Rechtsprechung
   BAG, 28.05.2009 - 8 AZR 536/08   

Volltextveröffentlichungen (14)

  • lexetius.com

    Diskriminierungsverbot - männlicher Bewerber - Mädcheninternat

  • IWW
  • openjur.de

    Diskriminierungsverbot; männlicher Bewerber; Mädcheninternat

Kurzfassungen/Presse (15)

  • IWW (Kurzinformation)

    Beschränkung der Bewerberauswahl auf Frauen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Kein Mann für's Mädcheninternat

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Diskriminierungsverbot für männliche Bewerber

  • rechtsindex.de (Kurzinformation)

    Arbeitsrecht: Mädcheninternat darf für Nachtdienst nur Frauen einstellen

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Einzelfall zulässig

  • gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)

    Beschränkung der Bewerberauswahl auf Frauen

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Ungeeigneter Bewerber für Mädcheninternat

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Betreuerin für Mädcheninternat gesucht - Ablehnung eines Bewerbers wegen seines Geschlechts ist in so einem Fall keine Diskriminierung

  • AOK personalrecht online (Kurzinformation und Volltext)

    AGG: Nachtdienst im Mädcheninternat ist nichts für Männer

  • nwb.de (Kurzmitteilung)

    Für Betreuerstelle im Mädcheninternat kann Bewerberauswahl auf Frauen beschränkt werden

  • streifler.de (Kurzinformation)

    AGG: Unterschiedliche Behandlung aufgrund des Geschlechts bei Stellenausschreibung

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

  • anwalt.de (Pressemitteilung)

    Arbeitsrecht: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

  • arbeit-und-arbeitsrecht.de (Kurzinformation)

    Geschlechterdiskriminierung

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

Besprechungen u.ä. (2)

  • RA Hensche (Entscheidungsbesprechung)

    Ablehnung eines männlichen Bewerbers für Erzieherinnenstelle in Mädcheninternat

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Unterschiedliche Behandlung wegen des Geschlechts zulässig, wenn das Geschlecht des Stelleninhabers eine entscheidende Anforderung darstellt

Sonstiges (2)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 28.05.2009, Az.: 8 AZR 536/08 (Ablehnung eines männlichen Bewerbers auf Stelle im Mädcheninternat keine Diskriminierung)" von RA Dr. Gregor Dornbusch und RAin Petra Hess, original erschienen in: NJW 2009, 3672 - 3679.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Bewerberauswahl nach Kundenwünschen?" von Ri Fabian Novara, original erschienen in: NZA 2015, 142 - 147.

Papierfundstellen

  • BAGE 131, 86
  • NJW 2009, 3672
  • MDR 2009, 1397
  • NZA 2009, 1016
  • BB 2009, 1293



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Wird zitiert von ... (39)  

  • BAG, 18.03.2010 - 8 AZR 77/09  

    Geschlechtsbezogene Benachteiligung - Gleichstellungsbeauftragte - männlicher

    Die objektive Eignung eines Bewerbers ist keine Tatbestandsvoraussetzung für einen Anspruch nach § 15 Abs. 1 oder 2 iVm. § 6 Abs. 1 Satz 2 AGG (offengelassen BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1).

    Ein Anspruch nach § 15 Abs. 1 oder 2 AGG setzt voraus, dass der Arbeitgeber gegen das Benachteiligungsverbot des § 7 Abs. 1 AGG iVm. § 1 AGG verstoßen hat (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - mwN, AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1).

    Die hierin liegende Versagung der Chance auf Einstellung stellt eine ungünstige Behandlung dar unabhängig davon, ob eine Einstellung andernfalls erfolgt wäre (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1; zur Benachteiligung im Verfahren auch: BVerfG 16. November 1993 - 1 BvR 258/86 - BVerfGE 89, 276).

    Teilweise wird sie als Voraussetzung der Aktivlegitimation des Bewerbers angesehen (LAG Rheinland-Pfalz 11. Januar 2008 - 6 Sa 522/07 - LAGE AGG § 15 Nr. 3; ErfK/Schlachter 10. Aufl. § 6 AGG Rn. 3) oder dies jedenfalls erwogen (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1), teilweise im Rahmen des Begriffs der Benachteiligung bei § 3 Abs. 1 AGG geprüft (Bauer/Göpfert/Krieger AGG 2. Aufl. § 3 Rn. 15, 18, vgl. aber auch § 6 Rn. 10; Adomeit/Mohr NZA 2007, 179, 182; wohl auch Däubler/Bertzbach-Däubler AGG 2. Aufl. § 7 Rn. 9; für einen Anspruch aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz in Verbindung mit der RL 2000/78/EG: BAG 11. April 2006 - 9 AZR 528/05 - NZA 2006, 1217).

    Damit ist gewährleistet, dass der Arbeitgeber über den der Stelle zugeordneten Aufgabenbereich frei zu entscheiden hat, wie Art. 12 Abs. 1 GG es gebietet (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - mwN, aaO), aber nicht durch das Stellen hierfür nicht erforderlicher Anforderungen an Bewerber die Vergleichbarkeit der Situation selbst gestalten und den Schutz des AGG de facto beseitigen kann (vgl. Schleusener/Suckow/Voigt AGG 2. Aufl. § 15 Rn. 36; Däubler/Bertzbach-Däubler aaO, die deshalb ein erhebliches bzw. offenkundiges Eignungsdefizit verlangen).

    aa) § 8 Abs. 1 AGG stellt mit dem Erfordernis, das Merkmal nach § 1 AGG müsse eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung für die Tätigkeit darstellen, nach der Rechtsprechung des Senats (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1) inhaltlich keine geringeren Anforderungen an die Rechtfertigung einer Ungleichbehandlung als § 611a BGB in der bis 17. August 2006 geltenden Fassung.

    Abzustellen ist auf die konkret vom Arbeitnehmer auszuübende Tätigkeit, die sich nach dem vom Arbeitgeber festgelegten Unternehmenskonzept richtet (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - aaO).

    Das Differenzierungsmerkmal darf nicht nur für unbedeutende, für den Arbeitsplatz nicht charakteristische Tätigkeiten notwendig sein (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - aaO).

    Die Bestimmung des spezifischen beruflichen Tätigkeitsbereichs und der daraus abzuleitenden beruflichen Anforderungen ist Teil der nach Art. 12 Abs. 1 GG geschützten Unternehmerfreiheit (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1).

    Auch im Bereich des öffentlichen Dienstes obliegt es dem Dienstherrn, die Dienstposten nach organisatorischen Bedürfnissen und Möglichkeiten auszugestalten (BVerfG 8. Oktober 2007 - 2 BvR 1846/07 ua. - mwN, NVwZ 2008, 69; BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - mwN, aaO).

    Dies bedingt eine Verhältnismäßigkeitsprüfung zwischen dem verfolgten unternehmerischen Zweck einerseits und dem Nachteil für den Beschäftigten oder Bewerber andererseits (vgl. BT-Drucks. 16/1780 S. 35; BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - aaO).

    Die Abwägung der getroffenen Grundrechte und des europäischen Primärrechts (vgl. BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1) ergibt, dass der männlichen Bewerbern damit zugefügte Nachteil im Hinblick auf den verfolgten Zweck verhältnismäßig ist.

    Deshalb kann der Arbeitgeber das Vorhandensein eines in § 1 AGG genannten Merkmals nicht verlangen, wenn er in willkürlicher Weise einen Arbeitsplatz eingerichtet hat, für dessen Besetzung gerade ein in § 1 AGG genanntes Merkmal unverzichtbar ist (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - mwN, aaO).

  • BAG, 19.05.2016 - 8 AZR 470/14  

    Benachteiligung wegen des Alters - Entschädigung

    Insoweit muss der Arbeitgeber dartun und im Bestreitensfall beweisen, dass diese Anforderungen nicht nur vorgeschoben wurden (BAG 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - Rn. 43 mwN, BAGE 131, 86) .
  • BAG, 19.08.2010 - 8 AZR 530/09  

    Entschädigung - Schadensersatz - Bewerbung - altersbedingte Benachteiligung

    Der Kläger muss allerdings Tatsachen, die das Gericht bei der Bestimmung des Betrages heranziehen soll, benennen und die Größenordnung der geltend gemachten Forderung angeben (Senat 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - Rn. 18, AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1).

    Durch die Nichteinladung wurde dem Kläger die Chance auf Einstellung versagt (vgl. Senat 28. Mai 2009 - 8 AZR 536/08 - Rn. 31, AP AGG § 8 Nr. 1 = EzA AGG § 8 Nr. 1).

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