Rechtsprechung
   BGH, 05.05.1992 - X ZR 134/90   

'Schöne Stunden zu zweit'

§ 134 BGB, § 120 Abs. 1 Nr. 2 OWiG, Rechtsmißbrauch, § 817 S. 2 BGB, § 242 BGB

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Alpmann Schmidt

    BGB § 134; OWiG § 120 Abs. 1 Nr. 2

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Nichtigkeit eines ein gesetzliches Werbeverbot mißachtenden Anzeigenvertrages

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Nichtigkeit von Verträgen über Kontaktanzeigen mit entgeltlichem Angebot sexueller Handlungen ("Just call me")

Kurzfassungen/Presse (2)

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)

    Nichtigkeit von Verträgen bei sexualbezogenen Kontaktanzeigen

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 118, 182
  • NJW 1992, 2557
  • ZIP 1992, 1242
  • ZUM 1993, 142
  • afp 1992, 251
  • BB 1992, 2023
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Wird zitiert von ... (15)  

  • BayObLG, 06.11.2000 - 1Z RR 612/98  

    Unzulässige Beeinflussung der ärztlichen Tätigkeit durch Bestimmungen eines

    bb) Die vom Kläger behaupteten Ansprüche sind jedoch aus Rechtsgründen nicht gegeben, wie der Senat feststellen kann, ohne dass es hierzu weiterer Feststellungen bedürfte (vgl. BGHZ 118, 182/187).

    (4.2.1) § 817 Satz 2 Halbsatz 1 BGB schließt bei einem beiderseitigen Sitten- oder Gesetzesverstoß Rückforderungsansprüche aus Leistungskondiktion grundsätzlich aus, weil für Forderungen, die aus gesetz- oder sittenwidrigen Rechtsgeschäften abgeleitet werden, kein Rechtsschutz gewährt werden soll (BGH NJW 1994, 187; BGHZ 118, 182/193).

    Die Vorschrift ist nicht anzuwenden, wenn dies dem Zweck des Verbotsgesetzes widersprechen würde (BGHZ 41, 341/343 f.; 111, 308/312 f.; 118, 182/193; WM 1990, 799/802; NJW 1997, 2381/2383).

    Ausnahmsweise kann auch der Grundsatz von Treu und Glauben die Anwendung des § 817 Satz 2 BGB einschränken (BGHZ 111, 308/313; 118, 182/193; NJW 1992, 2021/2023; WM 1993, 1765/1767 f.).

  • BGH, 24.04.2008 - VII ZR 42/07  

    Bauverträge - Gewährleistung am Bau trotz Ohne-Rechnung-Abrede

    Das gilt nicht nur im Anwendungsbereich von § 138 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 1981 - I ZR 40/79, NJW 1981, 1439 und vom 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945), sondern auch bei § 134 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1970 - VII ZR 48/68, BGHZ 53, 152, 158 f.; vom 23. September 1982 - VII ZR 183/80, BGHZ 85, 39, 47; vom 22. Januar 1986 - VIII ZR 10/85, NJW 1986, 2360, 2361; vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90, BGHZ 118, 182, 191 und vom 1. Februar 2007 - III ZR 281/05, NJW 2007, 1130).
  • BGH, 13.07.2006 - I ZR 241/03  

    Prostitutionswerbung und Jugendschutz

    Auf eine konkrete Belästigung oder Gefährdung, namentlich des Jugendschutzes, kam es nicht an (vgl. BGHZ 118, 182, 184 f.; Kurz in Karlsruher Kommentar zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten, 3. Aufl., § 120 Rdn. 23 f.).

    Da diese Auslegung des § 120 Abs. 1 Nr. 2 OWiG auf einem nach der Entscheidung des X. Zivilsenats vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90 - (abgedruckt in BGHZ 118, 182) gewandelten Verständnis in der Bevölkerung über die Prostitution und einer Änderung der Rechtslage durch das Prostitutionsgesetz beruht, bedarf es auch keiner Anfrage beim X. Zivilsenat, ob er an seiner Rechtsauffassung festhält.

mehr
  • BGH, 09.06.1998 - XI ZR 192/97  

    Förderung von Telefonsex durch den Vertrieb von Telefonkarten

    Nach dieser Vorschrift, der Verbotsgesetzcharakter zukommt (vgl. BGHZ 118, 182, 188 ff.), handelt ordnungswidrig, wer unter anderem durch Verbreiten von Tonträgern oder Datenspeichern Gelegenheit zu entgeltlichen sexuellen Handlungen anbietet.

    Entgegen der Ansicht der Revision kann der umstrittene Vertrag auch nicht mit einem (rechtlich wirksamen) Bierlieferungsvertrag an ein Bordell (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 22. Januar 1987 - III ZR 1/86 = WM 1987, 1106, 1107) gleichgesetzt werden, weil es sich bei jenem nur um ein bloßes Hilfsgeschäft handelt, welches selbst wertneutral ist, während die Vereinbarung vom 15. Oktober 1992 unmittelbar von dem beschriebenen Unwerturteil erfaßt wird (vgl. für einen Anzeigenvertrag BGHZ 118, 182, 187 ff.).

  • BGH, 24.04.2008 - VII ZR 140/07  

    Architekten & Ingenieure - Haftung am Bau trotz Ohne-Rechnung-Abrede

    Das gilt nicht nur im Anwendungsbereich von § 138 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 1981 - I ZR 40/79, NJW 1981, 1439 und vom 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945), sondern auch bei § 134 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1970 - VII ZR 48/68, BGHZ 53, 152, 158 f.; vom 23. September 1982 - VII ZR 183/80, BGHZ 85, 39, 47; vom 22. Januar 1986 - VIII ZR 10/85, NJW 1986, 2360, 2361; vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90, BGHZ 118, 182, 191 und vom 1. Februar 2007 - III ZR 281/05, NJW 2007, 1130).
  • BAG, 18.02.2003 - 1 ABR 17/02  

    Beschlußverfahren zur Wirksamkeit einer Betriebsvereinbarung

    Deshalb kann auch die Berufung auf die aus einer Rechtsvorschrift folgende Nichtigkeit eines Rechtsgeschäfts in besonderen Ausnahmefällen eine unzulässige Rechtsausübung darstellen (vgl. BGH 5. Mai 1992 - X ZR 134/90 - BGHZ 118, 182, 191 mwN).
  • BGH, 13.07.2006 - I ZR 231/03  

    Kontaktanzeigen Prostituierter in Zeitungen wettbewerbsrechtlich nicht generell

    Auf eine konkrete Belästigung oder Gefährdung, namentlich des Jugendschutzes, kam es nicht an (vgl. BGHZ 118, 182, 184 f.; Kurz in Karlsruher Kommentar zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten, 3. Aufl., § 120 Rdn. 23 f.).

    Da diese Auslegung des § 120 Abs. 1 Nr. 2 OWiG auf einem nach der Entscheidung des X. Zivilsenats vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90 - (abgedruckt in BGHZ 118, 182) gewandelten Verständnis in der Bevölkerung über die Prostitution und einer Änderung der Rechtslage durch das Prostitutionsgesetz beruht, bedarf es auch keiner Anfrage beim X. Zivilsenat, ob er an seiner Rechtsauffassung festhält.

  • BGH, 11.10.2005 - XI ZR 85/04  

    Notarrecht - Verfügungen eines seines Amtes enthobenen Notars

    Die Berufung auf die Nichtigkeit eines Rechtsgeschäfts ist grundsätzlich kein Verstoß gegen Treu und Glauben, wenn die Nichtigkeit dem Normzweck des verletzten Verbotsgesetzes entspricht (BGH, Urteil vom 22. Januar 1986 - VIII ZB 10/85, WM 1986, 565, 567; Staudinger/Rolf Sack, BGB Neubearb. 2003 § 134 Rdn. 187; vgl. zu § 817 Satz 2 BGB: BGHZ 111, 308, 313; 118, 142, 150 und 118, 182, 193).
  • BGH, 13.07.2006 - I ZR 65/05  

    Kontaktanzeigen Prostituierter in Zeitungen wettbewerbsrechtlich nicht generell

    Auf eine konkrete Belästigung oder Gefährdung, namentlich des Jugendschutzes, kam es nicht an (vgl. BGHZ 118, 182, 184 f.; Kurz in Karlsruher Kommentar zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten, 3. Aufl., § 120 Rdn. 23 f.).

    Da diese Auslegung des § 120 Abs. 1 Nr. 2 OWiG auf einem nach der Entscheidung des X. Zivilsenats vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90 - (abgedruckt in BGHZ 118, 182) gewandelten Verständnis in der Bevölkerung über die Prostitution und einer Änderung der Rechtslage durch das Prostitutionsgesetz beruht, bedarf es auch keiner Anfrage beim X. Zivilsenat, ob er an seiner Rechtsauffassung festhält.

  • BAG, 03.11.2004 - 5 AZR 592/03  

    Nichtiger Arbeitsvertrag - Rückabwicklung

    Danach kann im Einzelfall eine einschränkende Auslegung der rechtspolitisch nicht unumstrittenen Vorschrift geboten sein (BGH 31. Mai 1990 - VII ZR 336/89 - BGHZ 111, 308, 312; 5. Mai 1992 - X ZR 134/90 - BGHZ 118, 182, 193).
  • OLG Frankfurt, 19.03.2010 - 10 U 163/09  

    Zum Vergütungsanspruch des Betreibers einer Internetplattform, auf der Heil- und

  • OLG Koblenz, 12.08.1999 - 8 U 970/99  

    Gebührenanspruch der Deutschen Telekom bei "Sex"-Gesprächen

  • OLG Zweibrücken, 07.04.2008 - 1 Ss 178/07  

    Werbung für sexuelle Dienste im Internet

  • OVG Niedersachsen, 16.10.1997 - 7 M 4314/97  

    Untersagung der Kino-Werbung für Leistungen des; Blaulicht; Einsatzfahrten;

  • AG München, 21.11.2006 - 155 C 5257/06  
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