Rechtsprechung
| BGH, 09.05.1989 - VI ZR 268/88 |
Ruckartige Massage
§ 286 ZPO, §§ 402 ff ZPO, Arzthaftungsprozeß, Abweichen von gerichtlichen Sachverständigengutachten setzt eingehende Begründung und Darlegung ausreichender Sachkunde des Gerichts voraus
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Voraussetzungen der Abweichung von einem Sachverständigengutachten; Nachweis der fehlerhaften Behandlung durch einen Masseur
Kurzfassungen/Presse
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1989, 2948
- NJW 1989, 2148
- MDR 1989, 902
- VersR 1989, 758
Wird zitiert von ... (52)
- BGH, 28.01.2003 - VI ZR 139/02
Verkehrsrecht - Ursächlichkeit für eine HWS-Verletzung
Die nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Richters erfordert keine absolute oder unumstößliche Gewißheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewißheit, der Zweifeln Schweigen gebietet (st. Rspr., vgl. BGHZ 53, 245, 256; BGH, Urteil vom 18. April 1977 - VIII 286/75 - VersR 1977, 721 und Senatsurteil vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759). - BGH, 12.02.2008 - VI ZR 221/06
Schadensrecht - Morbus Sudeck als Sekundärschaden
Insoweit gilt das strenge Beweismaß des § 286 ZPO, das einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit verlangt (BGHZ 53, 245, 255 f.; Senatsurteile vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759 und vom 18. Januar 2000 - VI ZR 375/98 - VersR 2000, 503, 505; BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - IX ZR 238/91 - NJW 1993, 935, 937).Damit hat das Berufungsgericht, wie die Revision mit Recht geltend macht, für den Nachweis der Ursächlichkeit hinsichtlich des Folgeschadens ein Beweismaß verlangt, das noch nicht einmal von dem strengen Maßstab des § 286 ZPO vorausgesetzt wird (vgl. BGHZ 53, 245, 255 f.; Senatsurteile vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759 und vom 18. Januar 2000 - VI ZR 375/98 - VersR 2000, 503, 505; BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - IX ZR 238/91 - NJW 1993, 935, 937).
- BGH, 02.07.2004 - V ZR 213/03
Immobilien - Ermittlung des Verkehrswerts eines Grundstücks
Zu Recht rügt die Revision, daß das Berufungsgericht die von dem Sachverständigen gewählte Wertermittlungsmethode gegen eine andere ausgetauscht hat, ohne, was hierzu Voraussetzung gewesen wäre, seine eigene Sachkunde auszuweisen, insbesondere einleuchtend und nachvollziehbar aufzuzeigen, daß seine abweichende Beurteilung nicht auf einem Mangel an Sachkunde beruht (BGH, Urt. v. 9. Mai 1989, VI ZR 268/88; v. 22. Dezember 1992, III ZR 173/91; v. 21. Januar 1997, VI ZR 86/96: BGHR ZPO § 286 Abs. 1, Sachverständigenbeweis 4, 12 und 26).
- BGH, 08.07.2008 - VI ZR 274/07
Schadensrecht - "Harmlosigkeitsgrenze" bei einer Frontalkollision
Die nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Richters erfordert keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", was die Revision meint, sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet (vgl. BGHZ 53, 245, 256; Senatsurteile vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759 …und vom 28. Januar 2003 - VI ZR 139/02 - aaO sowie BGH, Urteil vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75 - VersR 1977, 721). - BGH, 04.03.1993 - V ZB 5/93
Kostenpflicht der prozeßunfähigen Partei
Davon abgesehen stellt sie sich hier um so weniger, als die von dem Berufungsgericht hinzugezogenen Sachverständigen die Geschäftsfähigkeit des Klägers bejaht haben und nur das Berufungsgericht die Beweisaufnahme - ohne Darlegung der eigenen Sachkunde (vgl. BGH, Urt. v. 9. Mai 1989, VI ZR 268/88, NJW 1989, 2948) - anders würdigt. - BGH, 26.10.1993 - VI ZR 155/92
Vornahme der Beweisaufnahme durch den Einzelrichter im Berufungsverfahren; …
Das Berufungsgericht stützt seine Entscheidung auf restliche, in der Gesamtschau der Äußerungen vom Sachverständigen selbst aus medizinischer Sicht als nur gering angesehene Zweifel; entscheidend ist aber nicht der Grad der Überzeugung des Sachverständigen, sondern die persönliche Überzeugung des Tatrichters, und diese setzt nicht den Ausschluß letzter Zweifel, sondern lediglich einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewißheit voraus (BGHZ 7, 116, 119; 18, 311, 318; 53, 245, 255; Senatsurteil vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759 m.w.N.). - BGH, 03.06.2008 - VI ZR 235/07
Zurückweisung eines Antrags auf Einholungs eines fachmedizinischen Gutachtens zum …
Die nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Richters erfordert keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet (st. Rspr.; vgl. BGHZ 53, 245, 256; BGH, Urteil vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75 - VersR 1977, 721 und Senatsurteil vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759). - BGH, 21.06.2001 - III ZR 313/99
An Rindermastbetrieb heranrückende Wohnbebauung
Hat der Tatrichter die erforderliche Sachkunde nicht, so muß er notfalls ein weiteres Gutachten nach § 412 ZPO einholen (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 2001 - V ZR 420/99 - zur Veröffentlichung vorgesehen; vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 = NJW 1989, 2948, 2949). - BGH, 08.07.2008 - VI ZR 259/06
Arztrecht - Erfolglose Tubensterilisation mittels Tubenligatur: Haftung?
Ausreichend ist vielmehr ein Grad von Gewissheit, der Zweifeln eines besonnenen, gewissenhaften und lebenserfahrenen Beurteilers Schweigen gebietet; Zweifel, die sich auf lediglich theoretische Möglichkeiten gründen, für die tatsächliche Anhaltspunkte nicht bestehen, sind hierbei nicht von Bedeutung (vgl. Senat, BGHZ 159, 254, 257; Urteile vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88 - VersR 1989, 758, 759; vom 18. Januar 2000 - VI ZR 375/98 - VersR 2000, 503, 505; BGH, BGHZ 53, 245, 256 - Anastasia; Wachsmuth/Schreiber, NJW 1982, 2094, 2098;… Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 5. Aufl., Rn. E 5). - BGH, 04.11.2010 - III ZR 45/10
Verfahrensrecht - Beauftragung eines anderen Sachverständigen in Berufung
Zwar darf das Berufungsgericht nicht von dem Gutachten eines erstinstanzlich beauftragten gerichtlichen Sachverständigen oder der Würdigung dieses Gutachtens durch das erstinstanzliche Gericht abweichen, ohne die hierzu erforderliche Sachkunde darzulegen, die in der Regel - mangels eigener Sachkunde des (Berufungs-)Gerichts - nur durch entsprechende weitere sachverständige Beratung gewonnen werden kann (s. BGH, Urteile vom 8. Juni 1993 - VI ZR 192/92, NJW 1993, 2380, 2381 und vom 21. Januar 1997 - VI ZR 86/96, NJW 1997, 1446; s. auch Senatsurteil vom 21. Juni 2001 - III ZR 313/99, NJW 2001, 3054, 3056 sowie BGH, Urteile vom 9. Mai 1989 - VI ZR 268/88, NJW 1989, 2948 f m.w.N. und vom 12. Januar 2001 - V ZR 420/99, NJW-RR 2001, 732, 733;… Zöller/ Greger a.a.O. § 402 Rn. 7a;… Musielak/Huber a.a.O. § 411 Rn. 10). - BGH, 12.11.1991 - KZR 18/90
Amtsanzeiger - Wettbewerbsbehinderung
- BAG, 08.05.1996 - 5 AZR 315/95
Zurückbehaltungsrecht bei Arbeit in gefahrstoffbelasteten Räumen
- KG, 21.11.2005 - 12 U 214/04
Auffahrunfall: Wiederholte Beweisaufnahme im Berufungsrechtszug; Anscheinsbeweis …
- BAG, 31.01.1996 - 2 AZR 68/95
Personenbedingte Kündigung bei Verlust der Fluglizenz
- OLG Oldenburg, 02.04.1997 - 2 U 12/97
Aufhebung, Zurückverweisung, Gehör, rechtliches, Beweiswürdigung, …
- BGH, 29.01.1993 - V ZR 160/91
Entgangener Gewinn bei Ersatzanspruch des Rücktrittsberechtigten
- KG, 18.09.2008 - 8 U 2/07
Mietrecht - Neue Verhandlung über Mietzins bei Ausübung einer Option
- BayObLG, 15.01.1997 - 3Z BR 279/96
Vergütung des Rechtsanwaltes bei Betreuung des nicht mittellosen Betreuten
- BGH, 19.10.2010 - VI ZR 241/09
Arzthaftung - Unbekanntes Risiko wegen Diskussion in anderem Fachbereich
- OLG Zweibrücken, 24.10.2002 - 3 W 182/02
Wohnungseigentum - Einbau "integrierter Rollläden": Bauliche Veränderung?
- BGH, 12.10.1993 - VI ZR 235/92
Abweichende Beurteilung eines Sachverständigengutachtens durch Berufungsgericht
- OLG Hamm, 08.08.2000 - 27 U 18/00
Fahren ohne Sicherheitsgurt - Hirnblutung nach Kollision mit Windschutzscheibe …
- BGH, 09.07.2002 - X ZR 154/00
Werkvertrag - Anforderungen an die Darlegung von Mängeln
- OLG Karlsruhe, 21.05.2008 - 7 U 158/07
Zur Beweislastumkehr für die Ursächlichkeit eines groben Behandlungsfehlers für …
- BGH, 11.12.1992 - V ZR 204/91
Schadensersatz wegen Baubeschränkung bei Grundstückskauf
- BayObLG, 06.11.1998 - 3Z BR 215/98
Mittellosigkeit eines Betreuten
- OLG Hamm, 15.11.1999 - 3 U 54/99
Hinweispflicht des Arztes bei einer Polio-Impfung
- BGH, 18.05.2001 - V ZR 126/00
Allg. Zivilrecht - Zur gegenständlich beschränkten Geschäftsunfähigkeit
- KG, 12.07.2010 - 12 U 46/09
Haftungsverteilung bei ungeklärtem Unfallhergang
- BGH, 03.04.1992 - V ZR 104/91
Nutzungsentgelt für vom Pächter erstellte Wohnlaube
- BayObLG, 27.12.1996 - 3Z BR 266/96
- KG, 02.07.2009 - 12 U 113/09
Verwertung der Feststellungen eines Strafurteils im Haftpflichtprozess vor den …
- OLG Saarbrücken, 13.07.2011 - 1 U 32/08
- BGH, 24.01.1996 - IV ZR 270/94
- OLG Hamm, 09.04.1997 - 20 U 238/96
Darlegung des äußeren Bildes eines Einbruchsdiebstahls
- BGH, 25.01.2005 - VI ZR 200/04
Anforderungen an die Überzeugungsbildung
- OLG Hamm, 26.01.1994 - 20 U 227/93
- OLG Köln, 16.02.1995 - 5 U 42/94
Größe der Prothese bei Hüftgelenkersatz
- OLG Hamm, 26.08.1998 - 3 U 201/97
- AG Rüdesheim, 21.05.2008 - 3 C 394/05
Schadensersatz nach Verkehrsunfall mit Personenschaden: Kausalitätsnachweis für …
- AG Aachen, 28.05.2009 - 112 C 581/07
- OLG Nürnberg, 23.03.1994 - 9 U 3995/93
Haftung des Gebrauchtwagen-Verkäufers für zugesicherte Eigenschaften trotz …
- OLG Bamberg, 15.12.1994 - 1 U 198/93
- OLG Hamm, 15.11.1999 - 3 U 55/99
- OLG Hamm, 13.05.2011 - 20 U 149/10
Private Unfallversicherung, Rückforderung, vorgetäuschter Versicherungsfall
- OLG Hamm, 01.12.1989 - 20 U 113/89
- BGH, 22.12.1992 - III ZR 173/91
- OLG München, 24.03.1993 - 30 U 860/92
Verwertung eines kriminalpolizeilichen Ermittlungsbericht darf im Zivilprozeß
- BGH, 12.10.1993 - X ZR 25/92
- BVerwG, 19.11.1992 - 6 B 41.92
- OLG Köln, 02.02.1994 - 27 U 25/92
- LG Kiel, 08.10.2010 - 6 O 77/07
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