Rechtsprechung
| BGH, 16.10.2003 - III ZR 106/03 |
"Es sind 9000 DM! Ja, 9000 DM in bar!"
§ 661a BGB ist nicht verfassungswidrig, § 661a BGB stellt keine strafähnliche Sanktion iSv Art. 103 Abs. 3 GG dar (Hinweis: Verfassungsbeschwerde hiergegen erfolglos: BVerfG, Beschluß vom 5.1.04, Az. 1 BvR 2518/03)
Volltextveröffentlichungen (15)
- lexetius.com
BGB § 661a GG Art. 2 Abs. 1, 12 Abs. 1, 20 Abs. 3, 103 Abs. 2 und 3
- IWW
- bundesgerichtshof.de
- aufrecht.de
Gewinnzusagen nach § 661a BGB sind verfassungsgemäß und verbindlich,
- rws-verlag.de
Verfassungsmäßigkeit des § 661a BGB
- Prof. Dr. Lorenz
Erfüllungsanspruch aus Gewinnmitteilungen (§ 661a BGB): Rechtliche Qualifikation als einseitiges Rechtsgeschäft oder geschäftsähnliche Handlung; Verfassungskonformität von § 661a BGB; Begriff der "Strafe" i.S.v. Art. 103 Abs. 2 GG; Abgrenzung zum Strafschadensersatz ("punitive damages")
- Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)
§ 661a BGB (Gewinnzusage) ist kein allgemeines Strafgesetz
- NWB SteuerXpert START
- RA Kotz (Volltext/Leitsatz)
§ 661a BGB
Gewinnspiele - § 661a BGB ist nicht verfassungswidrig - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verfassungsmäßigkeit der Haftung für Gewinnzusagen
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Wettbewerbsrecht - § 661a BGB ist nicht verfassungswidrig
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Eine Gewinnzusage nach § 661 a BGB ist verfassungsgemäß
- Betriebs-Berater
Grenzüberschreitender Versandhandel - Gewinnzusagen bei Bestellung von Waren
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Verfassungsmäßigkeit des § 661a BGB
Kurzfassungen/Presse (4)
- Beck-Ticker (Kurzmitteilung)
Anspruch auf Gewinnzusage nach § 661 a BGB nicht verfassungswidrig
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Gewinnzusagen-Regelung rechtmäßig
- rp-online.de (Kurzinformation)
Versprochener Gewinn muss ausgezahlt werden
- Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)
BGH erklärt Gewinnzusage nach angeblicher Ziehung für verbindlich
Besprechungen u.ä. (2)
- meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung)
Verbindlichkeit von Gewinnzusagen nach § 661a BGB
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Verfassungsmäßigkeit des § 661a BGB
Verfahrensgang
- AG Burgdorf, 16.09.2002 - 3 C 4/02
- OLG Celle, 14.03.2003 - 5 U 173/02
- BGH, 16.10.2003 - III ZR 106/03
- BVerfG, 05.01.2004 - 1 BvR 2518/03
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 2003, 3620
- ZIP 2004, 37
- MDR 2004, 83
- BB 2003, 2532
- WM 2004, 1097
- BB 2004, 78
- DB 2003, 2592
Wird zitiert von ... (31)
- BGH, 17.07.2008 - I ZR 219/05
Clone-CD
Zudem geht es im Streitfall nicht um eine straf- oder bußgeldrechtliche Sanktion, sondern um einen zivilrechtlichen Anspruch, für den der Bestimmtheitsgrundsatz des Art. 103 Abs. 2 GG ohnehin nicht gilt (vgl. BGH, Urt. v. 16.10.2003 - III ZR 106/03, WRP 2004, 107, 109, m.w.N.). - OLG Frankfurt, 18.12.2003 - 26 U 21/03
Zahlungsanspruch aus Gewinnzusage: Versendereigenschaft eines für ein …
Die Vorschrift des § 661 a BGB ist mit dem Grundgesetz vereinbar und nicht verfassungswidrig (BGH NJW 2003, 3620).Es kann deshalb dahinstehen, ob die Gewinnzusage als einseitiges Rechtsgeschäft des Versenders, als geschäftsähnliche Handlung oder als Begründung eines gesetzlichen Schuldverhältnisses angesehen werden muss (zur zivilrechtlichen Einordnung vgl. BGH NJW 2003, 3620, 3621 mit ausf. weit. Literaturnachweisen).
Weil die Vorschriften des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb diese allgemein als unzulässig weil wettbewerbswidrig angesehenen Gewinnzusagen nicht hatten zurückdrängen können, hat es der Gesetzgeber als erforderlich angesehen, "den Unternehmer beim Wort zu nehmen", um diesen Wettbewerbsmissbrauch abzustellen (vgl. BT-Drucks. 14/2920 S. 15; Drucks. 14/3195, Bl. 33, 34;… Drucks. 14/2658, S. 48/49; vgl. auch BGH NJW 2003, 3620, 3621).
- BGH, 01.12.2005 - III ZR 191/03
Verfahrensrecht - Gerichtsstand bei Klage aus Gewinnzusage
2), auch auf § 661a BGB Anwendung fände, führte das aber zu gänzlich unangemessenen Ergebnissen; die Haftung nach § 661a BGB wäre dann praktisch in die Hände des Versenders gelegt, der sich durch die Gestaltung der Gewinnzusage - Berufung nichtdeutschen (oder nichtösterreichischen) Rechts - freizeichnen könnte (vgl. Lorenz NJW 2000, 3305, 3308; der Senat hatte im Fall der Gewinnzusage bislang die - im Prozess erfolgte - Wahl deutschen Rechts "jedenfalls" genügen lassen - vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2004 - III ZR 112/04 - NJW 2005, 827, vom 15. Juli 2004 - III ZR 315/03 - NJW 2004, 3039, 3040, vom 19. Februar 2004 - III ZR 226/03 - NJW 2004, 1652, 1653 und vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03 - NJW 2003, 3620).
- BVerfG, 05.01.2004 - 1 BvR 2518/03
Verfassungsmäßigkeit des § 661a BGB
a) das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03 -,.Die Verfassungsbeschwerde betrifft § 661 a BGB in der Auslegung durch die Zivilgerichte, insbesondere durch das angegriffene Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Oktober 2003 (NJW 2003, S. 3620).
- BGH, 19.02.2004 - III ZR 226/03
Verbraucherrecht - Gewinnzusage nach § 661a BGB
Auf das Senatsurteil vom 16. Oktober 2003 (III ZR 106/03 - NJW 2003, 3620 f) und den hierzu ergangenen Nichtannahmebeschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Januar 2004 (1 BvR 2518/03) wird Bezug genommen. - OLG Rostock, 17.02.2004 - 3 U 269/03
Zum Anspruch auf Einlösung einer Gewinnzusage im Rahmen einer Werbebriefsendung
Eine stillschweigende Rechtswahl ist anzunehmen, wenn die Parteien während des Rechtsstreites von der Anwendung einer bestimmten Rechtsordnung, vor allem durch Anführung ihrer Vorschriften, ausgehen (BGH NJW 2003, 3620 f; BGH, NJW 1991, 1292).c) § 661 a BGB ist nicht verfassungswidrig (BGH NJW 2003, 3620).
- BGH, 07.10.2004 - III ZR 158/04
"Sender" einer Gewinnmitteilung
Es erschien deshalb erforderlich, diese Vorschriften durch zivilrechtliche - dem Vertrags- oder dem Deliktsrecht zuzuordnende - Ansprüche zu unterlegen; der Unternehmer sollte beim Wort genommen werden, um den Mißbrauch abzustellen (vgl. Senatsurteile BGHZ 153, 82, 90 f und vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03 - NJW 2003, 3620 f jeweils m.w.N.). - OLG Dresden, 23.12.2003 - 8 W 781/03
Keine Prozesskostenhilfe bei lediglich hinreichender Aussicht auf Obsiegen im …
Ziel der Einführung war es, der verbreiteten und wettbewerbsrechtlich unzulässigen Praxis entgegenzuwirken, dass Unternehmen Verbrauchern Mitteilungen über angebliche Gewinne übersenden, um sie zur Bestellung von Waren zu veranlassen, die Gewinne auf Nachfrage aber nicht aushändigen (BGH, Urteil vom 28.11.2002, Az: III ZR 102/02 unter II.2.c = NJW 2003, 426; Urteil vom 16.10.2003, Az: III ZR 106/03 unter II.2.c.aa = NJW 2003, 3620). - OLG Dresden, 07.09.2004 - 8 W 670/04
Gewinnversprechen; örtliche Zuständigkeit; unerlaubte Handlung ; Gerichtsstand
Entscheidend ist letztlich vielmehr, dass § 661a BGB an die als einseitiges Rechtsgeschäft oder geschäftsähnliche Handlung zu beurteilende Gewinnzusage anknüpft und dem Verbraucher keinen Schadensersatzanspruch, sondern einen Erfüllungsanspruch auf den zugesagten Preis gibt (BGH NJW 2003, 3620 [3621]). - OLG Celle, 05.02.2004 - 4 U 195/03
Gewinnzusage: Geltung einschränkender Vergabebedingungen
Ein derartiges unredliches Geschäftsgebaren will die Vorschrift des § 661 a BGB, deren Verfassungsmäßigkeit erst kürzlich durch den Bundesgerichtshof festgestellt worden ist (BGH NJW 2003, 3620), gerade verhindern. - OLG Rostock, 14.10.2005 - 8 U 84/04
Zur internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte bei Gewinnzusagen eines …
- OLG Stuttgart, 11.10.2006 - 5 U 108/06
Recht auf Rückerstattung einer Kapitalanlage im Zusammenhang mit Erwerb von …
- BGH, 07.12.2010 - KZR 71/08
Jette Joop
- OLG Frankfurt, 24.11.2003 - 25 U 89/03
Gewinnzusage: Gerichtliche Auslegung der übersandten Erklärung; Beachtlichkeit …
- OLG Karlsruhe, 10.03.2004 - 7 U 170/02
Gewinnzusage: Auslegung einer Mitteilung über die Teilnahme an einer Lotterie
- LG Köln, 13.09.2006 - 28 O (Kart) 38/05
- OLG Düsseldorf, 22.12.2003 - 6 U 171/02
Inanspruchnahme Dritter aus einer Gewinnzusage einer Gesellschaft
- OLG Stuttgart, 21.01.2004 - 4 U 171/03
Gewinnzusage: Zustellung einer Gewinnanforderung mit Auswahlrecht; Überprüfung …
- OLG Stuttgart, 11.03.2004 - 2 U 172/03
Gewinnzusage: Auszahlungspflicht bei angekündigter Gewinnübergabe
- OLG Saarbrücken, 23.06.2004 - 1 U 578/03
Voraussetzungen einer Gewinnzusage
- OLG Düsseldorf, 30.08.2005 - 1 W 9/05
Gewinnzusage: Gerichtsstand der unerlaubten Handlung bei einer Klage auf …
- OLG Rostock, 10.04.2008 - 1 U 172/07
Rechtswahl; Schuldanerkenntnis: Möglichkeit der freien Rechtswahl auch nach …
- OLG Celle, 06.05.2004 - 4 U 29/04
Gewinnzusage: Auszahlungsbedingungen an versteckter Stelle; missverständliche …
- BGH, 07.10.2004 - III ZR 175/04
Begriff des "Senders" einer Gewinnmitteilung
- OLG Hamm, 27.02.2007 - 27 U 144/06
Nachträgliche konkludente Rechtswahl durch rügelose Einlassung entgegen in AGB …
- KG, 16.12.2003 - 7 U 9/03
Grenzüberschreitende Gewinnzusage: Internationale Zuständigkeit deutscher …
- OLG Köln, 08.06.2004 - 9 U 129/03
- OLG Düsseldorf, 15.04.2005 - 1 W 9/05
Gerichtliche Zuständigkeit für Klagen aus Gewinnversprechen; Begriff des Senders
- LAG Köln, 07.10.2011 - 4 TaBV 52/11
Regelungsabrede über Freistellungen von Betriebsratsmitgliedern
- OLG Stuttgart, 01.03.2004 - 6 U 195/03
Gewinnzusage: Wirksamkeit einer Bedingung zur fristgerechten Abrufung eines …
- OLG Stuttgart, 13.04.2004 - 12 U 193/03
Rechtsscheinhaftung eines Versenders von Gewinnmitteilungen
