Rechtsprechung
   BSG, 16.04.2002 - B 9 VG 1/01 R   

Durch Vergewaltigung gezeugtes behindertes Kind

§ 1 OEG, auch Personen, die durch die Gewalttat selbst gezeugt werden, können einen Anspruch nach dem Opferentschädigungsgesetz haben (vgl. § 1 BGB)

Volltextveröffentlichungen (5)

  • lexetius.com

    Gewaltopferentschädigungsanspruch - schwerstbehindertes Kind aus Inzestbeziehung - sexueller Mißbrauch der Tochter durch den Vater - Zeugung als Folge eines rechtswidrigen Angriffs - Analogie - richterliche Rechtsfortbildung - Begriff MdE/GdB

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht

  • vsbinfo.de
mehr
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gewaltopferentschädigungsanspruch eines aus einer Inzestbeziehung geschädigt geborenen Kindes

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (3)

Verfahrensgang

  • SG Schwerin, 27.11.2000 - S 7 VE 19/99
  • BSG, 16.04.2002 - B 9 VG 1/01 R

Zeitschriftenfundstellen

  • BSGE 89, 199
  • NJW 2002, 3123
  • NVwZ 2003, 512



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Wird zitiert von ... (30)  

  • BSG, 31.05.2006 - B 6 KA 62/04 R  

    Keine Kostenerstattung der Rechtsverteidigung eines (Zahn-) Arztes als Konkurrent

    Dafür müssten eine unbewusste planwidrige Regelungslücke sowie eine Gleichartigkeit der zu regelnden Sachverhalte vorliegen (vgl dazu zB BVerfGE 82, 6, 11 ff mwN; ebenso zuletzt BVerfG, Urteil vom 31. Mai 2006, 2 BvR 1673/04, RdNr 46, 47, 49 = NJW 2006, 2093, 2094 f; s ferner zB BSGE 77, 102, 104 = SozR 3-2500 § 38 Nr. 1 S 3; BSGE 89, 199, 202 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 S 95 f mwN; BSG SozR 4-2700 § 8 Nr. 4 RdNr 15; BVerwGE 99, 362, 365 f).
  • BSG, 12.06.2003 - B 9 V 2/02 R  

    Zahlung der Schwerstbeschädigtenzulage im Beitrittsgebiet ohne Absenkung

    Das Gegenteil ist richtig, denn die gefundene Auslegung vollendet das vom Gesetzgeber angestrebte Ziel, den Ausspruch des BVerfG normativ umzusetzen (vgl zur richterrechtlichen Ausfüllung einer Gesetzeslücke die Senatsurteile vom 16. April 2002, BSGE 89, 199, 202 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 S 91, 95 f mwN, und vom 6. März 1996, BSGE 78, 51, 56 ff = SozR 3-3800 § 10 Nr. 1 S 1, 7 ff).
  • BSG, 15.07.2004 - B 9 V 6/03 R  

    Häftlingshilfegesetz - anspruchsberechtigter Personenkreis - Misshandlung während

    Die Annahme, dass jemand vor seiner Geburt bereits "in Gewahrsam genommen" worden sein könnte, begegnet gewissen gedanklichen Schwierigkeiten; andererseits spricht manches auch für die Gleichstellung der Leibesfrucht hinsichtlich der gesetzlichen Berechtigung (vgl zur Erstreckung des gesetzlichen Schutzbereichs auf die Leibesfrucht: Palandt/Heinrichs, BGB 63. Aufl § 1 Anm 5; BVerwGE 14, 43; BSGE 18, 55 = SozR Nr. 64 zu § 1 BVG; BSGE 20, 41 = SozR Nr. 68 zu § 1 BVG; BGH RzW 1968, 168; BVerfGE 45, 376 = SozR 2200 § 539 Nr. 35; zur engen vorgeburtlichen Verbundenheit zwischen Mutter und Kind schon beim "nondum conceptus" grundsätzlich: Senatsurteil vom 16. April 2002, BSGE 89, 199, 202 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 mwN).

    b) Der Anwendung der Ausschlussregelung des § 1 Abs. 7 HHG auf die Leibesfrucht stehen Sinn und Zweck des HHG nicht entgegen (vgl zur Frage des einschlägigen Prüfungsmaßstabs: Senatsurteil vom 16. April 2002 aaO S 202; BVerfGE 45, 376 = SozR 2200 § 539 Nr. 35, "vorgeburtliche Berufskrankheit"; zum Schutzbereich des HHG: BSG SozR 7190 § 1 Nr. 4).

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