Rechtsprechung
   BVerfG, 12.01.1971 - 2 BvR 520/70   

Widerrufener Gnadenerweis

Art. 19 Abs. 4, 20 Abs. 3 GG, Widerruf eines Gnadenerweises ist justitiabel (Hinweis: vgl. für das Gnadenrecht des Bundes: Art. 60 Abs. 2 GG, für Baden-Württemberg: Art. 52 Verf)

Volltextveröffentlichungen (2)

  • DFR

    Gnadenwiderruf

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Justitiabilität des Widerrufs einer Gnadenentscheidung

Verfahrensgang

  • OLG Stuttgart, 05.08.1970 - 2 VAs 92/70
  • BVerfG, 12.01.1971 - 2 BvR 520/70

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 30, 108
  • NJW 1971, 795
  • MDR 1971, 372
  • DVBl 1971, 394
  • DÖV 1971, 384



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BVerfG, 04.04.1984 - 1 BvR 1287/83  

    Verfassungswidrigkeit von § 7 Nr. 3 BRAO

    Angesichts der regelmäßig fehlenden Erzwingbarkeit und rechtlichen Überprüfbarkeit von Gnadenentscheidungen (vgl. dazu BVerfGE 25, 352 (361 f.); 30, 108 (110 f.); 45, 187 (242 f.)) sowie der fehlenden Festlegung der Begnadigungsvoraussetzungen kann der Ausgeschlossene eines späteren Gnadenerweises selbst nach Jahren des Wohlverhaltens und bei günstiger Prognose nicht sicher sein.
  • BVerfG, 21.12.1994 - 2 BvR 213/92  

    Verfassungsrechtliche Prüfung von in der vormaligen DDR erfolgten Begnadigungen

    b) Begnadigungen, einmal rechtsgültig ausgesprochen, geben dem dadurch Begünstigten eine Rechtsposition (vgl. BVerfGE 30, 108 ff.), die rechtsstaatlichen Vertrauensschutz genießen kann.
  • BVerfG, 03.07.2001 - 2 BvR 1039/01  

    Verfassungsmäßigkeit von Entscheidungen über den Gnadenerweis

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind Entscheidungen über den Gnadenerweis von Verfassungs wegen nicht gerichtlich überprüfbar (BVerfGE 25, 352 [361 ff.]; 30, 108 [110 f.]; 45, 187 [242 f.]; 66, 337 [363]).
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  • BVerfG, 04.04.1987 - 1 BvR 1287/83  
    Angesichts der regelmäßig fehlenden Erzwingbarkeit und rechtlichen Überprüfbarkeit von Gnadenentscheidungen (vgl. dazu BVerfGE 25, 352 [361 f.]; 30, 108 [11O f.]; 45, 187 [242 f.]) sowie der fehlenden Festlegung der Begnadigungsvoraussetzungen kann der Ausgeschlossene eines späteren Gnadenerweises selbst nach Jahren des Wohlverhaltens und bei günstiger Prognose nicht sicher sein.
  • BVerfG, 11.01.1995 - 2 BvR 1865/93  

    Verfassungsrechtliche Prüfung von in der vormaligen DDR erfolgten Begnadigungen

    b) Begnadigungen, einmal rechtsgültig ausgesprochen, geben dem dadurch Begünstigten eine Rechtsposition (vgl. BVerfGE 30, 108 ff.), die rechtsstaatlichen Vertrauensschutz genießen kann.
  • OLG Hamm, 16.02.1988 - 1 VAs 8/88  
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  • BVerfG, 11.04.1991 - 2 BvR 426/91  

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde - Rechtswegerschöpfung im Strafverfahren

    Ablehnende Gnadenentscheidungen unterliegen keiner gerichtlichen Nachprüfung (vgl. BVerfGE 25, 352 [362]; 30, 108 [110]).
  • OLG Stuttgart, 14.02.2003 - 4 VAs 4/03  

    Gnadenentscheidung: Zulässigkeit und Anforderungen an die Begründung

    Soweit sich hingegen der Antrag gegen den Widerruf der Gnadenentscheidung des Justizministeriums vom 25. März 1996 richtet, gilt dies nicht (vgl. BVerfGE 30, 108).
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