Rechtsprechung
   BGH, 27.09.2002 - V ZR 98/01   

Mögliche Mietvorauszahlung

§ 812 BGB, Darlegungs- und Beweislast bei Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung: Kläger muß auch das Fehlen eines Rechtsgrundes darlegen und beweisen, er muß aber nicht alle denkbaren Rechtsgründe ausräumen (Problem des Beweises einer negativen Tatsache)

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Kurzfassungen/Presse

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Bereicherungsansprüche

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2003, 1039
  • MDR 2003, 257
  • DB 2003, 606
  • WM 2003, 640
  • DB 2003, 606 (Ls.)
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Wird zitiert von ... (21)  

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  • BGH, 06.12.2002 - V ZR 220/02  

    AGB - Abgrenzung zur Individualvereinbarung

    Dies folgt aus dem Rechtsgedanken, der etwa in den Fällen der ungerechtfertigten Bereicherung dazu führt, von dem Schuldner die Benennung des Rechtsgrundes zu verlangen (vgl. zuletzt Senat, Urt. v. 27. September 2002, V ZR 98/01, z. Veröff. bestimmt).
  • BGH, 24.03.2010 - XII ZR 175/08  

    Familienrecht - Darlegungslast ehebedingter Nachteile

    aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs trifft den Prozessgegner der für eine negative Tatsache beweisbelasteten Partei eine sogenannte sekundäre Darlegungslast (Senatsurteil BGHZ 171, 232 = FamRZ 2007, 896 - Tz. 20 f.; BGHZ 128, 167, 171 = NJW 1995, 662, 663; BGHZ 154, 5, 9 = NJW 2003, 1449, 1450; BGH Urteile vom 27. September 2002 - V ZR 98/01 - NJW 2003, 1039; vom 18. Mai 2005 - VIII ZR 268/03 - NJW 2005, 2395, 2397; vom 14. Juli 2009 - XI ZR 152/08 - ZIP 2009, 1654 Tz. 38; vom 19. Mai 1958 - II ZR 53/57 - NJW 1958, 1188 f. und vom 4. Februar 2010 - IX ZR 18/09 - [...] Tz. 81; zum Unterhaltsrecht vgl. Wendl/Dose Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 7. Aufl. § 6 Rdn. 721 ff.; vgl. auch Empfehlungen des Arbeitskreises 15 des 18. Deutschen Familiengerichtstages).
  • BVerwG, 27.09.2006 - 3 C 34.05  

    Verfassungsschutz; Personenakte; Datenschutz; Berichtigung;

    Hintergrund dieser sog. sekundären Darlegungspflicht der nicht beweisbelasteten Partei sind Erwägungen der prozessualen Zumutbarkeit: Die zivilrechtliche Rechtsprechung erlegt dem Gegner der primär behauptungs- und beweisbelasteten Partei eine sekundäre Behauptungslast vor allem dann auf, wenn die darlegungspflichtige Partei außerhalb des von ihr darzulegenden Geschehensablaufs steht und keine nähere Kenntnis der maßgebenden Tatsachen besitzt, während der Prozessgegner sie hat und ihm nähere Angaben zumutbar sind (BGH, Urteile vom 8. Oktober 1992 - I ZR 220/90 - NJW-RR 1993, 746 , vom 18. Mai 1999 - X ZR 158/97 - NJW 1999, 2887 und vom 27. September 2002 - V ZR 98/01 - NJW 2003, 1039 ).
  • OLG Düsseldorf, 27.05.2009 - 26 W 5/07  

    CAPM wichtigstes Modell zur Feststellung risikogerechter Kapitalkosten

    In Bezug auf negative Tatsachen stellt die Rechtsprechung an das substantiierte Bestreiten des Gegners strenge Anforderungen (BGH NJW 1985, 264, 265; 2003, 1039; BAG NJW 2004, 2848, 2851).
  • BGH, 23.09.2008 - XI ZR 263/07  

    Beginn der Verjährung bei unsicherer und zweifelhafter Rechtslage

    Der Gläubiger eines Bereicherungsanspruchs trägt die volle Darlegungs- und Beweislast für die tatsächlichen Voraussetzungen des Mangels des rechtlichen Grundes (BGHZ 128, 167, 171; 154, 5, 9; BGH, Urteil vom 6. Oktober 1994 - III ZR 165/93, WM 1995, 20, 21, vom 27. September 2002 - V ZR 98/01, WM 2003, 640, 641 und vom 14. Juli 2003 - II ZR 335/00, WM 2004, 225, 226; Senat, Urteil vom 6. Dezember 1994 - XI ZR 19/94, WM 1995, 189, 190).
  • AG Hameln, 07.08.2009 - 23 C 40/09  

    Abstraktes Schuldanerkenntnis: Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung der

    Der Anerkenntnisempfänger muss zuvor aber im Rahmen des Zumutbaren zu möglichen Rechtsgründen konkret vortragen; erst danach muss der Anerkennende (Bereicherungsgläubiger) die Unrichtigkeit dieses Vortrags beweisen (vgl. BGH NJW 2003, 1039).

    Als Prozesspartei, die eine negative Tatsache zu beweisen hat, nämlich das Fehlen eines Rechtsgrundes, kann die Beklagte die Klägerin allerdings zunächst darauf verweisen, den Grund der Forderung und ihre Errechnung darzulegen; sie hat dann die Unrichtigkeit dieses Vortrags zu beweisen (vgl. BGH NJW 2003, 1039; BAG - 9 AZR 502/03 vom 15.3.2005 = NJW 2005, 3164 ff bei Rdnr. 39 m.w.N.; Palandt, BGB, 69 Aufl., Rdnr. 76 zu § 812 BGB).

  • BVerfG, 26.11.2008 - 1 BvR 670/08  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren

    Es geht mit der Beschwerdeführerin im Ansatz davon aus, dass der Bereicherungsgläubiger alle Voraussetzungen seines Anspruches im Streitfall zu beweisen, im Falle einer Leistungskondiktion gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB mithin auch die Rechtsgrundlosigkeit nachzuweisen und hierbei alle vom Bereicherungsschuldner behaupteten Rechtsgründe auszuräumen habe (vgl. BGH, Urteil vom 27. September 2002 - V ZR 98/01 -, NJW 2003, S. 1039; Lieb, in: Münchener Kommentar zum BGB, a.a.O., § 812 Rn. 393; Sprau, in: Palandt, BGB, 67. Aufl. 2008, § 812 Rn. 103).
  • BGH, 26.07.2011 - XI ZR 197/10  

    Zur konkludenten Genehmigung einer Einzugsermächtigungslastschrift

  • KG, 18.11.2004 - 8 U 125/04  

    Mietrecht - Abmahnung wegen unbefugter Stromentnahme nötig?

  • OLG Frankfurt, 01.11.2010 - 23 U 181/08  

    Rückabwicklung der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds wegen

  • BGH, 16.07.2008 - IV ZR 309/07  

    Darlegungs- und Beweislast im Rahmen einer Vollstreckungsgegenklage

  • OLG Frankfurt, 17.03.2010 - 23 U 218/06  

    Rückabwicklung einer kreditfinanzierten Fondsbeteiligung

  • OLG Stuttgart, 23.01.2006 - 5 U 115/05  

    Baustofflieferung - Schuldner muss Schwarzgeldvereinbarung beweisen

  • OVG Thüringen, 27.04.2010 - 2 ZKO 7/07  

    Flüchtlings- und Vertriebenenrecht; Darlegungs- und Beweislastverteilung bei der

  • StGH Hessen, 14.07.2010 - P.St. 2276  

    Beschluss über eine Grundrechtsklage zu einem Ausgangsverfahren, in dem

  • OLG Hamm, 13.05.2011 - 20 U 149/10  

    Private Unfallversicherung, Rückforderung, vorgetäuschter Versicherungsfall

  • LG Heilbronn, 03.08.2005 - 1 O 65/05  

    Bauvertrag - Beweislast beim abstrakten Schuldanerkenntnis

  • LG Hannover, 16.10.2009 - 14 S 60/09  

    Bereicherungseinrede gegen das Leistungsverlangen aus einem abstrakten

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