Rechtsprechung
| BSG, 17.11.1999 - B 6 KA 14/99 R |
Zahnbehandlungen bei Bundeswehrsoldaten
§§ 194 BGB, Grundsatz der analogen Anwendung der Verjährungsvorschriften des BGB im öffentlichen Recht und seine Grenzen;
§ 75 Abs. 3 SGB V, öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch;
§§ 677 ff BGB analog, öffentlich-rechtliche GoA;
§§ 387 ff BGB, analoge Anwendung der bürgerlich-rechtlichen Grundsätze über die Aufrechnung im Sozialrecht
Volltextveröffentlichungen (4)
- lexetius.com
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Vertragsarztangelegenheiten
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Honorierung bei Behandlung von heilfürsorgeberechtigten Personen, unentgeltliche Abrechnung gegenüber Kostenträger
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Verfahrensgang
- SG Hannover, 10.11.1993 - S 21 Ka 305/90
- BSG, 17.11.1999 - B 6 KA 14/99 R
Wird zitiert von ... (29)
- SG Hannover, 10.03.2004 - S 10 KA 1571/00 Die Rechtssprechung des Bundessozialgericht (BSG) vom 17. November 1999, Az.: B 6 KA 14/99 R, habe auf eine Regelungslücke abgestellt, die seit der Änderung des § 69 SGB V zum 1. Januar 2000 ausdrücklich vom Gesetzgeber geschlossen worden sei.
Das Urteil des BSG vom 17. November 1999, Az.: B 6 KA 14/99 R, betreffe den Zeitraum von 1980 bis 1989.
In seinem Urteil vom 17. November 1999, Az.: B 6 KA 14/99 R, hebe das BSG hervor, dass Zinsen im Gesamtvertrag zu vereinbaren seien, aber den ärztlichen Honoraren und Gesamtvergütungen eine generelle Verzinsungspflicht fremd sei.
Im Gegensatz zur bisherigen Rechtsprechung des BSG vom 20. Februar 1968, Az.: 6 RKA 19/67, Breithaupt 1968, 907 ff., Urteil vom 24. September 1968, Az.: 6 RKA 17/66, BSGE 28/218 ff. und BSG, Urteil vom 17. November 1999, Az.: B 6 KA 14/99 R, besteht inzwischen auf Grund der gesetzlichen Regelung in § 69 Satz 3 SGB V eine gesetzliche Regelung zur Zahlung von Prozesszinsen auf Grund von Verzug.
In seinem Urteil vom 17. November 1999, Az.: B 6 KA 14/99 R, führt das BSG aus, dass "Ersatzansprüche zwischen öffentlich-rechtlichen Leistungsträgern regelmäßig keine Anspruch auf Prozess- oder Verzugszinsen" begründen, "es sei denn, dieses ist ausdrücklich abweichend geregelt." Es verweist dabei auf ein Urteil des BSG vom 20. Februar 1968, Az.: 6 RKa 19, 67 (Breithaupt 1968, 907), wonach der damals erkennende Senat nicht über die Fragestellung entscheiden musste, "ob in den Gesamtverträgen über die kassenärztliche Versorgung oder den darüber geschlossenen Bundes- oder Landesmantelverträgen (§ 368g Abs. 2 Reichsversicherungsordnung - RVO -) für den Fall einer nicht rechtzeitigen Zahlung der Gesamtvergütung eine Verzinsungspflicht vereinbart' werden kann".
- BSG, 28.09.2005 - B 6 KA 71/04 R
Landesverband der Krankenkassen - Kompetenzübertragung - Abschluss von Verträgen …
Daran hat der Senat in seiner letzten einschlägigen Entscheidung vom 17. November 1999 - B 6 KA 14/99 R - (SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 54/55) festgehalten.Vielmehr seien Prozesszinsen wie Verzugszinsen nur soweit zu zahlen, wie dies ausdrücklich bestimmt sei (zuletzt BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 54 f).
- BSG, 17.09.2008 - B 6 KA 48/07 R
Kassenärztliche Vereinigung - Vergütung der Behandlungskosten für Patienten von …
Dahinter stand das Interesse der zur Vergütung verpflichteten Bundesrepublik Deutschland, sich durch die Ankoppelung an die RVO-Regelungen die Mühen eigener Vertragsverhandlungen mit den Risiken vertragsloser Zustände zu ersparen und zudem eine Kostenentlastung gegenüber der bislang zugrunde gelegten amtlichen Gebührenordnung zu erzielen (…Heinemann/Liebold aaO, § 75 SGB V RdNr C 75-27; s auch BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 50 sowie BVerfGE 62, 354, 372 = SozR 2200 § 368n Nr. 25 S 72).Die im Urteil vom 17.11.1999 (SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 45, 50) getroffene Feststellung, dass § 75 Abs. 3 Satz 2 SGB V eine bestimmte Vergütungshöhe für verbindlich erklärt, bezog sich zum einen auf die Sach- und Rechtslage im Quartal IV/89, also auf einen Zeitraum, in dem eine Modifizierung des Punktwerts durch Honorarverteilungsregelungen noch die Ausnahme war.
Nichts anderes gilt für die Ausführungen des Senats in seinem bereits erwähnten Urteil vom 17.11.1999 (aaO, S 50 f).
- BSG, 13.02.2001 - B 6 KA 64/00 B
Entscheidung der kassenzahnärztlichen Vereinigung über Honoraranspruch bei der …
Soweit die Klägerin dem vom LSG mehrfach zitierten Senatsurteil vom 17. November 1999 - B 6 KA 14/99 R - (BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11) entnimmt, die Versorgungsstrukturen für Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge verliefen entsprechend dem System des Vertragsarztrechts nach den §§ 72 ff SGB V, wird damit kein Rechtssatz bezeichnet, zu dem die oben wiedergegebene Rechtsaussage des Berufungsurteils in Widerspruch stehen könnte.Die Klägerin leitet aus dem Senatsurteil vom 17. November 1999 (aaO) ab, daß die Bundesrepublik Deutschland (Wehrbereichsverwaltung) gehalten sei, bei ihr - der KZÄV - auf die Durchführung eines Honorarberichtigungsverfahrens in entsprechender Anwendung des § 12 Nr. 6 EKV-Z hinzuwirken.
Die Schlußfolgerung der Klägerin, wegen der Parallelität der Versorgungsstrukturen im vertragszahnärztlichen Bereich einerseits und im Bereich der Gewährleistung der freien Heilfürsorge andererseits sei auch im Rechtsverhältnis zwischen Bundesrepublik Deutschland und KZÄV bei Auftragsüberschreitungen zwingend ein Honorarberichtigungsverfahren durchzuführen, ist dem Senatsurteil vom 17. November 1999 (aaO) auch nicht mittelbar zu entnehmen.
- BSG, 28.09.2005 - B 6 KA 72/04 R
Kompetenzen eines Landesverbandes der Krankenkassen in der vertragsärztlichen …
Daran hat der Senat in seiner letzten einschlägigen Entscheidung vom 17. November 1999 - B 6 KA 14/99 R - (SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 54/55) festgehalten.Vielmehr seien Prozesszinsen wie Verzugszinsen nur soweit zu zahlen, wie dies ausdrücklich bestimmt sei (zuletzt BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 54 f).
- BSG, 23.03.2006 - B 3 KR 6/05 R
Krankenversicherung - Vergütungsforderung eines zugelassenen Leistungserbringers
Zur Begründung wurde ua auf die Solidarhaftung aller Versicherten, auf die einseitig zu Lasten der Leistungsträger getroffenen Regelungen hinsichtlich der Gerichtsgebühren (§§ 183, 184 SGG jeweils aF) sowie auf den Ausschluss der Erstattung außergerichtlicher Kosten an den Leistungsträger selbst im Falle seines Obsiegens (§ 193 Abs. 4 SGG aF) verwiesen (BSGE 6, 19 = Breithaupt 1958, 725, 730;… BSGE 22, 150 = SozR Nr. 1 zu § 288 BGB = SozR Nr. 1 zu § 291 BGB;… BSGE 24, 16, 18 = SozR Nr. 16 zu § 1531 RVO;… BSGE 24, 118 = SozR Nr. 3 zu § 291 BGB;… BSGE 28, 218, 222 = SozR Nr. 1 zu § 5 EKV-Ärzte vom 12. Mai 1950;… BSGE 29, 44, 54 = SozR Nr. 3 zu § 28 BVG;… BSGE 35, 195, 203 = SozR Nr. 4 zu § 1403 RVO;… BSGE 49, 227, 228 = SozR 1200 § 44 Nr. 2;… BSGE 55, 40, 44 = SozR 2100 § 27 Nr. 2;… BSGE 71, 72, 74 = SozR 3-7610 § 291 Nr. 1;… BSG SozR 2100 § 27 Nr. 3;… BSG SozR 1300 § 61 Nr. 1; BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11). - BSG, 07.02.2007 - B 6 KA 6/06 R
Kassenärztliche Vereinigung - keine Verrechnung von Honoraransprüchen einer neu …
Ebenso ergibt sich aus den für die öffentlich-rechtlichen Schuldverhältnisse des Vertragsarztrechts im Wege der Lückenfüllung entsprechend anwendbaren Vorschriften des Allgemeinen Schuldrechts über die Aufrechnung in §§ 387 ff BGB (BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 55 f, mwN) keine Regelung, die für die hier zu beurteilende Fallgestaltung ein Absehen von dem Gegenseitigkeitserfordernis zuließe. - BSG, 17.08.2011 - B 6 KA 24/10 R
Kassenärztliche Vereinigung - keine Berechtigung zur Aufrechnung von überhöhten …
Wie der Senat bereits wiederholt entschieden hat, sind für die öffentlich-rechtlichen Schuldverhältnisse des Vertragsarztrechts die Vorschriften des Allgemeinen Schuldrechts über die Aufrechnung in §§ 387 ff BGB im Wege der Lückenfüllung entsprechend anwendbar (…BSGE 105, 224 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 52, RdNr 14;… BSGE 98, 89 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 31, RdNr 17; BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 55 f mwN;… zuletzt BSG Urteil vom 23.3. 2011 - B 6 KA 14/10 R - RdNr 13, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen).Eine Verzinsung von Honorarforderungen eines Vertragsarztes kommt nach der Rechtsprechung des Senats nicht in Betracht (vgl BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11).
- BSG, 23.03.2011 - B 6 KA 14/10 R
Kassenärztliche Vereinigung - Honorarberichtigung - keine Aufrechnung eines …
Für die öffentlich-rechtlichen Schuldverhältnisse des Vertragsarztrechts sind die Vorschriften des Allgemeinen Schuldrechts über die Aufrechnung in §§ 387 ff BGB im Wege der Lückenfüllung entsprechend anwendbar (…BSGE 105, 224 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 52, RdNr 14;… BSGE 98, 89 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 31, RdNr 17; BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11 S 55 f mwN).Eine Verzinsung von Honorarforderungen eines Vertragsarztes kommt nach der Rechtsprechung des Senats nicht in Betracht (vgl BSG SozR 3-2500 § 75 Nr. 11).
- BSG, 26.01.2000 - B 6 KA 59/98 R
Vertragsärztliche Leistung beim Aids-Test 1985
Auch wenn Aufwendungsersatzansprüche nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag im Bereich des Sozialversicherungsrechts grundsätzlich denkbar sind (…vgl BSGE 67, 100, 101 = SozR 3-7610 § 683 Nr. 1 S 2), scheiden solche Ansprüche nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung aus, wenn besondere Bestimmungen das Verhältnis zwischen Geschäftsführer (hier: den Klägern) und Geschäftsherrn (hier: der Beklagten) abweichend regeln (vgl BGHZ 98, 235, 242 f) oder wenn Vorschriften des öffentlichen Rechts eine erschöpfende Regelung vorsehen, die einen Rückgriff auf die Grundsätze über die Geschäftsführung ohne Auftrag nicht erlauben (vgl BGHZ 30, 162, 169 ff; 140, 102, 109 f; Urteil des Senats vom 17. November 1999 - B 6 KA 14/99 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen). - LSG Nordrhein-Westfalen, 16.02.2004 - L 3 P 9/02
Pflegeversicherung
- BSG, 11.03.2009 - B 6 KA 31/08 B
Vergütung in der vertragsärztlichen Versorgung, Gebot der angemessenen Vergütung; …
- BSG, 12.12.2001 - B 6 KA 2/01 R
Rücknahme einer sachlich-rechnerischen Richtigstellung durch die Kassenärztliche …
- BSG, 03.02.2010 - B 6 KA 30/08 R
Vertragsärztliche Versorgung - Aufrechnung gegen Honoraransprüche - Bestimmung …
- BSG, 02.03.2000 - B 7 AL 36/99 R
Kein öffentliches Interesse an der Erbringung von Geldleistungen für den …
- BSG, 21.02.2002 - B 3 KR 4/01 R
Krankenhaus - Fallpauschale - Herzoperation - arbeitsteilige Behandlung durch …
- BSG, 12.01.2010 - B 2 U 28/08 R
Begründung einer vertraglichen Vereinbarung über die Durchführung und Vergütung …
- BSG, 31.08.2011 - GS 2/10
Zulässigkeit der Erklärung einer Verrechnung durch Verwaltungsakt
- LSG Rheinland-Pfalz, 18.05.2006 - L 5 KNK 11/05
Verzinsung einer zuviel gezahlten Vergütung für eine stationäre Behandlung
- SG Dortmund, 30.03.2004 - S 9 KA 52/03
Vertragsarztangelegenheiten
- SG Dortmund, 30.03.2004 - S 9 KA 53/03
Vertragsarztrecht
- LSG Schleswig-Holstein, 04.11.2008 - L 4 KA 2/06
- SG Düsseldorf, 04.11.2009 - S 2 KA 108/09
Vertragsarztangelegenheiten
- LSG Berlin-Brandenburg, 06.11.2009 - L 7 KA 104/09
Bestandskraft von Honorarbescheiden; vorläufige Abschlagszahlungen; …
- LSG Berlin-Brandenburg, 12.09.2008 - L 15 SO 274/07
Sozialhilfe - Aufwendungserstattung zwischen örtlichem und überörtlichem …
- LSG Hessen, 04.05.2011 - L 4 KA 49/09
- LSG Niedersachsen-Bremen, 08.10.2009 - L 3 KA 60/09
Honorarverteilungsmaßstab - Rückforderung nach Honorarberichtigung - Zulässigkeit …
- SG Karlsruhe, 21.12.2004 - S 1 KA 4638/03
Kassenärztliche Vereinigung - Krankenkasse - keine Verzinsung von verspätet …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 08.10.2009 - L 3 KA 60/09
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