Rechtsprechung
   BGH, 26.04.2001 - III ZR 102/00   

"schlimmste Regenflut seit 30 Jahren"

§ 2 Abs. 1 HPflG gilt nicht für wild abfließendes Niederschlagswasser;

§ 2 Abs. 3 Nr. 3 HPflG, "Katastrophenregen" als höhere Gewalt

Volltextveröffentlichungen (8)

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  • NWB SteuerXpert START

    HaftpflG 1978 § 2

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Wasseraustritt bei Starkregen aus Regenwasserkanalisation - Gemeindehaftung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    HaftpflG (1978) § 2
    Haftung der Gemeinde bei aus der Kanalisation austretendem Oberflächenwasser

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Gefährdungshaftung auch bei Katastrophenregen? (IBR 2001, 457)

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 2001, 1058
  • DVBl 2001, 1272
  • WM 2001, 1721
  • VersR 2002, 444
  • NVwZ 2001, 1448
  • DÖV 2001, 867
  • IBR 2001, 457



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BGH, 19.02.2004 - III ZR 147/03  

    GoA - Beweislast für Inhalt des Auftrags

    Das entsprach bereits nach der früheren Rechtslage ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. nur Senatsurteil vom 26. April 2001 - III ZR 102/00 - VersR 2002, 444 m.w.N.) und wird jetzt durch die Neufassung des § 139 Abs. 2 Satz 1 ZPO ausdrücklich klargestellt.
  • BGH, 11.03.2004 - III ZR 274/03  

    Amtshaftung - Haftung für den Überlauf eines offenen Regenrückhaltebeckens

    Das entspricht ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 109, 8, 12 m.w.N.; 115, 141, 142; Urteil vom 26. April 2001 - III ZR 102/00 - DVBl. 2001, 1272 = VersR 2002, 444).
  • BGH, 22.04.2004 - III ZR 108/03  

    Immobilien - Kommune haftet nicht für Wasserschäden durch Jahrhundertregen

    Zu den dort genannten Rohrleitungsanlagen, an die das Gesetz eine Gefährdungshaftung ihres Inhabers knüpft, rechnet der Senat in ständiger Rechtsprechung auch die städtische Abwasserkanalisation (BGHZ 109, 8, 12; 115, 141, 142; Urteil vom 26. April 2001 - II ZR 102/00 - NVwZ 2001, 1448; zuletzt Urteil vom 11. März 2004 - III ZR 274/03 - für BGHZ vorgesehen).
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  • OLG Schleswig, 21.02.2008 - 11 U 102/05  

    Amtshaftung - Amtshaftung für Überschwemmungsschäden

    In den Schutzbereich dieser Amtspflicht fallen auch solche Schäden, die darauf beruhen, dass Regenwasser infolge einer fehlerhaften Planung, Dimensionierung oder Wartung der Regenwasserkanalisation gar nicht erst in diese gelangt, sondern ungefasst in anliegende Gebäude dringt oder auf anliegende Grundstücke fließt (BGH VersR 2002, 444).

    Eine nach den anerkannten Regeln der Technik geplante und errichtete Anlage braucht zwar nicht so ausgelegt zu werden, dass sie auch katastrophenartige Niederschlagsmengen, wie sie erfahrungsgemäß nur in größeren Zeitabständen vorkommen, problemlos aufnehmen kann (BGH VersR 2002, 444; BGH VersR 1990, 156).

  • BGH, 22.11.2001 - III ZR 322/00  

    Haftung aus Abwasserbeseitigung

    Nach gefestigter Rechtsprechung des Senats greift die Gefährdungshaftung des § 2 Abs. 1 HPflG jedoch nicht ein, wenn wegen einer Verstopfung des Einlaufs oder einer Überfüllung des Rohrleitungssystems das schadenstiftende Wasser erst gar nicht in die Leitung gelangt (BGHZ 114, 380, 381 ff.; 115, 141, 143; 140, 380, 385; Urteil vom 26. April 2001 - III ZR 102/00 - WM 2001, 1721, 1722).
  • BGH, 22.04.2009 - IV ZR 328/07  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren

    Ein solcher Hinweis erfüllt seinen Zweck nur dann, wenn der Partei anschließend die Möglichkeit eröffnet wird, ihren Sachvortrag unter Berücksichtigung des Hinweises zu ergänzen (BGH, Urteil vom 26. April 2001 - III ZR 102/00 -VersR 2002, 444 unter II 2 b m.w.N.).
  • BGH, 06.05.2004 - III ZR 297/03  

    Verfahrensrecht - Berücksichtigung von Tatsachenvortrag

    Wird - wie hier - die Sache nicht (erneut) vertagt, sondern ein Schriftsatznachlaß gewährt, so kann dies zur Folge haben, daß das Gericht eine in einem fristgemäß eingegangenen Schriftsatz aufgrund des erteilten Hinweises geschaffene neue Sachlage berücksichtigen und die mündliche Verhandlung wiedereröffnen muß, um den Zweck des Hinweises nicht zu verfehlen (vgl. BGHZ 127, 254, 260; 140, 365, 371 f; BGH, Urteil vom 8. Februar 1999 - II ZR 261/97 - NJW 1999, 2123, 2124; Senatsurteil vom 26. April 2001 - III ZR 102/00 - VersR 2002, 444; speziell zur Ausräumung von Mängeln, die die Zulässigkeit der Klage betreffen, BGH, Urteile vom 7. Dezember 1993 - VI ZR 152/92 - NJW 1994, 652, 653 f; vom 27. November 1996 - VIII ZR 311/95 - NJW-RR 1997, 441).
  • OLG Köln, 21.08.2003 - 7 U 39/03  

    Immobilien - Überschwemmung durch wiederaustretendes Niederschlagswasser

    Der Bundesgerichtshof hat die Frage, ob Starkregenereignisse überhaupt höhere Gewalt darstellen können oder ob sich insoweit nicht gerade das Betriebsrisiko einer Abwasseranlage verwirklicht, bisher offen gelassen (zuletzt BGH DVBl 2001, 1272), wobei die Tendenz aber dahin zu gehen scheint, bei ganz ungewöhnlichen und seltenen Katastrophenregenereignissen höhere Gewalt zu bejahen (vgl. BGH a.a.O.).
  • OLG Schleswig, 10.05.2002 - 11 U 202/00  

    Überschwemmungsschaden, der durch eine gemeindeeigene Regenwasserkanalisation

    Deshalb greift die Gefährdungshaftung des § 2 Abs. 1 Satz 1 HPflG nicht bei Regenwasser ein, das von der Kanalisation nicht aufgenommen wurde, sondern ungefasst auf Anliegergrundstücke geraten ist (BGH NJW 1984, 615, 616; 1989, 104; 1990, 1167, 1168; 1991, 2635 f.; 1992, 39 f.; 1998, 1307, 1309; NVwZ 2001, 1448; BGH-Report 2002, 102).
  • OLG Brandenburg, 03.05.2010 - 1 U 7/08  

    Haftung einer Gemeinde aufgrund von Wasserschäden bei extremen

    Daraus folgt, dass die Gefährdungshaftung dann nicht eingreift, wenn das Wasser nicht von der Kanalisation aufgenommen wurde, sondern ungefasst auf Anliegergrundstücke geraten ist (BGH-Urteil vom 26.04.2001, Az.: III ZR 102/00, zitiert nach Juris).
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