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   BAG, 09.12.2020 - 10 AZR 335/20   

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BAG, 09.12.2020 - 10 AZR 335/20 (https://dejure.org/2020,40008)
BAG, Entscheidung vom 09.12.2020 - 10 AZR 335/20 (https://dejure.org/2020,40008)
BAG, Entscheidung vom 09. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 (https://dejure.org/2020,40008)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • openjur.de
  • rechtsprechung-im-internet.de

    Halbierter Nachtarbeitszuschlag für Schichtarbeit

  • IWW

    § 9 Nr. 1 Buchst. d MTV, § 9 Nr. 1 Buchst. b MTV, § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § ... 256 Abs. 1 ZPO, § 21 Satz 1 MTV, § 3 Abs. 1 TVG, § 1 Satz 1 MTV, § 8 Nr. 5 MTV, Art. 3 Abs. 1 GG, Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG, Art. 9 Abs. 3 GG, § 4 Abs. 1 TVG, Art. 1 Abs. 3 GG, Art. 3 Abs. 3 GG, § 6 Abs. 5 ArbZG, Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG, Art. 6 Abs. 2 GG, § 2 Abs. 5 ArbZG, § 9 Nr. 1 Buchst. b und Buchst. d MTV, § 5 Nr. 2 MTV, § 9 Nr. 1 Buchst. a MTV, § 8 Nr. 1 MTV, § 8 Nr. 2 und Nr. 3 MTV, § 12 Nr. 2 MTV, § 7 Nr. 2 MTV, § 7 Nr. 2.2 MTV, § 7 Nr. 2.3 MTV, § 5 Nr. 4 MTV, § 106 Satz 1 GewO, Richtlinie 2003/88/EG, § 7 Nr. 2.1 MTV, § 9 Nr. 3 MTV, § 9 Nr. 4 MTV, § 9 Nr. 1 MTV, § 5 Nr. 8 Abs. 2 MTV, § 8 Nr. 6 Satz 3 MTV, § 8 Nr. 4 MTV, § 21 MTV, § 187 Abs. 1 BGB, § 10 Nr. 6 Satz 1 MTV, § 611 Abs. 1, § 614 Satz 2 BGB, § 193 BGB, § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO

Kurzfassungen/Presse

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Anfrage Nachtarbeitszuschläge

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)

  • BAG, 09.12.2020 - 10 AZR 332/20

    Gleichbehandlung bei Nachtarbeit

    Besonderheit war, dass sich diesem Tarifvertrag nach Wortlaut, Zusammenhang und Zweck kein sachlicher Grund für die Unterscheidung zwischen (planbarer) Nachtschichtarbeit und ungeplanter Nachtarbeit entnehmen ließ (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 49 ff.; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 49 ff.) .

    Aus Sicht des Senats bestand kein sachlicher Grund dafür, eine nicht erlittene Einbuße an Planbarkeit mit einem höheren Zuschlag auszugleichen (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 78; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 78) .

    Auf der Rechtsfolgeseite hat der Senat den geringeren Zuschlag für Nachtschichtarbeit an das verbleibende Bezugssystem für außerhalb von Schichtsystemen geleistete ungeplante Nachtarbeit "nach oben" angepasst (näher BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 87 ff. mwN; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 87 ff. mwN) .

    Diese Anpassung "nach oben" wäre unumgänglich, weil die begünstigende Regelung für unregelmäßige Nachtarbeit das einzig gültige Bezugssystem bliebe (vgl. die Rechtsprechung des Gerichtshofs zu Verstößen gegen unionsrechtliche Diskriminierungsverbote: EuGH 14. März 2018 - C-482/16 - [Stollwitzer] Rn. 30; 28. Januar 2015 - C-417/13 - [Starjakob] Rn. 46 f. mwN; ebenso BAG 11. November 2020 - 10 AZR 185/20 (A) - Rn. 39 mwN, vor dem Gerichtshof anhängig unter - C-660/20 - [Lufthansa CityLine]; Schmidt RdA 2020, 269, 270 mwN; J. Ulber AuR 2020, 157, 165; vgl. auch Soost AuR 2020, 489; zu einer Anpassung "nach oben" bei Verstößen gegen Art. 3 Abs. 1 GG näher BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 87 ff. mwN; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 87 ff. mwN) .

    Die Arbeit während der tarifvertraglichen Nachtzeit reicht angesichts der geringen Anforderungen an die Vergleichbarkeit aus, um die Normadressaten auf der ersten Ebene der Prüfung von Art. 20 der Charta miteinander vergleichen zu können (vgl. EuGH 9. März 2017 - C-406/15 - [Milkova] Rn. 57 mwN; vgl. für die Unterscheidung von Nachtarbeit und Arbeit in der Nachtschicht in einem anderen Tarifvertrag, dem Manteltarifvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Brauereien und deren Niederlassungen in Hamburg und Schleswig-Holstein vom 29. Oktober 2005, auf der Grundlage von Art. 3 Abs. 1 GG im Einzelnen BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 51; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 51; siehe auch Dreier/Dreier Grundgesetz-Kommentar 3. Aufl. Vorb.

  • LAG Düsseldorf, 02.11.2021 - 14 Sa 299/21

    Nachtarbeitszuschlag für Schichtarbeit; Gleichbehandlung; Zuschlagshöhe;

    Auch die Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20; 10 AZR 335/20) seien zugunsten der klägerischen Partei zu berücksichtigen.

    Der Fall unterscheide sich zudem von der Entscheidung des BAG vom 09.12.2020 (10 AZR 335/20).

    Mit der privatautonomen Legitimation tariflicher Rechtsnormen ist eine umfassende gerichtliche Überprüfung tarifvertraglicher Regelungen am Maßstab der Verhältnismäßigkeit in der Regel nicht zu vereinbaren (vgl. BAG v. 3.07.2019 - 10 AZR 300/18; zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    Aufgabe der Arbeitsgerichte ist es, die Grundrechte der von Tarifnormen erfassten Arbeitnehmer zu schützen, indem sie die Grundrechtsausübung durch die Tarifvertragsparteien beschränken, wenn sie mit den Freiheits- oder Gleichheitsrechten oder mit anderen Rechten der Normunterworfenen mit Verfassungsrang kollidiert (BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18; BAG v. 24.10.2019 - 2 AZR 158/18, zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    Dies ist auch deshalb geboten, weil Tarifgebundene der tarifvertraglichen Normsetzung in zumindest ähnlicher Weise unterworfen werden, wie Bürger der Rechtsetzung durch den Staat (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20).

    Dieser innere Zusammenhang muss sich als sachlich vertretbarer Unterscheidungsgesichtspunkt von hinreichendem Gewicht erweisen (BVerfG v. 17.12.2014 - 1 BvL 21/12; BVerfG v. 19.12.2012 - 1 BvL 18/11; BVerfG v. 18.12.2012 - 1 BvL 8/11; zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    ee.Bei der Überprüfung von Tarifnormen am Maßstab des Art. 3 Abs. 1 GG haben die Arbeitsgerichte die in Art. 9 Abs. 3 GG ebenfalls verfassungsrechtlich verbürgte kollektive Koalitionsfreiheit angemessen zur Geltung zu bringen (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 2.09.2020 - 5 AZR 168/19; BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18).

    Vielmehr genügt es, wenn es für die jeweils getroffene Regelung einen sachlich vertretbaren Grund gibt (vgl. BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG 19.11.2020 - 6 AZR 449/19; BAG v. 2.09.2020 - 5 AZR 168/19; BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18; BAG v. 24.10.2019 - 2 AZR 158/18; BAG v. 3.07.2019 - 10 AZR 300/18).

    Allerdings müssen die Differenzierungsmerkmale im Normzweck angelegt sein und dürfen ihm nicht widersprechen (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 27.06.2018 - 10 AZR 290/17).

    Um den gesetzlichen Anspruch aus § 6 Abs. 5 ArbZG zu suspendieren, muss die tarifliche Regelung die mit der Nachtarbeit verbundenen Belastungen - im Lichte des Schutzes des Art. 2 Abs. 2 GG - jedoch kompensieren (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 17.01.2012 - 1 ABR 62/10).

    Insoweit ist die Beschränkung des Arbeitgebers nicht noch größer, als im Fall des BAG vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20 und 10 AZR 335/20), in denen die tarifliche Regelung bei der Anordnung der Nachtarbeit eine Rücksichtnahme auf die privaten und kulturellen Wünsche des Beschäftigten forderte.

    Anders als in den vorbezeichneten Fällen des Bundesarbeitsgerichts vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20 und 10 AZR 335/20), wird der Arbeitgeber in seinem billigem Ermessen durch die Norm des § 4 Abs. 1 Nr. 6 BMTV nach gerade nicht eingeschränkt (so auch BAG v. 28.07.2021 - 10 AZR 397/20 (A)).

  • LAG Düsseldorf, 02.11.2021 - 14 Sa 72/21

    Nachtarbeitszuschlag für Schichtarbeit; Gleichbehandlung; Zuschlagshöhe;

    Auch die Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20; 10 AZR 335/20) seien zugunsten der klägerischen Partei zu berücksichtigen.

    Der Fall unterscheide sich zudem von der Entscheidung des BAG vom 09.12.2020 (10 AZR 335/20).

    Mit der privatautonomen Legitimation tariflicher Rechtsnormen ist eine umfassende gerichtliche Überprüfung tarifvertraglicher Regelungen am Maßstab der Verhältnismäßigkeit in der Regel nicht zu vereinbaren (vgl. BAG v. 3.07.2019 - 10 AZR 300/18; zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    Aufgabe der Arbeitsgerichte ist es, die Grundrechte der von Tarifnormen erfassten Arbeitnehmer zu schützen, indem sie die Grundrechtsausübung durch die Tarifvertragsparteien beschränken, wenn sie mit den Freiheits- oder Gleichheitsrechten oder mit anderen Rechten der Normunterworfenen mit Verfassungsrang kollidiert (BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18; BAG v. 24.10.2019 - 2 AZR 158/18, zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    Dies ist auch deshalb geboten, weil Tarifgebundene der tarifvertraglichen Normsetzung in zumindest ähnlicher Weise unterworfen werden, wie Bürger der Rechtsetzung durch den Staat (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20).

    Dieser innere Zusammenhang muss sich als sachlich vertretbarer Unterscheidungsgesichtspunkt von hinreichendem Gewicht erweisen (BVerfG v. 17.12.2014 - 1 BvL 21/12; BVerfG v. 19.12.2012 - 1 BvL 18/11; BVerfG v. 18.12.2012 - 1 BvL 8/11; zum ganzen Absatz BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20 jeweils m.w.Nachw.).

    ee.Bei der Überprüfung von Tarifnormen am Maßstab des Art. 3 Abs. 1 GG haben die Arbeitsgerichte die in Art. 9 Abs. 3 GG ebenfalls verfassungsrechtlich verbürgte kollektive Koalitionsfreiheit angemessen zur Geltung zu bringen (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 2.09.2020 - 5 AZR 168/19; BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18).

    Vielmehr genügt es, wenn es für die jeweils getroffene Regelung einen sachlich vertretbaren Grund gibt (vgl. BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG 19.11.2020 - 6 AZR 449/19; BAG v. 2.09.2020 - 5 AZR 168/19; BAG v. 19.12.2019 - 6 AZR 563/18; BAG v. 24.10.2019 - 2 AZR 158/18; BAG v. 3.07.2019 - 10 AZR 300/18).

    Allerdings müssen die Differenzierungsmerkmale im Normzweck angelegt sein und dürfen ihm nicht widersprechen (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 27.06.2018 - 10 AZR 290/17).

    Um den gesetzlichen Anspruch aus § 6 Abs. 5 ArbZG zu suspendieren, muss die tarifliche Regelung die mit der Nachtarbeit verbundenen Belastungen - im Lichte des Schutzes des Art. 2 Abs. 2 GG - jedoch kompensieren (BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 334/20; BAG v. 9.12.2020 - 10 AZR 335/20; BAG v. 17.01.2012 - 1 ABR 62/10).

    Insoweit ist die Beschränkung des Arbeitgebers nicht noch größer, als im Fall des BAG vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20 und 10 AZR 335/20), in denen die tarifliche Regelung bei der Anordnung der Nachtarbeit eine Rücksichtnahme auf die privaten und kulturellen Wünsche des Beschäftigten forderte.

    Anders als in den vorbezeichneten Fällen des Bundesarbeitsgerichts vom 09.12.2020 (10 AZR 334/20 und 10 AZR 335/20) wird der Arbeitgeber in seinem billigem Ermessen durch die Norm des § 4 Abs. 1 Nr. 6 BMTV nach gerade nicht eingeschränkt (so auch BAG v. 28.07.2021 - 10 AZR 397/20 (A)).

  • BAG, 09.12.2020 - 10 AZR 333/20

    Gleichbehandlung bei Nachtarbeit

    Besonderheit war, dass sich diesem Tarifvertrag nach Wortlaut, Zusammenhang und Zweck kein sachlicher Grund für die Unterscheidung zwischen (planbarer) Nachtschichtarbeit und ungeplanter Nachtarbeit entnehmen ließ (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 49 ff.; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 49 ff.) .

    Aus Sicht des Senats bestand kein sachlicher Grund dafür, eine nicht erlittene Einbuße an Planbarkeit mit einem höheren Zuschlag auszugleichen (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 78; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 78) .

    Auf der Rechtsfolgeseite hat der Senat den geringeren Zuschlag für Nachtschichtarbeit an das verbleibende Bezugssystem für außerhalb von Schichtsystemen geleistete ungeplante Nachtarbeit "nach oben" angepasst (näher BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 87 ff. mwN; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 87 ff. mwN) .

    Diese Anpassung "nach oben" wäre unumgänglich, weil die begünstigende Regelung für unregelmäßige Nachtarbeit das einzig gültige Bezugssystem bliebe (vgl. die Rechtsprechung des Gerichtshofs zu Verstößen gegen unionsrechtliche Diskriminierungsverbote: EuGH 14. März 2018 - C-482/16 - [Stollwitzer] Rn. 30; 28. Januar 2015 - C-417/13 - [Starjakob] Rn. 46 f. mwN; ebenso BAG 11. November 2020 - 10 AZR 185/20 (A) - Rn. 39 mwN, vor dem Gerichtshof anhängig unter - C-660/20 - [Lufthansa CityLine]; Schmidt RdA 2020, 269, 270 mwN; J. Ulber AuR 2020, 157, 165; vgl. auch Soost AuR 2020, 489; zu einer Anpassung "nach oben" bei Verstößen gegen Art. 3 Abs. 1 GG näher BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 87 ff. mwN; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 87 ff. mwN) .

    Die Arbeit während der tarifvertraglichen Nachtzeit reicht angesichts der geringen Anforderungen an die Vergleichbarkeit aus, um die Normadressaten auf der ersten Ebene der Prüfung von Art. 20 der Charta miteinander vergleichen zu können (vgl. EuGH 9. März 2017 - C-406/15 - [Milkova] Rn. 57 mwN; vgl. für die Unterscheidung von Nachtarbeit und Arbeit in der Nachtschicht in einem anderen Tarifvertrag, dem Manteltarifvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Brauereien und deren Niederlassungen in Hamburg und Schleswig-Holstein vom 29. Oktober 2005, auf der Grundlage von Art. 3 Abs. 1 GG im Einzelnen BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - Rn. 51; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 51; siehe auch Dreier/Dreier Grundgesetz-Kommentar 3. Aufl. Vorb.

  • BAG, 28.07.2021 - 10 AZR 397/20

    Aussetzung - anhängiges Vorabentscheidungsverfahren

    Im Unterschied zu der tariflichen Regelung, die den Entscheidungen in den Revisionsverfahren - 10 AZR 334/20 - und - 10 AZR 335/20 - zugrunde lag, schreibt der BMTV nicht vor, dass der Arbeitgeber bei der Anordnung von Nachtarbeit in seinem billigen Ermessen eingeschränkt ist (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 334/20 - und - 10 AZR 335/20 - Rn. 78) .
  • BAG, 24.02.2021 - 10 AZR 236/19

    Feiertagszuschläge für Ostersonntag und Pfingstsonntag

    Soweit dieser Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag entfällt, verschiebt sich der Zeitpunkt der Fälligkeit nach § 193 BGB auf den nächsten Werktag (BAG 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 97 mwN) .
  • BAG, 16.06.2021 - 10 AZR 217/19

    Vermietung von Gussasphaltkochern mit Bedienungspersonal

    Soweit dieser Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verschiebt sich der Zeitpunkt der Fälligkeit nach § 193 BGB auf den nächsten Werktag (BAG 24. Februar 2021 - 10 AZR 236/19 - Rn. 40; 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 - Rn. 97 mwN) .
  • BVerfG - 1 BvR 1109/21 (anhängig)
    Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 9. Dezember 2020 - 10 AZR 335/20 -.
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