Rechtsprechung
   BGH, 19.06.2000 - II ZR 319/98   

"Coproduktionsvertrag"

§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, zum Bestimmtheitserfordernis bei Teilklage mit mehreren Ansprüchsgründen (Angabe der Prüfungsreihenfolge für die Einzelpositionen erforderlich);

absoluter Vorrang der Zulässigkeits- vor der Begründetheitsprüfung;

§§ 355 ff ZPO, zur Pflicht des Gerichts, beantragte Beweise zu erheben;

§ 252 BGB, kein Ersatz "frustrierter Aufwendungen" neben entgangenem Gewinn

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • openjur.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2
    Abweisung als unbegründet bei zweifelhafter Zulässigkeit

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Begründetheit der Klage bei offen gelassener Zulässigkeit?

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2000, 3718
  • MDR 2000, 1334
  • WM 2000, 2315
  • BB 2000, 2279



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Wird zitiert von ... (37)  

  • BGH, 11.11.2004 - III ZR 200/03  

    Amtshaftung - Warnung vor Deichbruch

    Richtig ist, daß bei einer auf mehrere selbständige prozessuale Ansprüche gestützten Teilklage der Leistungsantrag nur dann hinreichend bestimmt ist (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO), wenn der Kläger angibt, mit welchem Anteil oder in welcher Reihenfolge die einzelnen Ansprüche geprüft werden sollen (BGHZ 124, 164, 166; BGH, Urteil vom 19. Juni 2000 - II ZR 319/98 - NJW 2000, 3718, 3719; Urteil vom 13. Februar 2003 - I ZR 281/01 - NJW-RR 2003, 916).

    Das gilt jedoch nicht für bloße unselbständige Rechnungsposten (BGH, Urteil vom 19. Juni 2000 aaO; Urteil vom 13. März 2003 - VII ZR 418/01 - NJW-RR 2003, 1075, 1076).

  • OLG Köln, 11.09.2008 - 2 U 49/08  

    Verfahrensrecht - Zurückweisung der Berufung

    Zwar darf nach nahezu einhelliger Auffassung das Gericht die Frage nach der Zulässigkeit einer Klage nicht offen lassen, sondern in die Prüfung ihrer Begründetheit erst eintreten, nachdem es ihre Zulässigkeit geprüft und bejaht hat (vgl. BGH NJW-RR 1991, 333; BGH NJW 2000, 3718 [3719 f.]; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 66. Aufl. 2008, Grundz. vor § 253, Rdn. 14; Jauernig in Festschrift für Schiedermair, 1976, S. 289 ff.; Rosenberg/ Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 16. Aufl. 2004, § 93, Rdn. 45 [S. 624]; Stein/Jonas/Brehm, ZPO, 22. Aufl., 2003, vor § 1, Rdn. 266; Thomas/Putzo/ Reichold, a.a.O., Vorbem. zu § 253, Rdn. 8; Zöller/Greger, ZPO, 26. Aufl. 2007, vor § 253, Rdn. 10).

    Entsprechend wird überwiegend vertreten, daß erst die Bejahung der Zulässigkeit eines Rechtsmittels die Prüfung seiner Begründetheit erlaube (vgl. Baumbach/ Lauterbach/Hartmann, a.a.O., Grundz. vor § 511, Rdn. 6; Rosenberg/ Schwab/Gottwald, a.a.O., § 137, Rdn. 1 [S. 968]; Zöller/Gummer/Heßler, a.a.O., § 522, Rdn. 1; einschränkend: Thomas/ Putzo/Reichold, a.a.O., Vorbem. vor § 511, Rdn. 11; offen gelassen von BGH NJW 2000, 3718 [3719 f.]).

  • BGH, 12.01.2006 - III ZR 138/05  

    Anforderungen an die Bestimmtheit einer Teilklage

    a) Wird mit der Klage ein Teilbetrag geltend gemacht, der sich aus mehreren selbständigen Ansprüchen zusammensetzt, muss der Kläger im Einzelnen angeben, wie er die Klagesumme ziffernmäßig auf die verschiedenen Ansprüche verteilt wissen will oder zumindest angeben, in welcher Reihenfolge er die Forderungen bis zur geltend gemachten Gesamthöhe beansprucht, da anderenfalls der Umfang der Rechtskraft des Urteils nicht festzustellen wäre (BGH, Urteil vom 8. Dezember 1989 - V ZR 174/88 - NJW 1990, 2068, 2069; siehe auch BGHZ 124, 164, 166 f; BGH, Urteile vom 19. Juni 2000 - II ZR 319/98 - NJW 2000, 3718, 3719 und vom 27. November 1996 - VIII ZR 311/95 - NJW-RR 1997, 441).

    Die Aufteilung der Klagesumme auf einzelne Positionen einer Rechnung ist allerdings dann nicht erforderlich, wenn es sich hierbei nur um unselbständige Rechnungsposten handelt (BGH, Urteil vom 19. Juni 2000 aaO und Urteil vom 13. März 2003 - VII ZR 418/01 - BGHR ZPO [31. Dezember 2001] § 253 Abs. 2 Nr. 2, Bestimmtheit 57, Teilklage).

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