Rechtsprechung
   BVerfG, 11.04.2000 - 1 BvL 2/00   

Verfassungsrechtlicher Kündigungsschutz Brandenburg

Art. 72 Abs. 1, 74 Abs. 1 Nr. 12 GG, das Arbeitsrecht ist nicht abschließend bundesrechtlich kodifiziert (Unanwendbarkeit von Art. 55 EGBGB);

zur Frage, ob neben § 26 ArbGG und § 20 SGG Raum für einen weitergehenden landesrechtlichen Kündigungsschutz ist

Volltextveröffentlichungen (5)

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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit des Kündigungsschutzes für ehrenamtliche Richter im Hinblick auf die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz des Bundes

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Verfahrensgang

  • LAG Brandenburg, 28.04.1998 - 5 Sa 885/97
  • BVerfG, 11.04.2000 - 1 BvL 2/00

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 2000, 1119
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Wird zitiert von ... (23)  

  • LAG Berlin-Brandenburg, 21.12.2009 - 10 Sa 2193/09  

    Kündigungsschutz ehrenamtlicher Richter

    Ob eine bundesrechtliche Regelung erschöpfend ist, muss einer Gesamtwürdigung des betreffenden Normenkomplexes entnommen werden (vgl. BVerfG, Beschluss vom 11. April 2000 - 1 BvL 2/00).

    Eine erschöpfende Regelung liegt aber auch dann vor, wenn der Sache nach ergänzende Vorschriften möglich sind, nach dem erkennbaren Regelungswillen aber ausgeschlossen sein sollen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 11. April 2000 - 1 BvL 2/00).

    Davon ist auch im Bereich kündigungsschutzrechtlicher Regelungen und im Bereich des § 26 ArbGG auszugehen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 11. April 2000 - 1 BvL 2/00).

    Das Bundesverfassungsgericht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 11. April 2000 - 1 BvL 2/00) hat zwar ausgeführt, dass es vom Wortlaut des Art. 110 Abs. 1 S. 2 der Brandenburger Verfassung her nicht ausgeschlossen sei, ihn auf solche Fälle nicht anzuwenden, bei denen die Kündigung nichts mit der Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter zu tun haben könne.

    Dabei sind zwar sowohl der unmittelbare Zusammenhang beider Sätze des Art. 110 Abs. 1 der Brandenburger Verfassung als auch die von Normgebern üblicherweise in diesen Fällen verwendeten Formulierungen zu berücksichtigen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 11. April 2000 - 1 BvL 2/00).

  • BAG, 23.03.2006 - 2 AZR 343/05  

    Anzeigepflicht bei einer Massenentlassung

    Sie darf den erkennbaren Willen des nationalen Gesetzgebers nicht verändern (BVerfG 24. Mai 1995 - 1 BvF 1/92 - BVerfGE 93, 37, 81; 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 -AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2; BAG 6. November 2002 - 5 AZR 617/01 (A) - BAGE 103, 240; 5. März 1996 - 1 AZR 590/92 - BAGE 82, 211; 20. Juli 2004 - 9 AZR 343/03 -BAGE 111, 247).
  • BAG, 18.09.2003 - 2 AZR 79/02  

    Massenentlassung

    Die Auslegung darf jedoch den erkennbaren Willen des Gesetzgebers nicht verändern (BVerfG 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2; BAG 6. November 2002 - 5 AZR 617/01 (A) - AP AEntG § 1a Nr. 1 = EzA AEntG § 1a Nr. 1, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; 5. März 1996 - 1 AZR 590/92 (A) - BAGE 82, 211 unter Bezugnahme auf BVerfG 24. Mai 1995 - 2 BvF 1/92 - BVerfGE 93, 37, 79 f.; vgl. zu den Grenzen einer richtlinienkonformen Auslegung Kerwer NZA 2002, 1316, 1320 f.; Piepenbrock/Schulze WM 2002, 521; Hochleitner/Wolf/Großerichter WM 2002, 529).
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  • BAG, 12.01.2005 - 5 AZR 617/01  

    Bürgenhaftung bei Arbeitnehmerentsendung

    Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschlägigen Regelungen sowie deren Sinn und Zweck jedoch mehrere Deutungen zu, von denen eine zu einem verfassungsgemäßen Ergebnis führt, so ist diese geboten (BVerfG 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2) .
  • LAG Berlin, 20.12.2005 - 12 Sa 1463/05  

    Interessenausgleich mit Namensliste, Massenentlassung

    Steht die gemeinschaftsrechtskonforme Auslegung im Widerspruch zum Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers, so darf eine solche Auslegung nicht erfolgen (BVerfG vom 11. April 2000, 1 BvL 2/00, AP Nr. 2 zu § 26 ArbGG 1979; BAG vom 18. September 2003, 2 AZR 79/02, a.a.O. und vom 30. März 2004, 1 AZR 7/03, a.a.O., jew.m.w.Nw.; vom 18. Februar 2003, 1 ABR 2/02, NZA 2003, 742; Bauer/Krieger/Powietzka, DB 2005, 445; str., a.A. Riesenhuber/Domröse, NZA 2005, 568: Rechtsfortbildung).

    Denn die Auslegung darf insbesondere nicht den erkennbaren Willen des Gesetzgebers verändern (vgl. BVerfG vom 11. April 2004, 1 BvL 2/00, a.a.O.; BAG vom 18. September 2003, 2 AZR 79/02, a.a.O.; vom 6. November 2002, 5 AZR 617/01, NZA 2005, 627).

  • BAG, 06.11.2002 - 5 AZR 617/01  

    Bürgenhaftung für Mindestlohn

    Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschlägigen Regelungen sowie deren Sinn und Zweck jedoch mehrere Deutungen zu, von denen eine zu einem verfassungsgemäßen Ergebnis führt, so ist diese geboten (BVerfG 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2).
  • LAG Sachsen, 17.12.2008 - 2 SaGa 23/08  

    Bestandsstreitigkeit

    b) Eine - von der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zugelassene (vgl. BAG vom 18.12.2008 - 8 AZR 660/07 - Presseerklärung Nr. 101/08; BAG vom 28.09.2006 - 8 AZR 441/05 - vollständig dok. lediglich in JURIS; BAG vom 02.03.2006 - 8 AZR 124/05 - BAGE 117, 184; s. a. BVerfG [2. Kammer d. 1. Senats] - 1 BvL 2/00 - AP Nr. 2 zu § 26 ArbGG 1979) - landesgesetzliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen den Parteien unter Übergang auf den KSV (nach den zugrunde liegenden Sachverhalten hatten die Landesgesetze selbst den Übergang von Arbeitsverhältnissen zwingend und ausnahmslos angeordnet) nach dem Sächsischen Personalübergangsgesetz hat nicht stattgefunden.

    Die dagegen erhobenen Rügen beziehen sich auf die mittlerweile vom Bundesarbeitsgericht allerdings bereits mehrfach entkräfteten Einwände gegen eine fehlende Gesetzgebungskompetenz der Landesgesetzgeber auf dem Gebiet des Arbeitsrechts (vgl. BAG vom 18.12.2008 - 8 AZR 660/07 - Presseerklärung Nr. 101/08; BAG vom 28.09.2006 - 8 AZR 441/05 - vollständig dok. lediglich in JURIS; BAG vom 02.03.2006 - 8 AZR 124/05 - BAGE 117, 184; s. a. BVerfG [2. Kammer d. 1. Senats] vom 11.04.2000 - 1 BvL 2/00 - AP Nr. 2 zu § 26 ArbGG 1979).

  • ArbG Karlsruhe, 17.05.2005 - 6 Ca 361/04  

    Massenentlassung; richtlinienkonforme Auslegung; keine Unwirksamkeitsfolge der

    Das innerstaatliche Gericht braucht seine Zuständigkeit nach den Ausführungen des EuGH gerade nicht zu überschreiten (vgl zu den Grenzen der zulässigen richterlichen Auslegung auch BVerfG 11.04.2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2).

    Handelt es sich jedoch um eine auslegungsfähige Regelung, ist sie in dem Sinn zu verstehen, wie sie der Gesetzgeber bei voller Kenntnis der Problemlage normiert hätte (BVerfG 11.04.2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2; Dornbusch/Wolff BB 2005, 885, 886).

  • BAG, 12.01.2005 - 5 AZR 279/01  

    Bürgenhaftung bei Arbeitnehmerentsendung

    Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschlägigen Regelungen sowie deren Sinn und Zweck jedoch mehrere Deutungen zu, von denen eine zu einem verfassungsgemäßen Ergebnis führt, so ist diese geboten (BVerfG 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2).
  • BAG, 18.09.2003 - 2 AZR 403/02  

    Massenentlassung

    Die Auslegung darf jedoch den erkennbaren Willen des Gesetzgebers nicht verändern (BVerfG 11. April 2000 - 1 BvL 2/00 - AP ArbGG 1979 § 26 Nr. 2; BAG 6. November 2002 - 5 AZR 617/01 (A) - AP AEntG § 1a Nr. 1 = EzA AEntG § 1a Nr. 1, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; 5. März 1996 - 1 AZR 590/92 (A) - BAGE 82, 211 unter Bezugnahme auf BVerfG 24. Mai 1995 - 2 BvF 1/92 - BVerfGE 93, 37, 79 f.; vgl. zu den Grenzen einer richtlinienkonformen Auslegung Kerwer NZA 2002, 1316, 1320 f.; Piepenbrock/ Schulze WM 2002, 521; Hochleitner/ Wolf/ Großerichter WM 2002, 529).
  • BAG, 18.09.2003 - 2 AZR 139/03  

    Betriebsbedingte Kündigung in Konzernbetrieb - Kündigung; Konzern;

  • BAG, 18.09.2003 - 2 AZR 537/02  

    Massenentlassung

  • BAG, 18.09.2003 - 2 AZR 607/02  

    Betriebsbedingte Kündigung bei Stilllegung des verbliebenen Einzelbetriebes nach

  • ArbG Köln, 02.03.2006 - 1 Ca 11149/05  

    Haushaltsrechtliche Befristung; europarechts- und verfassungskonforme Auslegung;

  • OVG Sachsen, 10.11.2008 - 2 B 340/08  

    Sächsisches Personalübergangsgesetz; Übergang eines Arbeitsverhältnisses;

  • OVG Sachsen, 10.03.2009 - 2 B 148/09  

    Sächsisches Personalübergangsgesetz; Übergang eines Arbeitsverhältnisses;

  • ArbG Köln, 18.05.2006 - 1 Ca 1298/06  

    Befristung aus haushaltsrechtlichen Gründen

  • BFH, 22.10.2008 - X B 162/08  

    Berechnung eines Aufgabegewinns i.S.d. § 16 Abs.1-3 EStG - keine systemwidrige

  • OVG Sachsen, 24.11.2008 - 2 B 303/08  

    Sächsisches Personalübergangsgesetz; Übergang eines Arbeitsverhältnisses;

  • BVerwG, 28.07.2011 - 2 C 45.09  

    Arbeitszeit; Arbeitszeitkonto; Kernarbeitszeit; Regelarbeitszeit; Gleitzeit;

  • ArbG Wuppertal, 12.05.2005 - 5 Ca 506/05  
  • OVG Sachsen, 25.05.2009 - 2 B 353/08  

    Übergabeverfügung; vorläufiger Rechtsschutz; Zweitwohnsitz

  • OVG Sachsen, 07.05.2010 - 2 B 413/09  

    Personalübergang, Übernahmeverfügung

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