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   BAG, 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A)   

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BAG, 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) (https://dejure.org/2021,34647)
BAG, Entscheidung vom 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) (https://dejure.org/2021,34647)
BAG, Entscheidung vom 26. August 2021 - 8 AZR 253/20 (A) (https://dejure.org/2021,34647)
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Volltextveröffentlichungen (13)

  • openjur.de
  • rechtsprechung-im-internet.de

    Der Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Art. 267 AEUV um Vorabentscheidung über die Fragen ersucht

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • IWW

    Art. 267 AEUV, Art. ... 9 Abs. 2 Buchstabe h der Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung, Art. 9 Abs. 2 Buchstabe h DSGVO, Art. 9 Abs. 1 DSGVO, Art. 9 Abs. 3 DSGVO, Art. 6 Abs. 1 DSGVO, Art. 82 Abs. 1 DSGVO, Art. 9 Abs. 1, Art. 9 Abs. 2 Buchstaben b und h, Art. 9 Abs. 3, Art. 6 Abs. 1, § 278 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (im Folgenden SGB V), §§ 275 ff. SGB V, § 275 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe b SGB V, § 275 Abs. 1a Satz 3 SGB V, § 823 Abs. 1 BGB, Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG, § 35 Sozialgesetzbuch Erstes Buch (im Folgenden SGB I), § 35 Abs. 1 Satz 3 SGB I, § 275 SGB V, Art. 4 Nr. 1 DSGVO, Art. 4 Nr. 2 DSGVO, Art. 4 Nr. 15 DSGVO, Art. 4 Nr. 7 DSGVO, Art. 2 Buchstabe d der Richtlinie 95/46/EG, Art. 9 Abs. 2 DSGVO, Art. 9 Abs. 2 Buchstabe b und Buchstabe h DSGVO, Art. 9 Abs. 2 Buchstabe b DSGVO, § 277 Abs. 2 SGB V, § 35 SGB I, Art. 5 Abs. 1 Buchstabe f DSGVO, Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DSGVO, Art. 6 Abs. 1 Buchstabe b DSGVO, Art. 6 Abs. 1 Buchstaben d und f DSGVO, Art. 6 Abs. 1 Buchstabe c DSGVO, Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e DSGVO, Art. 5 Abs. 1 Buchstabe c DSGVO, Art. 82 DSGVO, § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art. 82 Abs. 3 DSGVO

  • bag-urteil.com
  • Bundesarbeitsgericht PDF

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • rewis.io

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • rewis.io

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • rewis.io

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • Der Betrieb(Abodienst, Leitsatz frei)

    EuGH-Vorlage zur DSGVO: Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • rechtsportal.de

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • datenbank.nwb.de

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    BAG legt EuGH Fragen zur Vereinbarkeit der Verarbeitung von Gesundheitsdaten durch den Arbeitgeber mit der DSGVO zur Entscheidung vor

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten im Arbeitsverhältnis

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Vereinbarkeit der Verarbeitung von Gesundheitsdaten durch den Arbeitgeber mit der ...

  • computerundrecht.de (Kurzinformation)

    EuGH-Vorlage: Darf der MDK gesundheitliche Daten zur Arbeitsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter verarbeiten?

  • delegedata.de (Kurzinformation)

    Bundesarbeitsgericht fragt den EuGH: wie ist das Verhältnis von Art. 9 Abs. 2 DSGVO zu Art. 6 Abs. 1 DSGVO und welche Faktoren spielen beim Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO eine Rolle?

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Vorlage an EuGH wegen DSGVO-Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO

  • heuking.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz nach DSGVO-Verstößen - Klärung wichtiger Fragen durch den Europäischen Gerichtshof

  • bund-verlag.de (Kurzinformation)

    Verarbeitung von Gesundheitsdaten: Vorlage an den EuGH

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZA 2021, 1713
  • DB 2021, 2905
  • NZA-RR 2022, 65
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • LAG Hamm, 14.12.2021 - 17 Sa 1185/20

    Datenübermittlung im Konzern; Immaterieller Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1

    Die Datenverarbeitung ist daher erforderlich, wenn kein milderes, gleich effektives Mittel zur Verfügung steht, um die Interessen des Verantwortlichen zu erreichen (BGH 12.7.2018 - III ZR 183/17 - Rn. 82; ebenso zum Begriff der Erforderlichkeit in Art. 6 Abs. 1 Buchstabe c und e DSGVO BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 31).

    Die Verletzung von Bestimmungen der DSGVO geschah bei der Verarbeitung "ihrer" personenbezogenen Daten (vgl. BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 33; LAG Niedersachsen 22.10.2021 - 16 Sa 761/20 - Rn. 185).

    sie setzt nicht das Vorliegen oder den Nachweis eines Verschuldens voraus (BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 39).

    Die darin enthaltene Bestimmung, wonach bei Nachweis der Nichtverantwortlichkeit für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, eine Befreiung von der Haftung eintritt, betrifft nach Auffassung des BAG nicht das Verschulden im Sinne eines "Vertretenmüssens", sondern die Frage nach einer "Beteiligung" bzw. nach der Urheberschaft im Sinne der Kausalität (BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 40).

    Bereits die Verletzung der DSGVO selbst führt zu einem auszugleichenden immateriellen Schaden (BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 33; LAG Hamm 11.05.2021 - 6 Sa 1260/20 - Rn. 62ff.; LAG Niedersachsen 22.10.2021 - 16 Sa 761/20 - Rn. 228).

    Es soll ein tatsächlicher und wirksamer rechtlicher Schutz der aus der DSGVO hergeleiteten Rechte gewährleistet werden BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 36).

  • BAG, 05.05.2022 - 2 AZR 363/21

    Schadenersatz; Datenschutz - Höhe eines Anspruchs auf immateriellen

    b) Es bedarf daher keiner Entscheidung, ob allein eine nicht vollständige Erfüllung des Auskunftsanspruchs gem. Art. 15 Abs. 1 DSGVO einen immateriellen Schaden iSv. Art. 82 Abs. 1 DSGVO begründen kann (zur Frage, ob der Nachweis eines konkreten Schadens erforderlich ist, vgl. die Vorabentscheidungsersuchen BAG 26. August 2021 - 8 AZR 253/20 (A) - Rn. 33, vor dem EuGH anhängig unter - C-667/21 - [Krankenversicherung Nordrhein], und OGH Österreich 15. April 2021 - 6Ob35/21x -, vor dem EuGH anhängig unter - C-300/21 - [Österreichische Post]; vgl. auch OLG Frankfurt am Main 2. März 2022 - 13 U 206/20 - juris - Rn. 70 ff.) .

    dd) Soweit das Berufungsgericht bei der Anspruchsbemessung nicht ausdrücklich problematisiert hat, ob der Schadenersatzanspruch nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO auch einen präventiven Charakter hat und damit auch eine Abschreckungsfunktion erfüllen muss (vgl. auch zu dieser Fragestellung das Vorabentscheidungsersuchen BAG 26. August 2021 - 8 AZR 253/20 (A) -, vor dem EuGH anhängig unter - C-667/21 - [Krankenversicherung Nordrhein]) , ist dies im Ergebnis ebenfalls ohne Rechtsfehler.

  • OLG Koblenz, 18.05.2022 - 5 U 2141/21

    Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO

    An einer europarechtlichen Konkretisierung der Voraussetzungen fehlt es bisher, auch wenn es bereits Vorlagen zum Europäischen Gerichtshof gibt (BAG v. 26.08.2021, 8 AZR 253/20; EuGH C-340/21 (Bulgarien); EuGH C-300/21 (Österreich); LG Saarbrücken v. 22.11.2021, 5 O 151/19).

    Auch wenn das Bundesarbeitsgericht dies in seiner Vorlageentscheidung zum EuGH vom 26.08.2021 (8 AZR 253/20) in Zweifel zieht und von einer Gefährdungshaftung ausgeht (Rn. 39), spricht Art. 82 Abs. 3 DSGVO, der eine Haftung bei fehlendem Verschulden im Sinne einer Beweislastumkehr ausschließt, gegen eine solche Sichtweise.

    Insoweit folgt der Senat nicht dem Bundesarbeitsgericht (26.08.2021, 8 AZR 253/20, Rn. 33 - juris), welches annimmt, dass "bereits die Verletzung der DSGVO selbst zu einem auszugleichenden immateriellen Schaden" führt.

    Ob es für die Begründung eines Anspruchs auf Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO auf ein Verschulden der Klägerin ankommt (dagegen: BAG v. 26.08.2021, 8 AZR 253/20; Paal/Pauly/Frenzel, 3. Aufl. 2021, DS-GVO Art. 82 Rn. 6), kann hier dahinstehen.

    Wesentlich sind am Ende allerdings die konkreten Umstände des Einzelfalles (so auch BAG v. 26.08.2021, 8 AZR 253/20).

  • OLG Frankfurt, 02.03.2022 - 13 U 206/20

    Unterlassung und Schadensersatz wegen Datenschutzverstoßes

    Sowohl der österreichische Oberste Gerichtshof (Vorabentscheidungsersuchen vom 12.05.2021, ZD 2021, S. 631, wobei der Gerichtshof die Auffassung vertritt, es sei der Nachweis eines Schadens erforderlich) als auch das Bundesarbeitsgericht (Vorabentscheidungsersuchen vom 26.08.2021, 8 AZR 253/20-A, wobei das BAG den Nachweis eines Schadens nicht für notwendig hält) haben die hiermit zusammenhängenden Fragen dem Europäischen Gerichtshof zur Vorabentscheidung vorgelegt.

    Die hier maßgeblichen Rechtsfragen liegen dem EuGH bereits in anhängigen Verfahren (BAG, EuGH-Vorlage vom 26. August 2021 - 8 AZR 253/20 (A) -, Rn. 33, juris; Vorabentscheidungsersuchen des Obersten Gerichtshofs (Österreich) eingereicht am 12. Mai 2021 - juris) vor.

  • OLG Frankfurt, 14.04.2022 - 3 U 21/20

    Zur Bemessung des Schmerzensgeldanspruchs nach Artt. 6 i.V.m. 82 DSGVO bei

    b) Hier bedarf die in Rechtsprechung und Literatur umstrittene Frage, ob die nach der Verordnung selbst gebotene weite Auslegung dazu führt, dass grundsätzlich jeder DSGVO-Verstoß auch einen immateriellen Schaden begründet (so ausdrücklich BAG, Vorlagebeschl. v. 26.8.2021 - 8 AZR 253/20 - Beckonline Rz. 33; vgl. auch Hanßen, Schadensersatz wegen Datenschutzverstößen, DB 2020, 2730; Dickmann, Nach dem Datenabfluss: Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO, r+s 2018, 345, 353 ("keine besondere Schwere der Verletzung")), nicht der Entscheidung.

    cc) Das Bundesarbeitsgericht hat durch Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union weiter die Frage aufgeworfen, ob es bei der Bemessung des immateriellen Schadensersatzes auf den der Grad des Verschuldens des Verantwortlichen ankommt und ob ein geringes Verschulden zu dessen Gunsten berücksichtigt werden darf (BAG, EuGH-Vorlage vom 26. August 2021 - 8 AZR 253/20 (A) -, juris).

  • LAG Schleswig-Holstein, 01.06.2022 - 6 Ta 49/22

    Bestimmung der Obergrenze eines Anspruchs aus Art. 82 DSGVO im PKH-Verfahren

    Bereits die Verletzung der DSGVO selbst führt zu einem auszugleichenden immateriellen Schaden (BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 - Rn. 33).

    Außerdem ist zu berücksichtigen, dass ein tatsächlicher und wirksamer rechtlicher Schutz der aus der DSGVO hergeleiteten Rechte gewährleistet werden soll (vgl. BAG 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 - Rn. 36).

    Angesichts dessen geht die Beschwerdekammer davon aus, dass Art. 82 Abs. 1 DSGVO neben seiner Ausgleichsfunktion auch spezial- bzw. generalpräventiven Charakter hat und dies bei der Bemessung der Höhe des zu ersetzenden immateriellen Schadens zu Lasten des Verantwortlichen zu berücksichtigen ist (vgl. 4. Vorlagefrage des BAG im Beschluss vom 26.08.2021 aaO. Rn. 35).

    Selbst wenn zugunsten der Klägerin berücksichtigt wird, dass es sich nicht nur um Fotos, sondern um kommerziell genutzte Bewegtbilder gehandelt hat und ein möglicherweise nur geringes Verschulden nicht zu Gunsten der Beklagten in die Betrachtung eingestellt wird (vgl. dazu Vorlagefrage 5 des BAG im Beschluss vom 26.08.2021 aaO. Rn. 38), ist nach den Umständen des Falls kein 2.000,00 EUR übersteigendes Schmerzensgeld gerechtfertigt.

  • LG Hannover, 14.02.2022 - 13 O 129/21

    Schadenersatz wegen unberechtigten Schufa-Eintrages

    Ein solches Verschulden ist - wie nach Auffassung der Kammer schon Art. 82 Abs. 3 DSGVO zeigt - auch im Rahmen einer Haftung nach Art. 82 DSGVO erforderlich und wird zunächst mit der Möglichkeit einer Exkulpation vermutet (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 31.03.2021 - 9 U 34/21 -, Rn. 43, juris; LG Karlsruhe, Urteil vom 02.08.2019- 8 O 26/19-, Rn. 15, juris; Gola DS-GVO, a.a.O., Rn. 9; BeckOK DatenschutzR, a.a.O., Rn. 17; a.A. wohl: BAG, EuGH-Vorlage vom 26.08.2021 - 8 AZR 253/20 (A) -, Rn. 39, juris).
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