Rechtsprechung
   BGH, 17.05.2001 - I ZR 251/99   

Ambiente.de

§ 12 BGB, keine Prüfungspflicht der denic bei der Domainvergabe, eingeschränkte Übertragungspficht der denic bei ihr nachträglich bekannt gewordenem Streit um die Domainberechtigung;

§§ 33, 20 Abs. 1 GWB, (hier verneinte) Voraussetzungen einer unbilligen Behinderung, Interessenabwägung

Volltextveröffentlichungen (21)

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  • bundesgerichtshof.de
  • openjur.de
  • JurPC

    MarkenG § 4 Nr. 2, § 14 Abs. 2 Nr. 3; GWB § 20 Abs. 1
    Ambiente.de

  • aufrecht.de
  • Deutsches Notarinstitut (Volltext/Leitsatz)

    MarkenG § 4 Nr. 2, § 14 Abs. 2 Nr. 3; GWB § 20 Abs. 1
    Keine Prüfung der Verletzung von Rechten Dritter bei der Registierung von Domain-Namen

  • Prof. Dr. Lorenz

    Haftung der Vergabestelle für Domainnamen (hier: DENIC): "ambiente.de"

  • Deutsches Notarinstitut

    MarkenG § 4 Nr. 2, § 14 Abs. 2 Nr. 3; GWB § 20 Abs. 1
    Keine Prüfung der Verletzung von Rechten Dritter bei der Registierung von Domain-Namen

  • it-recht-kanzlei
  • kanzlei.biz

    DENIC nur bei offenkundiger Rechtsverletzung Dritter verantwortlich

  • NWB SteuerXpert START
  • Kanzlei Flick

    Ambiente.de

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Ambiente.de

  • jurawelt.com

    Ambiente.de

  • beck.de (Volltext und Entscheidungsanmerkung)

    Keine namensrechtlichen Prüfungspflichten von DENIC vor der Registrierung von Domain-Namen - ambiente.de

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Ambiente.de; Rechtstellung der DENIC

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Wettbewerbsrecht - Pflichten der DENIC bei Registrierung von Top- Level-Domänen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Kommunikation & Recht(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Umfang der Prüfungspflicht der DENIC bei Registrierung von Domain-Namen - »ambiente.de«

Kurzfassungen/Presse (13)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Grundsatzentscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Domain-Namen

  • webshoprecht.de (Leitsatz und Auszüge)

    Keine Prüfungspflicht der Denic, ob durch Wahl einer Domain Rechte Dritter verletzt werden

  • meyer-koering.de (Kurzinformation)

    Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs zum Domain-Recht I - Maßstäbe für Prüfungspflicht der DENIC festgelegt

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  • 123recht.net (Kurzinformation, 18.5.2001)

    Gattungsbegriffe in Domains sind grundsätzlich erlaubt // BGH fällt Grundsatzentscheidung zu Domainnamen und beendet Rechtsstreit

  • financialmind.de (Kurzinformation)

    DENIC muss Berechtigung nicht prüfen

  • Hahn Rechtsanwälte (Kurzinformation)

    Domains / Verantwortung der DENIC

  • ra-heinicke.de (Kurzinformation)

    Maßstäbe für Prüfungspflicht der DENIC festgelegt

  • nomos.de , S. 28 (Kurzinformation)

    Grundsatzentscheidung zu Domain-Namen

  • finanztip.de (Kurzinformation)

    DENIC muß nur rechtskräftige Urteile umsetzten - "ambiente.de"

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Rechtssicherheit für DENIC

  • urteilsrubrik.de (Kurzinformation)

    Dom(a)inante BGH-Urteile

  • ius-it.de (Kurzinformation)

    Festlegung der Maßstäbe für die Prüfungspflicht der DENIC bei Domain-Namen

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Ambiente.de; keine haftung der DENIC

Besprechungen u.ä. (7)

  • cybercourt.de (Entscheidungsanmerkung)

    DENIC muß nur rechtskräftige Urteile umsetzten - "ambiente.de"

  • digi-info.de (Entscheidungsanmerkung)

    §§ 4, 14 MarkenG; §§ 20 GWB
    Die Vergabestelle der "deutschen" Internetadressen - Denic - ist grundsätzlich nicht verantwortlich für Rechtsverstöße des Domaininhabers

  • WEKA Datenschutz (Entscheidungsbesprechung)

    Prüfungspflichten von DENIC ("ambiente.de")

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  • uni-muenster.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Wer haftet wann? - Verantwortlichkeiten im Domainrecht (Prof. Dr. Thomas Hoeren, Johannes Gräbig; Mitt 2011, 501)

  • MIR - Medien Internet und Recht (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zivilrechtliche Verantwortlichkeit des Homepagebetreibers für fremde Inhalte - Eine Übersicht zur Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung (Florian Lichtnecker)

  • beck.de (Volltext und Entscheidungsanmerkung)

    Keine namensrechtlichen Prüfungspflichten von DENIC vor der Registrierung von Domain-Namen - ambiente.de

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Störerhaftung der Vergabestelle für Domain-Namen außer in Fällen offenkundiger Rechtsverletzung ("ambiente.de")

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 148, 13
  • NJW 2001, 3265
  • MDR 2002, 286 (Ls.)
  • GRUR 2001, 1038
  • ZUM 2001, 869
  • afp 2001, 507
  • WM 2001, 1965
  • K&R 2001, 588
  • MMR 2001, 744
  • MMR 2001, 671
  • DB 2001, 2190
  • JR 2002, 285
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Wird zitiert von ... (170)  

  • BGH, 09.11.2011 - I ZR 150/09  

    Basler Haar-Kosmetik

    Dabei kann als Beitrag auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der in Anspruch Genommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (BGH, Urteil vom 17. Mai 2001 - I ZR 251/99, BGHZ 148, 13, 17 - ambiente.de; Urteil vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, GRUR 2004, 438, 442 - Feriendomizil I).

    Ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen eine Prüfung und Verhinderung oder Beseitigung der durch den Dritten drohenden Rechtsverletzung zuzumuten ist, richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung seiner Funktion und Aufgabenstellung sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar vorgenommen hat (vgl. BGHZ 148, 13, 18 - ambiente.de; Urteil vom 12. Mai 2010 - I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 - Sommer unseres Lebens).

    Auch nach der Rechtsprechung des Senats fällt die Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit einer bestimmten Domainbezeichnung grundsätzlich zunächst allein in den Verantwortungsbereich des Anmelders, da er die als Domainname zu registrierende Zeichenfolge auswählt und den Domainnamen für seine Zwecke nutzt (BGHZ 148, 13, 20 - ambiente.de).

    Der Senat hat im Rahmen der Prüfung der Zumutbarkeit auch darauf abgestellt, ob die Tätigkeit des als Störer in Anspruch Genommenen im öffentlichen Interesse liegt und ob er dabei ohne Gewinnerzielungsabsicht handelt (BGHZ 148, 13, 19 f. - ambiente.de; BGH, Urteil vom 19. Februar 2004 - I ZR 82/01, GRUR 2004, 619, 621 = WRP 2004, 769 - kurt-biedenkopf.de; BGHZ 158, 236, 252 - Internetversteigerung I).

    Weiter hat der Senat berücksichtigt, ob die durch sein Verhalten geförderte Verletzung der Rechte Dritter erst nach eingehender rechtlicher (BGH, Urteil vom 10. Oktober 1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 316 = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb; BGHZ 158, 343, 353 - Schöner Wetten) oder tatsächlicher (BGH, GRUR 2011, 152 Rn. 39 ff. - Kinderhochstühle im Internet) Prüfung festgestellt werden kann oder ob sie offenkundig oder unschwer zu erkennen ist (BGHZ 148, 13, 18 - ambiente.de; BGHZ 158, 236, 252 - Internetversteigerung I; BGH, Urteil vom 19. April 2007 - I ZR 35/04, BGHZ 172, 119 Rn. 46 - Internet-Versteigerung II).

    Damit nimmt der Admin-C grundsätzlich an der Privilegierung der DENIC teil, die die Interessen sämtlicher Internetnutzer und zugleich das öffentliche Interesse an der Registrierung von Domainnamen unter der nationalen Top-Level-Domain ".de" wahrnimmt (vgl. BGHZ 148, 13, 19 - ambiente.de).

    Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob den Admin-C dann eine Pflicht zur Störungsbeseitigung trifft, wenn ein Rechtsverstoß derart eindeutig ist, dass er sich ihm aufdrängen muss (vgl. BGHZ 148, 13, 21 - ambiente.de).

  • OLG Hamburg, 14.01.2009 - 5 U 113/07  

    Haftung des Usenet-Providers für Urheberrechtsverletzungen

    Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung kann als Störer derjenige auf Unterlassung und Beseitigung in Anspruch genommen werden, der - ohne Täter oder Teilnehmer zu sein - in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung eines geschützten Rechtsguts beiträgt (BGH GRUR 08, 702, 706 - Internet-Versteigerung III; BGH GRUR 07, 708, 711 - Internet-Versteigerung II; BGH WRP 04, 1287, 1291 - Internet-Versteigerung I; BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de; BGH GRUR 02, 618, 619 - Meißner Dekor).

    Dabei kann als Mitwirkung auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der in Anspruch genommenen die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de).

    Als Störer haftet derjenige auf Unterlassung, der - ohne Täter oder Teilnehmer zu sein - in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Rechtsguts beiträgt (BGH GRUR 07, 708, 711 - Internet-Versteigerung II; BGH WRP 04, 1287, 1291 - Internet-Versteigerung I; BGHZ 148, 13, 17 - ambiente.de; BGH GRUR 02, 618, 619 - Meißner Dekor).

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten ist (BGH GRUR 07, 708, 711 - Internet-Versteigerung II; BGH WRP 04, 1287, 1292 - Internet-Versteigerung I; BGH GRUR 97, 313, 315 - Architektenwettbewerb; BGH GRUR 94, 841, 842 - Suchwort; BGH GRUR 99, 428, 419 - Möbelklassiker; BGHZ 148, 13, 17 f - ambiente.de).

    Entsprechend den zur Störerhaftung entwickelten Grundsätzen kommt es entscheidend darauf an, ob und inwieweit den in Anspruch genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (BGH WRP 04, 1287, 1292 - Internet-Versteigerung; BGH GRUR 97, 313, 315 - Architektenwettbewerb; BGH GRUR 94, 841, 842 - Suchwort; BGH GRUR 99, 428, 419 - Möbelklassiker; BGHZ 148, 13, 17 f - ambiente.de).

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten ist (BGH GRUR 08, 702, 706 - Internet-Versteigerung III; BGH GRUR 07, 708, 711 - Internet-Versteigerung II; BGH WRP 04, 1287, 1292 - Internet-Versteigerung I; BGH GRUR 97, 313, 315 - Architektenwettbewerb; BGH GRUR 94, 841, 842 - Suchwort; BGH GRUR 99, 428, 419 - Möbelklassiker; BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de), und zwar mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung unmittelbar vorgenommen hat (BGH GRUR 03, 969, 970 - Ausschreibung von Vermessungsdienstleistungen).

    Für die Frage, wie weit Prüfungspflichten eines möglichen Störers konkret reichen, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - neben der Eigenverantwortung des unmittelbar handelnden Dritten - maßgeblich die Funktion und Aufgabenstellung des als Störer in Anspruch Genommenen zu berücksichtigen (BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de).

    Weiterhin hat der BGH berücksichtigt, ob der potenzielle Störer eigene (finanzielle) Interessen verfolgt bzw. (auch) quasi öffentliche Interessen wahrnimmt (BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de).

    Prüfungspflichten greifen nach der Rechtsprechung bei derartigen Sachverhalten ohnehin erst dann ein, wenn der als Störer in Anspruch genommene darauf hingewiesen wird, dass die beanstandete Maßnahme Rechte Dritter verletzt (BGH WRP 01, 1305, 1307 - ambiente.de).

  • BGH, 11.03.2004 - I ZR 304/01  

    Internet-Versteigerung

    Auch eine Tätigkeit als Teilnehmerin an der Markenverletzung der Anbieter scheidet aus, weil die hier allein in Betracht zu ziehende Gehilfenstellung zumindest einen bedingten Vorsatz voraussetzt, der das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit einschließen muß (vgl. BGHZ 42, 118, 122 f.; 70, 277, 285 f.; 148, 13, 17 - ambiente.de; MünchKomm.BGB/Wagner, 4. Aufl., § 830 Rdn. 23; Spindler in Bamberger/Roth, BGB, § 830 Rdn. 11).

    (1) Mit Recht ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß derjenige, der - ohne Täter oder Teilnehmer zu sein - in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Gutes beiträgt, als Störer für eine Schutzrechtsverletzung auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann (vgl. BGHZ 148, 13, 17 - ambiente.de; BGH, Urt. v. 18.10.2001 - l ZR 22/99, GRUR 2002, 618, 619 = WRP 2002, 532 - Meißner Dekor, m.w.N.).

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1996 - l ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 f. = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb; Urt. v. 30.6.1994 - l ZR 40/92, GRUR 1994, 841, 842 f. = WRP 1994, 739 - Suchwort; Urt. v. 15.10.1998 - l ZR 120/96, GRUR 1999, 418, 419 f. = WRP 1999, 211 - Möbelklassiker; BGHZ 148, 13, 17 f. - ambiente.de, jeweils m.w.N.).

    Unter diesen Umständen kommt dem Interesse der Beklagten an einem möglichst kostengünstigen und reibungslosen Ablauf ihres Geschäftsbetriebs ein geringeres Gewicht zu als beispielsweise dem Interesse der Registrierungsstelle für Domainnamen an einer möglichst schnellen und preiswerten Domainvergabe (vgl. BGHZ 148, 13, 20 f. - ambiente.de; BGH, Urt. v. 19.2.2004 - l ZR 82/01, GRUR 2004, 619, 621 = WRP 2004, 769 - kurt-biedenkopf.de).

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