Rechtsprechung
   BGH, 16.01.1996 - VI ZR 109/95   

Verurteilter Vergewaltiger

§ 847 BGB (seit 1.8.02: § 253 Abs. 2 BGB), grds. keine Berücksichtigung einer strafrechtlichen Verurteilung des Verletzters unter dem Gesichtspunkt der Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldes

Volltextveröffentlichungen (4)

  • DRSP

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung des Schädigers für eine vorsätzliche Straftat; Berücksichtigung strafrechtlicher Verurteilung des Täters bei der Schmerzensgeldbemessung, Versuchte Vergewaltigung

  • archive.org
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung des Schädigers für eine vorsätzliche Straftat; Berücksichtigung strafrechtlicher Verurteilung des Täters bei der Schmerzensgeldbemessung, Versuchte Vergewaltigung

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Schmerzensgeld bei vorsätzlichen Straftaten

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Verfahrensgang

  • LG Duisburg, 18.08.1994 - 8 O 7/94
  • OLG Düsseldorf, 10.03.1995 - 22 U 157/94
  • BGH, 16.01.1996 - VI ZR 109/95

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 996, 1591
  • NJW 1996, 1591
  • MDR 1996, 364
  • BB 1997, 122
  • VersR 1996, 382
  • NJ 1996, 334
  • JR 1996, 377
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Wird zitiert von ... (34)  

  • OLG Saarbrücken, 01.07.2008 - 4 U 392/07  

    Höhe des Schmerzensgeldes wegen Vergewaltigung mit Fesselungsmalen an den

    Daneben trägt die Anerkennung eines Schmerzensgeldes dem Gedanken Rechnung, dass der Schädiger dem Geschädigten jedenfalls bei vorsätzlich begangenen Straftaten Genugtuung schuldet für das, was er ihm angetan hat (BGHZ 18, 149, 154 ff.; 120, 1, 4 f.; 128, 117, 120 f.; Urt. v. 16.1.1996 - VI ZR 109/95, NJW 1996, 1591; vgl. auch BGHZ 160, 298, 302; 161, 33, 35 f.; Hacks/Ring/Böhm, Schmerzensgeldbeträge, 26. Aufl., S. 10 ff.; Slizyk, Beck'sche Schmerzensgeld-Tabelle, 5. Auflage, S. 5 f.).

    Nr. 26.2354; OLG Hamm, Urt. v. 29.12.2005 - 6 W 52/05 zit. nach juris; OLG Brandenburg Urt. v. 3.7.2002 - 13 U 96/01, zit. nach juris; OLG Koblenz, NJW 1999, 1639; vgl. auch BGH, NJW 1996, 1591; der Sachverhalt des vom OLG Frankfurt entschiedenen Falles, Urt. v. 9.9.2004 - 12 U 116/03 zit. nach juris, in dem ein Schmerzensgeld von 85.000 DM zuerkannt wurde, unterscheidet sich vom vorliegenden Fall: dort hatte der Täter das Opfer im Angesicht einer Leiche in extremer Weise erniedrigt und zum Geschlechtsverkehr gezwungen und stundenlang in Todesangst gehalten).

  • OLG Hamm, 04.02.2004 - 3 U 168/03  

    Geldentschädigung bei satirischer Darstellung einer Minderjährigen - TV-Total

    Geldstrafen oder Geldbußen, die der Schädiger entrichtet hat, wirken beim Schmerzensgeld für Körperverletzungen allerdings nicht mindernd (vgl. BGHZ 128, 117 = NJW 1995, 781; BGH, NJW 1996, 1591; Palandt/ Heinrichs, a. a. O., § 253 Rn. 20).
  • OLG Köln, 10.09.1999 - 19 U 202/98  

    Entschädigung von Verkehrsunfallopfern

    Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, dass eine billige Entschädigung in Geld, die nach § 847 BGB bei bestimmten Rechtsgutverletzungen für den hierdurch entstandenen nicht vermögensrechtlichen Schaden zu zahlen ist, in erster Linie dem Verletzten einen Ausgleich für die erlittene immaterielle Beeinträchtigung bieten soll (BGHZ 18, 149, 156 f.; BGH NJW 1993, 781 = r+s 1993, 56, 57; BGH NJW 1993, 1531; BGH NJW 1995, 781; BGH NJW 1996, 1591).

    Es ist in der Rechtsprechung grundsätzlich anerkannt, dass der Schmerzensgeldanspruch jedenfalls in Fällen groben Verschuldens eine doppelte Funktion hat: Er soll dem Geschädigten einen angemessenen Ausgleich für diejenigen Schäden bieten, die nicht vermögensrechtlicher Art sind, und zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten Genugtuung schuldet für das, was er ihm angetan hat (BGHZ 18, 149; BGH NJW 1993, 1531; BGH NJW 1995, 781; BGH NJW 1996, 1591; OLG Frankfurt am Main, VersR 1995, 544; OLG Köln, VersR 1992, 975).

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