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   BAG, 05.06.2020 - 10 AZN 53/20   

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BAG, 05.06.2020 - 10 AZN 53/20 (https://dejure.org/2020,15807)
BAG, Entscheidung vom 05.06.2020 - 10 AZN 53/20 (https://dejure.org/2020,15807)
BAG, Entscheidung vom 05. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 (https://dejure.org/2020,15807)
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Volltextveröffentlichungen (13)

  • IWW

    § 31a BRAO, § ... 130a Abs. 2 ZPO, § 72a Abs. 3 ArbGG, § 72a Abs. 2 Satz 1 ArbGG, § 72 Abs. 5 ArbGG, § 555 Abs. 1 Satz 1, § 130a Abs. 1 ZPO, § 130a Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 46c ArbGG, § 72 Abs. 6 ArbGG, § 130a Abs. 3, Abs. 4 ZPO, § 130a Abs. 2 Satz 2 ZPO, § 55a VwGO, § 4 Abs. 1 Nr. 1 ERVV, § 4 Abs. 1 Nr. 2 ERVV, § 130a Abs. 4 ZPO, § 130a Abs. 4 Nr. 2 ZPO, § 130a Abs. 3 Satz 1 Alt. 2, Abs. 4 Nr. 2 ZPO, § 130a Abs. 3 Satz 1 Alt. 2 ZPO, § 130 Nr. 6 ZPO, § 130a Abs. 4 Nr. 4 ZPO, § 130a ZPO, § 31 Abs. 1 Satz 5 BRAO, § 31a Abs. 3 Satz 3 BRAO, § 23 Abs. 3 Satz 5 RAVPV, § 126 BGB, § 298 Abs. 2 ZPO, § 23 RAVPV, § 20 Abs. 3 RAVPV, § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 2 ZPO, § 233 Satz 1 ZPO, § 85 Abs. 2 ZPO, Art. 20 Abs. 3 GG, § 130a Abs. 6 Satz 1 ZPO, § 130a Abs. 6 Satz 2 ZPO, §§ 233, 236 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 2 ZPO, § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO, § 72 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 Alt. 2 ArbGG, § 72a Abs. 3 Satz 2 ArbGG, § 72a Abs. 5 Satz 5 Alt. 1 ArbGG, § 97 Abs. 1 ZPO, § 63 Abs. 2 GKG

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg

  • JurPC

    Sicherer Übermittlungsweg

  • juris.de

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg

  • rewis.io
  • bag-urteil.com

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Anforderungen an einen sicheren Übermittlungsweg im elektronischen Rechtsverkehr

  • Betriebs-Berater

    Sicherer Übermittlungsweg über beA

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Besondere elektronische Signatur und sicherer Übermittlungsweg von Dokumenten

  • datenbank.nwb.de

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Gericht muss auf unwirksamen beA-Versand hinweisen!

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zum sicheren Übermittlungsweg bei Versand aus beA ohne qualifizierte elektronische Signatur

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Elektronischer Rechtsverkehr - sicherer Übermittlungsweg - Versand aus einem besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA) ohne qualifizierte elektronische Signatur (qeS)

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 31 BRAO, § 130a ZPO
    Gericht muss binnen acht Arbeitstagen auf unwirksamen beA-Versand hinweisen

Besprechungen u.ä. (4)

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 31 BRAO, § 130a ZPO
    Gericht muss binnen acht Arbeitstagen auf unwirksamen beA-Versand hinweisen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Rechtsmittelschrift wird via beA eingereicht: Selbst ist der Mann bzw. die Frau! (IBR 2020, 620)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Rechtsmittelschrift wird via beA eingereicht: Selbst ist der Mann bzw. die Frau! (IMR 2020, 475)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Rechtsmittelschrift wird via beA eingereicht: Selbst ist der Mann bzw. die Frau!

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2020, 2351
  • ZIP 2020, 1984
  • MDR 2020, 1086
  • NZA 2020, 965
  • MMR 2020, 720
  • AnwBl 2020, 556
  • NZA-RR 2020, 491
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • BAG, 14.09.2020 - 5 AZB 23/20

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - einfache Signatur

    Bei diesem Übermittlungsweg handelt es sich nach der Legaldefinition des § 130a Abs. 4 Nr. 2 ZPO um einen "sicheren" iSd. Absatzes 3 der Regelung (vgl. BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 12; 24. Oktober 2019 - 8 AZN 589/19 - Rn. 5) .

    Sie sind nur dann als sichere Übermittlungswege anzusehen, wenn die Authentizität und Integrität der Daten gewährleistet sind (vgl. BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 18) .

    Weiterhin lässt sich ohne einfache Signatur nicht feststellen, ob die als Absender ausgewiesene Person identisch mit der den Inhalt des Schriftsatzes verantwortenden Person ist (zum Erfordernis der Übereinstimmung von signierender und versendender Person BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 14 ff.) .

    Ein Rechtsirrtum ist jedoch ausnahmsweise als entschuldigt anzusehen, wenn er auch unter Anwendung der erforderlichen Sorgfaltsanforderungen nicht vermeidbar war (vgl. BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 37; BGH 15. Mai 2019 - XII ZB 573/18 - Rn. 25, BGHZ 222, 105) .

    Ohne Verschulden verhindert, eine gesetzliche Frist einzuhalten, ist eine Partei dann, wenn ihr Fristversäumnis nicht ursächlich gewesen ist, weil die Frist bei pflichtgemäßem Verhalten des Gerichts hätte gewahrt werden können (vgl. BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 38) .

    Eine solche Pflicht überspannte die Anforderungen an die Grundsätze des fairen Verfahrens (BVerfG 17. Januar 2006 - 1 BvR 2558/05 - Rn. 10; BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 39; BGH 18. Oktober 2017 - LwZB 1/17 - Rn. 11) .

    Die Abgrenzung dessen, was im Rahmen einer fairen Verfahrensgestaltung an richterlicher Fürsorge aus verfassungsrechtlichen Gründen geboten ist, kann sich nicht nur am Interesse der Rechtsuchenden an einer möglichst weitgehenden Verfahrenserleichterung orientieren, sondern hat auch zu berücksichtigen, dass die Justiz im Interesse ihrer Funktionsfähigkeit vor zusätzlicher Belastung geschützt werden muss (vgl. BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 39; BGH 20. April 2011 - VII ZB 78/09 - Rn. 12) .

  • LAG Düsseldorf, 09.12.2020 - 12 Sa 554/20

    Krankheitsbedingte Kündigung - betriebliches Eingliederungsmanagement

    Wird daraus der Wille des Gesetzgebers klar erkennbar, ist er zu beachten (BAG 05.06.2020 - 10 AZN 53/20, juris Rn. 15).
  • LAG Düsseldorf, 13.01.2021 - 12 Sa 453/20

    Virtuelle Gerichtsverhandlungen - alles geht?

    Wird daraus der Wille des Gesetzgebers klar erkennbar, ist er zu beachten (BAG 05.06.2020 - 10 AZN 53/20, juris Rn. 15).
  • OLG Oldenburg, 09.12.2020 - 6 W 68/20

    Elektronischer Rechtsverkehr

    Die h. M. bejaht dies (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.; OLG Braunschweig, Beschl. v. 8.4.2019, 11 U 146/18, NJW 2019, 2176 ; ArbG Lübeck Verfügung v. 19.6.2019 - 6 Ca 679/19, BeckRS 2019, 16942; Zöller/Greger, ZPO , 33. Aufl., § 130 a Rn. 11; Stadler in Musielak/Voit, ZPO , 17. Aufl., § 130 a Rn. 6; Bacher NJW 2015, 2753, 2754; Leuering NJW 2019, 2739, 2741 f.; Müller FA 2019, 170, 171; ders. NZA 2019, 1682, 1683; ders. NZS 2018, 207, 209; ders. JuS 2018, 1193 ; Poguntke/v. Villiez NZA 2019, 1097, 1098; Ulrich/Schmieder NJW 2019, 113, 114; Zedler MDR 2015, 1163, 1164; wohl auch Radke jM 2019, 272, 276; differenzierend nach Voraussetzungen und Auswirkungen Preuß ZZP 129 [2016] 421, 428; dagegen Schmieder/Liedy NJW 2018, 1640 ; Lapp jurisPR-ITR 17/2019 Anm. 3 zu C und D; offengelassen von jurisPK-Internetrecht/Bernhardt/Leeb, 6. Aufl., Kap. 6 Rn. 280.1).

    Ebenso wenig ergibt sich aus § 130 a Abs. 4 Nr. 2 ZPO , wer ein elektronisches Dokument versenden muss (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.).

    Beide Pflichten richten sich an die verantwortende Person (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.).

    Daran wird deutlich, dass ein abschließender Akt, mit dem die Verantwortung übernommen wird, auch dann erforderlich ist, wenn ein lediglich einfach signiertes elektronisches Dokument übermittelt wird (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.; OLG Braunschweig, a.a.O.).

    Wird das beA durch eine andere Person als den Postfachinhaber - zum Beispiel das Sekretariat eines Rechtsanwalts - verwendet, liegt kein sicherer Übermittlungsweg vor, so dass die qeS unverzichtbar ist (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.).

    Der Postfachinhaber muss zu dem Zeitpunkt, in dem die Nachricht erstellt wird, sicher an dem Postfach angemeldet sein (BAG, Beschl. vom 5.6.2020, 10 AZN 53/20, NJW 2020 2351 ff.).

    Übermittelt der Inhaber des beA selbst, wird in der ersten Zeile des ersten Schriftfelds unter "Angaben zur Nachricht" der Hinweis "sicherer Übermittlungsweg aus einem besonderen Anwaltspostfach" angebracht (vgl. zu dem Screenshot eines entsprechenden Transfervermerks BAG Beschl. v. 5.6.2020 - 10 AZN 53/20, BeckRS 2020, 13297 Rn. 28, beck-online).

    Übermittelt - wie hier - eine dritte Person, die nicht Inhaber des beA ist, fehlt in dem ersten Schriftfeld über der Zeile "Eingang auf dem Server" die Zeile zu den "Informationen zum Übermittlungsweg" (vgl. zu dem Screenshot eines entsprechenden Transfervermerks BAG Beschl. v. 5.6.2020 - 10 AZN 53/20, BeckRS 2020, 13297 Rn. 28, beck-online sowie Bl. 45 d.A.).

    Dazu dient der im System angelegte VHN (BAG, Beschl. v. 5.6.2020, NJW 2020, 2351 Rn. 14-32, beck-online).

  • BSG, 18.11.2020 - B 1 KR 1/20 B

    Erstattung von Kosten für die Behandlung eines Tumors

    Allerdings ist ein elektronisches Dokument, das aus einem beA versandt wird und nicht mit einer qeS versehen ist, nur dann auf einem sicheren Übermittlungsweg eingereicht worden, wenn die das Dokument signierende und damit verantwortende Person mit der des tatsächlichen Versenders übereinstimmt (vgl BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 14; BAG vom 14.9.2020 - 5 AZB 23/20 - juris RdNr 20; noch offengelassen in BAG vom 24.10.2019 - 8 AZN 589/19 - juris RdNr 7; der Rechtsauffassung zustimmend zB Müller, FA 2019, 170, 172; Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer/Schmidt, SGG, 13. Aufl 2020, § 65a RdNr 9a) .

    Entsprechendes gilt aber, wovon das BAG ausgeht, auch dann, wenn einfache Signatur und beA-Inhaber von vornherein auseinanderfallen (vgl Müller, FA 2019, 170, 172; vgl entsprechend verallgemeinernd BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 14).

    Ob sich dies schon aus dem Wortlaut der Norm ergibt oder die Norm insoweit offen formuliert ist, lässt der Senat dahingestellt (für eine entsprechende Wortlautauslegung OLG Braunschweig vom 8.4.2019 - 11 U 146/18; vgl entsprechend auch Müller, FA 2019, 170, 172; dagegen BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 16).

    Beide Pflichten richten sich an die verantwortende Person (BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20, juris RdNr 18) .

    Nur deshalb ist bei der Nutzung eines sicheren Übermittlungswegs eine qeS als Identitätsnachweis entbehrlich, weil deren technische Sicherung durch das persönliche Postfach ersetzt wird (vgl BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 20; bestätigend BAG vom 14.9.2020 - 5 AZB 23/20 - juris RdNr 14) .

    Ein etwaiger Rechtsirrtum des Rechtsanwalts, für den bislang nichts ersichtlich ist, ist regelmäßig nicht unverschuldet (BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 37 mwN) .

    Dies nähme den Verfahrensbeteiligten und ihren Bevollmächtigten ihre eigene Verantwortung dafür, die Formalien einzuhalten und überspannte die Anforderungen an die Grundsätze des fairen Verfahrens (BVerfG vom 17.1.2006 - 1 BvR 2558/05 - BVerfGK 7, 198 ff, RdNr 10; BAG vom 5.6.2020 - 10 AZN 53/20 - juris RdNr 39; BGH vom 18.10.2017 - LwZB 1/17 - juris RdNr 11) .

  • ArbG Düsseldorf, 30.06.2020 - 5 Ca 1315/20

    Zum Anspruch auf zeitlich begrenzte Verringerung der Arbeitszeit nach § 9a Abs. 1

    Dies ergibt die Auslegung der Norm (vgl. zu den maßgeblichen Auslegungsgrundsätzen BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 15) .
  • OVG Sachsen-Anhalt, 07.06.2021 - 3 M 110/21

    Übermittlung einer Beschwerdeschrift als elektronisches Dokument;

    Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass der Transfervermerk hinsichtlich der vorliegenden Beschwerdeschrift keinen Hinweis auf den sicheren Übermittlungsweg aus einem besonderen Anwaltspostfach enthält (vgl. hierzu BAG, Beschluss vom 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - juris Rn. 28 f.), so dass nicht sicher davon ausgegangen werden kann, dass das Dokument von der Rechtsanwältin S. selbst übermittelt worden ist (vgl. BAG, a.a.O. Rn. 34).

    Ein mittels einer qeS der verantwortlichen Person versehenes Dokument darf nicht nur auf einem sicheren Übermittlungsweg, sondern auch - wie hier - gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach - Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung (ERVV) - an das für den Empfang elektronischer Dokumente eingerichtete Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) übermittelt werden (BAG, Urteil vom 5. Juni 2020, a.a.O. Rn. 11).

  • LG Münster, 04.12.2020 - 108 O 4/20

    Versäumnisurteil Einspruch elektronisches Dokument einfache elektronische

    In Einklang mit der wohl mittlerweile herrschenden Ansicht in Rechtsprechung und Literatur (s. hierzu die Übersicht in BAG, NJW 2020, 2351, 2352) ist die Kammer aber der Auffassung, dass § 130a Abs. 3 S. 1 Var. 2 ZPO für eine formwirksame Einreichung eines elektronischen Dokuments mit lediglich einfacher elektronischer Signatur die Identität der den Schriftsatz verantwortenden Person mit der den Schriftsatz einreichenden Person voraussetzt.

    bb) Zwar lässt sich dem Wortlaut des § 130a Abs. 3 S. 1 Var. 2 ZPO nicht eindeutig entnehmen, ob dort ein zweiaktiges Geschehen (Signatur und Einreichung) derselben Person vorausgesetzt wird oder nicht (so auch BAG NJW 2020, 2351, 2353; für eine derartige Wortlautauslegung aber etwa OLG Braunschweig NJW 2019, 2176, 2177).

    Übernimmt eine andere Person den Versand des nur einfach signierten Dokuments über das ihr zugeordnete beA, fehlt es an der erforderlichen Authentifizierungs- und Finalisierungswirkung dieses Aktes (vgl. zur vorhergehenden Auslegung grundlegend BAG, NJW 2020, 2351, 2552 m.w.N.).

  • LAG Köln, 07.10.2020 - 5 Sa 451/20

    Zulässigkeit einer Befristung nach dem WissZeitVG

    Wird daraus der Wille des Gesetzgebers klar erkennbar, ist er zu beachten (vgl. BVerfG 6. Juni 2018 - 1 BvL 7/14 ua. - Rn. 74 f.; BAG 5. Juni 2020 - 10 AZN 53/20 - Rn. 15; 11. Dezember 2019 - 4 AZR 310/16 - Rn. 22; 16. Oktober 2019 - 5 AZR 241/18 - Rn. 15).
  • VG Hamburg, 11.05.2021 - 2 E 1831/21

    Zur Exmatrikulation durch eine private Hochschule und zum elektronischen

    Darüber hinaus soll die einfache Signatur aber auch dem Gericht ermöglichen, zu überprüfen, dass die vom sicheren Übermittlungsweg als Absender ausgewiesene Person mit der das elektronische Dokument verantwortenden Person identisch ist (vgl. ausführlich zu Parallelvorschrift in § 130a ZPO: BAG, Beschl. v. 5.6.2020, 10 AZN 53/20, juris Rn. 14 ff.; BT-Drs. 17/12634, S. 25; zu § 55a VwGO: Kopp/Schenke, § 55a Rn. 6 m.w.N.).
  • LSG Bayern, 11.11.2020 - L 11 AS 401/20

    Hilfsbedürftigkeit, Selbständige Tätigkeit, Selbstständige Tätigkeit, Fachkundige

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.07.2020 - 19 A 222/20
  • BPatG, 12.11.2020 - 29 W (pat) 31/20
  • BPatG, 21.06.2021 - 26 W (pat) 55/20
  • OVG Hamburg, 04.06.2021 - 3 Bs 130/21
  • LSG Schleswig-Holstein, 02.06.2021 - L 5 KR 230/20

    Absenderauthentifizierung; Berufungsschrift; De-Mail; EGVP; eingescannte

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