Rechtsprechung
| BGH, 10.03.1999 - VIII ZR 204/98 |
'Restzahlung vor Lieferung'
§ 2 AGBG (Hinweis: jetzt § 305 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Anwendung des § 24a Nr. 1 AGBG (jetzt § 310 Abs. 3 Nr. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>) im Verbandsprozeß nach § 13 AGBG (jetzt § 1 UKlaG);
§ 11 Nr. 2a AGBG (jetzt § 309 Nr. 2a BGB <Fassung seit 1.1.02>), § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG (jetzt § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Vorleistungspflicht (entgegen § 320 BGB) durch AGB nur zulässig, wenn durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
AGBG § 1 Abs. 1 Satz 1, § 9 (Ba, Cc), §§ 13 ff., § 24 a Nr. 1
- Alpmann Schmidt
- Prof. Dr. Lorenz
Vorliegen von AGB bei Speicherung "im Kopf", Fiktion des einseitigen Stellens bei Verbraucherverträgen nach § 24a AGBG; Inhaltskontrolle eine Vorleistungspflicht des Verbrauchers
- Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)
Handschriftliche Leerstellenergänzung im Verbrauchervertrag ("Restzahlung vor Möbellieferung”)
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Begriff der AGB im Verbandsverfahren; Formularmäßige Vereinbarung vor Restzahlung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Anwendungsbereich des § 24 a AGBGim Verbandsverfahren
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Unwirksamkeit einer Vorleistungsklausel zum Nachteil des Käufers auch bei handschriftlicher Einfügung in Leerstelle
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Lückenausfüllung in Formularen: meist Allgemeine Geschäftsbedingung! (IBR 1999, 249)
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 141, 108
- NJW 1999, 2180
- ZIP 1999, 711
- MDR 1999, 666
- BB 1999, 976
- WM 1999, 1067
- IBR 1999, 249
- DB 1999, 1211
- BauR 1999, 785 (Ls.)
- VersR 1999, 741
Wird zitiert von ... (37)
- BGH, 27.05.2009 - VIII ZR 302/07
Mietrecht - Wertersatz für rechtsirrtümlich erbrachte Endrenovierungsarbeiten
b) Hinsichtlich der handschriftlich eingetragenen Endrenovierungsverpflichtung in § 27 des Formularvertrages rügt die Revision, dass das Berufungsgericht dem unter Zeugenbeweis gestellten Vorbringen der Kläger nicht nachgegangen sei, wonach es sich um eine vom Beklagten vorformulierte Vertragsklausel gehandelt habe, die er nicht nur bei den Nachmietern, sondern auch bei anderen Mietern verwendet habe, so dass bei diesem für das Revisionsverfahren als richtig zu unterstellenden Sachvortrag auch insoweit eine vorformulierte Vertragsbestimmung im Sinne von § 305 Abs. 1 Satz 1 und 2 BGB vorgelegen habe (vgl. Senat, BGHZ 141, 108, 110 f.; BGH, Urteil vom 19. Mai 2005 - III ZR 437/04, WM 2005, 1373, unter II 2 a).Insbesondere kann es ihm nicht als Verschulden angelastet werden, wenn er nicht erkannt hat, dass nach der außerhalb des Mietrechts ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Senat, BGHZ 141, 108, 110 f.; BGH, Urteil vom 19. Mai 2005 - III ZR 437/04, WM 2005, 1373, unter II 2 a) solche handschriftlich hinzu gesetzten Regelungen als vorformulierte Vertragsbestimmungen im Sinne von § 305 Abs. 1 Satz 1 und 2 BGB zu werten sein können mit der Folge, dass ihre Wirksamkeit strengeren Anforderungen unterliegt.
- BAG, 25.05.2005 - 5 AZR 572/04
Einzelvertragliche zweistufige Ausschlussfrist
Das Landesarbeitsgericht hat aber nicht festgestellt, ob der Text nur für den Vertrag der Klägerin oder für mindestens drei Fälle (vgl. BGH 3. April 1998 - V ZR 6/97 - NJW 1998, 2600, 2601, zu II 2 a der Gründe; 15. April 1998 - VIII ZR 377/96 - NJW 1998, 2286, zu II 2 b aa der Gründe; 10. März 1999 - VIII ZR 204/98 - BGHZ 141, 108, 111, zu II 1 a bb der Gründe) aufgestellt worden ist. - BGH, 15.04.2008 - X ZR 126/06
AGB - Wer trägt Beweislast dafür, dass einmalige AGB vorformuliert sind?
Es ist zutreffend und von Revision und Revisionserwiderung unbeanstandet davon ausgegangen, dass Art und Umfang der handschriftlichen Einfügungen in den Vertragsvordruck ihrer rechtlichen Einordnung als vorformulierte Vertragsklauseln nicht entgegenstehen (vgl. BGHZ 141, 108 unter II 1 a zu § 24 a AGBG).Dem entspricht die Definition Allgemeiner Geschäftsbedingungen im nationalen Recht, die § 310 Abs. 3 Nr. 1 BGB unter Beschränkung auf Verbraucherverträge und unter Verzicht auf die Voraussetzung des Stellens im Sinne von § 305 Abs. 1 BGB (BGHZ 141, 108, 113) aufgreift.
Auf dieser Grundlage ist der in § 310 Abs. 3 Nr. 1 BGB verwendete Begriff der allgemeinen Geschäftsbedingungen richtlinienkonform als "vorformulierte Vertragsklauseln zur Verwendung in einer Vielzahl von Verträgen" zu lesen (vgl. BGHZ 141, 108, 113;… Staudinger/Schlosser, aaO, § 310 BGB Rdn. 55;… Wolf/Horn/Lindacher, aaO, § 24 a AGBG Rdn. 27;… Erman/Roloff, aaO, § 310 BGB Rdn. 13).
- BGH, 03.11.1999 - VIII ZR 269/98
Option zur Verlängerung eines Vertrages in AGB
Damit steht ungeachtet des Umstandes, daß die Klägerin nach ihrem zweitinstanzlichen Sachvortrag den Verlängerungszeitraum bei der Verwendung der Optionsklausel nicht stets auf fünf Jahre bemißt, fest, daß sie die Klausel in der hier verwendeten Form für eine Vielzahl von Verträgen vorformuliert hat (vgl. dazu Senat, Urteil vom 10. März 1999 - VIII ZR 204/98, WM 1999, 1067 = NJW 1999, 2180 unter II 1 a bb, b m.w.Nachw.). - BGH, 12.06.2001 - XI ZR 274/00
AGB - Wirksamkeit der Befristung von Telefonkarten durch AGB
Der Begriff der Allgemeinen Geschäftsbedingung erfordert nicht die Schriftform (BGHZ 141, 108, 110); es genügen vielmehr auch vom Kunden beim Vertragsschluß mündlich akzeptierte Formulierungen (BGH, Urteil vom 30. September 1987 - IVa ZR 6/86, WM 1988, 28, 29). - BGH, 17.02.2010 - VIII ZR 67/09
Kaufrecht - Wann liegen AGB vor?
Erforderlich ist vielmehr, dass er - wenn er schon auf die inhaltliche Gestaltung des vorgeschlagenen Formulartextes keinen Einfluss nehmen konnte (vgl. BGHZ 126, 326, 333) - in der Auswahl der in Betracht kommenden Vertragstexte frei ist und insbesondere Gelegenheit erhält, alternativ eigene Textvorschläge mit der effektiven Möglichkeit ihrer Durchsetzung in die Verhandlungen einzubringen (vgl. BGH, Urteile vom 3. Dezember 1991 - XI ZR 77/91, WM 1992, 50, unter II 3 a; vom 7. Februar 1996 - IV ZR 16/95, WM 1996, 483, unter I 2 a; ferner BGHZ 141, 108, 110). - BGH, 04.03.2010 - III ZR 79/09
Internet-System-Vertrag
Danach ist eine Klausel, die den Kunden abweichend von der gesetzlichen Regelung zur Vor-leistung verpflichtet, nur dann zulässig, wenn für sie ein sachlich rechtfertigen-der Grund gegeben ist und den berechtigten Interessen des Kunden hinreichend Rechnung getragen wird, insbesondere keine überwiegenden Belange des Kunden entgegenstehen (BGHZ 100, 157, 161 ff; 141, 108, 114; 145, 203, 211; BGH, Urteile vom 23. Mai 1984 - VIII ZR 27/83 - NJW 1985, 850, 851, vom 24. September 2002 - KZR 38/99 - NJW-RR 2003, 834, 836 …und vom 20. Juni 2006 - X ZR 59/05 - NJW 2006, 3134 Rn. 6, 10;… Palandt/Grüneberg, BGB, 69. Aufl., § 309 Rn. 13;… MünchKommBGB/Kieninger, 5. Aufl., § 309 Nr. 2 Rn. 14;… Staudinger/Coester-Waltjen, BGB [2006], § 309 Nr. 2 Rn. 7;… Dammann, in: Wolf/Lindacher/Pfeiffer, AGB-Recht, 5. Aufl., Rn. V 505 ff;… Hensen, in: Ulmer/ Brandner/Hensen, AGB-Recht, 10. Aufl., § 309 Nr. 2 BGB Rn. 11 f). - BGH, 06.04.2005 - VIII ZR 27/04
Mietrecht - Wirksamkeit eines beiderseitigen Kündigungsverzichtes
Eine Formularklausel wäre allerdings hinsichtlich der Dauer des Kündigungsverzichts zu verneinen, wenn die Ergänzung von den Parteien individuell ausgehandelt (§ 1 Abs. 2 AGBG; jetzt § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB) oder gar von dem Kläger selbst nach seiner freien Entscheidung vorgenommen worden wäre (vgl. BGH, Urteil vom 13. November 1997 - X ZR 135/95, WM 1998, 562 unter II 2 b; ferner Senatsurteil BGHZ 141, 108, 110). - BGH, 07.06.2001 - VII ZR 420/00
Bauträger
der Abwägung mit den hierdurch für den Erwerber entstehenden Nachteilen Bestand hat (vgl. BGH, Urteil vom 10. März 1999 - VIII ZR 204/98, BGHZ 141, 108, 114). - BGH, 20.06.2006 - X ZR 59/05
Reiserecht - AGB: Vorleistungsklauseln von Reiseveranstaltern
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass Klauseln, durch die eine Vorleistungspflicht - insbesondere Anzahlungen auf den Reisepreis von Pauschalreisen - begründet wird, nicht der Vorschrift des § 309 Nr. 2 a BGB unterfallen, sondern der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB unterliegen (BGHZ 100, 157, 161; BGH, Urt. v. 10.03.1999 - VIII ZR 204/98, NJW 1999, 2180, 2182;… BGH, Urt. v. 27.09.2000 - VIII ZR 155/99, NJW 2001, 292, 293). - BGH, 19.05.2005 - III ZR 437/04
AGB - Wann ist Zusatzvereinbarung ausgehandelt?
- BGH, 05.07.2001 - III ZR 310/00
AGB - Statthaftigkeit der Entgeltfortzahlungsklausel des Heimbetreibers
- OLG Köln, 19.09.2001 - 11 U 39/01
Werkvertrag - Wann fällt Einbauküche darunter?
- OLG Köln, 31.07.2009 - 6 U 224/08
"Cross Ticketing" bzw. "Cross Border Selling" bleiben unzulässig
- OLG Dresden, 28.04.1999 - 8 U 203/99
- BGH, 24.09.2002 - KZR 38/99
Kartellrecht - Benachteiligung durch Vorleistungspflicht
- OLG Frankfurt, 27.06.2005 - 16 U 196/04
Bausicherheiten - Vertragliche Sicherheitenabrede: Verhältnis zur VOB/B
- OLG Brandenburg, 20.03.2003 - 12 U 14/02
Bauvertrag - Abnahme unter Vorbehalt bestimmter Mängel
- KG, 27.03.2006 - 8 U 57/05
Mietrecht - Schriftform: Bindungsfrist zum Vertragsabschluss nicht formbedürftig
- OLG Dresden, 26.04.2001 - 9 U 2867/00
Formularmäßige Vereinbarung einer Vertragserfüllungsbürgschaft auf erstes …
- OLG Düsseldorf, 21.05.2004 - 22 U 150/03
Architekten & Ingenieure - Honorarregelung durch Allgemeine Geschäftsbedinungen
- OLG Dresden, 30.11.1999 - 8 U 1687/99
Begriff der vorhergehenden Bestellung; Formularmäßige Vereinbarung
- OLG Dresden, 08.07.1998 - 8 U 3612/97
Verbraucherschutz beim Möbelkauf gestärkt: Die Klausel "Restzahlung vor …
- OLG Zweibrücken, 04.10.2001 - 4 U 115/00
Werkvertrag - Vorverlegung der Fälligkeit des Werklohns in AGB
- BayObLG, 16.09.2002 - 1Z BR 108/02
Weisungsgebundenheit des Notars bei Vollzug der Urkunde - möglicher Verstoß einer …
- LG Köln, 11.06.2003 - 26 O 100/02
Keine Bankgebühr für geplatzte Lastschriften
- OLG Stuttgart, 06.05.2010 - 2 U 7/10
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Möbelkaufvertrages: Stempelaufdruck als …
- LG Düsseldorf, 27.10.1999 - 12 O 168/99
- OLG Köln, 12.04.2000 - 5 U 145/99
- OLG Hamburg, 21.12.2001 - 1 U 112/00
Wirksamkeit der Bürgschaftserklärung eines Mehrheits- und eines …
- AG Ludwigsburg, 16.09.2005 - 10 C 1931/05
- OLG Frankfurt, 25.06.2009 - 1 U 7/09
- AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 08.04.2002 - 6 C 523/00
- AG Gießen, 07.03.2011 - 48 C 130/10
Mietrecht - Parkettarbeiten sind keine Schönheitsreparaturen!
- LG Hamburg, 10.02.2006 - 324 O 18/06
- LG Hamburg, 10.11.2006 - 324 O 569/06
- LG Heidelberg, 06.12.2006 - 3 O 176/06
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