Rechtsprechung
   BVerfG, 15.10.1997 - 2 BvN 1/95   

Landesverfassungsrechtlicher Grundrechtsschutz

Zuständigkeit der Landesverfassungsgerichte für Verfassungsbeschwerden/Grundrechtsklagen gegen Gerichtsentscheidungen in Anwendung von Bundesrecht (hier: Bundesprozeßrecht), Art. 31, 93 Abs. 1 Nr. 4a, 142, 100 Abs. 3 GG, § 90 Abs. 3 BVerfGG

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Kurzfassungen/Presse (3)

Besprechungen u.ä.

  • gwdg.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Bundesverfassungsgericht und Landesverfassungsgericht (Prof. Dr. Brun-Otto Bryde)

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 96, 345
  • NJW 1998, 1296
  • DVBl 1998, 390
  • NVwZ 1998, 608
  • NJ 1998, 252
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Wird zitiert von ... (211)  

  • BVerfG, 30.07.2008 - 1 BvR 3262/07  

    Rauchverbot in Gaststätten

    Auch wenn insoweit die Sperrwirkung des Art. 72 Abs. 1 GG nicht eingreift, muss der Landesgesetzgeber allerdings den Vorrang des Bundesrechts nach Art. 31 GG beachten, wenn Regelungen des Bundes- und des Landesrechts auf denselben Sachverhalt anwendbar sind und bei ihrer Anwendung zu verschiedenen Ergebnissen führen (vgl. BVerfGE 96, 345 ; 98, 145 ).
  • BVerfG, 07.05.2001 - 2 BvK 1/00  

    Normenkontrollantrag gegen Landesnaturschutzgesetz Schleswig-Holstein verworfen

    Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt ausgesprochen, dass in einem betont föderativ gestalteten Staatswesen wie der Bundesrepublik Deutschland die Verfassungsbereiche des Bundes und der Länder grundsätzlich nebeneinander stehen; entsprechendes gilt für die Verfassungsgerichtsbarkeiten des Bundes und der Länder (BVerfGE 41, 88 [118 f.] m. w. N.; 96, 345 [368 f.]).

    Soweit das Grundgesetz für die Verfassungen der Länder nichts bestimmt, können die Länder ihr Verfassungsrecht und ihre Verfassungsgerichtsbarkeit selbst ordnen (BVerfGE 96, 345 [368 f.]).

  • VerfG Brandenburg, 16.12.2010 - VfGBbg 18/10  
    Das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg hat bereits entschieden, dass es unter Beachtung der vom Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 15. Oktober 1997 (Az.: 2 BvN 1/95, BVerfGE 96, 345, 371ff) aufgestellten Voraussetzungen zur Überprüfung der Anwendung formellen und materiellen Bundesrechts durch Gerichte des Landes am Maßstab von Landesverfahrensgrundrechten befugt ist (s. für die Anwendung von Bundesverfahrensrecht am Maßstab der Landesgrundrechte LVerfGE 8, 82, 84; für die Anwendung von materiellem Bundesrecht am Maßstab der Landesverfahrensgrundrechte Beschluss vom 16. Juni 2005 - VfGBbg 283/03 -, LVerfGE 16, 149).

    Abgesehen davon, dass dieser Grundsatz bereits bei einer Überprüfung von Bundesrecht am Maßstab von Landesverfahrensgrundrechten berührt wird, ist die Gefahr eines "Flickenteppichs" von landesspezifisch ausgelegtem Bundesrecht gering, da die Prüfungsbefugnis der Landesverfassungsgerichte an die vom Bundesverfassungsgericht in seiner Grundsatzentscheidung vom 15. Oktober 1997 (2 BvN 1/95, aaO) aufgestellten Voraussetzungen geknüpft wird.

    Die Vorlagepflicht setzt die Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage voraus (BVerfGE 96, 345, 359; Wieland, in: Dreier, GG, Kommentar, 2. Aufl. 2008, Rn 41 zu Art. 100; Maunz, in: Maunz-Dürig, GG, Kommentar, 56. EL, Rn 53 zu Art. 100; Leibholz/Rinck, GG, Kommentar, 51. EL, Oktober 2009, Rn 372; Sieckmann, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG, Kommentar, 5. Aufl. 2005, Rn 86 zu Art. 100).

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