertrauten Geheimnissen zur Folge und ist deshalb bei fehlender Einwilligung der Patienten bzw. Mandanten nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Regel wegen Verstoßes gegen § 203 Abs. 1 StGB gemäß § 134 BGB nichtig (BGHZ 115, 123, 124 ff; 116, 268, 272 ff;… BGH, Urt. v. 5. Dezember 1995 - X ZR 121/93, WM 1996, 928, 929).Der Schuldner offenbart danach der Geheimhaltung unterliegende Daten nicht unbefugt im Sinne von § 203 Abs. 1 StGB, wenn und soweit er durch Gesetz dazu berechtigt (vgl. BGHZ 115, 123, 126) bzw. gemäß § 807 ZPO, § 836 Abs. 3 ZPO dazu verpflichtet ist.
- BGH, 17.09.2004 - V ZR 339/03
Immobilien - Grundstückskäufe nach dem Modrow-Gesetz sind wirksam
Verstößt ein Rechtsgeschäft gegen ein Verbotsgesetz oder gegen die guten Sitten, führt das, abgesehen von dem hier nicht einschlägigen Fall des § 138 Abs. 2 BGB, grundsätzlich nur zur Nichtigkeit des Verpflichtungsgeschäfts, nicht auch zur Nichtigkeit des Erfüllungsgeschäfts (für § 134 BGB: BGHZ 115, 123, 130;… Bamberger/Roth/Wendtland, BGB, 1. Aufl., § 134 Rdn. 22;… Palandt/Heinrichs, BGB, 63. Aufl., § 134 Rdn. 13;… Staudinger/Sack, BGB, [Bearb. 2003] § 134 Rdn. 116; für § 138 Abs. 1 BGB: Senats-urt. v. 21. März 1997, V ZR 355/95, DtZ 1997, 229;… Bamberger/Roth/Wendtland, aaO, § 138 Rdn. 36;… Erman/Palm, BGB, 11. Aufl., § 138 Rdn. 52;… Staudinger/Sack, aaO, § 138 Rdn. 140).Anders liegt es nur, wenn das Verbotsgesetz gerade auch das Erfüllungsgeschäft verhindern will (BGHZ 11, 59, 61 f.; 47, 364, 369; 115, 123, 130 f.) oder wenn der Verstoß gegen die guten Sitten auch im Erfüllungsgeschäft selbst liegt (…Senatsurt. v. 21. März 1997, aaO).
- BGH, 11.11.2004 - IX ZR 240/03
Rechtsanwälte - Abtretung von Honorarforderungen
a) Im Anschluß an seine Rechtsprechung zur Abtretung ärztlicher Honorarforderungen (BGHZ 115, 123, 130) und zur Weitergabe einer ärztlichen Patienten- und Berufskartei (BGHZ 116, 268, 272 f) hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß die Abtretung der Honorarforderung eines Rechtsanwalts (§§ 398, 675 BGB) ohne Zustimmung des Mandanten in der Regel den objektiven Tatbestand der - das Privatgeheimnis schützenden - Strafvorschrift des § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB erfüllt, weil mit der Abtretung die umfassende Informationspflicht des § 402 BGB gegenüber dem neuen Gläubiger verbunden ist.Hierbei wurde übersehen, daß die zitierte Rechtsprechung auf der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung (BGHZ 115, 123, 128 f) und zur Weitergabe einer ärztlichen Patienten- und Beratungskartei (BGHZ 116, 268, 272) aufbaut.
- BGH, 18.03.2003 - VI ZR 152/02
Verkehrsrecht - Abtretung der Ansprüche auf Ersatz der Mietwagenkosten
- BGH, 10.02.2010 - VIII ZR 53/09
Selbstständiger Versicherungsvertreter ist der Geheimhaltung unterworfen
- BSG, 10.12.2008 - B 6 KA 37/07 R
Krankenversicherung - Weitergabe von Patientendaten durch Leistungserbringer - …
- OLG Köln, 24.06.1992 - 17 U 30/91
- BGH, 27.10.2009 - XI ZR 225/08
Abtretung von Darlehensforderungen durch eine Sparkasse wirksam
- BAG, 24.03.1993 - 4 AZR 258/92
Lohnabtretung zur Schuldenregulierung
- BGH, 13.06.2001 - VIII ZR 176/00
Rechtsanwälte - Veräußerung einer Rechtsanwaltskanzlei
- AGH Hamburg, 17.12.2003 - II ZU 5/03
- AGH Sachsen, 04.11.2004 - AGH 18/03
- OLG Stuttgart, 13.12.2005 - 6 U 119/05
Bankrecht - Darlehensvertrag: Verstoß des Abschlussvertreters gegen das RBerG
- AGH Bremen, 03.12.2003 - 1 AGH 2/02
- BGH, 28.01.2004 - VIII ZR 190/03
Mietrecht - Mietpreisüberhöhung: Mieter trägt Beweislast!
- BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 397/03
Gesellschaftsrecht - Folgen bei nichtiger Übertragung von GmbH- Geschäftsanteil
- LG Bonn, 25.08.2006 - 15 O 198/06
Prozessfinanzierungsvertrag, Beitreibung einer anwaltlichen Honorarforderung
- BGH, 14.12.1999 - X ZR 34/98
Beschenkter Sparkassenangestellter
- BGH, 17.10.2003 - V ZR 429/02
Immobilien - Anerkenntnis bleibt auch bei Verstoß gegen § 12 BORA bestehen
- AGH Bayern, 19.11.2003 - BayAGH I - 24/02
- OLG Köln, 15.09.2005 - 8 U 21/05
Verstoß der Abtretung von Darlehensrückzahlungsforderungen einer Bank gegen das …
- OLG Hamm, 17.01.2008 - 27 U 115/07
Keine Erstreckung des verlängerten Eigentumsvorbehalts auf durch eine …
- BGH, 20.05.1992 - VIII ZR 240/91
Stillschweigende Einwilligung des Patienten in Weitergabe von …
- BGH, 17.01.2003 - V ZR 137/02
Immobilien - Vorkaufsrecht des Mieters
- OLG Köln, 15.01.1992 - 27 U 98/91
Nichtigkeit Arzt Inkassounternehmen Factoring
- BGH, 25.07.2002 - III ZR 113/02
Immobilienmakler - Provisionsanspruch auch bei Wohnungsvermittlung ohne Auftrag
- BGH, 25.03.1993 - IX ZR 192/92
Nichtige Abtretung der anwaltlichen Honorarforderung
- LG München I, 09.12.2003 - 13 S 9710/03
Unzulässige Abtretung von Honoraransprüchen unter Anwälten
- BGH, 27.06.2007 - VIII ZR 149/06
Energierecht - § 13 Abs. 2 Satz 1 EEG stellt kein Verbotsgesetz dar!
- BGH, 21.01.2010 - IX ZR 65/09
Insolvenzrecht - Pflicht zur abgesonderten Befriedung des Sicherungsnehmers
- BGH, 22.06.2000 - 5 StR 268/99
Bestechlichkeit; Verletzung des Dienstgeheimnisses; Anstiftung; Verwarnung mit …
- BGH, 27.11.2000 - II ZR 190/99
Geschäftsmäßiger Erwerb von Forderungen
- OLG Bremen, 01.04.1992 - 2 W 22/92
- OLG Karlsruhe, 10.03.2009 - 3 U 43/07
- BGH, 17.01.2003 - V ZR 127/02
Immobilien - Vorkaufsrecht des Mieters
- BGH, 04.03.1993 - IX ZR 151/92
Aufrechnung bei uneigennützigem Treuhandverhältnis
- BGH, 17.05.1995 - VIII ZR 94/94
Überlassung von Mandantenakten ohne Einwilligung in einem Kanzleiübernahmevertrag
- OLG Karlsruhe, 24.05.2006 - 19 U 65/05
Pfandleihe: Gewährung eines Darlehens mit einem überhöhten Zinssatz; …
- OLG Celle, 11.09.2008 - 11 U 88/08
Zahnarztvergütung: Einwilligung zur Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung; …
- BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 805/98
- LG Koblenz, 25.11.2004 - 3 O 496/03
Abtretbarkeitsanspruch einer Bank auf Rückzahlung eines Darlehens
- BGH, 10.08.1995 - IX ZR 220/94
Wirksamkeit der Zession von Honoraransprüchen eines Rechtsanwalts
- BGH, 16.04.1996 - XI ZR 138/95
Rechtsfolgen der Übertragung eines Akkreditivs; Zulässigkeit von Einwendungen aus …
- BSG, 28.09.1999 - B 2 U 36/98 R
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Erstattungsanspruch - Gesamtvereinbarung …
- BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Werbeagent - unzulässige Preisabsprache
- FG Nürnberg, 30.07.2009 - 6 K 1286/08
Zulässigkeit einer anlässlich einer bei einem Steuerberater stattfindenden …
- BGH, 08.07.1993 - IX ZR 12/93
Wirksamkeit der ohne Zustimmung des Mandanten vorgenommenen Abtretung der …
- BGH, 25.04.2001 - X ZR 50/99
Lizenzvertrag - Zur Ableitung des Willens zur Vertragsfortführung
- OLG Rostock, 28.10.2005 - 8 U 91/04
Auskunftsanspruch zur Vorbereitung eines Anspruchs aus ungerechtfertigter …
- BGH, 26.01.2006 - IX ZR 243/02
Liquidation einer vermögenslosen GmbH
- OLG Stuttgart, 01.09.1994 - 14 U 9/88
Arzthaftung bei fehlerhafter zahnärztlicher Behandlung
- BayObLG, 05.03.2001 - 5Z RR 174/99
Zum Gebot, Vermögensgegenstände der öffentlicher Träger nicht unter ihrem Wert zu …
- OLG Stuttgart, 03.02.2009 - 1 U 107/08
Abtretbarkeit von Ansprüchen aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen
- OLG Köln, 31.10.1995 - 22 U 268/94
Nichtiger Faktoringvertrag über Zahnarzthonorar
- OLG München, 08.11.2000 - 7 U 5995/99
Befangenheit der Wirtschaftprüfer - Berücksichtigung eigener …
- OLG München, 15.11.2000 - 7 U 3916/00
- LG Dortmund, 09.02.2006 - 4 S 176/05
Abtretung von Tierarzthonoraren
- OLG Oldenburg, 09.10.1991 - 3 U 43/91
- KG, 19.06.1992 - 13 U 262/92
- OLG Stuttgart, 11.05.1994 - 8 W 89/94
Pfändung der Honorarforderung eines Steuerberaters
- OLG Koblenz, 07.11.2001 - 1 U 1532/00
- OLG Köln, 12.06.1992 - 19 U 154/91
- OLG Hamm, 02.10.1992 - 11 U 174/91
Unwirksamkeit von Abtretungen ärztlicher Honorarforderungen und zugrunde …
- OLG Karlsruhe, 15.10.1997 - 13 U 8/96
Weitergabe von Behandlungsunterlagen: Anforderungen an wirksames Einverständnis
- LG Dortmund, 22.09.2009 - 3 O 583/08
- OLG Köln, 19.12.2011 - 5 U 2/11
- OLG München, 25.04.1996 - 19 U 2945/95
- OLG Köln, 23.12.1997 - 5 U 100/96
- OLG Köln, 17.11.2004 - 5 U 44/04
- AG Berlin-Schöneberg, 01.06.2010 - 4 C 286/09
- OLG Köln, 19.01.1994 - 5 U 239/94
- LG Berlin, 28.09.2004 - 64 S 230/04
- AG Amberg, 26.03.2007 - 3 C 43/07
- AG Lehrte, 03.08.2010 - 13 C 793/09
