Rechtsprechung
   BGH, 31.10.1980 - V ZR 95/79   

Übergangene Nacherben

Vormerkung, § 883 Abs. 1 Satz 2 BGB, gutgläubiger Erwerb, maßgeblicher Zeitpunkt, 'große Lösung'

Volltextveröffentlichungen (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1981, 446
  • MDR 1981, 304
  • DNotZ 1981, 179
  • WM 1981, 16
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Wird zitiert von ... (19)  

  • BGH, 14.09.2001 - V ZR 231/00  

    Insolvenzfestigkeit eines durch eine vor Eröffnung des

    Künftige Ansprüche können Vormerkungsschutz jedenfalls dann genießen, wenn bereits der Rechtsboden für ihre Entstehung durch ein rechtsverbindliches Angebot soweit vorbereitet ist, daß die Entstehung des Anspruchs nur noch vom Willen des künftigen Berechtigten abhängt (vgl. Senat, BGHZ 12, 115, 117 f; Urt. v. 31. Mai 1974, V ZR 190/72, LM § 883 BGB Nr. 13; Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446 f).

    Da die Wirkungen der Auflassungsvormerkung trotz des Gesamtvollstreckungsverfahrens erhalten bleiben und mit rückwirkender Kraft auf den Zeitpunkt der Eintragung geltend gemacht werden können (vgl. Senat, Urt. v. 31. Oktober 1980, aaO, 447), zählte die vom gesicherten Anspruch betroffene Vermögensposition von Anfang an nicht zu den Bestandteilen der Masse (vgl. Schellewald, Die Sicherung künftiger Ansprüche im Vermögen des Schuldners, Diss. Bonn, 1986, S. 158 f).

    Wie der Senat bereits in anderem Zusammenhang ausgeführt hat, wäre der vom Gesetzgeber zugelassene Vormerkungsschutz für künftige Ansprüche (§ 883 Abs. 1 Satz 2 BGB) sinnentleert, wollte man ihn erst von dem Zeitpunkt an eintreten lassen, in dem die gesicherten Ansprüche entstehen (Senat, Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446, 447).

    Es handelt sich vielmehr um die gegenwärtige Sicherung eines künftigen Anspruchs (vgl. Senat, Urt. v. 31. Oktober 1980, aaO), auch wenn der gesicherte Anspruch erst nach seiner Entstehung geltend gemacht werden kann.

  • OLG Köln, 22.12.2004 - 2 U 103/04  

    Insolvenzrecht - Gesetzliche Löschungsvormerkung ist insolvenzfest

    Es handelt sich vielmehr um eine gegenwärtige Sicherung eines in Zukunft entstehenden Anspruchs, der erst mit der Entstehung geltend gemacht werden kann (BGH, NJW 1981, 446 [447]; BGH, NJW 2002, 213 [215]).

    Der vom Gesetzgeber zugelassene Vormerkungsschutz für künftige Ansprüche (§ 883 Abs. 1 Satz 2 BGB) wäre sinnentleert, wenn dieser Schutz erst zu dem Zeitpunkt eintritt, in dem die gesicherten Ansprüche entstehen (BGH, NJW 1981, 446 [447]; BGH, NJW 2002, 213 [215]).

  • BGH, 26.04.2007 - IX ZR 139/06  

    Zwangsvollstreckungsrecht - Ausnahme vom Vollstreckungsschutz durch Vormerkung

    Geltend gemacht werden kann der durch sie begründete Hilfsanspruch folglich dann, wenn der durch die Vormerkung gesicherte Anspruch entstanden und fällig geworden ist, also gegenüber dem Anspruchsgegner durchgesetzt werden könnte (BGHZ 99, 385, 388; BGH, Urt. v. 31. Oktober 1980 - V ZR 95/79, NJW 1981, 446, 447).
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  • BGH, 20.07.2007 - V ZR 245/06  

    Immobilien - Grunddienstbarkeit und Vormerkung

    Nach ständiger Rechtsprechung des Senats schützt die Vormerkung den Berechtigten nämlich nicht nur vor nachteiligen Verfügungen im Sinne des § 883 Abs. 2 BGB, sondern auch in seinem guten Glauben an die Richtigkeit des Grundbuchstands zur Zeit der Eintragung der Vormerkung und damit auch gegen nicht eingetragene Rechte Dritter (vgl. Senat, Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446, Urt. v. 17. Juni 1994, V ZR 204/92, NJW 1994, 2947).

    Dabei ist für die Gutgläubigkeit des Erwerbers der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem der Antrag auf Eintragung der Auflassungsvormerkung gestellt wurde (vgl. Senat, BGHZ 28, 182, 187; Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, aaO).

  • BGH, 19.05.2006 - V ZR 40/05  

    Bauträger - Restzahlungsanspruch verjährt: Darf Bauträger Auflassung verweigern?

    aa) Der Auflassungsanspruch eines Käufers entsteht grundsätzlich mit dem Abschluss eines wirksamen Grundstückskaufvertrages (vgl. § 433 Abs. 1 BGB), nur seine Fälligkeit wird in aller Regel von der Zahlung des Kaufpreises abhängig gemacht (Senat, Urt. v. 11. November 1994, V ZR 149/93, WM 1995, 203, 204; vgl. auch Senat, BGHZ 149, 1, 6; Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, WM 1981, 16 sowie zum Begriff des Entstehens eines Anspruchs BGH, Urt. v. 23. Januar 2001, X ZR 247/98, WM 2001, 687, 688 f.).
  • BGH, 27.05.1993 - IX ZR 66/92  

    Prüfungs- und Hinweispflichten bei Grundstückskauf - Stellvertretung und

    a) Zwar war die Bewilligung und Eintragung der Vormerkung zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsübertragung keine - einer Rechtsbelehrung gemäß § 17 BeurkG unterliegende - ungesicherte Vorleistung der Klägerin, weil die Vormerkung als solche nicht verkehrsfähig, sondern an den zu sichernden Anspruch gebunden ist (§ 883 BGB ; BGH, Urt. v. 31. Oktober 1980 - V ZR 95/79, NJW 1981, 446, 447), und dem Verkäufer trotz der Vormerkung die Verfügungsmacht über sein Grundstück verbleibt (RGZ 132, 419, 424).
  • OLG Schleswig, 28.07.1998 - 6 U 14/98  
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  • BGH, 03.12.1999 - V ZR 329/98  

    Ausübung eines Vorkaufsrechts nach Erwerb der Kaufsache durch den

    Nur dieser künftige oder bedingte Anspruch war überhaupt vormerkungsfähig (§ 883 Abs. 1 Satz 2 BGB), und zwar schon mit Schutzwirkung vom Zeitpunkt der Vormerkungseintragung an (vgl. Senatsurt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446, 447).
  • BGH, 17.06.1994 - V ZR 204/92  

    Abtretung des Eigentumsübertragungsanspruchs nach Auflassung des Kaufgrundstücks;

    Sie schützt auch den guten Glauben an den Erwerb des jeweiligen Rechtes nach dem Grundbuchstand zur Zeit der Eintragung der Vormerkung (§§ 892, 893 BGB ; BGHZ 28, 182 f; 57, 341 f; Senatsurt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446 ).
  • BGH, 02.07.2010 - V ZR 240/09  

    Immobilien - Rechte des Vormerkungsberechtigten vor Eigentumsumschreibung

    Daraus folgt zugleich, dass die Durchsetzung des Anspruchs gemäß § 888 Abs. 1 BGB die Eintragung des Vormerkungsberechtigten im Grundbuch nicht voraussetzt (vgl. Senat, BGHZ 99, 385, 388; Senat, Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 95/79, NJW 1981, 446, 447; Urt. v. 24. Juni 1988, V ZR 51/87, NJW-RR 1988, 1357; Urt. v. 14. Juli 2000, V ZR 384/98, NJW 2000, 3496; BGH, Urt. v. 26. April 2007, IX ZR 139/06, WM 2007, 1137; ebenso Staudinger/Gursky, BGB [2008], § 888 Rdn. 49; MünchKomm-BGB/Kohler, 5. Aufl., § 888 Rdn. 11; Kesseler, ZfIR 2007, 88, 92 f.; Wolf, NZM 2008, 29).
  • OLG Rostock, 26.04.2007 - 7 U 67/05  

    Immobilien - Erfasst Veräußerungsverbot auch Sicherungshypothek?

  • BGH, 30.01.1987 - V ZR 32/86  

    Herausgabe einer Feuerversicherungssumme and en

  • OLG Schleswig, 27.11.2003 - 2 W 173/03  

    Zur gesetzlichen Vermutung des § 891 Abs. 1 BGB in Bezug auf das Bestehen einer

  • OLG Naumburg, 08.06.2004 - 11 U 41/00  

    Sachenrechtsbereinigung

  • BayObLG, 29.07.1993 - 2Z BR 62/93  

    Vormerkung, vormundschaftsgerichtliche Genehmigung

  • KG, 21.07.1994 - 12 W 1789/94  
  • OLG Brandenburg, 02.11.2006 - 5 U 64/06  

    Gutgläubiger Erwerb einer Vormerkung

  • OLG Köln, 15.09.2010 - 2 Wx 54/10  

    Voraussetzungen der Löschung einer gutgläubig erworbenen Auflassungsvormerkung

  • LG Bonn, 14.06.2007 - 5 S 53/07  

    Vormerkung, Vortrag zugunsten Dritter, Bennenungsberechtigung

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