Rechtsprechung
   BGH, 12.12.1995 - XI ZR 58/95   

Disparischer Verrechnungsscheck

§§ 989, 990 BGB, grobe Fahrlässigkeit, Berücksichtigung von Änderungen der Gepflogenheiten im kaufmännischen Verkehr

Volltextveröffentlichungen (6)

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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Grobe Fahrlässigkeit bei Hereinnahme abhanden gekommener Inhaber-Verrechnungsschecks

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Grob fahrlässige Scheckhereinnahme durch Kreditinstitut

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Grobe Fahrlässigkeit eines Kreditinstituts bei Einlösung eines abhanden gekommenen Inhaber-Verrechnungsschecks

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1996, 657
  • ZIP 1996, 270
  • ZIP 1998, 332
  • MDR 1996, 270
  • BB 1996, 556
  • WM 1996, 248
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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 15.02.2000 - XI ZR 186/99  

    Grobe Fahrlässigkeit bei der Hereinnahme abhanden gekommener Schecks

    Zur Frage der groben Fahrlässigkeit bei Hereinnahme abhanden gekommener, blanko indossierter Orderverrechnungsschecks durch Kreditinstitute (im Anschluß an BGH WM 1996, 248).

    Dies hat der Senat zwar bisher nur für Inhaberverrechnungsschecks entschieden (Urteile vom 12. Dezember 1995 - XI ZR 58/95, WM 1996, 248, 249 und vom 4. November 1997 - XI ZR 270/96, WM 1997, 2395, 2396).

  • BGH, 15.04.1997 - XI ZR 105/96  

    Sorgfaltspflichten der Bank bei Hereinnahme eines disparischen Schecks

    Die Kenntnis davon muß sich die Beklagte daher zurechnen lassen, ohne daß es darauf ankommt, ob es zutrifft, daß Inhaberverrechnungsschecks im kaufmännischen Verkehr so gut wie nie weitergegeben werden (so Aden NJW 1994, 413, 416; ders. EWiR 1997, 23 f.; Steiner Kreditwesen 1996, 189, 190; s. auch Senatsurteil vom 12. Dezember 1995 - XI ZR 58/95, WM 1996, 248, 249; LG Stuttgart ZIP 1997, 141, 143), bei Einreichung eines solchen Schecks also stets der Verdacht besteht, der Scheck sei dem wahren Berechtigten abhanden gekommen.
  • BGH, 17.07.2001 - XI ZR 362/00  

    Sorgfaltspflichten eines deutschen Kreditinsituts bei Weiterreichung eines auf

    Diese Sorgfaltspflicht trifft Inkassobanken bei der Hereinnahme (Senatsurteile vom 12. Dezember 1995 - XI ZR 58/95, WM 1996, 248, 249, vom 4. November 1997 - XI ZR 270/96, WM 1997, 2395, 2396 und vom 15. Februar 2000 - XI ZR 186/99, WM 2000, 812, 813) und Kaufleute beim Erwerb von Schecks aus kaufmännischem Verkehr (Senatsurteil vom 18. Juli 2000 - XI ZR 263/99, WM 2000, 1744, 1745), nicht aber deutsche Kreditinstitute, die - wie die Beklagte - als Zwischenbank von einer ausländischen Bank mit der Weiterleitung des Schecks an die bezogene Sparkasse beauftragt werden.
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  • BGH, 18.07.2000 - XI ZR 263/99  

    Sorgfaltspflicht des Erwerbers eines nicht auf den Inhaber lautenden Schecks

    Dies hat der Senat bisher zwar nur für die Hereinnahme von Inhaber- und blanko indossierten Orderverrechnungsschecks durch Inkassobanken entschieden (Urteile vom 12. Dezember 1995 - XI ZR 58/95, WM 1996, 248, 249, 4. November 1997 - XI ZR 270/96, WM 1997, 2395, 2396 und 15. Februar 2000 - XI ZR 186/99, WM 2000, 812, 813).
  • BGH, 04.11.1997 - XI ZR 270/96  

    Prüfungspflichten einer Bank bei Hereingabe eines Inhaberverrechnungsschecks aus

    Die vom Bundesgerichtshof erstmals im Urteil vom 12. Dezember 1995 - XI ZR 58/95, WM 1996, 248, 249 problematisierte Frage, ob es im kaufmännischen Verkehr heute praktisch nicht mehr üblich sei, Inhaberverrechnungsschecks zahlungshalber weiterzugeben, führe zu keinem anderen Ergebnis.
  • OLG Düsseldorf, 23.10.1996 - 11 U 23/96  
    Die Rechtsprechung zur Frage der (fehlenden) groben Fahrlässigkeit bei der Hereinnahme abhanden gekommener disparischer Inhaber - Verrechnungsschecks bedarf auch im Anschluß an die Entscheidung des BGH vom 12.12.1995 (NJW 1996, 657 = LM H.5/1996 § 990 BGB Nr. 37 = WM 1996, 248 = ZIP 1996, 270) keiner Änderung, weil es im kaufmännischen Verkehr nach wie vor nicht üblich ist, solche Schecks zahlungshalber weiterzugeben.
  • OLG München, 01.10.1997 - 7 U 3043/97  

    Prüfungspflicht bei einem disparischen Scheck über eine ungewöhnlich hohe

    Namentlich im vorliegenden Fall ist nicht plausibel, daß die B. AG Waren -oder Dienstleistungen im Werte der Scheckbeträge erhalten und dafür die streitgegenständlichen Schecks - ohne Indossamente - gegeben haben könnte (vgl. BGH NJW 96, 657).
  • OLG Saarbrücken, 25.05.1999 - 7 U 854/98  
    Bei Inhaberschecks hat der BGH in seiner neueren Rechtsprechung (vgl. BGH v. 26.9.1995 - XI ZR 159/94, MDR 1996, 160 = WM 1995, 1950, 1951; v. 12.12.1995 - XI ZR 58/95, MDR 1996, 270 = WM 1996, 248, 249; v. 15.4.1997 - XI ZR 105/96, MDR 1997, 766 = NJW 1997, 1917) eine Verschiedenheit von Scheckeinreicher und Scheckempfänger (sogenannte Disparität) als mögliches Verdachtsmoment für ein Abhandenkommen des Schecks bezeichnet, nachdem in der Literatur (vgl. Aden, NJW 1994, 413, 416) darauf hingewiesen worden war, dass es heute im kaufmännischen Verkehr völlig ungewöhnlich sei, empfangene Inhaberschecks zahlungshalber weiterzugeben.
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