Rechtsprechung
   BGH, 01.04.1954 - IV ZR 177/53   

Einverständlich falsche Vaterschaftsfeststellung durch Versäumnisurteil

§ 826 BGB, zu den (hier verneinten) Voraussetzungen für eine sittenwidrige Titelausnutzung, für Versäumnisurteile (§ 331 ZPO) gelten keine anderen Kriterien als für streitige Urteile

Sonstiges

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 13, 71
  • NJW 1954, 880



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Wird zitiert von ... (7)  

  • BGH, 21.09.1995 - IX ZR 228/94  

    Pflichtverletzungen des Anwalts durch Unterlassen der Vollstreckung aus einem

    Die Vollstreckung aus einem Versäumnisurteil ist daher grundsätzlich selbst dann rechtlich einwandfrei, wenn es mit der materiellen Rechtslage nicht übereinstimmt (BGHZ 13, 71).

    Vielmehr müssen Umstände hinzutreten, die die Ausnutzung des Titels in hohem Maße unbillig und geradezu unerträglich erscheinen lassen (vgl. BGHZ 13, 71, 73; 40, 130, 132 f; 101, 380, 383 ff; BGH, Urt. v. 13. Juli 1983 - IVb ZR 2/82, NJW 1983, 2317; v. 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84, NJW 1986, 1751, 1753 f).

  • BGH, 05.03.1958 - IV ZR 307/57  

    Pflichten des Zeugen zur Beantwortung von Fragen

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  • LAG Hamm, 18.10.1990 - 17 Sa 600/90  
    Hierbei kann es sich um Umstände handeln, die bei der Erwirkung des Urteils, bei der Vollstreckung aus dem Urteil oder bei beiden zutage getreten sind (BGH, Urteil vom 01.04.1954 - IV ZR 177/53 -, BGHZ 13, 71, 72).
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  • BGH, 06.03.1987 - V ZR 19/86  

    Änderung des Zinsniveaus nach mündlicher Verhandlung

    Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann allerdings nicht nur das sittenwidrige Erwirken, sondern auch - was hier allein in Betracht kommen könnte - das sittenwidrige Ausnutzen eines als unrichtig erkannten rechtskräftigen Urteils einen Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB begründen (vgl. BGHZ 13, 71, 72; BGHZ 50, 115, 117 f; Senatsurt. v. 13. März 1981, V ZR 115/80, NJW 1981, 1517, 1518).
  • BGH, 13.03.1981 - V ZR 115/80  

    Rechtskraftwirkung eines eine Herausgabeklage abweisenden Urteils

    Nach der Rechtsprechung des BGH (vgl. BGHZ 13, 71 = NJW 1954, 880; BGHZ 26, 391 (396, 397) = NJW 1958, 826; BGHZ 50, 115 (117) = NJW 1968, 1275; BGH, LM § 826 (Fa) BGB Nr. 20 = MDR 1970, 134 = BB 1969, 1459; jeweils m. w. Nachw.) wie auch schon des RG (vgl. die Nachw. in den angeführten Entscheidungen des BGH; außerdem Thumm, Die Klage aus § 826 BGB gegen rechtskräftige Urteile, 1959, S. 43 ff.) kann allerdings nicht nur das sittenwidrige Erwirken, sondern auch das sittenwidrige Ausnutzen eines als unrichtig erkannten rechtskräftigen Urteils einen Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB begründen.
  • BVerwG, 28.03.1963 - II C 98.60  
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  • OLG Düsseldorf, 18.06.1986 - 6 W 62/86  
    Die Rechtsprechung zur Durchbrechung der Rechtskraft gilt nicht nur für Urteile, die auf eine Verhandlung zur Sache ergangen sind, sondern auch für Versäumnisurteile und die ihnen gem § 700 I ZPO gleichstehenden Vollstreckungsbescheide (vgl. RGZ 132, 273; BGHZ 13, 71; BGH WM 65, 277; OLG Hamburg WM 85, 691; aA. OLG Köln NJW 86, 1350, 1352).
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