Rechtsprechung
   BGH, 29.01.1964 - V ZR 209/61   

Zuwendung des Wertpapierdepots

§§ 331, 2301 BGB

Volltextveröffentlichungen

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 41, 95
  • NJW 1964, 1952
  • NJW 1964, 1124



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Wird zitiert von ... (21)  

  • OLG Stuttgart, 29.06.2009 - 5 U 40/09  

    Testamentsvollstreckung: Zuordnung eines Depotvermögens unter Berücksichtigung

    Nach feststehender Rechtsprechung kann durch Vertrag zugunsten Dritter ohne Einhaltung der für Schenkungen von Todes wegen geltenden Formvorschriften (§ 2301 BGB) dem Dritten ein schuldrechtlicher Anspruch auch dann zugewendet werden, wenn es sich im Verhältnis zwischen dem Versprechensempfänger und dem Dritten (Valutaverhältnis) um eine unentgeltliche (schenkweise) Zuwendung handelt und der Anspruchserwerb des Dritten erst mit dem Tode des Versprechensempfängers eintreten soll (§§ 328, 331 BGB; BGHZ 41, 95; 66, 8; NJW 2004, 767).

    Dies gilt auch dann, wenn die Leistung auf Übereignung von Wertpapieren geht (BGHZ 41, 95).

    Denn die Rechtsprechung des BGH nimmt in diesen Fällen im Hinblick auf den sogenannten "Von-Selbst-Erwerb" des Begünstigten (BGHZ 41, 95 f. = NJW 1964, 1124) sowohl Vollziehung i. S. von § 2301 II als auch Heilung des Formmangels gem. § 518 II BGB an.

  • BGH, 26.11.2003 - IV ZR 438/02  

    Erbrecht - Verfügung zu Gunsten Dritter auf den Todesfall

    Deshalb gilt § 2301 Abs. 1 BGB für sie auch dann nicht, wenn es sich im Valutaverhältnis um eine unentgeltliche Zuwendung handelt (BGHZ 41, 95, 96; 66, 8, 12 f.; Urteil vom 19. Oktober 1983 - IVa ZR 71/82 - NJW 1984, 480 unter 1).
  • BGH, 07.12.2011 - IV ZR 16/11  

    Erbrecht - Formbedürftigkeit des Erbverzichts: Nicht für dinglichen Vollzug

    Bereits mit dem wirksamen Abschluss des Vertrages zugunsten Dritter erwirbt der Dritte einen unmittelba ren Anspruch gegen den Versprechenden, so dass bereits hierin der Schenkungsvollzug zu sehen ist (vgl. BGH, Urteil vom 29. Januar 1964 V ZR 209/61, BGHZ 41, 95, 97; MünchKomm-BGB/Koch, § 518 Rn. 20).
mehr
  • BGH, 09.11.1966 - VIII ZR 73/64  

    Sparbuch für die Enkelin - Inhaberschaft

    a) Daß eine solche Zuwendung auf den Todesfall durch Rechtsgeschäft unter Lebenden ohne Einhaltung der für Verfügungen von Todes wegen vorgeschriebenen Form rechtlich möglich ist, ergibt sich unmittelbar aus §§ 328 Abs. 2, 331 Abs. 1 BGB (RGZ 106, 1 ff; BGHZ 41, 95; BGH NJW 1965, 1913; BGB-RGRK § 516 Nr. 29).

    Einer erneuten (vgl. BGHZ 41, 95, 96) Auseinandersetzung mit der Gegenmeinung, wie sie insbesondere von Boehmer (Staudinger/Boehmer, Erbrecht, 11. Aufl., Einleitung § 27), Coing (Kipp/Coing, Erbrecht, 11. Aufl., § 81 IV) und (einschränkend) auch von Lehmann (Staudinger/Lehmann, BGB, 11. Aufl., vor § 1937 Nr. 14) vertreten wird, bedarf es nicht.

  • BGH, 28.10.2009 - IV ZR 82/08  

    Anordnung der Anrechnung von Vorempfängen auf den Erbteil über die gesetzlichen

    Die Rechtsbeziehungen sowohl im Deckungsverhältnis zwischen dem Erblasser und seinem Vertragspartner als auch im Valutaverhältnis zwischen Erblasser und Drittem richten sich nach Schuldrecht und nicht nach Erbrecht (st. Rspr., BGHZ 41, 95, 96; 46, 198, 201 f.; 66, 8, 12 ff.; 157, 79, 82 f.; Senatsurteile vom 19. Oktober 1983 - IVa ZR 71/82 - NJW 1984, 480 unter 1; vom 21. Mai 2008 - IV ZR 238/06 - NJW 2008, 2702 Tz. 19).
  • OLG Düsseldorf, 31.05.1996 - 22 U 236/95  
    Für eine solche Zuwendung sind die §§ 328, 331 BGB einschlägig, die Formvorschrift des § 2301 BGB ist dagegen nicht anwendbar, vgl. BGH NJW 1964, 1124, 1125; BGH NJW 1984, 480, 481.

    ein, denn mit dem Tode ihres Lebensgefährten wurde die Klägerin unmittelbar Forderungsinhaberin, vgl. BGH NJW 1964, 1124, 1125; BGH NJW 1984, 480, 481; BGHZ 66, 8, 13; BGHZ 91, 288, 291; Staudinger-Jagmann, a.a.O., § 331 Rdnr. 4, 18; Münchener Kommentar-Gottwald, BGB, 3. Aufl., § 331 Rdnr. 6; Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 331 Rdnr. 4.

  • BGH, 10.02.1977 - II ZR 120/75  

    Auslegung von (qualifizierten) Nachfolgeklauseln

    Daher scheitert der gewollte automatische Anteilsübergang auf den außenstehenden Dritten nach der zwar im Schrifttum auf Widerstand stoßenden (vgl. u. a. Harry Westermann, Personengesellschaftsrecht, 2. Aufl. Rz. 1 559 m. w. N.), bisher aber ständigen Rechtsprechung der Gerichte schon daran, daß eine Verfügung zugunsten Dritter für unzulässig gehalten wird (BGHZ 41, 95 f m. w. N.).
  • BGH, 08.07.1993 - IX ZR 222/92  

    Notarhaftung bei unzureichender Belehrung über dingliche Sicherung einer

    a) Die Bestellung der Reallast zugunsten eines an dem Rechtsgeschäft nicht beteiligten Dritten - hier: E. S. - war unwirksam, weil § 328 BGB auf dingliche Rechte nicht anwendbar ist (vgl. BGHZ 41, 95, 96; BGH, Urt. v. 16. Februar 1965 - V ZR 264/62, WM 1965, 464; v. 17. April 1986 - IX ZR 54/85, WM 1986, 749, 750; Beschl. v. 9. November 1989 - V ZR 18/89, BGHR BGB § 328 Abs. 1 "Reallast 1").
  • BGH, 26.11.1975 - IV ZR 138/74  

    Zuwendung auf den Todesfall

    Nachdem die Rechtsprechung sowohl des Reichsgerichts (RGZ 80, 175; 88, 137; 128, 187) wie des Bundesgerichtshofs (BGHZ 41, 95 - V. Zivilsenat -; 46, 198 - VIII. Zivilsenat -; NJW 1965, 1913 - III. ZivilSenat-; NJW 1975, 382; 1975, 1360 - IV. Zivilsenat) die im Schrifttum stets streitige Rechtsfrage dahin entschieden hat, daß Verträgen der hier gegebenen Art nicht wegen Verstoßes gegen erbrechtliche oder schenkungsrechtliche Vorschriften die Anerkennung versagt werden darf, ist zwar noch keine gewohnheitsrechtliche Verfestigung der Rechtslage entstanden (so für Fremdbegünstigungen aus Lebensversicherungsverträgen Reinicke, NJW 1956, 1054 und allgemein für Verträge dieser Art Brox, Erbrecht, 4. Aufl. Rdn. 736), wohl aber ein grundsätzlich zu beachtender Vertrauenstatbestand geschaffen, den zu beseitigen sich nur aus ganz schwerwiegenden Gründen rechtfertigen ließe.
  • BGH, 17.04.1986 - IX ZR 54/85  

    Kontosperre zugunsten eines Gläubigers im Konkurs des Schuldners

    Eine solche Vereinbarung wäre ein Vertrag zugunsten Dritter gemäß § 328 BGH, der jedoch nur bei schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäften, nicht aber bei dinglichen Verträgen oder schuldrechtlichen Verfügungsverträgen möglich ist (RGZ 124, 217, 221; BGHZ 41, 95 f und ständig).
  • BGH, 29.01.1988 - V ZR 310/86  

    Untersagung des Lagerns und Ausschenkens von Getränken durch eine Dienstbarkeit

  • BGH, 26.06.2007 - XI ZR 201/06  

    Bürgschaft - Erlassvertrag zu Gunsten Dritter zulässig?

  • BGH, 17.11.2005 - V ZR 68/05  

    Vernehmung von Zeugen nach Verwertung einer schriftlichen Zeugenaussage

  • BGH, 29.05.1984 - IX ZR 86/82  

    Registerschutz und Bereicherung

  • OLG Karlsruhe, 20.03.2001 - 11 Wx 18/01  

    Eintragung eines Nießbrauchs bei Unsicherheit über materielle Rechtslage

  • FG Schleswig-Holstein, 25.07.2002 - III 312/01  

    Abänderbarkeit eines formwirksamen Vertrags zugunsten Dritter aufgrund eines

  • OLG München, 24.11.2010 - 34 Wx 103/10  

    Immobilien - Vertrag zugunsten Dritter: Nicht bei dinglichen Rechten!

  • LG Köln, 21.12.2006 - 27 O 376/06  
  • BFH, 12.04.1978 - II B 45/76  
  • LG Köln, 25.02.2004 - 23 O 223/03  

    Abänderung des Bezugsrechts aus Lebensversicherung; Deckungsverhältnis,

  • BGH, 09.11.1989 - V ZR 18/89  
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