Rechtsprechung
   BGH, 11.10.1994 - VI ZR 303/93   

Epileptische Dämmerattacke im Straßenverkehr

§ 829 BGB, Berücksichtigung der Einstandspflicht einer Pflichtversicherung auch für das 'Ob' der Billigkeitshaftung;

Kriterien für Schmerzensgeld, § 847 BGB (seit 1.8.02: § 253 Abs. 2 BGB)

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Prof. Dr. Lorenz
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Billigkeitshaftung des Kfz-haftpflichtversicherten Unfallschädigers hinsichtlich des Schmerzensgeldes

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 127, 186
  • NJW 1995, 452
  • MDR 1995, 992
  • NZV 1995, 65
  • VersR 1995, 96



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Wird zitiert von ... (14)  

  • OLG Schleswig, 24.09.2009 - 11 U 156/08  

    Versicherungsrecht - Haftungsprivileg des Vereinsmitglieds; Feuerversicherung

    Mit Urteil vom 11.10.1994 (VI ZR 303/93, BGHZ 127, 186 ff) hat der BGH allerdings betont, dass diese Durchbrechung des Trennungsprinzips nur für die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung gelten könne.

    Die Übertragung dieser Gedanken zur Anspruchsbegründung auf eine freiwillig abgeschlossene, private Haftpflichtversicherung hat der BGH (BGHZ 127, 186 ff) abgelehnt.

    Nur in Ausnahmefällen wurde eine Berücksichtigung bei der Höhe des zu zahlenden Betrages anerkannt (BGHZ 127, 186 ff).

  • BGH, 12.12.2006 - VI ZR 175/05  

    Keine Erstattung der Anwaltskosten bei Abmahnung im Selbstauftrag

    Dieses Wissen hat er besonders in den oben beschriebenen, einfach gelagerten, aus seiner Sicht zweifelsfreien Fällen bei der erstmaligen Geltendmachung des Schadens einzusetzen (vgl. MünchKomm-BGB/Oetker, 4. Aufl., § 249 Rn. 175; Becker-Eberhard, Grundlagen der Kostenerstattung, 1985, S. 56 [der dies freilich im Rahmen des § 254 BGB prüft]; ähnlich Soergel/Mertens, BGB, 12. Aufl., § 249 Rn. 62; Dornwald SP 1995, 97; Höfle AnwBl 1995, 208 = DAR 1995, 69; wohl auch Klingelhöffer jurisPR-BGHZivilR 25/04, Anm. 4; kritisch Nixdorf VersR 1995, 257, 258 ff.).
  • BGH, 27.10.2009 - VI ZR 296/08  

    Sorgfaltspflichtverstoß allein wegen Verletzung eines Gegenspielers bei einem

    Der Versicherungsschutz wirkt grundsätzlich nicht anspruchsbegründend (vgl. BGHZ 23, 90, 99; Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57 - VersR 1958, 485, 486 f.; vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78 - VersR 1979, 645; vgl. zur Ausnahme bei Bestehen einer Pflichtversicherung für den besonderen verschuldensunabhängigen Anspruch aus Billigkeitsgründen gemäß § 829 BGB: Senatsurteile BGHZ 76, 279, 283; 127, 186, 192).

    Dies entspricht dem allgemeinen Grundsatz, dass sich die Versicherung nach der Haftung und nicht umgekehrt die Haftung nach der Versicherung richtet (Trennungsprinzip, vgl. Senatsurteile BGHZ 76, 279, 283; 116, 200, 209; 127, 186, 192; BGH, Urteil vom 1. Oktober 2008 - IV ZR 285/06 - VersR 2008, 1560, jeweils m.w.N.).

mehr
  • BGH, 29.01.2008 - VI ZR 98/07  

    Inanspruchnahme des Kfz-Haftpflichtversicherers für Schäden auf einer

    Unter besonderen Umständen kann das Bestehen einer Pflichtversicherung sogar Grund und Umfang eines Haftungsanspruchs bestimmen (vgl. zu § 829 BGB: Senatsurteil vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 303/93 - VersR 1995, 96, 97 f. m.w.N.).
  • BGH, 18.04.1997 - V ZR 28/96  

    Berücksichtigung eines Mitverschuldens im Rahmen des Beseitigungsanspruchs

    Offen bleiben kann, ob sich eine Beschränkung der Revisionszulassung hier klar und eindeutig aus den Entscheidungsgründen des Berufungsurteils ergibt (vgl. z.B. BGH, Urt. v. 11. Oktober 1994, VI ZR 303/93, BGHR ZPO § 546 Abs. 1 Satz 1, Revisionszulassung, beschränkte 13), weil sie jedenfalls rechtlich nicht zulässig gewesen wäre.
  • BGH, 09.07.1996 - VI ZR 5/95  

    Übergang des Direktanspruchs des Geschädigten gegen den Haftpflichtversicherer

    In einem anderen Senatsurteil heißt es, daß bei der Frage, ob dem Unfallverletzten aus Billigkeitsgründen Schadensersatz nach § 829 BGB zuzubilligen ist, berücksichtigt werden kann, daß für den schuldlos handelnden Schädiger Versicherungsschutz auf Grund einer Kfz-Pflichtversicherung besteht (BGHZ 127, 186, 192).
  • BGH, 12.03.2003 - VIII ZR 197/02  

    Handelsvertreter - Wettbewerbsverbot nach unwirksamer Kündigung

    Fehlt es jedoch an einer eindeutigen Beschränkung der Zulassung, ist die Revision unbeschränkt zugelassen (BGH, Urteil vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 303/93, NJW 1995, 452 unter II).
  • LG Heilbronn, 05.05.2004 - 7 S 1/04  

    Kinder im Straßenverkehr - Verantwortlichkeit

    Vielmehr müssen die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen "erfordern" (BGHZ 127, 186, 192; BGH NJW 1979, 2096, 2097 linke Spalte).

    Eine solche Versicherung kann allenfalls im Rahmen der Korrektur eines wegen sonstiger Umstände nach § 829 BGB zu zahlenden Betrages berücksichtigt werden (BGHZ 76, 279, 283; 127, 186, 190f; vgl. Münchener Kommentar zum BGB, 4. Aufl. 2004; § 829 Rn 19).

  • BGH, 29.01.2004 - V ZR 244/03  

    Teilweise Zulassung der Revision

    Hierfür dürfen sich die Ausführungen nicht lediglich mit einer Begründung für die Zulassung der Revision befassen, vielmehr muß aus den Entscheidungsgründen der Wille des Berufungsgerichts, die Revision in bestimmter Hinsicht zu beschränken, klar und eindeutig hervorgehen (BGHZ 102, 293, 295; BGH, Urt. v. 19. November 1991, VI ZR 171/91, NJW 1992, 1093; Urt. v. 11. Oktober 1994, VI ZR 303/93, NJW 1995, 452, Urt. v. 12. Juli 2000, XII ZR 159/98, aaO; Senat, Urt. v. 11. Juli 2003, V ZR 430/02, VIZ 2003, 526, 527).
  • OLG Frankfurt, 16.08.2000 - 7 U 142/99  

    Billigkeitshaftung bei Deliktsunfähigkeit: Private Haftpflichtversicherung des

    Bei der Entscheidung, ob dem Grunde nach ein Billigkeitsausgleich erforderlich ist, kann lediglich eine Pflichtversicherung berücksichtigt werden (vgl. BGHZ 127, 186, 191).
  • OLG Köln, 08.12.1999 - 11 U 233/95  

    Kein Verschulden eines Kindes bei Schlag gegen Biene oder Wespe

  • OLG Oldenburg, 15.12.1995 - 2 W 141/95  

    Privathaftpflichtversicherung, Hausfriedensbruch, Beschäftigung, ungewöhnliche,

  • OLG München, 20.05.1996 - 30 U 775/95  

    Haftung für Verletzungen beim Sportkampf

  • OLG Stuttgart, 09.06.2005 - 13 U 21/04  

    Familienprivileg - Forderungsübergang

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