Rechtsprechung
   BGH, 05.04.1989 - IVb ZR 26/88   

Zurückbehaltungsrecht gegen Freigabeanspruch

§ 307 ZPO, Anerkenntnis mit Zug-um-Zug-Vorbehalt ist zulässig: paßt der Kläger seinen Antrag nicht an, ergeht zwar kein Anerkenntnisurteil, jedoch ein Urteil ohne Sachprüfung hinsichtlich der anerkannten Rechtsfolge;

§ 307 ZPO, grundsätzliche Unwiderruflichkeit des Anerkenntnisses;

§ 160 Abs. 3 Nr. 1 ZPO, keine Unwirksamkeit von Prozeßerklärungen bei Verstoß gegen § 162 Abs. 1 ZPO

Volltextveröffentlichungen (4)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 107, 142
  • NJW 1989, 1934
  • ZIP 1989, 736
  • MDR 1989, 803
  • FamRZ 1989, 847
  • WM 1989, 1106
  • DB 1989, 1670



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Wird zitiert von ... (32)  

  • BGH, 19.12.1991 - IX ZR 96/91  

    Prozeßhindernis der Rechtskraft bei vorausgegangener Zug-um-Zug-Verurteilung

    Die Zug-um-Zug-Verurteilung ist gegenüber der unbeschränkten Verurteilung ein weniger (BGHZ 27, 241, 249; 107, 142, 147 = DRsp IV (415) 199 b-c = MDR 1989, 803 = NJW 1985, 1934).

    Denn die Zug-um-Zug-Verurteilung ist gegenüber der unbeschränkten Verurteilung ein Weniger (BGHZ 27, 241, 249; 107, 142, 147; BGH, Urt. v. 2. Februar 1951 - V ZR 15/50, NJW 1951, 517, 518 = LM § 497 BGB Nr. 1; OLG Kiel JW 1933, 1537 m.Anm. Jacobi; Staudinger/Selb, § 274 BGB Rdn. 4; MünchKomm/Keller, BGB 2. Aufl. § 274 Rdn. 1; Palandt/Heinrichs, § 274 BGB Rdn. 2; Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 14. Aufl. § 134 I 1 b; Schellhammer, aaO. Rdn. 903; Münzberg, NJW 1961, 540, 541; Melissinos, Die Bindung des Gerichts an die Parteianträge nach § 308 Abs. 1 ZPO 1982 S. 140 ff).

  • BGH, 17.03.1993 - XII ZR 256/91  

    Fortwirkung eines im schriftlichen Vorverfahren abgegebenen Anerkenntnisses

    Die Bindung an ein Anerkenntnis folgt allgemein aus dem Charakter als grundsätzlich unwiderrufliche Prozeßhandlung (BGHZ 80, 389 = LM § 222 ZPO (L) Nr. 20 = NJW 1981, 2193; BGHZ 107, 142,147 = LM § 307 ZPO Nr. 8 = NJW 1989, 1934).

    Dazu reichte der allgemeine Verurteilungsantrag des Ehemannes aus (BGHZ aaO. S. 338 f; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 107, 142, 147).

    Eine solche Bindung folgt allgemein aus dem Charakter des Anerkenntnisses als grundsätzlich unwiderruflicher Prozeßhandlung (Senatsurteile BGHZ 80, 389; 107, 142, 147).

  • BGH, 08.11.2005 - XI ZR 90/05  

    Bankrecht - Girovertrag: Anspruch auf Kontoauszüge und Abschlüsse nicht pfändbar

    Das Gericht entscheidet nicht mehr über das materiell-rechtliche Bestehen des anerkannten Hauptanspruchs, sondern lediglich über die Berechtigung des geltend gemachten Gegenrechts (BGHZ 107, 142, 146 f.).
mehr
  • BGH, 31.10.2001 - XII ZR 292/99  

    Berechnung des Anfangsvermögen bei fehlender Nutzbarkeit von vor der Ehe

    Die Revision des Ehemannes erweist sich entgegen den Ausführungen der Revisionserwiderung nicht schon deshalb als unbegründet, weil er in der mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht am 10. Juni 1997 den Anspruch auf Elementarunterhalt in Höhe von 1.400 DM und auf Krankenvorsorge- einschließlich Pflegeversicherungsunterhalt in Höhe von 182, 18 DM anerkannt hat und dieses Anerkenntnis trotz Verstoßes gegen § 162 Abs. 1 ZPO wirksam war (vgl. Senat BGHZ 107, 142, 146).
  • BGH, 24.01.1990 - VIII ZR 296/88  

    Schriftform für Nachträge zum Mietvertrag - Anfall des Hilfsantrages bei Revision

    b) Der somit vom erkennenden Senat zu bescheidende Zahlungsanspruch war den Klägern in der Hauptsache ohne Prüfung der sachlichen Begründetheit zuzusprechen, weil die Beklagte ihn insoweit (ohne Zinsen) in der Berufungsverhandlung anerkannt hat (vgl. BGHZ 10, 333; BGH Urteil vom 5. April 1989 - IVb ZR 26/88 = WM 1989, 1106, 1107).
  • OLG Köln, 30.01.2002 - 11 U 71/01  

    Autorecht; Verfahrensrecht; Berechnung der Gebrauchsvorteile bei Wandlung des

    Das darin liegende Anerkenntnis ist eine grundsätzlich unwiderrufliche Prozesshandlung (BGHZ 80, 389 = NJW 1981, 2193; BGHZ 107, 142, 146 f. = NJW 1989, 1934, 1935; Zöller/Vollkommer, 22. Aufl., Vor § 306 Rn. 5 f. mit weiteren Nachweisen).

    Solche Einschränkungen sind möglich und führen dazu, dass, wenn der Kläger seinen Antrag nicht entsprechend anpasst, das Gericht streitmäßig lediglich über die Durchsetzbarkeit des Anspruchs im Hinblick auf die geltend gemachten Einschränkungen entscheidet, wobei das Urteil dann zwar kein Anerkenntnisurteil i. S. von § 307 ZPO ist, wohl aber ein wirksames Anerkenntnis zur Entscheidungsgrundlage hat (vgl. BGHZ 107, 142, 146 f. = NJW 1989, 1934, 1935; Zöller/Vollkommer, a.a.O.; Vor § 306 Rn. 2, § 307 Rn. 7).

  • OLG Köln, 15.09.2005 - 8 U 21/05  

    Verstoß der Abtretung von Darlehensrückzahlungsforderungen einer Bank gegen das

    Diese bindende Wirkung entfällt nicht durch die Besonderheit, dass ein Anerkenntnis nicht umfassend, sondern nur eingeschränkt erfolgt ist, wie beispielsweise für den Fall, dass lediglich ein Teil des geltend gemachten Klageanspruchs (Zöller/Vollkommer, a.a.0., § 307 Rdnr. 6) oder für den Fall, dass ein Anspruch unter dem Vorbehalt der gleichzeitigen Erbringung einer Zug-um-Zug zu bewirkenden Gegenleistung anerkannt wird (BGH NJW 1989, 1934 ff.).
  • OLG Brandenburg, 05.10.2005 - 4 U 35/05  

    Immobilien - Zurückbehaltungsrecht bei Pfandhaftenlassung

    Seine Wirksamkeit wird nicht dadurch in Frage gestellt, dass es mit einem Gegenrecht - etwa einem Zahlungsanspruch - verbunden wird (BGHZ 107, 142, ebenso OLG Düsseldorf OLGR 1998, 193).

    Zutreffend geht die Kammer zwar davon aus, dass ein Anerkenntnis - also die Erklärung, dass der von der klagenden Partei geltend gemachte prozessuale Anspruch ganz oder zum Teil begründet sei - auch durch schlüssiges Verhalten erklärt werden kann und seine Wirksamkeit nach der vom Landgericht herangezogenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 107, 142, ebenso OLG Düsseldorf OLGR 1998, 193) auch nicht dadurch in Frage gestellt wird, dass es mit einem Gegenrecht - etwa einem Zahlungsanspruch - verbunden wird.

  • BGH, 04.07.2007 - XII ZB 14/07  

    Verfahrensrecht - Wirksamkeit eines Rechtsmittelsverzichts

    Das durch § 162 Abs. 1 ZPO vorgeschriebene Verfahren der Verlesung und Genehmigung von Protokollerklärungen ist somit nicht im Sinne eines zwingenden Formerfordernisses zu verstehen; es soll lediglich Gewähr für die Richtigkeit des Protokolls bieten und damit seine Beweiskraft untermauern (Senatsbeschlüsse vom 18. Januar 1984 ­ IVb ZB 53/83 ­ FamRZ 1984, 372 f.; vom 25. Juni 1986 ­ IVb ZB 75/85 ­ FamRZ 1986, 1089 f. [jeweils zum Rechtsmittelverzicht]; und Senatsurteil BGHZ 107, 142, 145 f. = FamRZ 1989, 847, 848 [zum Anerkenntnis]).
  • BGH, 18.06.1999 - V ZR 40/98  

    Ersetzung der notariellen Beurkundung durch einen gerichtlichen Vergleich

    Ein Verstoß gegen die in § 162 Abs. 1 ZPO getroffenen Anordnungen, also bereits das Unterbleiben der Verlesung oder sonstigen Eröffnung der im Protoll enthaltenen Feststellungen, berührt nach der Rechtsprechung die Wirksamkeit der festgestellten Prozeßhandlungen nicht (BGH, Beschl. v. 18. Januar 1984, IVb ZB 53/83, NJW 1984, 1465; BGHZ 107, 142, 146).
  • OLG Köln, 27.02.2002 - 11 U 116/01  

    85.000,00 DM Schmerzensgeld nach Verkehrunfall mit erheblichen Dauerschäden

  • OLG Hamm, 27.04.2004 - 21 U 152/03  

    Bauvertrag - AGB: Vertragsauslegung bei Gewährleistungsbürgschaft a.e.A.?

  • BGH, 08.03.2005 - VIII ZB 3/04  

    Begriff des sofortigen Anerkenntnisses bei Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts

  • OLG Frankfurt, 03.05.2006 - 23 U 188/04  

    Internationale Zuständigkeit für Ansprüche eines Nachfolgestaats eines

  • OLG Schleswig, 29.02.2008 - 4 U 149/07  

    Pflegemehrbedarf und Fortkommensschaden eines Jugendlichen Behinderten

  • OLG Zweibrücken, 04.02.2002 - 2 WF 8/02  

    Kosten des Rechtsstreits im Fall eines nur zur Teilleistung bereiten

  • OLG Stuttgart, 29.03.2005 - 12 U 106/04  

    Bauvertrag - Folgen einer Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung abwendbar?

  • BGH, 08.12.1993 - XII ZR 133/92  

    Wirksamkeit eines beiderseitigen Rechtsmittelverzichts gegen ein

  • OLG Dresden, 02.06.1999 - 8 U 550/99  
  • OLG Jena, 23.04.2009 - 1 UF 11/09  

    Anerkenntnisurteil trotz fehlenden Anerkenntnisses, Anerkenntnis im

  • OLG Brandenburg, 01.09.2010 - 4 U 9/10  

    Vorsicht Garantiefalle

  • OLG Jena, 06.04.2005 - 4 U 920/04  

    Unzulässiges Teil-Anerkenntnisurteil

  • BGH, 01.06.2011 - I ZR 80/09  

    Verfahrensrecht - Klageverzicht im Sinne des § 306 ZPO

  • OLG Jena, 27.04.2005 - 4 U 920/04  

    Verfahrensrecht - Unzulässiges Teil-Anerkenntnisurteil

  • OLG Hamburg, 23.04.1992 - 2 UF 7/92  

    Kein schematischer Vorwegabzug des Kindesunterhalts bei der Errechnung des

  • LG Osnabrück, 22.12.2003 - 10 O 2489/03  

    Aussiedler, Grundstückskauf

  • BVerwG, 22.11.2010 - 2 B 8.10  

    Revisionszulassung zur Gewährung von Unfallruhegehalt wegen eines Dienstunfalls

  • OLG München, 23.10.1990 - 5 U 3462/90  
  • OLG München, 28.08.1991 - 25 W 799/91  
  • BGH, 14.01.1991 - NotZ 1/90  
  • LG Berlin, 15.05.2007 - 29 O 131/07  

    Vermietungsgesellschaft: Grenzen der Legitimationsprüfungsbefugnis einer Bank vor

  • LSG Berlin-Brandenburg, 07.02.2012 - L 29 AS 2004/11  

    Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensfehler - Verstoß gegen

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